Ingenieurbüro für Arbeitsgestaltung und Baubiologie Peter Rauch
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Der unabhängige Bauratgeber zur Baubiologie und Altbausanierung

Wohnhaus

Hier finden Sie wertvolle Tipps zum Bauen, Checklisten für die Suche eines Hauses, welche Baustoffe sind für welche Konstruktionen geeignet und Tools für die Kostenschätzung einer geplanten Sanierung der Wohnung oder des Hauses.

Es werden konstruktive Merkmale oder physikalische und chemische Eigenschaften erklärt, damit möglichst keine Schäden auftreten und Schadstoffe in der Wohnung vermieden werden. Die Online-Tools dienen für die Kostenberechnung einer Sanierung, die Finanzierung Ihres Hauses oder die Dämmeigenschaften der Außenwände. Im Vordergrund stehen die ausführlichen Fachbeiträge, wie zum Beispiel Schimmelpilze in der Wohnung, die Lebensgrundlage des Echten Hauschwamms (Serpula lacrimans), Bauschäden beim Dachbodenausbau, die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung, Feuchtigkeit im Keller und viele andere Fachbeiträge.

Bunte Hauskataloge versprechen ein wunderschönes Haus. Erst später merkt man, dass die Abstellräume für den Besen oder den Staubsauger zu klein sind. Oder, die Reinigung und Wartung des Hauses sowie des Gartens erfordert einen erheblichen Zeitaufwand. Früher wurde die Wäsche im Dachboden getrocknet und das Fahrrad und der Rasenmäher in den Keller gestellt. Diese Räume werden aber heute als Dachwohnung oder als Arbeitsraum genutzt.

Ingenieurbüros und Architekten helfen bei der optimalen Planung eines neuen Wohnhauses, und damit es in den Wohnungen nicht so schimmelt, wie im linken Bild. Es sind wichtige Fragen zu klären, was man mit den vielen Räumen macht, wenn die Kinder das Haus verlassen haben. Sie möchten sich sicherlich später mit 80 Jahren nicht über die schmale Wendeltreppe bis zum Schlafzimmer in der 1. Etage oder gar im Dachgeschoss quälen? Die Auswahl geeigneter ökologischer Baustoffe ist schon wichtig. Sicherlich gibt es Vor- und Nachteile für jeden Baustoff, ob er aus Bims oder Lehm besteht.

Schlechte Lüftung führt zur Feuchtezunahme an der Außenwand und zu Schimmel

Wenn Feuchte im Keller vorhanden ist oder sogar Wasser hereinläuft und ein Wasserschaden verursacht, ist Beton der bessere Baustoff. Was macht man, es werden Gipswände auf gestellt und auf die feuchten Wände kommen preisgünstige Gipsputze. Hilfe erhofft man sich durch kleine geheimnisvolle Kästchen mit Spiralantennen, die auf der Grundlage eines geoenergetischen Kraftfeldes gravomagnetischer Natur wirken. Es werden aber auch viele kleine Bohrlöcher über dem Kellerfußboden angelegt und mit Acrylaten, Epoxidharzen, Paraffinen, Silikomikroemulsionen und anderem gefüllt. So meinen es die Fachberater, die ein gutes Geschäft wittern.
Feng-Shui und ähnliche Wohnkonzepte sind sicherlich sehr behilflich, lösen aber im nach hinein keine Planungsfehler oder eine falsche Baustoffauswahl. Sicherlich kann man durch Farbgestaltung nachträglich optisch die Raumgeometrie verändern. Wenn der Flur aber nur 98 cm breit ist, so passt das kleine Schränkchen (100 cm) trotzdem nicht hinein. Die modernen Arbeitswissenschaften befasst sich mit der Funktionalität, der Gesundheit der Mitarbeiter und den Klimabedingungen in den Arbeitsräumen (Arbeitsstätten-Richtlinie). Vergleichbares für Wohnräume gibt es nicht.

Nachfolgend ein Video einer sehr schön restaurierten Stadte im Harz, Wernigerode.

Das Haus beziehungsweise die Wohnung hat in erster Linie die Aufgabe der Schutzfunktion vor Wwetter.htmletter und man sollte sich darin auch wohlfühlen. Heutige Normen, Richtlinien und Vorschriften bestimmen Bauausführung, bewährte Konstruktionen, Regeln der Baukunst und Erfahrungen kommen immer mehr in Vergessenheit. Eine zu große Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen, die Behaglichkeit liegt bei etwa 65 % relative Luftfeuchtigkeit, führt einerseits zur Schädigung des Baukörpers und andererseits zu gesundheitlichen Risiken, wie chronische Hustenanfälle und asthmatische Erkrankungen, im Extremfall können sich vermehrt Schimmelpilze bilden. In den überwiegenden Fällen sind Feuchtigkeitsursachen vielschichtig und können sich gegenseitig begünstigen. Die baustoffbedingte Beimischung von Wasser für den Mörtel (Gips, Kalk, Zement) kann nur noch selten bis zum Bezug ausreichend abgeführt werden. Schnellzemente und Trockenputze alle möglichen chemischen Zusätze in den Baustoffen sollen die Wartezeit verkürzen. Früher hatte man das neue Haus "ausgewintert", heute muss dies durch erhöhte Heizung und Lüftung austrocknen.

Es soll immer billiger und auch besser gebaut werden, was bei arbeitsintensiven Gewerken, wie es das Baugewerbe ist, einen Widerspruch darstellt. Auch qualitätsgerechte Baustoffe haben ihren Preis, bei übergroßen Rabattangeboten stimmt dann mit dem Produkt etwas nicht. Einmal eingebaut können diese minderwertigen Baustoffe nicht ohne Probleme wieder ausgetauscht werden. Bevor man ein Haus kauft, sollte man sich von seinem Finanzberater eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellen lassen. In vielen Fällen ist aber eine Wohnung zur Miete billiger als ein eigenes Haus. Das ist aber schon ein Problem, der Finanzberater erhält nur dann eine Provision, wenn er einen Kredit für das Haus erfolgreich vermitteln konnte! Argumente, wie Altersvorsorge, Wertzuwachs und anderes sollten mit Vorsicht betrachtet werden. Was nützt es, wenn man mit 50 seinen Job verliert und umziehen muss, oder statt dessen die meiste Zeit in einer Zweitwohnung wohnt. In einigen Regionen (nicht nur im Osten) liegt ein großer Bevölkerungsrückgang vor, sodass einige der Immobilien unverkäuflich werden. Neu hinzu kommt eine mögliche Zwangshypothek für die Immobilienbesitzer, was einer Enteignung der besonderen Art entspricht. Bereits in den Jahren 1923 und 1948 gab es staatliche Zwangshypotheken. In die Grundbücher wird zugunsten des Staates eine Grundschuld eingetragen. Die Immobilienbesitzer werden somit zwangsweise verschuldet. Siehe hier den Beitrag Zwangshypothek.

Bauschäden beim Dachbodenausbauen

Ein aktuelles Thema ist die Energieeinsparung durch eine zusätzliche Wärmedämmung der Gebäude sowie die bewusste Verknappung und erhebliche Preisanhebungen der Brennstoffe. Durch den milden Winter 2011 ist gegenüber 2010 der Heizenergieverbrauch um durchschnittlich 18 Prozent gesunken. Trotzdem waren die Heizkosten für Häuser mit Ölheizung um fünf Prozent gestiegen. Im 2011 war der Heizölpreise um durchschnittlich 24,5 Prozent angestiegen. Die Energiepreissteigerung bei Erdgas betrug dagegen 4,5 % und bei Fernwärme 7 %. Die Heizkosten für eine 70-Quadratmeter-Wohnung betrugen durchschnittlich 890 Euro (Heizöl), 715 Euro (Erdgas) und 785 Euro (Fernwärme). (Bundesweiter Heizspiegel 2012)
Eine optimale Energiebilanz eines Wohngebäudes in unserer Klimazone ist nur aus Wärmedämmung und der Speicherung von Wärme erreichbar. Es gibt viele unbekannte Einflussfaktoren. Die deutsche Norm DIN kennt nur den Transmissionswärmeverlust U-Wert. Erfolgt eine zusätzliche Wärmedämmung, so muss aber auch der Wärmeverlust durch die hygienisch notwendige Lüftung beachtet werden. Beim Lüften ist nicht nur die entstandene Temperaturabsenkung durch Wärmeenergie auszugleichen, sondern auch die, die bereits bei der Erhöhung der Luftfeuchtigkeit eingeflossen war, um die Temperatur auf einem Niveau zu halten. Ebenso sind die Schadstoffe in der Raumluft zuverringern. Je dicker die Wärmedämmung ausgeführt wird, so größer ist auch der Wärmeanteil, der durch das Lüften nach außen gelangt. Damit eine positive Bilanz entsteht, sind die Fenster "luftdicht" abzudichten. Diese Wärmestoffpolitik dient einer großartigen Umsatzsteigerung der Baustoffhersteller von Wärmedämmung und schließlich auch für die Restauratoren von Schimmelpilzschäden.

Stellen wir eine einfache Frage, welchen ökologischen oder wirtschaftlichen Nutzen hat der Energiepass? Nützt er dem Bürger, der Dämmstoffindustrie, den Energiekonzernen oder vielleicht der Umweltindustrie, die später große Berge von Isoliermaterial recyceln können. Bei den Aktionen geht es weniger um Energie sparen, was sehr vernünftig währe.

Wohnhaus in Leipzig

Zu den heute bekannten Energiearten gehören die mechanische Energie, magnetische, elektrische, chemische Energie, Wärmeenergie, Lichtenergie und Kernenergie. Die Physik kennt zwei Grundgesetze der Energie: den Satz von der Erhaltung und Umwandlung der Energie und den Entropiesatz. Das Gesetz von der Erhaltung und Umwandlung der Energie besagt, dass in einem System, dem Energie in irgendeiner Form weder zugeführt noch entnommen wird, die Summe aller Energien konstant bleibt. Also Energie weder aus Nichts entstehen noch in Nichts vergehen kann, sondern sich die einzelnen Energiearten nur ineinander verwandeln können.

Diese Grundlagen werden weder bei der Klimadiskussion zum Wetter noch bei der strategischen und versorgungssicheren Bereitstellung an Energie verstanden. Welche eine existenzielle Voraussetzung für eine stabile Volkswirtschaft sind. In Deutschland liegt gegenwärtig der Anteil des Mineralöls am Primärenergieverbrauch (PEV) bei 36 Prozent; auf Erdgas entfallen 23, Steinkohle 13, Kernenergie zwölf, Braunkohle elf und erneuerbare Energien 4,6 Prozent. Je breiter der Energiemix aufgestellt ist, umso leichter sollte es fallen, bestimmte Komponenten zumindest langfristig ersetzen und Preisanstiege einzelner Energieträger leichter verkraften zu können. Diese Energiepolitik muss jedoch die Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit erfüllen. Nur sichere und wettbewerbsfähige Energiequellen garantieren das Überleben unserer Volkswirtschaft und die Lebensqualität der Zukunft. Nach Einschätzung der Ministerien für Wirtschaft und Umwelt wird der bescheidene Erfolg des erzielten Anteils der erneuerbaren Energie im Strombereich durch die Förderung im EEG und im Wärmebereich durch das Marktanreizprogramm erzielt. Das Energie-Einspeise-Gesetz fördert die unwirtschaftliche Energieerzeugung durch Windkraftanlagen und Solarstrom. In der gegenwärtigen Preisentwicklung wird der Strom im Jahre 2020 50 Cent/kWh kosten.
Statt gesetzlicher Verordnungen, falscher Subventionen oder Orientierungen auf Nischentechnologien, sollten effiziente Stoff- und Energiekreisläufe sowie eine sinnvolle Entwicklung von neuen Technologien unter dem Gesichtspunkt der Ökologie und Ökonomie gefördert werden.

Ein massives Haus, welches nach dem Süden geöffnet und nicht gerade in einem Kältesee gebaut wurde, sammeln solare Wärme und speichern diese auch. Die sich ein Solarkollektor auf das Dach geschraubt haben, wissen, dass man ganz schön Wärmeenergie gewinnen kann. Hier wird die Wärme gleich im Mauerwerk und ganz ohne Kabel und Schläuche gespeichert. Das ist die Wärmemenge, die man von innen nicht durch Heizen zuführen muss. Diese kostenlose Solargewinnung bedarf keinen zusätzlichen technischen Aufwand und auch keine Wartung. Das sind Erfahrungen der Baukunst. Oder betrachtet man nur die weit verbreitete Konvektionsheizung, die gegenüber der Strahlenheizung viel unwirtschaftlicher und auch mit verantwortlich für den Einzug des verbreiteten Schimmelbefalls ist. Wer wissen möchte, wie eine Strahlungsheizung funktioniert, braucht nur bei 16 bis 18ºC in einer windgeschützten Ecke im Garten ein Sonnenbad einnehmen und sich anschließend in den Schatten begeben. Damit Sie dort nicht frieren, müsste die Temperatur der Außenluft einige Grad höher sein, wie bei einer Konvektionsheizung. Jeder Grad Temperaturunterschied der Raumluft entspricht etwa einem Heizenergieverbrauch von ca. 6%. Also bereits bei der Wahl der richtigen Heizungsart (nicht zu verwechseln mit dem Heizkessel) kann man langfristig viel Energie sparen.

Aber auch die Form des Wohnhauses spielt eine Rolle. Der Iglu der Eskimos ist eine halbe Kugel und hat die kleinste Oberfläche bei maximalem Volumen. Das deutsche Traumhaus hat viele kleine Erker, Vorsprünge, Kanten und Gauben bei maximaler Außenoberfläche und minimaler Stellfläche. Massivhaus mit Kugelgewölbe in Nordafrika