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Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Peter Rauch Ph.D.
Dipl.-Ing.oec.,Ing.oec., Ing.
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  • Archive for Juli, 2012

    Deutschland auf dem Weg in die selbst gebastelte Treibhausfalle

    Posted by retep11 on 28th Juli 2012

    Oppenheimer Werkstatt fĂŒr Wetterkunde – Dr. Wolfgang ThĂŒne

    Möchten Sie freiwillig und ohne Schuld ins GefĂ€ngnis oder gar ins Zuchthaus, um unter staatlicher Aufsicht nach fremdbestimmten Regeln zu leben? Mit Sicherheit nicht! Aber wĂŒrden Sie sich nicht doch in diese Obhut begeben, wenn Ihnen damit gedroht wird, dass das Leben draußen immer gefĂ€hrlicher, ja tödlich werden wird? Dass Hass, Intrigen und Zwietracht, Mord und Totschlag ĂŒberhand nehmen werden und Schutz vom Staat nicht zu erwarten sei? Da böte doch eine behĂŒtete Freiheit von Gleichen unter Gleichen mehr Freiheiten als das Leben im permanenten Dschungelkrieg der Straße, zumal das Zuchthaus die gesamte Erde umfasst und damit grenzenlos ist? Haben erst alle Menschen den gleichen „Fußabdruck“, können sie alle nur die gleichen SprĂŒnge machen. Keiner tanzt aus der Rolle. Kein Neid trĂŒbt das friedliche Miteinander.

    Das Leben im GewĂ€chshaus ist doch auch nicht das Schlechteste fĂŒr die Pflanzen. Sie gehen zwar nicht freiwillig ins GewĂ€chshaus, aber einmal dort ausgesĂ€t ihnen geht es doch gut. Sie sind vor den tödlichen Nachtfrösten der „Eisheiligen“ geschĂŒtzt, leben in kĂŒnstlich klimatisierten RĂ€umen mit stets angenehmen Temperaturen und genĂŒgend Feuchtigkeit. An Frischluft mangelt es ihnen auch nicht. Sie bekommen immer eine Überdosis an CO2-Nahrung und der anfallende Sauerstoff wird sofort entsorgt. Sie mĂŒssen zwar in Reih und Glied wachsen, sind einer stĂ€ndigen Kontrolle ausgesetzt, aber sie tragen viele FrĂŒchte und bringen gute ErtrĂ€ge. Wenn das kein schönes nicht nur des GĂ€rtners Herz erfreuendes Dasein ist? Alle Tomaten sind irgendwie gleich rot und keine wird diskriminiert.

    Angela Merkel wirbt fĂŒr das sichere Leben im Treibhaus mit seinen schĂŒtzenden Leitplanken

    Im Videopotcast der Kanzlerin vom 14. Juli 2012 verkĂŒndete Angela Merkel stolz: „Deutschland hat die Vorreiterrolle im Klimaschutz!“ Was will sie damit zum Ausdruck bringen, wem den Weg weisen? Ja, was bedeutet ĂŒberhaupt „Vorreiter“? Vorreiter waren frĂŒher bei der Kavallerie die FahnentrĂ€ger. Diese reiten zwar nicht, aber marschieren bei der Eröffnung der Olympischen Spiele ihren Mannschaften voraus. FĂŒhlt sich im Klimaschutz Deutschland als Vorreiter der Welt, als ihr AnfĂŒhrer, der Ton, Tempo, Marschrichtung und die Kampfesziele angibt? Wenn solch eine wahnwitzige SelbstĂŒberschĂ€tzung dem Gedanken an die Vorreiterrolle zugrunde liegen sollte, dann gute Nacht Deutschland. Soll die Welt am deutschen Wesen genesen?

    Dies kann man der Kanzlerin sicher nicht unterstellen, aber einen völligen irrationalen GrĂ¶ĂŸenwahn schon. Die Unvernunft liegt nĂ€mlich in dem Vorhaben Klimaschutz. Hier hat eine Naturwissenschaftlerin den Rubikon der Physik zur Metaphysik ĂŒberschritten. Hier betĂ€tigt sich eine Physikerin als politische Heilsbringerin, die eingeredete und eingebildete Ängste abmildern und das GefĂŒhlsklima der Menschen wieder beruhigen möchte. Sie betĂ€tigt sich als fĂŒrsorgliche Treibhaus-Mutter, die verspricht, dass das Leben im Treibhaus unter ihrer Obhut geradezu paradiesisch sein werde.

    Die Bösewichte draußen, diese Klimakiller und TreibhaussĂŒnder wĂŒrden bestraft und zur Kasse gebeten, denn ihr rĂŒcksichtsloses und nur an schnellem Gewinn und maximaler Rendite ausgerichtetes Handeln fĂŒhre in den klimatischen Weltuntergang, zu Mord und Totschlag durch Klimakriege. Was die Kanzlerin nicht sagt und wahrheitswidrig verschweigt, ist ihre UnfĂ€higkeit, das Wetter zu lenken und zu leiten. Ohne diese FĂ€higkeit ist jedoch der Klimaschutz unsinnig und unmöglich. Diese Unwahrhaftigkeit zeichnet alle Klimapolitiker wie Klimaexperten aus, die „Lug und Trug“ zum „integralen Bestandteil des Forschens“ erhoben haben.

    Hierzu passt eine Meldung aus der Allgemeinen Zeitung Mainz vom 27. Juli 2012. Darin wird ĂŒber eine Studie von Forschern der Berkeley-UniversitĂ€t von Kalifornien berichtet, die die einfache Frage gestellt hatten: Welche soziale Klasse verhĂ€lt sich eher unmoralisch – die Oberschicht oder die Unterschicht? Das Ergebnis? Angehörige der Oberschicht lĂŒgen und mogeln eher als Mitglieder unterer sozialer Schichten. Sie hĂ€tten einfach eine positivere Einstellung zur Gier. Wann rafft sich die Mittelschicht, das klassische BĂŒrgertum, auf, um der Oberschicht die Schranken ihrer Machtgier zu weisen?

    Connie Hedegaard als EU-Klimakommissarin beansprucht auch die Vorreiterrolle

    Die BemĂŒhungen der „Klimagöttin“ Angela Merkel werden auf EU-Ebene zwar begrĂŒĂŸt, doch auch mit Misstrauen verfolgt, stellt sich doch bei allen TĂ€tigkeiten sofort die Frage nach der Hackordnung. Kaum hatte die Kanzlerin auf dem 3. Petersberger Klimadialog mit den Muskeln gespielt, zeigte EU-Klima-Kommissarin Connie Hedegaard ihre Muskeln. Wer ein Amt hat, will herrschen! Sie will den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid drastisch verteuern und zwar von jetzt 6 auf 40 Euro je Tonne im Jahr 2020. Sie werde ein „ErmĂ€chtigungsgesetz“ hierfĂŒr bei dem EU-Parlament wie bei den 27 Mitgliedstaaten erwirken.

    Bisher habe man die Emissionsrechte praktisch verschenkt, doch damit mĂŒsse endlich Schluss sein, denn die Klimapolitik rechne mit den Einnahmen aus den Emissionsrechten und sei ohne diese wirkungslos. Alle CO2-intensiven Industrien mĂŒssen, wenn sie die Umwelt verschmutzen und das Klima schĂ€digen, eine empfindliche Buße entrichten. Die ernste Frage, ob die Industrie eine De-Karbonisierung ĂŒberlebt, ob sie dabei zugrunde geht oder in andere Kontinente flĂŒchtet, stellt sich die Politik nicht. Sie will ein CO2-freies Europa. Mag damit auch die Klimaangst beseitigt sein, ohne Kohlenstoffdioxid stellen sich noch grĂ¶ĂŸere Ängste ein. Dann wĂŒrde echte Überlebensangst einsetzen, wĂŒrde das Treibhaus tatsĂ€chlich zur Hölle.

    Deswegen ist die EuropĂ€ische Union so erpicht darauf, die Weltklimakonferenzen zu betören und ihren eigenen Weg als den allein selig machenden der internationalen Staatenwelt aufzuschwĂ€tzen. BrĂŒssel könnte sich zum „4. Rom“ einer neuen Weltreligion entwickeln, der globalen Klima-Religion. Man erklĂ€rt den Ist-Zustand des Klimas mit seiner Globaltemperatur von 15 Grad Celsius als „normal“.

    Jede Abweichung von dieser Norm in welchem Staat der Erde auch immer wird als „anormal“ deklariert, als Folge von KlimasĂŒnden der Staaten. Diese werden dann vor ein internationalen Klimaschutz-Tribunal gebracht, an den Pranger gestellt, bestraft und geĂ€chtet. Man kann dann unbegrenzt Schauprozesse fĂŒhren und beliebig fiktive Urteile fĂ€llen. Ändern wird sich zwar am Wetter nirgendwo etwas, aber eine mit derartigen Machtbefugnissen und entsprechenden „religiösen Weihen“ ausgestattete Weltregierung könnte wie zu Zeiten der Inquisition nach Belieben schalten und walten.

    Theoretisch ist das globale Treibhaus bezugsfertig, nur die Architekten wollen nicht einziehen

    Lange bevor in Deutschland 1986 die drohende Klimakatastrophe ausgerufen wurde, war von den beiden SupermĂ€chten USA und UDSSR insgeheim in den 50er Jahren das „Treibhaus“ konstruktiv entworfen und das „ökologische Gleichgewicht“ zum idealen Naturzustand erhoben worden. Über die Vereinten Nationen und deren Unterorganisationen wurde diese Botschaft in alle Welt hinausgetragen. Bei der ersten Weltklimakonferenz 1979 in Genf, veranstaltet durch die Weltorganisation fĂŒr Meteorologie, wurde in ihren GrundzĂŒgen die neue „Weltherrschaftsreligion“ in die internationale Politik einfließen lassen. Sie war und ist rein kapitalistisch-materialistisch ausgerichtet und ganz Diesseitsbezogen. Man will das „Klimaparadies“ auf Erden.

    Bei dem Modell „Treibhaus“ stand das GewĂ€chshaus (green house) Pate. Es passt theoretisch alles zusammen, der eine Mensch, die eine Welt, das eine Treibhaus. Nur da lasse sich das alte sozialistisch-demokratische Ziel des „grĂ¶ĂŸten GlĂŒcks fĂŒr die grĂ¶ĂŸte Zahl“ verwirklichen. Mögen auch einige Egoisten unglĂŒcklich darĂŒber sein, aber unterm Strich entscheidet die Mehrheit. Diese lĂ€sst sich zur Not auch das GlĂŒck einreden, wenn nur der Neidtrieb geschickt befriedigt und die Illusion von Gleichheit erzeugt wird.

    Die in Reih und Glied in einem GewĂ€chshaus gezĂŒchteten roten Tomaten oder roten Rosen, sind die etwa unglĂŒcklich? Sie sehen alle gleich lukrativ aus und lassen sich gut vermarkten. Auch Ameisenstaaten funktionieren doch bestens unter einer „Königin“. Die Menschen kennen die Idealvorstellung vom „guten Hirten“, der seine Herde zu den besten WeideplĂ€tzen fĂŒhrt und die vor dem „bösen Wolf“ beschĂŒtzt. Auch viele vom Aussterben bedrohte Tiere haben in zoologischen GĂ€rten ein nachhaltiges Leben. Sie werden vor Feinden geschĂŒtzt, gehegt und gepflegt. Dies war ja auch der Auftrag des Schöpfers an den Menschen, den „Garten Eden“ zu hegen und zu pflegen, wenn auch im Schweiße seines Angesichts.
    Die moderne Welt mit ihren gigantischen Kommunikationsmöglichkeiten hat fĂŒr manche Hirten und Propheten den Gar-Zustand erreicht, um die Welt und die Völker dieser Erde zu vereinen und in dem gemeinsamen Treibhaus alle Unterschiede von Geschlecht, Rasse, Religion nieder zu reißen, um fĂŒr „Frieden auf Erden“ zu sorgen. Niemand möge sich mehr Ă€ngstigen und was soll daran so schlimm sein, unter einem gemeinsamen Treibhausdach, das einen Ă€hnlichen Charakter wie das glĂ€serne Himmelszelt habe, zu leben? Die minimalen FreiheitseinschrĂ€nkungen seien kein Verlust angesichts der enormen Zugewinne an LebensqualitĂ€t und Sicherheit. Und einen gewissen Preis mĂŒsse man schon zahlen fĂŒr die Abwendung des nahen klimatischen Weltuntergangs. Einen globalen Klimakollaps könnte kein Mensch ĂŒberleben. Also alle Argumente sprechen fĂŒr das globale Treibhaus, das Leben in einem „geschlossenen Ökosystem“, unter einem gemeinsamen Klimahimmel, der allen Menschen „globale Klimagerechtigkeit“ garantiert.

    Auch die Religions- oder Weltanschauungskriege hĂ€tten ein Ende, wenn alle Menschen der Klimareligion huldigen. Welch schöne, neue Welt! Der Mensch sein eigener Schöpfer, der Mensch als guter Hirte ĂŒber das globale und damit grenzenlose Treibhaus! Eine auf ein gemeinsames Klimaniveau herab gezoomte Welt kennt keinen Ressourcenverbrauch mehr und hat keine „Schurkenstaaten“. Sie lebt die unendliche Nachhaltigkeit! HierfĂŒr wirbt ja auch der WBGU, der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale UmweltverĂ€nderungen, der ja unter dem Vorsitz vom dem PIK-Direktor Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber die „Große Transformation“ fordert.

    Im Berliner Tagesspiegel vom 17. Juni zum RIO+20-Gipfel brachte es Jorgen Randers, Professor fĂŒr Klimastrategie an der norwegischen Schule fĂŒr Management und Verfasser der Studie „2052“ des Club of Rome, auf den Punkt: „Ein guter Diktator. Das ist der Gipfel!“ Er verweist dabei auf Rom vor 2000 Jahren, als Rom einen Ă€ußeren Feind hatte und es fĂŒr besser hielt, schnelle Entscheidungen ohne lange Diskussionen zu treffen. DafĂŒr wurde ein Diktator gewĂ€hlt. Wer fĂŒr solch einen „wohlmeinenden Diktator“ plĂ€diert, spielt nicht nur mit dem Feuer, er muss sich auch daran erinnern, dass auch die Diktatoren den Untergang Roms nicht verhindern konnten. Nachdenklicher stimmt noch: „Interessant ist auch das Beispiel China. Die Kommunistische Partei dort hat eine Vielzahl langfristiger Entscheidungen getroffen, die kĂŒnftigen Generationen nutzen werden. Sie befindet sich außerhalb demokratischer Kontrolle. Die Kommunistische Partei Chinas ist nach EinschĂ€tzung von Randers ein „wohlmeinender Diktator“, der das Richtige tut. Daher sei es nicht schlimm, wenn diese Partei sich die Macht nimmt, wenn sich auch viele Menschen daran stören. Weht daher der frische Wind im globalen Treibhaus, der die Klimakatastrophe abwenden soll?

    Das Klima lĂ€sst sich genauso wenig schĂŒtzen wie das Wetter

    Zu dieser ebenso bahnbrechenden wie selbstverstĂ€ndlichen Erkenntnis kam der EU-Abgeordnete Robert Goebbels von der Sozialistischen Arbeiterpartei Luxemburgs LSAP. Im Tageblatt vom 5. Juli 2012 fasste er seine EindrĂŒcke vom RIO+20-Gipfel zusammen: 1. Schluss mit der GipfelstĂŒrmerei. „Es wĂ€re der Menschheit sehr gedient, wenn die internationale Gemeinschaft dem Wanderzirkus der internationalen „Klima-Gipfel“ ein Ende bereiten wĂŒrde.“ 2. Der Globus hat keinen Thermostat. „Das offizielle Klimaziel der EU, die CO2-Emissionen weltweit so zu stabilisieren, dass es bloß zu einer 2-Grad-ErwĂ€rmung kommen sollte, ist eine totale Illusion“. Weiter: „Als ob das Weltklima sich gewissermaßen per Thermostat-Einstellung regeln lassen wĂŒrde
 Ohnehin ist mit Mittelwerten nicht viel anzufangen auf einem Erdball, wo die Temperatur je nach Jahreszeiten und Breitengraden zwischen -50° bis +50° schwankt.“ Und sein Fazit?: „Die EuropĂ€er sind dabei, aus purem Dogmatismus ihre industrielle Basis zu zerstören.“ China wird jubeln!

    Und die EU-Klimakommissarin Hedegaard bestĂ€tigt diese Annahme! Mit der Illusion einer „CO2-freien Gesellschaft“ verabschiedet sich die EU aus dem Kreis der Industrienationen und bĂŒĂŸt damit fĂŒr die Schuld, die von der Erfindung der Dampfmaschine in England ausging und zum „Aufheizen“ des Treibhauses fĂŒhrte. Davon unberĂŒhrt geht das Wetter unbeirrt seinen Weg, wie er durch den Gang der Gestirne und der Jahreszeiten vorgegeben ist. Und wie das Verhalten des Wetters sich der Frage des „warum“ entzieht, so bleibt auch der Gang des Klimas ein RĂ€tsel.

    Dass es mit dem Aufheizen des Treibhauses so nicht stimmt, brachten jetzt Wissenschaftler der Justus-UniversitĂ€t Gießen ans Tageslicht. Zusammen mit einem internationalen Forscherteam haben sie Wachstumsringe von Kiefern aus dem finnischen Lappland bis in die Zeit 138 v. Chr. untersucht. Sie kamen zu der Erkenntnis, dass Römerzeit und Mittelalter wĂ€rmer waren als bisher angenommen. Prof. Dr. JĂŒrg Luterbacher in einer Pressemitteilung des „Informationsdienst Wissenschaft“ vom 9. Juli 2012: „Wir konnten zeigen, dass die historischen Temperaturen zur Römerzeit und im Mittelalter als zu kĂŒhl eingeschĂ€tzt wurden.“
    Wenn es vor 2000 Jahren zur Römerzeit und vor 1000 Jahren im Mittelalter wĂ€rmer war als heute, dann kann etwas an der Treibhaushypothese, die lĂ€ngst zum quasireligiösen Glaubensdogma hochstilisiert wurde, nicht stimmen. Und was alle Klima-GeĂ€ngstigten noch nachdenklicher stimmen sollte: Diese beiden historischen Warmzeiten waren nachgewiesenermaßen fĂŒr Europa optimale Zeiten.

    Oppenheim, den 27.7.2012

    Dipl.-Meteorologe Dr. phil. Wolfgang ThĂŒne



    Posted in Energie- und Umweltpolitik | No Comments »

    „Klima-Katastrophe“ – ein BegriffsungetĂŒm wird entschĂ€rft!

    Posted by retep11 on 28th Juli 2012

    Oppenheimer Werkstatt fĂŒr Wetterkunde – Dr. Wolfgang ThĂŒne

    Gut 25 Jahre geisterte der Begriff „Klimakatastrophe“, im Januar 1986 von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. aus der Taufe gehoben, wie ein Gespenst um die Welt und verbreitete Angst, Furcht und Schrecken. Im Jahr 2007 verbreitete der Weltklimarat (IPCC) sogar die absurde These, dass das Global-Klima so verĂ€rgert sei, dass es der Menschheit den „Klimakrieg“ erklĂ€rt habe. Dies fĂŒhrte dazu, dass das Nobelkomitee in Oslo 2007 den Oskar-PreistrĂ€ger Al Gore sowie den IPCC-Chef Pachauri mit dem Friedensnobelpreis auszeichnete in der irrsinnigen Hoffnung, dass diese UnterhĂ€ndler das Klima zur MĂ€ĂŸigung anhalten und so rasch den „Klimakrieg“ beenden könnten. In seiner grĂ¶ĂŸten IrrationalitĂ€t glaubt der Mensch rational handeln zu können. Glaubten im Jahr 2006 noch ĂŒber 60 Prozent der Deutschen an die „Klimakatastrophe“, so fĂŒrchten sich heute nur noch gut 30 Prozent vor globaler ErwĂ€rmung. Wenn das Gespenst Niemand mehr Ă€ngstigt, dann sollte es still, aber nicht mit lautem Getöse begraben werden.

    Doch das Gegenteil trat ein. Wie aus heiterem Himmel und mit indirekter UnterstĂŒtzung eines russischen KĂ€ltehochs machte die BILD-Zeitung dem Gespenst „Klimakatastrophe“ mit lautem Posaunenklang den Garaus. Am 6., 7. und 8. Februar 2012 brachte sie folgende Schlagzeilen: „Die CO2-LĂŒge“ – 1. „Renommiertes Forscher-Team behauptet: Die Klima-Katastrophe ist Panik-Mache der Politik“ – 2. „Seit 12 Jahren ist die Erd-ErwĂ€rmung gestoppt!“ – 3. „Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft!“ Solche Schlagzeilen kann sich nur die BILD leisten. Doch welche Absicht steckt wirklich dahinter? Wird damit die ganze Klimaschutz-Politik abgeschafft, fĂŒr Unsinn deklariert? Wer voreilige diese SchlĂŒsse zieht, der sollte genauer in den Text hineinschauen und mal „zwischen den Zeilen lesen“. Wenn daraus, wie im Peter Boehringer Newsletter, gefolgert wird, „sogar die BILD-Zeitung schwört der CO2-Klimareligion ab“, dann trifft dies keineswegs zu. Es geht ihr gar nicht um die Widerlegung der „CO2-LĂŒge“, sie wird nur verniedlicht, der Einfluss halbiert!

    Zuerst einmal geht es der BILD-Zeitung um eine maximale Aufmerksamkeit erheischende Provokation, um Sensation. BILD ist nicht vom Pfad der politisch vorgegebenen Tugend abgewichen und hat nicht den „Treibhauseffekt“ infrage gestellt, sie hat bloß klimatische Landschaftspflege betrieben und einen spitzen Trieb zurĂŒckgeschnitten, weil von ihm keine „FrĂŒchte der Angst“ mehr zu erwarten waren. Der Begriff „Klima-Katastrophe“ war nach 25jĂ€hrigem Gebrauch so abgenutzt, das nun der Zeitpunkt gĂŒnstig schien, ihn mit dem nötigen publizistischen Aufwand zu entsorgen. Von nutzlosem Ballast befreit kann sich nun die Klimapolitik neu aufstellen, die Bataillone neu formieren. Der RĂŒck- und Umbau der Industrie-Gesellschaft, die De-Karbonisierung kann nun weitergehen, denn, so der Schluss-Satz: „Klar ist: Der Weg weg von Öl/Gas/Kohle hin zu mehr erneuerbarer Energie ist richtig! Aber die maßlosen Hitze-Prognosen des Weltklimarates sind reine Angstmache!“ Wer zu lange vor dem „bösen Wolf“ warnt, wird unglaubwĂŒrdig.

    Dabei braucht vor einem toten AmoklĂ€ufer kein Mensch Angst zuhaben. Von ihm geht keine Gefahr mehr aus. Er, der Killer, kann selbst ‚post mortem‘ nicht mehr gekillt werden. Doch exakt dies werfen die Klimapolitiker uns Menschen vor. Wir seien allesamt „Klima-Killer“ und mĂŒssten daher alle mit CO2-Fußfesseln versehen werden, um den uns staatlicherseits vorgeschriebenen CO2-Fußabdruck besser polizeilich kontrollieren zu können. Sind wir alle Schwerverbrecher? Mag auch im Laufe von 30 Jahren (10.750 Tage) das Wetter manchmal aus menschlicher Sicht Amok laufen und Katastrophen auslösen, das zum Klima statistisch verdichtete „Mittelwert-Wetter“ ist Vergangenheit, ist tot und wird nicht mehr lebendig und damit zu einer Gefahr. Dass die ĂŒberwiegende Mehrheit dennoch die Warnung vor der Klima-Katastrophe ernst nahm, in den Zustand lĂ€hmender Angststarre verfiel und sich gar zum Mörder, zum Klima-Killer, öffentlich brandmarken und an den Pranger stellen ließ, das zeigt, wie leicht sich allwissend dĂŒnkende Menschen immer wieder manipuliert und missbraucht werden können. So wurde bereits ĂŒberlegt, den Wissenschaftlern, die an den Humbug von der Klima-Katastrophe nicht glauben, die wissenschaftliche Qualifikation abzusprechen und sie wegen Renitenz und Querulantentum zu bestrafen. Dass die Medien glauben, sie verhöhnen, verspotten und zu Treibjagten gegen sie aufrufen zu können, ist wahrlich kein Zeichen einer freien verantwortungsbewussten Presse.

    Die Artikelserie hat kein BILD-Redakteur geschrieben, sondern Professor Werner Weber von der Technischen UniversitĂ€t Dortmund und die Autoren selbst. Zugpferd dabei ist Hamburgs Ex-Umweltsenator (SPD) Fritz Vahrenholt. Fritz Vahrenholt ist Chemiker und seit 2008 GeschĂ€ftsfĂŒhrer der RWE Tochterfirma Innogy, die sich speziell dem Ausbau erneuerbarer Energien widmet. Koautor ist der Geologe Sebastian LĂŒning. Er ist seit 2007 als Afrika-Experte beim Öl- und Gasunternehmen RWE Dea beschĂ€ftigt. Beide fordern: „Stoppt die Umverteilungsmaschinerie!“ Diese These beruht auf seiner Erkenntnis, dass die Solarmodule „nur 10 % des Jahres volle Leistung bringen. Dieser Wahnwitz kostet uns 8 Milliarden Euro/Jahr. Zahlen mĂŒssen die kleinen Leute in den Mietwohnungen, die sich ein Solardach nicht leisten können. Und Hausbesitzer oder reiche Investoren können Kasse machen.“ Dies ist ein Argument, das sich alle Politiker zu Herzen nehmen sollten, die von sozial gerechter Politik reden. Daher ist der BILD-Schlagzeile uneingeschrĂ€nkt zuzustimmen: „Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft!“ FĂŒr den, der wie RWE auf Strom aus Wind und Sonne setzt, ist dieses Fazit allerdings vernichtend.

    Die Autoren argumentieren sehr zutreffend, wenn sie sagen: „Dieser Unfug ist nur erklĂ€rbar, weil man dem deutschen Volk Angst eingejagt hat.“ Damit sind wir wieder bei dem 1986 kreierten Un-Wort „Klima-Katastrophe“. Jeder weiß es seit Schulzeiten: „Klima“ ist ein kĂŒnstlicher Begriff, der das „mittlere Wettergeschehen“ an einem Ort ĂŒber eine 30jĂ€hrige Periode irgendwie umschreiben soll. Dies ist noch nie Jemandem auf der Welt gelungen, selbst nicht den „Klimaexperten“. Da sich Wetter nicht ganzheitlich erfassen, sondern nur einzelne Elemente gemessen werden können wie Luftdruck, Temperatur, Wind, kann man auch nur Mittelwerte dieser Elemente berechnen. Eine Mitteltemperatur, und auf diese allein wird das Klima reduziert, sagt nichts aus ĂŒber den Temperaturverlauf ĂŒber 30 Jahre hinweg. Sie sagt nichts aus ĂŒber das Wettergeschehen im Einzelnen noch das Klima an sich. Man kann zwar Mittelwerte verschiedener 30jĂ€hriger Perioden vergleichen, aber man kann keinen zur „Norm“ erklĂ€ren, zum Maßstab oder zur Richtschnur dafĂŒr, wie sich das Wetter kĂŒnftig zu verhalten habe. Auch simple Trends lassen sich nicht ablesen. Doch zurĂŒck zum Un-Wort. WĂ€hrend einer Klimabeobachtungsperiode von 30 Jahren können x-beliebige Extremwetterlagen, ja Wetterkatastrophen, eintreten, doch jeder errechnete Klimawert ist ein absolut toter Wert, ein historischer Wert, der irgendwie die Vergangenheit beschreibt und doch wieder nicht beschreibt. Was soll man mit der Aussage anfangen, in der Periode 1961-1990 hat in Deutschland die Mitteltemperatur 8,7° Celsius betragen. Die „mittlere Temperatur“ erzeugt keine Hitze- oder KĂ€ltewelle, der „mittlere Wind“ keinen Sturm oder Orkan mit katastrophalen Folgen.

    Vor dem vergangenen Wetter, tritt es auch völlig unkenntlich als „Klima“ auf, braucht wahrhaftig kein Mensch Angst zu haben. Es ist Geschichte! Wetter ist ein unumkehrbarer, nicht reversibler Naturvorgang. Es lĂ€sst sich wie die Zeit nicht zurĂŒckdrehen. Es lĂ€sst sich nicht vorhersagen, noch weniger vorherbestimmen. Wenn dennoch die „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“ uns erschrecken und erstarren ließ, wie der Scheinwerfer ein Kaninchen, so ist das rational nicht zu erklĂ€ren, sondern nur emotional. Hier sind Gehirn- und Verhaltensforscher gefragt. Mit der Warnung wurde in uns im Unbewussten eine archaische Instinktreaktion ausgelöst, die dem Verstand vorgeschaltet ist und auf diese Weise unser Überleben sichert. Bevor unser Verstand ĂŒberhaupt bei plötzlichen und womöglich katastrophalen Gefahren reagieren kann, mĂŒssen unsere Sinne handeln. In unserem Innern ist der Begriff „Klima“ mit dem Bild „Neigung“, seiner ursprĂŒnglichen griechischen Wort-Bedeutung, verknĂŒpft. Ein sich plötzlich neigender und auf ein Auto fallender Baum kann eine Katastrophe auslösen. Wenn in einer Ehe plötzlich ein Wort Zuneigung in Abneigung umschlagen lassen kann, dann ist das eine Neigungs- oder Klima-Katastrophe. Wir sind, was unverhoffte Neigungswechsel angeht, sehr Ă€ngstliche Wesen.

    Wer uns rechtzeitig vor einer Klima-Katastrophe warnt und gleichzeitig Rettung vor dieser Gefahr verspricht, der ist doch ein guter Mensch. Und daher fĂŒhlen sich auch all die Klima-Katastrophen-Warner in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Medien oder Gesellschaft als Gefahren vorbeugende „Gutmenschen“. Doch was die Warnung vor den vom Wetter abgeleiteten Klima-Gefahren betrifft, so ist diese Warnung völlig substanzlos, weil es den Naturvorgang „Klima“ nicht gibt. Die Warnung vor einem Orkan oder einer Sturmflut ist sinnvoll, da beide Wetter-PhĂ€nomene real sind, doch Klima-Warnungen sind einzig und allein fiktive Warnungen, Spiele mit unserem Unterbewusstsein, mit unserer Angst. Dieses Spiel ist besonders infam, weil uns Menschen die Schuld an der Klima-Katastrophe gegeben wird. Obgleich jeder Mensch weiß, dass er am Wetter nicht schuld ist, akzeptiert er den unerhörten Vorwurf, an der Klima-Katastrophe schuld zu sein.

    Wer voreilig ohne Überlegung aus Angst vor einer „Gefahr“ auch noch die Schuld an dieser „Gefahr“ anerkennt, der sitzt in der Falle. Kamen frĂŒher alle SĂŒnder ins „Fegefeuer“, so heißt dieses heute „Treibhaus“, wobei unser Verhalten die Temperatur bestimmen soll. Um dieser neuen Zuchtanstalt zu entkommen, ist es dringend und zwingend notwendig, dem Begriff Klima-Katastrophe Angst und Schrecken zu nehmen. DiesbezĂŒglich ist sehr den Autoren Vahrenholt und LĂŒning wie der BILD-Zeitung zu danken. Mit der Schlagzeile „Die Klima-Katastrophe ist Panik-Mache der Politik“ haben sie einen immens wichtigen Beitrag geleistet, damit endlich der Verstand bei dieser Angelegenheit die Hoheit ĂŒber die GefĂŒhle zurĂŒck gewinnt. Doch dieses wird ein langwieriger Prozess werden, da alle direkten und indirekten Nutznießer der Klimapolitik alle Register ziehen werden, um diese PfrĂŒnde nicht zu verlieren. Die Angstindustrie hat inzwischen auf Umwelt-Ebene Dimensionen erreicht, die so manches Großunternehmen in den Schatten stellt.
    Aber man sollte nicht nur der Politik Panik-Mache vorwerfen. Der Vorwurf muss noch mehr der Wissenschaft gemacht werden. Wissenschaftler haben nicht nur die Klima-Katastrophe erfunden, sie haben auch die Erde zum „Treibhaus“ gemacht und den „natĂŒrlichen Treibhaus-Effekt“ erfunden, der ein totales Kunstprodukt ist und allen Naturgesetzen Hohn spricht. So wie heißes Wasser abkĂŒhlt, wenn man die Heizplatte abschaltet, so kĂŒhlt die Erde ab, wenn sie sich aus dem wĂ€rmenden Sonnenlicht herausdreht, es dunkel wird. Es ist ein Naturgesetz, dass alle Körper unentwegt WĂ€rme abgeben, sich daher nicht selbst erwĂ€rmen können, sondern erwĂ€rmt werden mĂŒssen. Aus dieser Tatsache leitete Sir Isaac Newton sein „AbkĂŒhlungsgesetz“ ab. Dieses betrifft auch die Erde als Ganzes, als Planet im Weltall. Von Beginn an kĂŒhlt sie sich ab. Wenn heute Leben auf ihr möglich ist, dann verdanken wir dies einzig und allein der strahlenden „heißen Sonne“.
    Aus welchem Grund die Autoren ihr Buch „Die kalte Sonne“ betitelt haben, ist ein großes RĂ€tsel, doch dieses wird bei der IrrationalitĂ€t der gesamten Klima-Diskussion nicht sonderlich Anstoß erregen. Ein Urwald voller Vorurteile ist nicht so schnell zu lichten. Ich jedenfalls bin dankbar, wenn nach klirrend kalter Nacht morgens am Horizont blutrot die Sonne aufgeht und mit ihren Strahlen die kalte Erde wieder erwĂ€rmt. Nur eine heiße Sonne kann die Energie liefern, die zur Photosynthese, zum Wachsen der Pflanzen not wendig ist. Nur sie hat die Kraft, in großem Stil Wasser zu verdunsten und Wolken an den Himmel zu zaubern. Egal wer etwas schreibt und als „wissenschaftlich“ etikettiert, immer ist Skepsis angebracht und der Gebrauch des eigenen Verstandes gĂ€nzlich unverzichtbar!

    Oppenheim, den 9. Februar 2012

    Dr. phil. Wolfgang ThĂŒne, Diplom-Meteorologe

    Posted in Energie- und Umweltpolitik | No Comments »

    Bundeskanzlerin Angela Merkel – Der Generalangriff auf den Klimathron

    Posted by retep11 on 19th Juli 2012

    Oppenheimer Werkstatt fĂŒr Wetterkunde – Dr. Wolfgang ThĂŒne

    Es war im Jahr 2007, als in Oslo dem ehemaligen amerikanischen VizeprĂ€sidenten Al Gore und dem indischen Vorsitzenden des Weltklimarats (IPCC) Rajendra Pachauri der Klima-Friedensnobelpreis zugesprochen wurde. Absicht war, dass beide die Welt vor dem Klimakollaps retten, indem sie mĂ€ĂŸigend und bĂ€ndigend auf das Globalklima einwirken, damit dieses, durch Treibhausgase bis aufs Äußerste gereizt, den geplanten Klimakrieg einstellt und die gefĂ€hrlichen Wetterextreme als Waffe nicht einsetzt. Diese Mission ist offensichtlich gescheitert, wie am 16. Juli 2012 bei dem 3. Petersberger Klimadialog die Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Vertretern von 31 Staaten aus aller Welt andeutete. Sie warb angesichts einer ErderwĂ€rmung um bis zu vier Grad Celsius mit Nachdruck fĂŒr ein Kyoto-Nachfolgeabkommen. Sollte sich die Internationale Gemeinschaft nicht auf strengere und fĂŒr alle verbindliche Klimaschutzzusagen einigen, drohten verheerende Folgen.

    Zur anthroposophischen Grundlage der Klimapolitik

    Grundlage der gesamten Klimapolitik ist die Modellannahme, dass die Menschheit in gemeinsamer Anstrengung das Klima im „Treibhaus Erde“ so regulieren könne, wie der GĂ€rtner es in seinem GewĂ€chshaus mit Hilfe eines Thermostaten tun kann. Auf dieser gigantischen Illusion beruht der Glaube an den Schutz des Klimas, der sich wie ein Steppenbrand ĂŒber den Globus ausgebreitet hat. Die Löscharbeiten der beiden FriedensnobelpreistrĂ€ger sind bisher völlig erfolglos geblieben, so dass die Kanzlerin die Chance witterte, nun selbst das Kommando ĂŒber das Unternehmen „Schutz des Globalklimas“ und „Schaffung von Klimagerechtigkeit“ in die Hand zunehmen und Tempo zu machen, bevor die Welt im Klima-Chaos versinkt.

    Angela Merkel will sozusagen ihr Kind retten, denn sie hat als Bundesumweltministerin 1995 in Berlin bei der ersten Rio-Nachfolgekonferenz deren Scheitern dadurch abgewendet, dass sie als Kompromiss den Kyoto-Prozess in Gang setzte und daraus ein gigantisches klimatouristisches Reise-Unternehmen machte. Bei der jĂŒngsten Großveranstaltung „20-Jahre-Rio“ versammelten sich schĂ€tzungsweise 45.000 Klimaexperten aus aller Welt, um Rio de Janeiro zu genießen, aber nichts zu beschließen. Die beiden FriedensnobelpreistrĂ€ger zeichneten sich durch Schweigen aus. Diese große Chance griff die Kanzlerin beim Schopfe, um sich als alleinige Regentin auf den Klimathron zu schwingen. Der „Petersberger Klimadialog“ bot eine wunderbare Plattform, um sich in Szene zu setzen. Sie knĂŒpfte damit an ihren Erfolg beim „G8-Gipfel“ 2008 im Ostseebad Heiligendamm an, wo sie das 2-Grad-Ziel politisch absegnen ließ und der ihr in den Medien den Titel „Klimagöttin“ einbrachte.

    Merkel warnt vor ErderwÀrmung um vier Grad

    Wer Aufmerksamkeit erregen und die Medienöffentlichkeit in seinen Bann ziehen will, muss ĂŒbertreiben. Da ohnehin Niemand weiß, wie die Welt in 100 Jahren aussieht, bietet es sich an, die Messlatte höher zu legen und aus zwei gleich vier Grad zu machen. Auch Schreckensszenarien bedĂŒrfen der stĂ€ndigen kosmetischen Pflege. Merkel will Kyoto, denn „ein verbindliches Regelwerk klingt wie Musik in meinen Ohren“. Sie liebt die Dramatik und die Show, sowie die Macht. Das dramaturgische Drehbuch schreiben derweil die bestens bezahlten und in quasistaatlichen Forschungsinstituten wie dem Potsdam-Institut fĂŒr Klimafolgenforschung angestellten Klima-Experten.

    Solch international vernetzte Experten wollen, so Spiegel Online am 16. Juli 2012, als neuesten Gag herausgefunden haben, dass die Waldrodungen ab dem Jahre 850 seit Jahrhunderten das Klima erwĂ€rmen und noch heute zu knapp 10 Prozent an der ErderwĂ€rmung schuld seien. Dies wĂ€re eigentlich Stoff fĂŒr Kabarettisten, Komiker und Satiriker, wenn dieses Forschungsergebnis nicht im Fachmagazin „Environmental Research Letters“ publiziert worden wĂ€re. Solche Meldungen werden von den Medien unkritisch ĂŒbernommen und verbreitet, als wĂ€re sie sakrosankt. So ist man als BĂŒrger praktisch gezwungen, solche ErgĂŒsse blind zu glauben, tragen sie doch den Mantel der Wissenschaftlichkeit. Das vorgestellte Modell wird als relevant fĂŒr politische Diskussionen angesehen, um die Verteilung der Lasten des Klimawandels stĂ€rker von den IndustrielĂ€ndern auf die Entwicklungs- und SchwellenlĂ€nder zu verlagern und dem Neokolonialismus neue Nahrung zu geben.

    Fragen, die Wissenschaftsjournalisten sich nicht zu stellen wagen

    Wenn Forscher behaupten, „Waldrodung erwĂ€rmt Klima seit Jahrhunderten“, und den Zeitraum von 850 bis 1850 betrachten, dann mĂŒsste ein Journalist neugierig fragen: Wenn durch eine „Bevölkerungsexplosion“ um 850 bei der Suche nach landwirtschaftlichen NutzflĂ€chen in großem Stil WĂ€lder gerodet wurden, dann wĂ€re die Hypothese durchaus verstehbar. Als die Wikinger 860 Island entdeckt hatten, war die Insel weitgehend vereist und fĂŒr Siedlungen ungeeignet. Als sie dann 960 Grönland anfuhren, fanden sie eine gastliche Graslandschaft vor. Sie siedelten sich an, betrieben Ackerbau und Viehzucht. Von dort erkundeten sie Neufundland und nannten es „Weinland“. So weit, so gut. Diese Epoche nannte man spĂ€ter das „Klimaoptimum des Hochmittelalters“. Der Höhepunkt war im 12. Jahrhundert, der Zeit der MinnesĂ€nger.

    Doch was passierte dann? Angesichts der exorbitanten Klima-ErwĂ€rmung muss in Neufundland, Grönland, Island wie Skandinavien in großem Stil aufgeforstet worden sein, um durch die Anlage von WĂ€ldern das Kohlenstoffdioxid wieder zu binden und das „Treibhaus Erde“ abzukĂŒhlen. Das klappte auch gut, denn zu Beginn des 14. Jahrhunderts setzte eine markante AbkĂŒhlung ein, die zur „Kleinen Eiszeit“ von 1350 bis 1850 fĂŒhrte. Doch diese Aufforstungen gab es nicht, denn die ĂŒberall gestiegene Populationsdichte erlaubte keine Wiederbewaldung von AgrarflĂ€chen. So fĂŒhrte die „Kleine Eiszeit“ zu Seuchen, Hungersnöten durch Missernten und Kriegen. Ganze Völkerscharen machten sich auf nach Amerika, wo großflĂ€chig WĂ€lder gerodet und PrĂ€rien zu fruchtbarem Ackerland umgewandelt wurden. Leiteten die englischen PilgervĂ€ter (Pilgrim Fathers) ab 1620 die Wende zum „Klimaoptimum der Neuzeit“ ein? Noch klingt die Waldrodungs-Hypothese logisch oder ist es nur purer Zufall?

    Ein Blick zurĂŒck in die nahe Klimageschichte, den Wechsel zwischen Eis- und Warmzeiten

    Wenn die Hypothese den Charakter einer Naturgesetzlichkeit beanspruchen will, dann darf sie auf keiner konstruierten Zufalls-Korrelation beruhen. Dann muss sie sich in der Naturgeschichte abbilden. Da stellt sich die Frage, wer im Höhepunkt der Letzten Eiszeit vor 20.000 Jahren, als große Teile Nordamerikas wie Nordeuropas unter einem dicken Eispanzer lagen und menschenleer waren, auf dem Eis WĂ€lder gepflanzt hat, damit diese durch CO2-Bindung vor etwa 10.000 die Eiszeit abrupt beenden und mit einer ErwĂ€rmung um etwa 10 Grad gleich ins „Klimaoptimum des HolozĂ€ns“ ĂŒberleiten konnten. Es mĂŒssen schon „Außerirdische“ gewesen sein, die glaubten, auf einer EisflĂ€che BĂ€ume pflanzen zu können. Nein, als Skandinavien eisfrei war, gab es dort keine Menschen. Es war einzig und allein die Natur, die das Eis schmelzen ließ, Samen dorthin trug und WĂ€lder wieder wachsen ließ. Erst als der „Garten Eden“ bestellt und eine nachhaltige Fauna und Flora existierte, wanderte der Mensch ein und besiedelte Mittel- und Nordeuropa.

    Doch die Waldrodungs-Hypothese wird noch abstruser und wirklichkeitsferner, wenn man nicht nur die Weichsel- oder WĂŒrm-Eiszeit betrachtet, sondern auch die vorhergehende Riss- oder Saale-Eiszeit, die Mindel- oder Elster-Eiszeit oder die GĂŒnz- oder Elbe-Eiszeit in den vergangenen 500.000 Jahren, wo Menschen absolute Mangelware waren und als „nackte Affen“ noch den aufrechten Gang ĂŒbten. Die Glazial- und Interglazialzeiten sind alle gekommen und gegangen ohne jedweden menschlichen Einfluss. Die Rodungs-Hypothese kann nicht stimmen, wenngleich sie wunderbar in das politisch-wissenschaftliche Klischeebild passt.

    Das Kommen und Gehen der Kalt- und Warmzeiten hat sich ganz ohne menschlichen Einfluss vollzogen und ist bis heute wissenschaftlich nicht erklĂ€rt. Dies betrifft auch die Asymmetrie. Die Dauer der kalten Perioden dauerte in etwa 80.000, die der warmen Epochen dagegen nur 20.000 Jahre. Theoretisch mĂŒsste in 8.000 Jahren die nĂ€chste Eiszeit beginnen, wenn sich, und das weiß kein Mensch, der Rhythmus der letzten 500.000 Jahre fortsetzen sollte. Man könnte es vermuten, aber es muss nicht sein, denn vor dieser Zeit gab es diesen Wechsel ja auch nicht. War dies nur eine „Laune der Natur“? Wenn die Klima-Experten die Ehrlichkeit von Sokrates (469-399 v. Chr.) hĂ€tten, mĂŒssten sie bekennen: „Wir wissen, dass wir nicht wissen.“

    Vorbei sind die Zeiten von Immanuel Kant (1724-1804), wo jeder Student der Naturwissenschaften an der Königsberger UniversitĂ€t, der „Albertina“, als Pflichtfach Philosophie belegen musste. Die Konstruktion wissenschaftlicher Hypothesen ist nĂ€mlich keineswegs mit der Wahrheitssuche identisch. Dies drĂŒckte auch Karl Jaspers (1883-1969) aus, indem er sagte: „Sokrates vor Augen zu haben, ist eine der unerlĂ€sslichen Voraussetzungen unseres Philosophierens.“ Die Rekonstruktion dessen, was wir Klima nennen, zeigt zwar ein stetes und recht unregelmĂ€ĂŸiges Auf und Ab der Temperaturen, aber die Rekonstruktion, und mag sie auch noch so exakt sein, beantwortet nicht die Frage des „warum“. Daher Sokrates: „Ich weiß, dass ich nicht weiß.“

    All diese Weisheiten ignorieren die Klima-Experten, indem sie wilde Spekulationen in die Welt setzen und Kausalbeziehungen behaupten, die nicht existieren. Eine dieser Falschbehauptungen ist, dass die CO2-Gehalt der Luft ursĂ€chlich die „Globaltemperatur“ steuert. Doch exakte Detailuntersuchungen an Eisbohrkernen haben eindeutig ergeben, dass immer zuerst die Temperaturen angestiegen sind und erst mit 4 bis 800 Jahren Verzögerung die CO2-Werte. Erst mĂŒssen die Eiszeiten enden, dann bilden sich im Rahmen der natĂŒrlichen Sukzession zuerst Tundren und dann MischwĂ€lder. Zum Schluss kommt der Mensch und setzt sich an den fertigen „Naturtisch“.

    Peter Altmaier – Schneller zum Klima-Ziel

    Zum Abschluss der 3. Petersberger Klimadialogs forderte der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier eine erhöhte Bereitschaft bei Industrie- und SchwellenlĂ€ndern, die ErderwĂ€rmung durch verstĂ€rkte nationale Maßnahmen zu bekĂ€mpfen: „Wir brauchen mehr Ehrgeiz schon vor 2020“. Er hofft, dass der nĂ€chste UN-Klimagipfel Ende 2012 in Doha/Katar zu einem Meilenstein werde. Es scheint eher ein MĂŒhlstein zu werden, denn der Gehalt der Luft an CO2, mag er 0,04 oder 0,08 Volumprozent betragen, hat ĂŒberhaupt nichts mit dem Klima, geschweige denn mit dem Wetter zu tun. Letzteres macht, was es will und lĂ€sst sich vom Menschen nicht disziplinieren.

    Wenn dann mit dramatisch erhobener Stimme Minister Altmaier kraftvoll ausruft – „Das Klima kann nicht lĂ€nger warten. Wir dĂŒrfen nicht weiter Zeit verlieren.“ -, dann kann er sich der medialen Aufmerksamkeit sicher sein. Er wird als Schlagzeilenheld und Macher gefeiert. Der Spruch ist jedoch an Sinnlosigkeit nicht zu ĂŒberbieten. Der Klimawandel ist einerseits so alt wie die Erde, andererseits wiederum vom Wetter abhĂ€ngig. Dieses zu wissen gehört zum elementarsten Wissensbestand einer Bildungsgesellschaft. Das Wetter (französisch ‚le temps‘) bedeutet „Zeit“ und Ă€ndert sich auch mit der Zeit. Zeit kann man nicht „verlieren“, sie schreitet voran, ob wir es wollen oder nicht. Und wenn sich mit der Zeit das Wetter verĂ€ndert, dann auch das von ihm abgeleitete Klima. Es hinkt als gleitendes Mittel dem chaotischen Wettergeschehen hinterher, wobei es völlig unstatthaft ist, das Klima auf die Temperatur zu reduzieren und mit ihr gleich zu setzen.

    Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Bundesumweltminister Altmaier mögen die Finessen politischer Macht- und Meinungsspiele perfekt beherrschen, alle ihre BemĂŒhungen um den Klimaschutz sind nutz- und wertlos, denn einem Zugriff auf das Klima steht unweigerlich und unĂŒberwindlich das Wetter im Wege. Anstatt weiter dem politischen Machbarkeitswahn zu frönen, sollten sie lieber der Aussage des Chefs des Potsdam-Institutes fĂŒr Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, folgen. Er stellte fest, dass die „Mission“ der Klimawissenschaftler erfĂŒllt sei. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, alle Klimaforschungsinstitute können aufgelöst und damit viel Geld eingespart werden.

    Der konsequente nĂ€chste Schritt wĂ€re, dass auch die „Mission“ der Klimapolitik fĂŒr beendet angesehen werden muss. Der nĂ€chste Weltklimagipfel in Katar ist ĂŒberflĂŒssig und nach William Skakespeare (1564-1616) „Viel LĂ€rm um Nichts“ oder „Much Ado about Nothing“! Dies weiß die Göttin auf dem Klimathron, sie weiß aber auch dass die neue globale Klimareligion auf UN-Ebene seine jĂ€hrlichen „Konzile“ braucht. Möchten Sie mehr erfahren, dann lesen Sie bitte „Propheten im Kampf um den Klimathron“.

    Oppenheim, den 18. Juli 2012 Dipl-Meteorologe Dr. phil. Wolfgang ThĂŒne

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    Energie und die Wirtschaftsentwicklung

    Posted by retep11 on 14th Juli 2012

    Die menschliche Entwicklung wird durch drei Phasen gekennzeichnet. In allen drei Phasen stiegen der Lebensstandard und der Energieverbrauch stÀndig an. In der 1. Phase gab es nur eine Energiequelle, die heute mit dem Begriff Biomasse bezeichnet wird. Alle Arbeiten wurden mit der Muskelkraft verrichtet.
    Das Leben der Menschen konzentrierte sich auf den tĂ€glichen Überlebenskampf.

    In der 2. Phase kam die die Erfindung der WassermĂŒhle vor 1500 Jahren hinzu. Auch die Landwirtschaft wurde produktiver, sodass die Bevölkerung anwachsen konnte. Auch hier wurde eine Grenze erreicht, die eine Weiterentwicklung hemmte. Die 3. Phase begann mit der Erfindung der Dampfmaschine. Alle nachfolgenden Technologien beruhen darauf. Es erfolgte eine Verhundertfachung der ProduktivitĂ€t, sodass heute nur noch 2 % der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeitet. Aber auch heute stoßen wir wieder an die Grenzen.

    Es gibt drei Wege: die Erschließung neuer und leistungsstĂ€rkerer Energiequellen; den gegenwĂ€rtigen Status so lange wie möglich aufrechterhalten oder zurĂŒck zu einer Energiespargesellschaft, die auf Biomasse, Wind- und Sonnenenergie basiert. Den letzteren Weg hat Deutschland gewĂ€hlt. WĂŒrde die erforderliche Energie in Deutschland durch Fotovoltaik erzeugt werden, so sind 10 Millionen Menschen dafĂŒr erforderlich und bei Windenergie 2,5 Millionen Menschen.

    Hinter jeder Wind-Industrie- und jeder PV-Anlage steht immer auch ein konventionelles Kraftwerk (erforderlich, wenn kein Wind da ist oder die Sonne nicht scheint). Es tritt aber auch der umgekehrte Fall auf. Durch diese Anlagen wird Strom produziert der nicht benötigt. Z.B. allein 6 Millionen Euro mussten Netzbetreiber 2010 an die Besitzer von Wind-Industrieanlagen fĂŒr Strom zahlen – Tendenz steigend – den niemand haben wollte. Die Netzbetreiber sind zur Abnahme verpflichtet. Sie leiten ihn in die Erde: rd. 73,4 Millionen Kilowattstunden, so die neuesten Zahlen lt. WiWo.

    Das kostet doppelt Geld. Damit zahlt heute eine Familie – 4.000 KWh – rund 240 Euro pro Jahr allein fĂŒr die Ökostromförderung. Die EEG Umlage wird auf etwa 10 Cent pro Kilowattstunde ansteigen. Und somit „bescheeren“ diese Umlage mittelfristig eine Verdreifachung des Strompreises.

    Die Energie wird so knapp und teuer, dass die ProduktivitĂ€t in der Industrie gegenĂŒber dem heutigen Standard zurĂŒckginge. Deutschland verliert seine WettbewerbsfĂ€higkeit. Durch diese Entwicklung werden die Menschen wieder mehr und hĂ€rter arbeiten, die Wochenarbeitszeit steigt und der Lebensstandard sinkt.

    Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH) Peter Rauch PhD

    AusfĂŒhrlicher Beitrag von Prof. Dr. Gerd Ganteför unter Merkur 2011 Heft 744

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    Historische Fenster

    Posted by retep11 on 13th Juli 2012

    Fenster in einem Haus haben vielfĂ€ltige Funktionen. Sie sorgen fĂŒr Tageslicht, die Kommunikation mit der Ă€ußeren Umwelt, als Gestaltungselement, zum Luft- und WĂ€rmeaustausch. Historisch entstanden prĂ€gen sie den Baustil in den jeweiligen Regionen. Der wirtschaftliche Alleingang der Deutschen kĂŒnftig die erforderliche Energie auf der Basis von Technologien mit geringer Leistungsdichte zu erzeugen, ist ein Schritt zurĂŒck in die vorindustrielle Gesellschaft.
    Man geht von der Illusion aus, dass hĂ€rteste Energiesparmaßnahmen das auftretende Defizit ausgleichen können. Eine der Forderungen ist die WĂ€rmedĂ€mmung der GebĂ€ude, koste, was es wolle. Gerade im Altbaubereich werden vielfach wirtschaftlich und physikalisch vollkommen unsinnige Maßnahmen durch die neuen Spargesetze EnEV, EnEG, EEWĂ€rmeG, BImSchV und Heizkostenverordnung gefordert.

    Der U-Wert ist nur eine NĂ€herungsberechnung und je kleiner dieser wird, so falscher ist dieser. VerbrauchabhĂ€ngige oder bedarfsabhĂ€ngige Berechnungen fĂŒr gleiche GebĂ€ude weisen erhebliche Differenzen auf.
    In diesem Rahmen mĂŒssen die Fenster einem immer besseren DĂ€mmwert erfĂŒllen. BewĂ€hrte Kastenfenster mit Rollladen mit bis zu U = 1,3 W/m2K sind nicht ausreichend. Hermetisch dicht schließende Fenster mit einem U-Wert unter 1 werden bereits heute als Vorgaben genannt. GebĂ€ude mit historischen Fenstern werden verunstaltet und der historische Gesamteindruck geht auf immer verloren.

    Gut ausgenutzt bringen Ă€ltere Fenster durch die Solareinstrahlung soviel Energiegewinn, dass der WĂ€rmeverlust ausgeglichen wird. Fenster sind kĂŒnstlich eingebaute Fugen bzw. LĂŒftungsöffnungen, wo gewollt ein Feuchteaustausch erfolgt. Der Feuchteaustausch erfolgt einmal ĂŒber die Fugen als geringer Luftstrom und auch als Kondenswasser an der Glasscheibe. FĂŒr das Bauwerk selbst ist es schĂ€dlich, wenn der Luftstrom durch die Konstruktion, Risse oder Fugen, erfolgt. Irgendwo taut das Wasser aus und er kommt langfristig zur Durchfeuchtung. Hat das Fenster einen kleineren U-Wert als die angrenzende Konstruktion, was gerade sehr viel bei der Altbausanierung auftritt, so taut das Wasser nicht mehr, wie es konstruktiv vorgesehen war, an der GlasflĂ€che aus, sondern an der WandoberflĂ€che. Meistens im Schlafzimmer ĂŒber dem Fußboden an der Außenwand.

    Trotz fachlicher Darlegung der unterschĂ€tzten Effizienz und Funktionsweise historischer Fenster kapituliert die Denkmalbehörden unter dem Druck der „Effizienz- und DĂ€mm-Lobby“. Die „Mindestanforderungen“ an das historische Fenster, wie sie die zurzeit geschulten „Energieberater fĂŒr Baudenkmale“ fĂŒr eine KfW-Förderung stellen, werden den Druck auf die noch verbliebenen historischen FensterbestĂ€nde nochmals erhöhen.

    DenkmalgeschĂŒtzte Sanierungen sind sehr kostenaufwendig. UnabhĂ€ngig sollte man nur dann ein Haus kaufen oder sanieren, wenn auch genĂŒgend eigene finanzielle Mittel vorhanden sind. Mit jeder Fremdfinanzierung begibt man sich in die AbhĂ€ngigkeit von anderen. Andererseits kostet es dann auch viel mehr. Solange ein Fenster noch seine volle FunktionstĂŒchtigkeit hat, ist ein Austausch ökologisch und in vielen FĂ€llen auch ökonomisch nicht sinnvoll.

    Die Frage, ob der Mieter die Fenster mag oder nicht, wird bereits mit der ersten Wohnungsbesichtigung geklĂ€rt. Er muss ja nicht mieten. Historische Fenster haben gegenĂŒber den heutigen Fenstern einen entscheidenden Vorteil. Die Gesundheit der Bewohner wird weniger durch Schimmelpilze und Schadstoffe gefĂ€hrdet. Ein Punkt, den bisher Viele noch nicht begriffen haben.

    Nachfolgend ein Beitrag zu historischen Fenstern www.die-fensterhandwerker.de

    Wenn Sie ein neues Haus bauen, oder Ihre Fenster sind wirklich kaputt, dann können Sie hier kostenfrei ein Angebote fĂŒr ein neues Fenster einholen.

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