Altbausanierung und Energiepolitik



Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
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    Archive for November, 2013

    Vom Auto aus mit einem Handsender das Garagentor öffnen.

    Posted by retep11 on 28th November 2013

    Garagen auf dem eigenen Grundstück können neben dem Abstellen des Autos auch weitere Funktionen erfüllen. So lassen sich je nach Größe die Winterräder unterbringen und meistens ist auch eine kleine Werkstatt eingerichtet. Eine Garage kann so auch zu einem Mehrzweckhobbyraum umfunktioniert werden. Natürlich sollte diese aus massiven Baustoffen errichtet werden, wie Beton oder Mauersteine. Diese Bauform hält sehr lange und biete auch einen optimalen Schutz für das Auto vor Langfinger oder Marder. Wobei es heute Garagen aus Betonfertigteilen gibt, die sehr preisgünstig sind. Zu einer Garage gehört auch ein passendes Garagentor. Hier gibt es sehr unterschiedliche Varianten. Die klassische und einfachste Form ist eine Tür aus Holz. Die beiden Holztüren sind zwar nicht ein Nachteil, aber sie müssen per Hand geöffnet und angehängt werden, damit nicht plötzlich ein Windstoß die Tür zuschlägt. Ich sehe den Vorteil darin, die beiden Türen benötigen nicht viel Platz in Richtung Ausfahrt. In der Garage steht eine optimale Raumgröße zur Verfügung. Neben weitere Varianten, die zum Beispiel im www.torshop-24.de vorgestellt werden, möchte ich Ihnen die Garagentore vorstellen, welche über ein Schienensystem nach oben klappen oder wie eine Jalousie funktioniert. Ist das Garagentor geöffnet, so befindet sich die Tür unter der Garagendecke. In diesem Fall kann keine Kofferbrücke oder eine Leiter an die Garagendecke angehängt werden. Der große Vorteil von diesen halb automatischen Garagentoren ist dann gegeben, wenn die Ausfahrt des Grundstücks an eine stärker befahrene Straße mündet und man das Garagentor bereits in einer kurzen Entfernung öffnen kann. So kann man bereits ohne anzuhalten in die Garage fahren und behindert so keine Fahrzeuge auf der Straße. Meistens sind die Straßen zugeparkt und man kann sein eigenes Fahrzeug nur an der eigenen Einfahrt anhalten. Die Fahrertür kann man bei starkem Verkehr auf der Straße auch nicht gleich öffnen, ohne andere Fahrzeuge zu behindern. Dann läuft man zum Garagentor, öffnet diese und versucht dann wieder in das Auto zu kommen. Anschließende beginnt dann das Einrangieren in die Einfahrt. Je höher das Verkehrsaufkommen in der Straße ist, so nerviger wird das Abstellen des Autos in die Garage.

    Ein Empfänger an dem Schließmechanismus des Garagentors steht in Verbindung mit dem Hörmann Handsender, welchen man im Auto ablegen kann. Nähert man sich sein Grundstück, so betätigt man den selbstlernenden Handsender und das Tor öffnet sich wie von Zauberhand. Man braucht nur in das Grundstück einbiegen und nirgendwo vor dem Grundstück anhalten. Das Gleiche passiert dann auch umgekehrt, wenn man am Morgen wegfährt. Man braucht nur noch aus dem Grundstück fahren und per Knopfdruck schließt sich das Garagentor wieder, ohne anzuhalten. Es gibt kein Stress und man kann viel Zeit am Morgen sparen. Natürlich sollte sich auch ein Schalter neben dem Garagentor befinden, damit man jederzeit das Tor öffnen kann. Zum Beispiel die Ehegattin fährt mit dem Auto und dem Handsender einkaufen und man möchte aus der Garage den Rasenmäher holen. Aber auch an eine mechanische Öffnung bzw. an eine Notstromversorgung durch einen Akku sollte gedacht werden. Der mechanische Türöffner befindet sich in der Regel in der Garage. Das erfordert aber auch, dass man durch eine Seitentür in die Garage gelangt. Bisher sind Stromabschaltungen in Deutschland nur selten, diese werden aber künftig als Folge der starken Stromschwankungen durch die alternative Stromerzeugung an der Tagesordnung stehen. Es währe dann nicht gut, wenn dann auch das Auto für mehrere Stunden eingesperrt bleibt, da der Elektromotor am Garagentor nicht arbeitet.

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    Natürliche Baumaterialien für gesundes Wohnen

    Posted by retep11 on 19th November 2013

    Bei der Wahl der geeigneten Baustoffe für den Bau des eigenen Hauses setzen die Bauherren immer mehr auf gesunde und allergenfreie Baumaterialien. In der Natur kommen zahlreiche natürliche Baustoffe vor, mit denen man den Hausbau durchführen kann. Es sind beispielsweise Natursteine, Holz, aus Bestandteilen von Pflanzen oder keramische Baustoffe. Man kann sie entweder unverarbeitet (Holz, Lehm), oder als verarbeitete Baustoffe (Ziegelsteine) benutzen. Werden natürliche Baustoffe verwendet, so kann man zum Umweltschutz beitragen. Solche Materialien benötigen viel weniger Energie bei ihrer Herstellung als hochveredelte Baustoffe. Darüber hinaus sind sie oft recycelbar oder können als Kompost verwendet werden. Auf der anderen Seite gibt es viele ökonomische Gründe, die für den Einsatz von natürlichen Baustoffen beim Hausbau sprechen.

    Sanierte Fachwerkhäuser in Quedlinburg

    Heutzutage lässt sich beispielsweise der Lehm genauso gut wie Gipsputz zum Verputzen verwenden. Allerdings müssen die unterschiedlichen Eigenschaften beachtet werden. Lehmputz bindet zum Beispiele nur physikalisch, trocknet daher sehr langsam und neigt beim Trocknen zu Rissen. Die Herstellung ist dementsprechend teurer. Beide Baustoffe dürfen aber nicht bei Wänden verwendet werden, wo Tauwasser oder eine andere Durchfeuchtung auftreten kann. Dies ist in der Regel der Keller. Industriegips kann verunreinigt sein. Auch Porenbeton gehört zu den ökologischen Baustoffen,
    die beim Hausbau häufig Verwendung finden. Bei einer genügend dicken Wand wird keine zusätzliche Wärmedämmung benötigt. Bei dieser monolithischen Wand kann ein ungehinderter Feuchtetransport erfolgen, was sich günstig auf das Raumklima auswirkt.
    Das Interesse der Bauherren an natürlichen Baustoffen hat auch noch andere Gründe. In der modernen Welt verbringt man einen großen Teil seines Lebens in Gebäuden. Aufgrund dessen hat jeder vierte Bundesbürger ein schwächeres oder gar geschädigtes Immunsystem, was auch das Nervensystem und Hormonhaushalt betrifft. Auch die Allergien kommen immer häufiger vor. Das alles hat auch seinen Ursprung in den hochveredelten Baumaterialien sowie Einrichtungsgegenständen, die solche Erkrankungen und Beschwerden auslösen können.

    Belastende Stoffe im Hausinneren vermeiden

    Im Hausinneren können sich mehrere Tausend verschiedene chemische Substanzen finden. Davon belasten oder gefährden einige die menschliche Gesundheit. Diese können aber auch die Grundlage für ein Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien bilden, wenn ausreichende Feuchte vorhanden ist. Diese und auch organische Substanzen können unangenehme Gerüche verursachen. Es kommt nicht immer auf die Konzentration an, sondern der ständige Einfluss auf unseren Körper. Gerade bei falsch sanierten Gebäuden aber auch von Einrichtungsgegenständen können Ausgasungen auftreten, wie zum Beispiel Formaldehyd oder auch PCP. Die Ursache von Kopfschmerzen, ständige Müdigkeit oder Allergien lassen sich oft nicht richtig zuordnen. In diesem Fall ist ein spezialisierter Arzt aufzusuchen, der einen richtigen Gesundheitscheck durchführt. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse müssen dann die möglichen Quellen eingegrenzt werden, die sowohl von der näheren Umgebung, vom Arbeitsplatz oder von der Wohnung stammen können.

    Vor einigen Jahren wurde ich als 4 Gutachter zu einem Siedlungshaus bestellt. Vor mir hatten die Gutachter vorgeschlagen, die Möbel durch neue zu ersetzen. Die Probleme blieben trotz neuer Möbel. Die Bewohner schliefen in der Dachwohnung. Die Sparren waren mit einem PCP-haltigen Holzschutzmittel getränkt. Durch weitere ungeeignete Sanierungsmaßnahmen und falsche Baustoffe wurde das einfache Siedlungshaus aus vorwiegend natürlichen Baustoffen zu einer toxischen Wohnhöhle saniert. Mithilfe spezieller Luftanalysen lässt sich feststellen, ob bei dem Bau keine schädlichen Substanzen verwendet wurden.

    Die Außenhülle eines Hauses gesund gestalten

    Die tragenden Konstruktionen bei Fertigteilhäusern oder wie das Satteldach werden bei dem Hausbau aus Holz gefertigt. Dieses Material Holz hat trotz seiner Leichtigkeit eine sehr hohe Tragfestigkeit. Das Holz sorgt auch für hohe Stabilität der Außenwände und wird daher auch für den Bau der Wände benutzt. Dabei sind unterschiedliche Konstruktionen denkbar: Von Blockhauswand über Holzrahmen bis Holzskelettbau kann das Holz unterschiedlich eingesetzt werden. Die klassische Form sind Fachwerkhäuser.

    Fassdenverkleidung aus Holz

    Die Hausfassade aus natürlichen Baustoffen

    Das Holz lässt sich auch für die Erstellung einer Hausfassade verwenden. Gerade in Thüringen finden man noch bei vielen älteren Häusern viele Fassaden aus Holzbrettern. Sie haben dort die Funktion des Wetterschutzes und sollen den Baustoff darunter vor Regen schützen. Bei den neuen Wohngebäuden ist es meistens eine optische Sache, wo von außen Schalbretter angebracht wurden. Hat man eine hinterlüftete Fassade, so übernehmen die Schalbretter natürlich auch gleichzeitig den Witterungsschutz. Die Schalbretter sind so auszuführen, dass sie immer schnell abtrocknen. Ein zusätzlicher Schutz wird durch große Dachüberhänge erreicht, wie man die Häuser aus Süddeutschland kennt. Es gibt Holzhäuser, die bereits viele Hundert Jahre alt sind. Der biologische Baustoff bedarf aber immer einer entsprechenden Pflege und der konstruktive Holzschutz muss beachtet werden.

    Es gibt aber auch noch andere natürliche Baustoffe für die Fassade, wie zum Beispiel Kalkputze, Schiefer oder Natursteine. Aber auch Lehm. Wobei letzterer Baustoff vor Feuchtigkeit geschützt werden muss und daher nicht überall verwendet werden kann. Dagegen bieten Natursteine gerade im unteren Wandabschnitt einen guten Schutz und lassen viele Gestaltungsmöglichkeiten zu.

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    Barrierefreies Leben dank Einbau von Kurventreppenliften im Haus

    Posted by retep11 on 4th November 2013

    Vor allem im Alter ist man oft nicht mehr in der Lage, selbstständig die Treppe im Haus hoch und runter zu laufen. Um diese Hürde aus dem Weg zu schaffen, installiert man spezielle Treppenlifte, um sich frei und unabhängig im Haus bewegen zu können. In vielen Häusern verlaufen die Treppen jedoch nicht gerade, sondern kurvig und eng, was die Installation einer elektrisch getriebenen Treppenlifts noch schwieriger gestaltet. Mit speziellen Kurventreppenliften lässt sich jedoch auch diese Schwierigkeit gut meistern. Solche Treppenlifte sind speziell dafür konzipiert, um an kurvigen Treppen installiert zu werden. Bei kurvigen Treppen lassen sich allerdings keine Pauschalangebote zu unterbreiten, deswegen ist jeder Einbau im kurvigen oder engen Treppenhaus eine Maßanfertigung und muss genauestens nach Maß durchgeführt werden. Dadurch werden zwar die Kosten etwas höher als bei herkömmlichen Treppenliftmodellen, aber man bekommt ein zuverlässiges und maßgeschneidertes Produkt geliefert.

    Für den Außen- und den Innenbereich einsetzbar

    In der Regel lassen sich Kurventreppenlifte im Innen- wie auch in dem Außenbereich eines Hauses installieren. Wenn man sich für ein solches Modell entschieden hat, muss man dabei einige Sachen beachten. Dazu gehört beispielsweise ein umfangreiches Serviceangebot seitens des Herstellers. Im Paket sollte normalerweise die Lieferung wie auch die Montage enthalten sein. Auch was die Wartung betrifft, sollte man einen Hersteller wählen, der die künftige Wartung und nötige Reparaturen zumindest für einen festgelegten Zeitrahmen kostenfrei übernimmt. Die Eigenständigkeit und Selbstbestimmung ist vor allem für ältere Menschen besonders wichtig. Die Treppenlifte helfen dabei, dass diese Menschen ihr Lebensherbst in Würde und sicher erleben können. Deswegen sollte man sich auch von kurvigen und engen Treppenhäusern nicht erschrecken lassen, dafür gibt es bereits patentierte Lösungen auf dem Markt. Das beweist ein Schienen-Modul-System für kurvige Treppen, die nach Maß hergestellt und an nahezu jeder Treppe installiert werden kann. Die Kosten müssen nicht zu 100 Prozent von den betroffenen Personen übernommen werden. Es gibt zahlreiche Anlaufstellen, die über verschiedene Zuschussmöglichkeiten oder Finanzierungen durch Sozialämter, Pflegeversicherung oder Stiftungen informieren und Hilfe bei der Antragstellung, bieten. Die sichere Mobilität der älteren Familienangehörigen sollte hier das oberste Gebot sein. Dabei ist man nicht alleine oder sich selbst überlassen. Vor dem Einbau erfolgt immer eine ausführliche Beratung und Planung mit Spezialisten. Die Montage selbst verläuft in den meisten Fällen ohne Probleme und ohne großen Schmutz zu verursachen. Wichtig ist, dass man vor der ersten Liftfahrt eine Beratung in der richtigen Handhabung der Kurventreppenlift bekommt. Die Sicherheit des Fahrenden ist durch ein Gurtsystem und elektronische sowie mechanische Bremssysteme gewährleistet.

    Als Ergänzung: Checkliste zum Einbau eines Treppenlifts.

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    Zusammenstellung zu den Folgen der Energiewende

    Posted by retep11 on 4th November 2013

    Quelle: Sonder-Information von NAEB e.V. mit WEB-Seite www.naeb.de Ausgabe 2013 –10.3
    Autor: Günter Unseld

    Einige exemplarische Fälle zu den Folgen der Energiewende:

    Gießerei Heger-Ferrit in Ort Sembach bei Kaiserslautern Insolvenz

    Stahlguss Betrieb mit 60 Beschäftigten gem. FAZ 5.9.12 Insolvenz

    Hydro Aluminium in Neuss Verlagerung

    Alu Norf in Neuss Teilstilllegung

    S+C bei Gummersbach InsolvenZ

    GuD Kraftwerk in Irsching Abschaltung

    Edelstahl Outokumpu Werk Bochum Stilllegung

    Weitere Edelstahlwerke Outokumpu Stilllegung

    Deutsche Bahn, Verlust der Privilegierung

    Textil Veredelungsfirma Drechsel in Selb Klage gegen EEG

    Kalkwerk Flandersbach Stilllegung

    BASF Amoniak-Werk Verlagerung

    Im Folgenden die Details zu den Beispielen:
    Einige Beispiele, wie sich das EEG Gesetz auf Geschäftsmodelle von Industrie Branchen auswirkt :

    Beispielhaft für den Stromverbrauch in der Industrie soll hier ein kleiner mittelständiger Betrieb mit 60 Arbeitsplätzen stehen – die Gießerei Heger-Ferrit in dem kleinen Ort Sembach (bei Kaiserslautern).

    Die Gießerei produziert tonnenschwere Eisenteile u.a. für Windräder, exportiert wird in die USA und die Schweiz. Im Jahr werden dafür 12 Millionen kWh Strom verbraucht. Die Firma ist deshalb von der Stromsteuer (fast) und der EEG Umlage befreit, und bezahlt (2012) somit 10,5 Ct./kWh. Wenn diese Vergünstigungen wegfallen würden, dann wäre die kWh bei 15,5 Ct.. Damit wäre das Geschäftsmodell der Firma ruiniert – sie müsste die Gießerei z.B. nach Frankreich verlagern oder würde Konkurs anmelden müssen.

    Dazu passt das Ergebnis einer Umfrage bezüglich des Strompreises, das in der FAZ am 5.9.2012 beschrieben wurde:

    Danach haben einige Industrie-Branchen (Metall, Chemie, Maschinenbau) untersucht, wie die sich abzeichnende Energiewende mit den damit verbundenen hohen Stromkosten sich auf die Firmen auswirkt. Das erste, was dabei heraus gekommen ist, ist der hohe Grad der Verflechtung mit Energie intensiven Unternehmen. Faktisch 100% der Unternehmen in der Metallbranche haben energieintensive Lieferanten. In der Chemiebranche liegt dieser Anteil bei 90%, ebenso im Maschinenbau. Rund 70% des verarbeitenden Gewerbes profitieren dabei von der Innovationskraft energieintensiver Unternehmen.

    Dabei wird betont, dass der Maschinen- und Anlagenbau die geschlossenen Wertschöpfungsketten und die Innovationsnetzwerke zwischen Chemie, Maschinenbau, und Stahl benötigt. Diese robusten Lieferketten sind die Basis für die Export Erfolge der deutschen Industrie. Deshalb auch die Forderung an die Regierung, dass energieintensive Teilbranchen nicht abwandern dürfen, weil der Strompreis aus dem Ruder läuft.

    Als Beispiel wurde ein Stahlguss Betrieb mit 60 Beschäftigten genommen, dessen Stromverbrauch so hoch ist, dass er unter die EEG Ausnahmeregelung fällt (also kWh ohne die EEG Kosten). Würde er den ’normalen‘ kWh Preis bezahlen, wäre er in kurzer Zeit insolvent.

    Ende Sept. 2012 ging ein Brief vom VCI (Verband der chem. Industrie) an das Bundeskanzler Amt, der vor den Risiken der Energiewende warnte. Die energieintensive Branche, die 8% des Stroms verbraucht, sorgt sich vor neuen möglichen Belastungen aus dem EEG Gesetz. Eine Strompreis Erhöhung um 1 Ct.. würde die Produktionskosten um 500 Millionen Euro pro Jahr verteuern. Der VCI will durch den Brief sicherstellen, dass die Groß-Unternehmen der Chemie Branche auch weiterhin von der Umlage befreit bleiben. Wie Energie-effizient die Branche heute schon arbeitet, geht daraus hervor, dass die Produktion zwischen 1990 und 2010 um 58% gestiegen ist, der Energieverbrauch in dieser Zeit dagegen um 20% gesunken. In einigen Bereichen nähert sich der Energieverbrauch dem technisch möglichen Minimum.

    Auch in der Aluminium Branche sind die Stromkosten entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit. Der norwegische Produzent Hydro Aluminium findet es falsch, wenn in den Debatten bei uns häufig Industrieproduktion und Klimaschutz als unvereinbar angesehen werden, denn ohne Aluminium in Stromleitungen, Solar Modulen (die fertigen Module enthalten einen sehr hohen Anteil an Alu ) oder Autos ist die so genannte Energiewende nicht zu schaffen. Hydro Aluminium produziert bei Neuß das Aluminium in einer lückenlosen Wertschöpfungskette von der Schmelz Elektrolyse (sehr Strom-aufwendig) bis zum Halbzeug. In nächster Nachbarschaft steht das größte Walzwerk der Welt, einige km weiter eine große Aluminium Veredelungsanlage, bei der u.a. Alufolien und Lithographie Platten hergestellt werden. Für deren Premiumqualität ist die Schmelzelektrolyse unverzichtbar. Vor einigen Jahren wurde wegen der hohen Stromkosten die Aluminium Produktion auf 20% der ursprünglichen Produktion gedrosselt und entsprechend mehr Vormaterial für die Walzwerke importiert. In der Zwischenzeit hat die EU Kommission der Aluminium Industrie eine Erstattung der im Strompreis enthaltenen Kosten für CO2 Emissionen zugestanden. Damit soll die Produktion wieder auf jährlich 150 000 Tonnen verdreifacht werden. In Quatar hat Hydro jetzt eine Aluminiumhütte für den Betrieb mit dem billigen dort vorhandenen Erdgas gebaut, die dreimal größer als die Neußer Hütte ist. Wenn in dem Neußer Walzwerk einmal Modernisierungsinvestitionen anstehen, werden diese wahrscheinlich auch bzw. eher in Quatar gemacht werden. Schon heute ist die Befreiung von der EEG Umlage (und der Stromsteuer) für die Aluminium Industrie existenziell.

    Am 8.11.2012 war der sogenannte Energiewende Kongress des BDI in Berlin. Nach einer dort vorgestellten Studie nehmen die Kosten zum Umbau unserer Energiesysteme enorm zu. Bis 2030 müssen danach 350 Milliarden Euro in die Stromversorgung investiert werden (ohne die Energiewende wären das nur 150 Milliarden). Wenn die Flickschusterei so wie 2012 weiter gehen würde, wären das sogar noch mehr. Auch die Vorgabe der Regierung, bis 2020 etwa 10% des Strombedarfs einzusparen, erweist sich schon 2012 als nicht machbar. Selbst wenn die Industrie von den zunehmenden EEG Kosten ausgenommen wird, würden die Kosten von Energie bis 2030 bis um 35% höher sein. Der BDI sagt dazu, für die Industrie ’seien die Daten zur Wirtschaftlichkeit beunruhigend tiefrot‘ .

    Ohne die Ausnahmen im EEG Gesetz für Energie-intensive Unternehmen stehen Arbeitsplätze zur Disposition.

    Die Wirtschaftsvereinigung Stahl hat im November 2012 durch ein treffendes Bild dargestellt, was die deutsche Stahlindustrie mehr bewegt als die abflauende Konjunktur im Herbst 2012. „ Auf Höchstleistung getrimmt, stellt sich der deutsche Teilnehmer (also die Stahlindustrie) beim Sprintlauf in Berlin der Konkurrenz aus China, den USA und Russland. Aber seine Erfolgsaussichten tendieren gegen Null, denn während die anderen Sprinter freie Bahn haben, muss der Deutsche hohe Hürden nehmen : Schnell ansteigende Strompreise, Energiesteuer, EEG Umlage und CO2 Emissionshandel bremsen ihn aus“ .

    Obwohl die Stahlindustrie zu den Begünstigten des EEG Gesetzes gehört, steigt die Umlage im Jahr 2013 auf 260 Millionen € (ohne diese Entlastung wären es sogar 1,35 Milliarden €). Thyssen-Krupp zahlt 2012 noch 80 Millionen € , 2013 bereits 120 Millionen €. Wenn jetzt ein erhöhter Preis für die CO2 Zertifikate noch dazu kommt, dann wirkt sich das auf erhöhte Produktionskosten des Rohstahls aus. Z.B. wenn der Zertifikatspreis von 7 € auf 10 € ansteigt, verteuert das die Tonne Rohstahl um 16 €.

    Das mittelständische Edelstahl Unternehmen S+C bei Gummersbach hat sich als Spezialist für extrem belastbare Edelstahl Rohre für die Petrochemie international einen Namen gemacht. Mit neuen Werkstoffen beim Einsatz in Biomasse Kraftwerken leistet sie jetzt auch einen Beitrag zur Energiewende. Jetzt ist die Firma besorgt über den Kostenschub beim Strom über die erhöhte EEG Umlage, der jetzt die Firma 1,3 Millionen € mehr kostet.

    Der deutsche Industrie und Handelskammertag (DIHK) stellt in einer Studie im Dez. 2012 fest, dass „jedes dritte Unternehmen sich konkret damit beschäftigt, erneuerbare oder konventionelle Energie selbst zu erzeugen – nicht zuletzt vor dem Hintergrund wachsender Zweifel an der Versorgungssicherheit“. Industrie und Handel sehen sich durch hohe Strompreise immer stärker belastet.

    Im Oktober 2012 wurden 2300 Unternehmen befragt um die Themen Energiepolitik und Versorgungssicherheit. In seinem skeptischen Grundton bestätigt das ‚Energie-Wende Barometer‘ Befragungen anderer Institutionen. Auf einer Skala von minus 100 (sehr negativ) bis plus 100 (sehr positiv) wird die Energiewende mit minus 12,6 bewertet, wobei die Hälfte der Unternehmen mit diesem Begriff einen Rückgang ihrer Wettbewerbsfähigkeit verbindet.

    Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) mit ihrem Präsidenten Ivo Gönner bezog Ende Dezember 2012 zu der Energiewende Stellung. Die Meinung ist, dass die jetzige Energiepolitik die Stromversorgung an den Rand des Zusammenbruchs führt. Durch den gewaltigen Ausbau der erneuerbaren Energien und durch den damit verbundenen niedrigen Strompreis an der Börse sind es nur noch die ’schmutzigen‘ Braunkohle Kraftwerke, die unter diesen Bedingungen Geld verdienen. Moderne, hoch effiziente Kraftwerke rechnen sich nicht mehr. Er meint, wenn das so weitergeht, hat man nur noch abgeschriebene ‚Dreckschleudern‘ und übersubventionierte Erneuerbare am Netz. Auch der VKU will neue fossile Kraftwerke, die sich über ‚Kapazitätsmärkte‘ (also allein über die Bereitstellung von Leistung) rechnen. Der Aufbau dieser notwendigen Reservekapazität von 3900 MW würde zwischen 80 und 280 Milliarden Euro an Investitionskosten benötigen (umgelegt auf die Verbraucher?). Gönner fasst die Meinung des VKU so zusammen :

    „ So wie bisher geht es nicht weiter. Der Preis für die CO2 Zertifikate ist im Keller (d.h. deren Beitrag in den Erneuerbaren Energien Fonds ist faktisch gleich Null) , die Förderung der Erneuerbaren schießt durch die Decke, die energie-intensive Wirtschaft verlangt immer mehr Ausnahmen, und andere rufen nach Sozialtarifen für die Armen. Jeder hat ein berechtigtes Interesse, aber es gelingt nicht, das zu einer Strategie zu bündeln. Letztlich führt das heutige Energie Modell dazu, dass es Vorsorgungs Engpässe gibt, auf die dann wieder mit Schnellschuss Verordnungen reagiert wird.“

    Ein markantes Beispiel dafür ist das von E-on gebaute GuD Kraftwerk in Irsching, das ein technisches Vorzeigeprojekt war, heute (12/2012) aber unrentabel ist. Für einige kleinere Gesellschafter (z.B. Stadtwerk Nürnberg) bedeutet das jährliche Verluste von bis zu 10 Millionen Euro. Sie drängen deshalb auf eine Abschaltung dieser Anlage.

    Im April 2013 wurde beschlossen, das Kraftwerk weiter zu betreiben, und die Verluste über eine Subvention auszugleichen, die auf den Strompreis umgelegt wird (‚Kapazitäts‘ Markt Kosten). Es wurde dabei betont, dass das eine Ausnahme ist

    Thyssen/Krupp gibt Edelstahl Sparte ab.

    Zum Jahreswechsel 2012 / 2013 verkaufte Thyssen / Krupp sein defizitäres Edelstahl Geschäft zusammen mit der Tochter VDM an den finnischen Konzern Outokumpu, wobei der Verkauf über einen Aktientausch getätigt wurde d.h. Thyssen/Krupp hat jetzt 30% der Outokumpu Aktien. Die ausgegliederten Teile wurden umfirmiert in eine Outokumpu Nirosta GmbH und in eine Outokumpu VDM Gmbh. Für beide beantragte Outokumpu wegen Strom-intensiver Produktionsverfahren den Erlass der EEG Umlage, da ‚beide Unternehmen mit Produzenten und Produktionsstandorten konkurrieren, die von deutlich besseren Rahmenbedingungen für energieintensive Industrien profitieren‘. Beide Anträge wurden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle abgelehnt. Durch diese Ablehnung und wegen der gesunkenen Edelstahl Preise steckt jetzt aber auch Outokumpu in einer Krise und muss auf einen rigorosen Sparkurs einschwenken. Der Standort Bochum wird jetzt komplett geschlossen, die geplanten Investitionen in Krefeld sollen drastisch reduziert werden. Die Outokumpu VDM GmbH soll jetzt von der Mutter Firma weiter verkauft werden. Unter Thyssen/Krupp galt VDM mit seinen 2000 Beschäftigten lange als Gewinn Bringer. Schon ein Jahr vorher hatte Thyssen/Krupp die Energie-intensive Umformtechnik mit 25000Beschäftigten verkauft.

    Seit 2004 ist der Schienenverkehr von der EEG Umlage befreit. Ab 2014 soll nun diese Befreiung weggenommen werden – d.h. die Schienen Unternehmen müssten dann auch voll die EEG Umlage bezahlen. Das bedeutet Mehrausgaben von 230 Millionen Euro. Je nach dem Verkehrsverbund wird dann mit einem Anstieg der Fahrpreise um bis zu 7% gerechnet. So hat die Bahn schon gedroht, wenn sie den vollen EEG Satz bezahlen müsste, dass das ihre Energiekosten so verteuern würde, dass sie die Bahnpreise um ca 7% anheben müsste. So zeigt sich, dass die EEG Kosten letztendlich immer beim Verbraucher landen – entweder über ihren Strompreis oder indirekt über Verteuerungen von Waren oder Dienstleistungen. Ende 2013 werden das um die 250 Euro für jeden unserer 80 Millionen Bundesbürger sein (incl. Babies) , Ende 2014 dann 300 Euro.

    Der Interessenverband stromintensiver Betriebe (EID) ist jetzt (März 2013) besorgt, dass die von Altmaier ausgerufene ‚Strompreis Bremse‘ bewirkt, dass die EEG Vergünstigungen für Strom-intensive Betriebe ‚ausgedünnt‘ werden. Als Beispiel dient das Kalkwerk Flandersbach, in dem mit 400 Beschäftigten jährlich 8 Millionen Tonnen Kalksteinbruch zu Brandkalk verarbeitet werden, der als Rohprodukt an die Stahl- und Eisenindustrie im nahen Ruhrgebiet geliefert wird. Dafür werden jährlich 250 Millionen kWh Strom benötigt. Das Werk ist heute von einem Teil der Netzentgelte und der EEG Umlage befreit, so dass es den Strom zu 10 Ct./kWh beziehen kann. Damit ist dieses Werk wie andere Strom-intensive Betriebe der Metallindustrie, der Papierbranche, Baustoff- und Chemieindustrie zum Buhmann der Energiewende geworden, deren Befreiung von den EEG Kosten von den Verbrauchern getragen werden muss. Nach den Plänen von Altmaier sollen dieses Branchen jetzt auch an den EEG Kosten beteiligt werden – die genauen Anteile und Größen werden zur Zeit wie auf einem Bazar verhandelt. Der EID gibt zu bedenken, dass er indirekt 800 000 Arbeitsplätze vertritt, die durch Strompreis Erhöhungen zur Disposition stehen. Allein in der Zementindustrie würde sich jeder Arbeitsplatz um 25 000 Euro im Jahr verteuern, wenn die EEG Umlage zu 100% bezahlt werden müsste.

    Ein Beispiel hierfür ist das Aluminium Walz- und Schmelzwerk Norf Gmbh bei Neuss, die mit einer benachbarten Aluminiumhütte von der Norsk Hydro zusammenarbeitet. Wegen der hohen Strompreise musste die Hütte auf Sparbetrieb heruntergefahren werden. Ein Cent zusätzlich im Strompreis würde den restlichen Gewinn auf Null reduzieren. Das Neusser Walzwerk muss jetzt viele Vorprodukte von der Konkurrenz in Russland oder vom Golf einkaufen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Strompreiserhöhungen in diesem Industrie Sektor dazu führen werden, dass einzelne Firmen ‚absaufen‘.

    Die Textil Veredelungsfirma Drechsel GmbH im bayrischen Selb mit 140 Mitarbeitern verbraucht etwa 3,5 Millionen kWh im Jahr. Vor 10 Jahren lag die jährliche Stromrechnung noch bei 14 000 Euro. Heute liegt sie bei 184 695 Euro und für 2014 muss man mit ca 245 000 Euro rechnen. Die Firma fällt nicht unter die Härtefall Regelung, bei der die EEG Umlage nicht gezahlt werden muss. Die Drechsel GmbH hat jetzt gegen das EEG Gesetz geklagt, die Klage ist zur Zeit (Juni 2013) anhängig beim BGH. Falls das BGH der Verfassungs-Widrigkeit des EEG Gesetzes recht gibt, wird sie zum Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung weiter gereicht.

    BASF: Zusammen mit dem norwegischen Düngemittel Produzenten Yara plant BASF den Bau einer chemischen Großanlage in den USA zur Herstellung von Ammoniak ( NH3 ). Es geht dabei um eine Milliarden Investition. Ammoniak ist eine der meistproduzierten Chemikalien und erfolgt über das Haber/Bosch Verfahren aus den Elementen Wasserstoff und Stickstoff. Ammoniak ist ein wichtiges Vorprodukt für alle Arten von Kunststoffen, Schaumstoffe und Leim. Die norwegische Firma Yara benötigt Ammoniak zur Herstellung von Stickstoffdüngern.

    Auf einer Tagung am 29.10.2013 ( vom ICFW – International Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten) legte der Vorstandsvorsitzende von BASF noch einmal nach. Der global tätige Konzern verbraucht selbst viel Energie – insofern sind für ihn auch die Energiepreise auf der ganzen Welt relevant. Der Vorschlag von BASF geht dahin, dass auch in Deutschland deshalb ein Test des Schiefergas Fracking durchgeführt werden muss, um dessen Umwelt Verträglichkeit zu demonstrieren. Zur Zeit wird nur 14% des deutschen Gasverbrauchs hier gefördert, und die konventionelle Gasförderung ist rückläufig. Gegenüber den USA mit deren Schiefergaskosten von 1/3 des hiesigen Preises komme BASF hier in Deutschland immer mehr in Wettbewerbs Schwierigkeiten (deshalb auch die oben erwähnte Groß-Investition in den USA). Angesichts der gesicherten Schiefergas Vorkommen hier, durch die Deutschland 10 Jahre lang Selbstversorger sein würde, sei solch ein Test unumgänglich, da sonst langfristig die Energie-intensive Industrie hier abwandern würde – zumal auch die Stromkosten durch eine Reform des EEG Gesetzes ‚zukunftsfähig‘ gemacht werden müssten. BASF sei zuversichtlich, dass auch die Politik das Problem erkannt hat.

    Auf einer Tagung in Düsseldorf Anfang Sept.2013 bemerkte der Verband des deutschen Einzelhandels HDE ‚das EEG Gesetz ist in der jetzigen Form nicht mehr Zukunft fähig. Ein durchschnittlicher Supermarkt muss Anfang 2014 mit einer Erhöhung der EEG Umlage um 6000 Euro auf dann 32 500 Euro rechnen‘. Da diese Erhöhung auf die Warenpreise umgelegt werden muss, zeigt, wie das EEG Gesetz zur allgemeinen Teuerung beiträgt.

    Auf einer Pressekonferenz Ende Okt.2013 sprach sich der Verband der chem. Industrie (VCI) für eine EEG Reform aus, um die Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Chemie Unternehmen nicht weiter zu gefährden. 2014 wird das EEG die chemische Industrie knapp eine Milliarde Euro kosten – und das trotz der Entlastung durch die Härtefallregelung. Die Belastung aus der EEG-Umlage für die deutsche Chemie steigt damit im kommenden Jahr um rund 23 Prozent. Das bekommt nahezu die gesamte Branche zu spüren. Rund 90 Prozent aller Chemie-Betriebe in Deutschland zahlen die volle EEG-Umlage“.

    Um stabile Strompreise zu erreichen sei ein vorläufiger Förderstopp für Erneuerbare Energien unumgänglich bis eine EEG Reform erreicht sei. Eine solche Reform müsse die deutsche Energiewende auch in den europäischen Kontext stellen und darüber hinaus die internationale Preisentwicklung auf den Energiemärkten berücksichtigen. Vor allem der Schiefergas Boom in den USA habe zu sinkenden Energiepreisen geführt, wodurch sich die Wettbewerbsposition der US Industrie deutlich verbessert habe. „Im Umkehrschluss heißt das für Deutschland: Die Energiepreise dürfen nicht durch eine verfehlte Energiepolitik noch weiter in die Höhe getrieben werden.“

    Ein ungewöhnlicher Appell erfolgte im Oktober 2013 zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen.

    Die IG Metall, IG Bergbau Chemie Energie, der BDI (Bundesverband der deutschen Industrie) und der BDA (Bundesverband der Arbeitgeber) hatten sich mit einem gemeinsamen Appell an die Öffentlichkeit und an die Verhandlungsführer gewandt. Die Umsetzung der Energiewende erfülle sie ‚mit großer Sorge‘, das bisherige System der Ökostrom Förderung könne ’nicht so bleiben wie es derzeit ist‘.

    In der Zwischenzeit hätte die Energiewende zu einem großen Investitionsstau geführt – von dem Netzausbau, dem Bau der Meereswindanlagen, der Frage der Finanzierung notwendiger konventioneller Kraftwerke (Kapazitätsmarkt ? ). Zugleich blieben Investitionen in der weiter verarbeitenden Industrie aus, die auf wettbewerbsfähige Energiepreise angewiesen seien, und damit würden jetzt Arbeitsplätze gefährdet und geschlossene Wertschöpfungsketten zerstört. Das EEG sei unverkennbar einer der Gründe für die deutliche Strompreis Erhöhungen. Dieser Anstieg müsse aber gestoppt werden „Unternehmer und Verbraucher brauchen in Zukunft verlässliche und bezahlbare Strompreise. Für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie ist das eine notwendige Zielsetzung“. Weiterhin sei auch eine zielgenaue Entlastung energieintensiver Unternehmen notwendig.

    Soweit eine kleine Beispielsammlung. Und wo sollen Ihre Kinder und Enkelkinder demnächst einen Arbeitsplatz finden. Werden Sie endlich wach und sehe die Ereignisse im Kontext und machen bei uns mit, damit wir bald auch so was auf die Beine bringen wie die Franzosen und die oben genannten Deutschen Ökofaschisten endlich in ihre Schranken verwiesen werden:
    http://forms.naeb.info/Beitritt.htm

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    Ab in die Selbstständigkeit mit oder ohne Kredit.

    Posted by retep11 on 1st November 2013


    Immer an die Liquidität denken.

    In einem Anstellungsverhältnis brauchte man sich selbst nur wenig Sorgen über die Liquidität des Arbeitgebers machen. Als Chef muss er sich nun einmal darum kümmern, dass die Gehälter, Sozialbeiträge, Steuern und Rechnungen zeitnah beglichen werden. Solange die Firma wirtschaftlich gut arbeitet und keine nennenswerten Ausfälle zu buche fallen, funktioniert alles bestens. Die Erwirtschaftung des Gewinns dient nicht unmittelbar zur Bereicherung des Firmenchefs, sondern zur Stabilisierung der Liquidität, zu Aufstockung des Eigenkapitals.
    Meine Firma hatte zum Beispiel einige Zeit lang ständig das Skonto beim Einkauf des Baumaterials genutzt und so einige Tausend DM zusätzlich erwirtschaftet. Auch unsere Subunternehmen hatten sofort nach Rechnungsstellung ihren Rechnungsbetrag erhalten. So konnten wir durch Rabatte und Skonto zusätzliche finanzielle Mittel erwirtschaften. Um 2000 brach dann die Baubranche ein und wie viele andere Firmen haben wir die Firma liquidiert. Unser wesentlicher Vorteil waren die geringen Betriebskosten, sodass trotz erheblicher Forderungsausfälle keine Schulden vorhanden waren. Dagegen sah es bei anderen Firmen zum Teil sehr schlecht aus. Die als Pfand hinterlegten Einfamilienhäuser kamen unter den Hammer. Es gibt gerade bei einer Firmenschließung oder aber auch bei einer Berufsunfähigkeit viel persönliches Leid für die betroffenen Unternehmer bzw. Selbstständigen. Besonders problematisch ist Leasing. Egal ob man Geld verdient oder nicht, die Leasinggebühr muss bezahlt werden. Bis man aus den Verträgen kommt, hat sich ein enormer Schuldenberg angehäuft. Sie sagen sich, der Herr Rauch macht uns ja Hoffnung zur Selbstständigkeit.
    Genauso wichtig, wie die Auswahl der geeigneten Unternehmensform ist die mögliche Liquidation einer Firma zu beachten. Ich könnte nun an dieser Stelle viele praktische Beispiele aus dem Bekanntenkreis nennen, wo es viele Probleme gab und bis zur Existenzbedrohung führte. Darum soll es in diesem Artikel nicht gehen, sondern um das Thema Finanzierung bei der Existenzgründung bzw. Firmenerweiterung.

    In die Selbstständigkeit

    Es gibt verschiedene Gründe für den Weg in die Selbstständigkeit. Man möchte sich selbst verwirklichen, hat eine hervorragende Geschäftsidee, möchte eine Firma übernehmen oder als Alternative zur Arbeitslosigkeit. Gerade Letzteres ist aus meiner Sicht oft mit finanziellen Problemen verbunden. Ich selbst hatte Partner für die Realisierung einer Geschäftsideen gesucht und war so auf ein Förderprogramm 50+ der IG Metall gestoßen. Der Ansatz und alles ringsherum waren in Ordnung. Es wurden recht gute Projekte entwickelt. Gründe des Scheiterns waren die fehlenden finanziellen Mittel. Die wenigsten Arbeitslosen verfügen über eigenes Startkapital. Hinzu kommt die übergroße Vorsicht. Der Schritt in die Selbstständigkeit erfordert auch eine gewisse Risikobereitschaft.

    Die Finanzierung der Geschäftsidee

    Sie haben eine hervorragende Geschäftsidee und möchten diese in der Praxis umsetzen. Auf das Unternehmenskonzept und den Finanzierungsplan möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Sehr wichtig ist es diesen Plan mit Bekannten und Freunden durchzusprechen, um mögliche Schwachpunkte oder aber auch Alternativen zu finden. Vielleicht können Sie auch andere Personen von der Geschäftsidee begeistern. Eine schöne Unternehmensform ist die Genossenschaft. 3 Genossenschaftler sind erforderlich. Das Startkapital beträgt theoretisch 1 Euro. Allerdings fallen für die Gründung etwa 1000 Euro für den Notar, Prüfung des Konzepts durch den Prüfungsverband und der Eintrag der Genossenschaft in das Genossenschaftsregister an. Hinzu kommt noch die Mitgliedschaft im Genossenschaftsverband. Gegenüber einer GmbH hat dies schon finanzielle Vorteile. Es wird nicht ein so hohes Eigenkapital benötigt, auch wenn es jetzt die „Kleine GmbH“ gibt. Durch die Wirtschaftlichkeitsprüfung haben die Genossenschaft bei einer Kreditvergabe wesentliche Vorteile. Was bei einer GmbH oder gar Limited nicht immer der Fall sein muss. Startet man allein, so haftet man selbst. An dieser Stelle möchte ich Ihnen ganz nah legen, Ihr Lebensgefährte, Ehegatte oder nahe Verwandte sollten auf keinem Fall eine Bürgschaft für ein Bankkredit übernehmen. Auch wenn die Banken Sie dazu drängen.Dann lieber ein neues Konzept erstellen oder viel besser ein Privatkredit aufnehmen.
    Je ausführlicher und besser das Vorhaben beschrieben wird, so aussichtsreicherer ist die Bewilligung. Kreditgeber sind hier auch Selbstständige oder Unternehmer, die Ihr Kapital sinnvoll anlegen möchten. Natürlich möchten auch diese Kreditgeber eine ausreichende Sicherheit und müssen vom Erfolg des Geschäftes mit einem ordentlichen Unternehmenskonzept überzeugt werden.
    Der Erfolg der Bewilligung eines Darlehnskredites ist einfacher als bei einer Bank.

    Finanzierungsvarianten überprüfen.

    Machen Sie neben der optimistischen Variante auch eine Minimalvariante. Letztere können Sie auch für sich machen.
    Nicht immer und gerade in der Startphase macht der Markt nicht immer das, was man sich so vorgenommen hat. Die Einnahmen können daher geringer ausfallen. Diese Einnahmen müssen alle Verbindlichkeiten decken. Auf dieser Basis ist der Finanzplan zu erstellen. Also aus dem Eigenkapital und dem Fremdkapital.
    Als ich noch vor 20 Jahren BWL unterrichtete, hatten wir Beispiele berechnet. Durch die Aufnahme von Fremdkapital bis zu einer bestimmten Höhe konnte ein höherer Gewinn erzielt werden. Ein zu hoher Anteil an Fremdkapital kann den Gewinn verringern oder es kann sogar zum Verlust kommen. Sie sollten vor der Inanspruchnahme eines Kredites hier genau die Varianten berechnen. Vielleicht noch dieser Stelle ein letzter Tipp. Ich bin nun über 20 Jahre selbstständig und hatte mehrere Unternehmen verschiedener Gesellschaftsformen und unterschiedliche Geschäftsfelder. Wichtig ist, dass man sich rechtzeitig an die Marktsituationen und die Marktänderungen anpasst. Man muss immer flexibel sein und nach neuen Wegen suchen. Was sich wirtschaftlich nicht trägt, liquidieren und was Erfolg verspricht fördern.

    Im Beitrag zur Existensgründung finden Sie zahlreiche weitere Tipps und Links zur Finanzierung.

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