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Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Peter Rauch Ph.D.
Dipl.-Ing.oec.,Ing.oec., Ing.
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  • Archive for Oktober, 2017

    Wenn die Immobilienblase platzt!

    Posted by retep11 on 29th Oktober 2017

    Das Video von Herrn Maurice Iarusso (siehe unten) zeigt in seinem interessanten Video eine Reihe von Trends der letzten Jahrzehnte und die Vermögensverteilung in Deutschland, Faktoren, welche auf eine Immobilienblase hindeuten.

    Ich sehe die Lage auf dem Immobilienmarkt sehr kritisch und m√∂chte noch ausgew√§hlte Faktoren hinzuf√ľgen. Es gibt eine Vielzahl von Zahlen und m√∂gliche Zeitr√§ume, die ich an dieser Stelle nicht √ľbernehmen m√∂chte, da zu viele nicht einkalkulierbare Faktoren vorhanden sind.

    Zum Beispiel hat die Gr√∂√üenordnung des k√ľnftigen Zuzugs und der Abwanderung einen sehr gro√üen Einfluss auf alle volkswirtschaftliche Prozesse. M√∂gliche Reformen k√∂nnten den Eintritt des Rentenalters anheben und den Staatsapparat schlanker gestalten, sodass der Anteil des Bev√∂lkerungsteils im Wertsch√∂pfungsprozess vergr√∂√üert werden k√∂nnte.

    Aufgrund der gegenwärtigen demografischen Entwicklung wird sich der Anteil der Bevölkerung, welche sich im aktiven Berufsleben befinden, in den nächsten Jahren erheblich verringern.

    Andere L√§nder, wie z. B. Kanada bieten bessere berufliche Chancen als Deutschland. Der Anteil der Berufst√§tigen im Alter bis 45 Jahre im Wertsch√∂pfungsprozess, welche auswandern m√∂chten, ist nicht zu untersch√§tzen. Es wird eine Zahl von etwa 80.000 pro Jahr genannt, die nicht wieder zur√ľckkommen.

    Heute spielt f√ľr die Qualit√§t einer Volkswirtschaft der Anteil an hoch qualifiziertem Humankapital eine entscheidende Rolle. Dieser Anteil sinkt aus den beiden o .g. Gr√ľnden. Dies wird auch nicht durch fortschreitende Rationalisierungs- und Automatisierungsprozess vollst√§ndig kompensiert werden k√∂nnen.

    Die deutsche Volkswirtschaft beruht auf einen hohen Anteil an Export. Import und Export sollten sich annähern das Gleichgewicht halten. Die Schere geht immer weiter auseinander.

    Deutschland ist f√ľhrend im Maschinen- und Autobau. Das durch Kraftstoff getriebene Auto wird in nur wenigen Jahren durch das Elektroauto abgel√∂st. Elektroautos ben√∂tigen viel weniger Einzelteile. Dieser Industriebereich einschlie√ülich der Zulieferbereiche wird einem erheblichen Schrumpfungsprozess unterliegen. Auf diesem neuen Technologiefeld sind andere L√§nder viel weiter.

    Auf dem Gebiet der Informationstechnologie hat Deutschland einen großen Nachholbedarf. Es wird nur ein kleiner Teil des freigesetzten Humankapitals bei der unfangreichen volkswirtschaftlichen Veränderung auffangen können.

    Die Bereitstellung ausreichender und billiger Energie ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Mit der verfehlten Energiepolitik ist Deutschland k√ľnftig nicht mehr wettbewerbsf√§hig.

    Weitere Faktoren sind die hohen Kosten durch die Sozialpolitik, die Klimapolitik und die EU-Finanzpolitik.

    Trotz, dass Deutschland heute noch eine gro√üe Volkswirtschaft hat, wird diese in absehbarer Zeit einen nicht zu untersch√§tzenden Schrumpfungsprozess unterliegen. Die Folge sind erhebliche Einschnitte im Sozialwesen, das zur Verf√ľgung stehende Nettoeinkommen aber auch die Rentenh√∂hen sinken. Der finanzielle Anteil des Haushaltes f√ľr das Wohnen wird weiterhin ansteigen.

    Dies hat Auswirkungen auf das Angebot und die Nachfrage. (Auch wenn sich der größte Teil des Vermögens bei einem kleinen Anteil der Bevölkerung befindet, so wird sich der Anteil der von dieser Bevölkerungsgruppe selbst genutzten Immobilien kaum verändern.)

    Die Baukosten f√ľr Immobilien in Abh√§ngigkeit von der Ausf√ľhrung (Mehrfamilienhaus oder Einfamilienhaus) liegt zwischen 1500 bis 2000 Euro/qm. Die Preise dar√ľber sind Spekulation, welche durch Angebot und Nachfrage verschuldet werden. Die gegenw√§rtige Finanzpolitik f√ľhrt zum Verm√∂gensverlust, was zum Ausweichen (Nachfrage) auf Sachanlagen, wie z. B. die Immobilien, f√ľhrt. Diese Preise entziehen sich einer sinnvollen nachhaltigen wirtschaftlichen Verwertung.

    Einfamilienhäuser sind jeher Luxus. Jeder sollte selbst entscheiden, wie viel Luxus er möchte.

    Mehrfamilienh√§user und andere Immobilienobjekte m√ľssen eine Rendite bringen. Wer solche Objekte auch mit dem gegenw√§rtigen geringen Zinssatz mit gro√üen Anteil fremdfinanziert, muss sich im klaren sein, dass nach dem platzen dieser Immobilienblase der Wert der Immobilie unter dem Anteil der Kredith√∂he liegen kann.

    Bei einer zeitnahen Veräußerung besitzt man nicht mehr die Immobilie, muss aber noch einen Kredit tilgen. Noch kritischer ist es, wenn man die Immobilie, welche hohe Verluste (Leerstand) einfährt, nicht verkaufen kann. In diesem Fall hat man eine noch höhere finanzielle Belastung. Die steuerliche Gegenrechnung von Verlust und Gewinn aus unterschiedlichen Einnahmequellenkann sich ändern.

    Zum Tehma ein Video Goldener Beton auf t√∂nernen F√ľ√üen

    Posted in Bauen und Wohnen, Wirtschaftspolitik | No Comments »

     
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