Britisches Energie-Ministerium reagiert auf “public concern” bei Wind und Klima

http://www.naeb.info Ausgabe 2011 – 02

Nach Spanien, Dänemark und Niederlande stellt auch UK seinen
“Renewable”-Energie-Ansatz in Frage. Der Britische Energie-Minister Charles
Hendry kündigt in einer Rede, veröffentlicht am 10.2. an, dass man die
Förderung von Windpower grundsätzlich überdenken will und die massiven
Einwände von einem Drittel der Briten gegen den derzeitigen Renewable-Ansatz
ernst nehmen will. Weiterhin ist bemerkenswert, dass man alle anderen
“Renewable”-Typen für noch weniger geeignet als Windpower hält, eine
Energie-Versorgungs-Leistung zu übernehmen. Grundsätzlich will man die
lokalen Einwände gegen Windparks mit Priorität berücksichtigen, das
Förderungssystem überarbeiten mit dem Ziel einer Konzentration auf beste
Windlagen überarbeiten, die Transport-Kosten für den Strom berücksichtigen
ebenso wie die Unreliabilty von Windstrom. (Man kann das auch so lesen: Wir
wollen nur noch Windmühlen im Schottischen Hochland fördern, aber die
rechnen sich dann tot über die hohen Transportkosten bis Birmingham usw.)
Dass man weiterhin formal an der Windstrom-Förderung fest hält, kann man
u.U. als Taktisches Vorgehen bei der EU und insbesondere gegenüber dem
weiterhin massiv (auch über Herrn Oettinger) Druck machenden
Windkraftweltmeister sehen.

Zu Offshore äußert sich Charles Hendry in seiner Rede Bemerkenswerterweise
nicht, außer dass er Onshore als die preisgünstigste
Renewable-Strom-Produktionsmethode ansieht.

Diese Aussagen stehen im Kontrast zu den Forderungen des Britischen
Umwelt-Sekretärs Ed Miliband, der fordert die Meßlatte von 20% Anteil auf
30% Anteil für Renewable zu erhöhen. Allerdings hat sogar Herr Oettinger vor
dieser Forderung wegen der Folgen für industrielle Arbeitsplätze gewarnt.

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