Altbausanierung und Energiepolitik

Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
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    Neue Photovoltaik-Anlagen

    Posted by retep11 on Mai 29th, 2012

    Artikel wurde in der Leipziger Volkszeitung vom 25.5.2012 veröffentlicht. Nachfolgend ein kritischer Brief von Dr. Ufer zu dem inhaltlich falschen Aussagen.

    Sehr geehrter Herr Boss,

    gestatten Sie mir, dass ich mich wieder einmal direkt an Sie wende. Mein heutiges Anliegen betrifft zwei Meldungen im Wirtschaftsteil der heutigen LVZ, in denen über die Inbetriebnahme von zwei Photovoltaik-Anlagen (Sandersdorf-Brehna und Nauen) berichtet wurde (Anlage). In beiden Fällen wurde unterstellt, dass diese Solaranlagen in der Lage wären „rund 11.000“ bzw. „rund 800“ Haushalte zu versorgen.

    Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn die LVZ künftig derartig irreführende Meldungen unterlässt, denn Solaranlagen sind bekanntermaßen überhaupt nicht dazu in der Lage, auch nur einen einzigen Haushalt mit elektrischer Energie zur versorgen! Dasselbe gilt im übrigen auch für Windenergieanlagen! Zur Versorgung gehört die zuverlässige Bereitstellung elektrischer Energie zu jeder Tages- und Nachtzeit – und das können diese Anlagen tatsächlich keinesfalls! Warum wird nicht einmal gemeldet, wieviele Stahlwerke, Bäckereien oder ICE-Züge mit Photovoltaik-Parks (das Wort „Kraftwerke“ an dieser Stelle ist ebenfalls eine Irreführung!) „versorgt“ werden können?

    Erstaunlich fand ich im übrigen die Aussage, dass die 5,1-MW-Photovoltaik-Anlage in Sandersdorf-Brehna 11.000 Haushalte „versorgen“ könne. Unterstellt man einen durchschnittlichen jährlichen Haushaltsverbrauch von 3875 kWh (wie er für Nauen unterstellt wurde: 3,1 GWh für 800 Haushalte), so müsste diese Anlage insgesamt 42,625 GWh/a erzeugen. Das bedeutet 8357,8 Volllast-Stunden pro Jahr oder 95,4 Prozent der Gesamtstundenzahl eines Jahres! Toll, wie lange dort, unweit von Leipzig, die Sonne scheint!

    Außerdem ist kaum anzunehmen, dass es in Nauen bei Berlin möglich sein sollte, eine Volllaststundenzahl von 1000 h/a („bis zu“ 3,1 GWh/a bei 3,1 MW) zu erzielen!

    Die dort angegebene Maßeinheit MWp ist zwar üblich, aber physikalisch falsch. Schließlich wird auch nicht kgSalz geschrieben, wenn die Masse eines Kilogramms Salz gemeint ist.

    Und ganz zum Schluss: Bitte erklären Sie Ihren geneigten Lesern gelegentlich, worin der Vorteil von „grünem“ Strom besteht, der in Sandersdorf-Brehna produziert wird. Wird dort auch blauer, roter oder gelber erzeugt? – Ich weiß natürlich, dass es sich auch hier um „übliche“ Phrasen handelt. Aber müssen seriöse Zeitungen wie die LVZ unbedingt bei dieser Volksverdummung Spiel mitspielen?

    Verzeihen Sie meine kritischen Anmerkungen zu sachlichen Unrichtigkeiten, zu denen ich mich deshalb hinreißen ließ, weil sie – leider – kein Einzelfall sind (und auch nicht nur in der LVZ auftauchen). Natürlich würde ich mich freuen, wenn meine Anregungen auf fruchtbaren Boden fallen würden!

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr treuer Leser
    Dr. Dietmar Ufer
    04103 Leipzig

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