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Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Peter Rauch Ph.D.
Dipl.-Ing.oec.,Ing.oec., Ing.
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  • Energiewende und Blackout

    Posted by retep11 on 21st Mai 2017

    Gelegentlich habe ich als eines der KO-Kriterien fĂŒr Strom-Kompetenz (eines Energiewenders) das VerstĂ€ndnis um das Granersche Patent – DE 000000698307 A von 1930 benannt- Dr. Graner hat ein Verfahren zur Erregerstromsteuerung im Wechsel-/Drehstrom-Generator entwickelt, das seitdem und auf absehbare Zeit die Vorraussetzung fĂŒr die StabilitĂ€t unseres Stromnetzes ist.

    FĂŒr diese Funktion sind die rotierenden Massen der großen synchronen Generatoren/Turbinen in den Kraftwerken essentielle Vorraussetzung. Der Wegfall bzw. die Ausserbetriebnahme (unter Last) dieser stabilisierenden Elemente fĂŒhrt bei unserer Drehstrom-Netzstruktur frĂŒher oder spĂ€ter zwangslĂ€ufig zum Blackout.

    Dieser Sachverhalt widerspricht dem 80%-EE-Ansatz der deutschen Energiewende und hat uns damit glauben gemacht, dass die Energiewende nicht funktionieren kann. Das Wissen um diesen Sachverhalt war zumindest allem Anschein nach bei den Stromverantwortlichen verloren gegangen, so dass man diese Fragestellung als Nagelprobe verwenden konnte/kann.

    Heute gilt die Faustformel, dass 40% der im Netz anstehenden Leistung aus dem Verfahren resultieren muß, also nicht von Wind und Sonne bedient werden kann, wobei das keine fixe GrĂ¶ĂŸe ist, sondern es steigt einfach mit absinkendem Anteil des Stroms aus den „rotierenden Massen“ das Blackout-Risiko.

    WĂŒrden z.B. angenommene 38.000 MW (30.4.2017) kontinuierlich benötigt, d.h. es knipst niemand in ganz Deutschland eine Lampe an oder aus, es schaltet sich kein KĂŒhlschrank an oder aus und erst recht wird kein Elektromotor (Blindstrom) an- oder ausgeschaltet, es fĂ€llt keine Komponente in dem gesamten Deutschen Netz aus, keine Abschirmung reduziert die Sonneneinstrahlung, und kein Panel erhitzt sich in der Sonnen und liefert dadurch mehr oder weniger Strom, könnte dieser Anteil auch Null statt 40% sein.

    Am 30.4. hatten wir so einen Tag, wo der Anteil weit unter 40% lag – die maximale Einspeisung aus Wind und Voltaik aber bei 44.000 MW. Wie geht das? Nun, wir haben einfach GlĂŒck gehabt, dass keine leistungsstĂ€rkere Komponente ausgefallen ist oder unerwartet im Laufe des Tages eine stĂ€rkere Abschirmung aufgezogen ist, die die Voltasik-Einspeisung drastisch absinken lies. (der 30.4. war ein Sonntag ohne nennenswerte Produktion) und die Polen und HollĂ€nder ihre Querregler noch nicht in Betrieb haben um die unerwĂŒnschte Stromeinwanderung nach Polen und Holland zu unterbinden

    Aber darauf wollen wir uns nicht verlassen!. Batteriespeicher a la Wismar und Leipzig sind ein begrenztes Hilfsmittel – darĂŒber wurde bereits berichtet.

    Die nĂ€chste große Maßnahme ist „Consumer Power Quality Management“. Ich habe den Begriff einfach definiert, den Begriff Power Quality Management erweiternd. Dabei habe ich Consumer sehr weit definiert. Auch das bisher nicht existierende PQM auf Verteilnetzebene sehe ich als Bestandteil des CPQM – wenn die Regelzonenbetreiber mangels „rotierender Massen“ PQM auf ihrer Ebene nicht mehr sicherstellen können, mĂŒssen im ersten Schritt die Verteilnetzbetreiber eingreifen.

    Im zweiten Schritt werden dann die grĂ¶ĂŸeren Verbraucher selbst was unternehmen mĂŒssen. Wir als kleine Endverbraucher sitzen schlicht im Dunkeln, frieren und essen kalte Konserven. Was bedeutet das nun konkret?

    Autor: Heinrich Duepmann www.naeb.info
    Quelle: E-Mail NAEB-Strom-Newsletter 2017/05

    Posted in Energie- und Umweltpolitik | No Comments »

    Erfolglose BĂŒrgerinitiativen gegen Windparks

    Posted by retep11 on 26th Januar 2016

    Autor: Heinrich Duepmann www.naeb.de

    BĂŒrgerinitiativen gegen Windparks bleiben erfolgslos, wenn sie nicht die Wurzel des Übels, die Energiepolitik in Deutschland bekĂ€mpfen. Windstrom, wie auch Solarstrom und Biogasstrom (Ökostrom) ist unwirtschaftlich. Die Anlagen können nur mit hohen Subventionen betrieben werden. Subventionen und Privilegien mĂŒssen gestrichen werden. Dann wird kein einziges Windrad mehr gebaut.

    Bald 75.000 Windgeneratoren

    Der Bau von Windparks soll nach den Vorstellungen der Bundesregierung schnell weiter gehen. Zu den heute in Deutschland bereits vorhandenen 25.000 Windgeneratoren sollen noch weitere 50.000 hinzukommen. Nur wer in der Mitte von GroßstĂ€dten lebt (wie unsere Bundeskanzlerin), wird nicht von WindrĂ€dern in der unmittelbaren Umgebung gestört. Weit mehr als die HĂ€lfte aller BundesbĂŒrger wird jedoch nach dem geplanten Ausbau von Windstromanlagen umgeben sein. Sie machen LĂ€rm, stören durch Schattenschlag der riesigen kreisenden FlĂŒgel und durch stĂ€ndig blinkende Warnlichter fĂŒr Flugzeuge. Nach neuen Erkenntnissen fĂŒhrt Infraschall (tiefe Schallwellen unterhalb der Hörgrenze) zu nachhaltigen GesundheitsschĂ€den. WohngebĂ€ude verlieren im Mittel 30 Prozent ihres Wertes. In EinzelfĂ€llen werden sie unverkĂ€uflich.

    Naturschutz wird aufgegeben

    Es nutzt wenig, wenn man ein HĂ€uschen am Wald oder an einem Naturschutzpark hat, also an Gebieten, die bisher als schutzwĂŒrdig galten. Der Wald ist inzwischen zur Errichtung von 200 Meter hohen Windgeneratoren freigegeben. Grenzen von Naturschutzparks werden reduziert und der Mindestabstand verringert. Die Liste der zu schĂŒtzenden Vogelarten wurde verkleinert. Mit solchen Methoden wird der Ausbau von Windstromanlagen vorangetrieben. Doch es gibt eine Ausnahme. Auf den Inseln der Nordsee werden keine Windparks erlaubt, weil dies den Kurbetrieb stört. Dabei ist gerade dort der beste Wind, also die grĂ¶ĂŸte Ausbeute. Wenn Windgeneratoren tatsĂ€chlich die Lösung unserer Energieprobleme sind, mĂŒssten die Inseln mit solchen Anlagen voll sein. Die GĂ€ste sollen an den paar Ferientagen von Windanlagen nicht gestört werden. Den BĂŒrgern im Land werden aber solche Störungen ein Leben lang zugemutet. Wo bleibt da die Logik?

    Die Profiteure der „Energiewende“

    Vorangetrieben wird der Ausbau der Ökostromanlagen von den Profiteuren der „Energiewende“ (mit Kosten ohne Ende). Es sind dies neben den Betreibern die Hersteller, Planer und Monteure der Anlagen, die VerpĂ€chter der GrundstĂŒcke, die auf EinsprĂŒche von BĂŒrgern und BĂŒrgerinitiativen spezialisierten Rechtsanwaltskanzleien, die Banken und die auf Gewerbesteuer spekulierenden Gemeinden. Ihre Lobby hat viele Millionen Euro zur VerfĂŒgung. Sie berĂ€t nicht nur Abgeordnete, sondern ihre Leute sitzen sogar in den Ministerien und formulieren die Gesetze zum Wohle der Profiteure und zu Lasten des grĂ¶ĂŸten Teils der Bevölkerung. Welche Möglichkeiten haben die Betroffenen, sich gegen diese Belastungen und AusplĂŒnderungen zu wehren?
    EinsprĂŒche an die StĂ€dte und Gemeinden, die die BebauungsplĂ€ne genehmigen mĂŒssen, helfen nicht. Zu stark ist die Lobby der Profiteure, die mit allen Mitteln bis hin zu Bestechungen und Bedrohungen den Bau von Ökostromanlagen durchsetzen. Sie werden unterstĂŒtzt von den Vorgaben der Bundesregierung, ausreichende FlĂ€chen fĂŒr Ökostromanlagen auszuweisen. Die Forderung wird begrĂŒndet mit der Rettung des Weltklimas durch weniger Kohlenstoffdioxid in der Luft. Viele glauben an diese ideologische Vorstellung, die nicht bewiesen ist. KlimaĂ€nderungen hat es auf der Erde immer gegeben, unabhĂ€ngig von dem Anteil an Kohlenstoffdioxid in der Luft und auch unabhĂ€ngig von den Menschen, denn der Mensch existiert erst seit kurzer geologischer Zeit auf der Erde. Mit der Ideologie von der Klimarettung wurde und wird die Bevölkerung stĂ€ndig durch die Medien, aber auch durch die Schulen indoktriniert. Viele MitbĂŒrger einschließlich BĂŒrgermeister und Ratsmitglieder glauben dieser Ideologie. Sie sind nur schwer von ihrem Irrtum zu ĂŒberzeugen. Zusammen mit den Profiteuren bilden sie meistens die Mehrheit. So werden weitere Ökostromanlagen genehmigt.

    Klagen helfen nicht

    Auch Klagen gegen Windparks erreichen nichts. Richter mĂŒssen nach Gesetzen richten, auch dann, wenn sie die Gesetze nicht fĂŒr sinnvoll halten. DarĂŒber hinaus sind auch viele Richter indoktriniert. Ihr Ermessensspielraum geht dann in Richtung der Genehmigung von Windparks. Klagen nutzen also nur den Rechtsanwaltskanzleien, die von den Betroffenen GebĂŒhren kassieren.
    Erfolg gegen die Ökostromanlagen kann es nur geben, wenn die Subventionsgesetze wie das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) ersatzlos gestrichen werden. Damit ist die Energiewende gestorben, weil Ökostrom deutlich teurer ist als konventioneller Strom. Ein Kampf gegen Windparks vor der eigenen HaustĂŒr bei gleichzeitiger Zustimmung zur „
    „Energiewende“ (Nimby- Forderung: Not in my backyard) kostet nur Zeit und Geld ohne jeden nachhaltigen Erfolg. Vielleicht erreicht man eine Verlagerung des Windparks hinter das Haus. Die BelĂ€stigung und weiter steigende Stromkosten bleiben.

    Alle Bundestagsparteien befĂŒrworten die „Energiewende“

    Gesetze werden in den Parlamenten beschlossen. FĂŒr die Energiegesetze ist der Bundestag zustĂ€ndig. Hier gilt es anzusetzen. Wir mĂŒssen die Partei wĂ€hlen, die die Energiegesetze ersatzlos streichen will. Leider gibt es eine solche Bundestagspartei nicht. Alle dort vertretenden Parteien befĂŒrworten die Energiewende. Es nutzt wenig, sich an einzelne Bundestagsabgeordnete zu wenden. Im direkten GesprĂ€ch hört man immer wieder. Ich stimme Ihnen ja voll zu. Wenn ich das aber öffentlich sage, streicht meine Partei mich von der Kandidatenliste bei der nĂ€chsten Wahl. Also stimme ich öffentlich dafĂŒr. Wir brauchen im Bundestag eine Partei, die gegen die Energiewende ist, damit wir wieder eine Wahlmöglichkeit haben.

    WĂ€hlergruppen sind besser als BĂŒrgerinitiativen

    BebauungsplĂ€ne werden in den Gemeinde- und KreisrĂ€ten beschlossen. Hier können BĂŒrger direkt Einfluss nehmen, wenn sie sich in die RĂ€te wĂ€hlen lassen. Ratsmitglieder haben frĂŒhzeitig Einblick in die BauantrĂ€ge und Bauplanungen. Sie können die Öffentlichkeit informieren, bevor bindende RatsbeschlĂŒsse gefasst werden. Es ist viel sinnvoller und einfacher, eine WĂ€hlergruppe zu bilden, statt eine BĂŒrgerinitiative als Verein zu grĂŒnden. Bereits mit der GrĂŒndung kann der „Wahlkampf“ mit der Forderung, keine weiteren Windanlagen auf dem Gemeindegebiet zuzulassen, beginnen. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ begleitet die Lokalpresse solche Aktionen. Damit gibt es dann in der Gemeinde auch eine klare Wahlmöglichkeit.
    Die Mitglieder vom Stromverbraucherschutz NAEB e.V. (www.naeb.de), einer Vereinigung von ĂŒber hundert Energiefachleuten, sind bereit, bei der GrĂŒndung von WĂ€hlergruppen zu helfen. Wir können RatschlĂ€ge geben und eigene Erfahrungen und Erfolge einbringen. Wir bieten VortrĂ€ge auf Versammlungen an zur Unterrichtung der Mitglieder und der Öffentlichkeit ĂŒber die Kosten und Risiken der Ökostromerzeugung.

    Quelle: E-Mail NAEB-Strom-Newsletter 2016/01

    Posted in Energie- und Umweltpolitik | 13 Comments »

    Windkraft-Anlagen im Kreis GĂŒtersloh

    Posted by retep11 on 21st Juli 2015

    Die permanente Indoktrination zeigt Wirkung – Beispiel mein Heimatkreis GĂŒtersloh

    Von Heinrich Duepmann

    Der Kreis GĂŒtersloh hat ca. 350.000 Einwohner, knapp 1.000 qkm FlĂ€che, 13 Kommunen, geschĂ€tzt ca. 30 Windkraft-Anlagen gleichmĂ€ĂŸig verteilt ĂŒber den gesamten Kreis. Als besonders ökofanatisch haben sich in den letzten 10 Jahren die Kommunen Rietberg (CDU-BĂŒrgermeister avancierte ĂŒber sein Energiewende-Bekenntnis zum MdL) und Harsewinkel (FWG-BĂŒrgermeisterin Amsbeck ist in Energiewende-Wettbewerben stark engagiert.) hervorgetan. Bisher hielt sich allerdings der Windkraft-Ausbau stark in Grenzen. So hat z.B. der Nachbarkreis Paderborn fast die 20-fache WKA-Besatzung bei nur unwesentlich anderer Topologie.
    Die GĂŒtersloher BĂŒrgermeisterin hielt sich bisher bedeckt, insbesondere vermutlich weil sie im privaten Umfeld bestens ĂŒber den Unfug der Energiewende aufgeklĂ€rt wurde. Das Engagement auch der anderen Kommunen, d.h. der RĂ€te, der Verwaltung und auch der BĂŒrgermeister war bis 2010 sehr verhalten.

    Allerdings lastete schon seit ca. 10 Jahren ein permanenter Indoktrinationsdruck auf den Kommunen des Kreises seitens der beiden Kommunen, die sich auch schon sehr frĂŒh Klimamanager zulegten, der zunĂ€chst willfĂ€hrig von der Zeitung Neue-WestfĂ€lische und dann in Folge auch vom Westfalenblatt und von der Glocke ausgeĂŒbt wurde. Schon seit Jahren liesst man in jeder dieser 3 regionalen BlĂ€tter mindestens 3 Artikel tĂ€glich im Mittel wie die folgenden Beispiele, was u.a. der Auslöser fĂŒr ein großes Engagement der Kommunen der Kommunen auslöste und nun zu einem Installations-Durchbruch fĂŒhrt – aber dazu spĂ€ter. ZunĂ€chst einige aktuelle Beispiele betreffend die Kommunen GĂŒtersloh und Rietberg:
    Nun kann sich auch die BĂŒrgermeisterin dem Trend nicht mehr entziehen und radelt allen Klimarettern (pardon ..schĂŒtzern) voran. Noch nĂ€rrischer in den Aussagen ist allerdings die Kommune Rietberg – Pacemaker in Sachen Klimarettung im Kreis GĂŒtersloh (alles rot markiert in den Texten von mir). Dort ist man allerdings auch schon Dank Andre Kuper wesentlich besser aufgestellt, aus den CO2-Zertifikate-Mitteln grĂ¶ĂŸere BetrĂ€ge abzugreifen – 500.000 EUR sollen es diesmal sein.

    Es versteht sich, dass hier der KĂ€mmerer und die Subventionen heischenden Ratsmitglieder alle mit „ja“ plĂ€dieren und auch der unbedarfte BĂŒrger dafĂŒr ist. Er versteht ja 1. Den Unsinn nicht und 2. ist ihm nicht klar, dass er das ganze ja ĂŒber EEG und CO2-Zertifikate bezahlt.
    Wenden wir uns nun der ökofanatischen BĂŒrgermeisterin von Harsewinkel zu. Bisher hatte man sich dort sehr stark an Voltaik ausgerichtet und der Klimamanager Gödde war stets rĂŒhrig und so hat man bereits mehrere Energiewende-Awards gewonnen. Nach der EEG-Satz-Reduktion lĂ€uft bei Voltaik kaum noch was und nachdem nun der RegierungsprĂ€sident sehr viele windhöffige Gebiete aufzeigt, hat das PlanungsbĂŒro Kortemeier aus Herford auf Grund dieses Planes einen Vorschlag fĂŒr im FlĂ€chennutzungsplan auszuweisende Vorrangzonen entworfen, der bis zu 100 Anlagen ermöglicht, d.h. Paderborner VerhĂ€ltnisse schafft.

    In der Tat wĂ€re damit die Kommune mit ihren drei Ortsteilen Harsewinkel, Marienfeld und Greffen regelrecht umzingelt von WKA und vermutlich eine der am stĂ€rksten betroffenen Kommunen nach Lichtenau in NRW, wenn man das alles so im Rat beschliesst. Wie sich die BĂŒrger dazu stellen, lesen sie bitte im nĂ€chsten Punkt. Es ist davon auszugehen, dass man den FNP mit den ĂŒblichen Abstrichen durchzieht und in der Tat wĂŒrde das den Kreis GĂŒtersloh in der Umsetzung der Energiewende weit nach vorn bringen.

    Nun sind die anderen Kommunen ebenfalls sehr rĂŒhrig. Rheda-WiedenbrĂŒck hat soeben den Bau von sechs weiteren Anlagen beschlossen. Rietberg will Vorrangzonen fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Anlagenanzahl ausweisen. In fast allen anderen Kommunen sind FNP-Änderungen mit der Ausweisung von VorrangflĂ€chen in Vorbereitung.

    Nun fragen Sie, was Ihnen diese Information gibt? GĂŒtersloh ist ein Kreis von 400 in Deutschland und vielleicht nicht reprĂ€sentativ? Sicher ist dieser Fall nicht reprĂ€sentativ fĂŒr Bayern und Sachsen, wo es eine 10H-Regelung gibt. FĂŒr alle anderen LĂ€nder wird die Situation sich allerdings Ă€hnlich darstellen wie fĂŒr GĂŒtersloh, d.h. Deutschland wird jetzt – bis auf Bayern und Sachsen – geflutet von einer Ausweisung von VorrangflĂ€chen mit nachfolgendem Bau!

    Wieso kommt das jetzt? Ganz einfach benötigen die Planungsprozesse Laufzeit, nachdem die LÀndererlasse erfolgten. Limitiert wird dann der Bauboom nur durch die von der Bundesregierung vorgegebenen Jahres-Bau-Quote von 2.500 MW pro Jahr. Da stellt man sich selbstverstÀndlich die Frage, wie lange dieses Limit noch gilt. Was hindert die Politik daran, diese Quote z.B. auf 4.000 MW anzuheben, die effektive Installationszahl 2014.

    Autor:
    Heinrich Duepmann
    Vorsitzender NAEB e.V.
    http://www.naeb.de

    Newsletter abonnieren:
    http://forms.naeb.info/Newsletter.htm

    Wollen Sie sich engagieren, z.B. BeitrÀge liefern?
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    Quelle: NAEB-Strom-Newsletter 2015/07

    Posted in Energie- und Umweltpolitik | No Comments »

    Braunkohle – Tod auf Raten statt langsames ErwĂŒrgen

    Posted by retep11 on 5th Juli 2015

    (BK = Braunkohle, KK = Kernkraft, KW = Kraftwerk, KKW = Kernkraftwerk)
    so könnte man die nun getroffene Entscheidung benennen. Was war die ModalitĂ€t und die Intention des Gabrielschen (vermutlich vom GrĂŒnen StaatssekretĂ€r Rainer Baake – dem Kernkraftkiller –ersonnenen) Modells der CO2-Abgabe fĂŒr BK-Kraftwerke. Die Verteuerung des BK-Stromes durch die CO2-Abgabe hĂ€tte die Betreiber zu Stilllegungen der Anlagen mit niedrigem Wirkungsgrad gezwungen. Die anderen BK-KW hĂ€tten den Strom zu höheren Kosten produziert. Da man die meisten BK-KW allerdings als Schattenkraftwerke gebraucht hĂ€tte, wĂ€ren diese in den Entgeltmodus „Vorhaltekosten-Entgelt“ gegangen.

    Die Kosten fĂŒr die BK-CO2-Steuer und der Vorhaltekostenentgelt wĂ€re von uns Stromverbrauchern zu bezahlen und die anteilige BK-CO2-Steuer wĂ€re dem Staat zugeflossen, um damit zusĂ€tzliche aberwitzige Dinge wie Klimamanager zu bezahlen. TatsĂ€chlich ist davon auszugehen, dass wegen der KK-Abschaltung praktisch alle BK-KW als systemrelevant und damit vorzuhalten eingestuft werden. Die BK-CO2-Steuer wĂ€re auf alle BK-Kraftwerke anzuwenden gewesen.

    Nunmehr wurde beschlossen, dass die BK-CO2-Steuer (vergleichbar mit der KK-Brennelementesteuer) nicht eingefĂŒhrt wird. Dies ist zweifelsohne als großer Erfolg der IG-BCE und der IndustrieverbĂ€nde zu werten.

    Allerdings ist zusĂ€tzlich beschlossen worden, diese Ă€lteren BK-Blöcke mit einer Gesamtleistung von rund 3.000 MW (soviel wie Biblis I + II) ab sofort nicht mehr produzieren zu lassen und in voraussichtlich 2022 endgĂŒltig still zu legen. Ob diese Stilllegungsintention nachrangig zur Vorhalte-Option als systemrelevante KW gilt, ist unklar.

    KaufmĂ€nnisch gilt nunmehr unabhĂ€ngig von der Einstufung als systemrelevant die Vorhaltekostenentgelt-Regelung, die sich auf ca. 800 mio. EUR jĂ€hrlich belĂ€uft. Die Stromproduktion dieser BK-KW entfĂ€llt und dieser Entfall wird damit zu einer nicht wirklich quantifizierbaren Steigerung des Stromhandelspreises an der Börse fĂŒhren. Vermutlich wird diese allerdings niedriger ausfallen als eine aus der vollstĂ€ndigen CO2-Besteuerung des BK-Stromes resultierende.

    Das Gezeter anlĂ€sslich der getroffenen Entscheidung der Energiewende-Hohe-Priesterin Frau Prof. Dr. Claudia Kemfert ist deshalb schlichter Unfug (fĂŒr den Verbraucher nachtteilig gegenĂŒber dem CO2-Steuer-Konzept), ebenso wie die Ă€hnlich lautenden Informationen von Greenpeace & Co., die von einer schwarzen Stunde fĂŒr die Stromverbraucher wegen Mehrbelastung sprechen. TatsĂ€chlich wĂ€re ja die Belastung durch die CO2-BK-Steuer höher gewesen. Aber diese wurde in den Medien nur als Problem der Kraftwerksbetreiber dargestellt.

    Soweit der aktuelle Beschlußstand. Aber damit ist das Thema nicht erledigt. Die Ökostromfanatiker und Energiewende-Profiteure werden die Hatz auf die Braunkohle nicht stoppen sondern die Politik weiter vor sich her treiben, im Hintergrund von den „grĂŒnen“ StaatssekretĂ€ren im BMWi mit neuen perfiden Ideen unterstĂŒtzt.

    Die Hatz auf die BK wurde direkt nach dem Sautod (aus der JĂ€gersprache) der KK in 2011 eröffnet und das Revier fĂŒr die nĂ€chste Treibjagd wird nunmehr sicher neu abgesteckt. Und die Hatz wird erst abgeblasen, wenn das letzte deutsche BK-KW still gelegt ist. So ist das bereits bei der KK gelaufen.

    Der Fall möge allen gutglĂ€ubigen oder sich verzweifelt an Energiewende-Appeasement-Strohhalme klammernde BK-Werkern als warnendes Beispiel dienen. Die Mitarbeiter der BK-KW verhalten sich exakt genauso, praktisch paralysiert, wie dazumal die KKW-ler: Man ging einmal auf die Straße und hat dann brav das Lied der Energiewende gesungen. Heute hat man seinen Ruhestandsplan in der Tasche und die Kinder und Enkelkinder machen was anderes.

    Insofern hat der IG BCE-Chef Vassiliadis unter langfristiger Betrachtung einen Ă€ußerst schlechten Job gemacht. Durch Verzicht auf eine schonungslose Offenlegung der Narretei Energiewende hat er diesen Tod auf Raten ermöglicht nach dem Motto – in 2022 sind es ja nicht mehr 16 BK-KW sondern nur noch 10, denen man den Hahn abdrehen muss. So Ă€hnlich hat man das ja bei den KKW auch gemacht(*).

    Herr Vassiliadis hat hier die tödliche Weichenstellung eingeleitet, um möglichst viele BK-Mitarbeiter ebenso in den wohlverdienten Vorruhestand und Ruhestand zu bringen. Durch die BK-CO2-Steuer wĂ€re RWE unweigerlich schon in 2-4 Jahren in den Konkurs marschiert und die SPD in NRW (Frau Kraft) hĂ€tte sich entscheiden mĂŒssen, weiter mit allen anderen diesen Energiewende-Traum zu trĂ€umen oder Herrn Gabriel als Narren abzuservieren. Die Macht dazu hĂ€tte Frau Kraft. Damit wĂ€re die Energiewende geplatzt gewesen. Die Chance ist vertan. (**)

    (*) KKW-Abschaltung – zum GesamtverstĂ€ndnis:
    Warum konnte Frau Merkel 2011 so einfach abschalten? Schröder/Trittin hatten das mit dem KK-Abschaltbeschluß 2001 eingefĂ€delt, weil seinerzeit ein gewaltiges BK-/Steinkohle-KW-Neubau-Programm vereinbart worden war zur Kompensation der abzuschaltenden KK-Leistung (StaatssekretĂ€r Rainer Baake (deshalb Kernkraftkiller)). Damit waren nun natĂŒrlich ÜberkapazitĂ€ten am Markt, so dass Frau Merkel spontan 6 KKW vom Netz nehmen konnte und die jetzt folgende Stilllegung von 6 BK-KW erst endgĂŒltig die Reserven aufgezehrt hat.

    (**) Was kommt 2022, wenn die KKW vom Netz gegangen sind und weitere BK-KW dem Mob der Ökofanatiker und Energiewende-Profiteure zum Fraße vorgeworfen werden mĂŒssen. Nun, man wird weitere Gas-Kraftwerke bauen mit Herstellkosten fĂŒr den Strom zum Faktor 2-2,5

    Autor:
    Heinrich Duepmann
    Vorsitzender NAEB e.V.

    Posted in Energie- und Umweltpolitik, Wirtschaftspolitik | No Comments »

    Gabriel’s (Hornbergersches) Energiewende 2.0-Schießen – Merseburg

    Posted by retep11 on 23rd Januar 2014

    Nach den unverbindlichen Statements der Koalitionsvereinbarung (Ausnahme 55%, Steigerung Ausbauziel 2030) ist trotz vieler Äußerungen in sehr vielen Medien außer dem Namen 2.0 nur Nebel, BĂŒrgerverdummung (a) und Lobbyismus-Getöse der Energiewender (b) in der Luft. In Merseburg hat man mitnichten den Nebel gelichtet!

    Die CDU hĂ€lt sich logischerweise völlig zurĂŒck ausgenommen das markige aber nichtssagende Statement der Kanzlerin in Merseburg, hat sie doch diese heiße Kartoffel der SPD ĂŒberlassen. Auch Seehofer macht inzwischen nur noch den Spagat zwischen „Konfrontation mit Gabriel vermeiden“ und Befriedung der Nimby’s (10h).

    Das Statement unseres letzten NL, dass jetzt alles nur noch schneller geht, bleibt richtig:

    a) i) Das Das Durchschnitts-EEG-Erlössatz-Absenkungsziel von 17 auf 12 Cent/kWh bis 2017 ist reine Augenwischerei, da ausnahmslos alle EinspeisesĂ€tze fĂŒr Neuanlagen derzeit deutlich unter 13 Cent liegen, derzeit die jĂ€hrliche %-Absenkung bei ca. 1,5 Cent liegt (weil die teuren Anlagen der frĂŒhen EEG-Jahre rausfallen) und Offshore MengenmĂ€ĂŸig nicht signifikant ist.

    ii) Über die Altmaierschen Schnitte ausschließlich im Voltaik-Bereich hinausgehend sind keine weiteren KĂŒrzungen der EinspeisesĂ€tze vorgesehen.

    iii) Die Sinnhaltigkeit der Energiewende ist ausser Diskussion und durch die intensive Ausgestaltungsdiskussion ergibt sich implizite eine Forcierung der virtuellen RealitÀt der Energiewende.

    iv) Die Senkung der Windstromerlöse in hochprofitablen Regionen wird nicht quantifiziert und ist damit ebenfalls reiner Nebel.

    v) Die angebliche Deckelung des jÀhrlichen Windkraft-Ausbaus auf 2.500 MW jÀhrlich liegt um 31% höher als der Installations-Durchschnitt der letzten 6 Jahre und ist damit fast schon als arglistige TÀuschnung zu bezeichnen.

    b) Die Interventionen der Lobbyisten sind ausschließlich unter Kaschierung, alternativ unter Profilierung zu buchen. WĂŒrden sie schweigen, wĂŒrde man das implizit als BestĂ€tigung der Richtigkeit der behaupteten (aber nicht angegriffenen) Überteuerung der EEG-SĂ€tze ansehen. Man spielt sich also defacto zur Nutzenerhöhung einfach nur den Ball zu.

    Etwas komplexer und undeutlicher ist die Lage bei Offshore. Hier hat sich primÀr die CDU exponiert und die ist nicht zustÀndig. Ausserdem ist reduzierte Publicity in diesem Hiobsbotschaften-trÀchtigen Segment allen beteiligten Recht.

    Zwar „eiert“ Minister Gabriel bei den Themen De-Industrialisierung und EEG-Privilegierung herum, aber solange RealitĂ€t und Sinnhaftigkeit der Energiewende wie ein Pflock stehen, werden Medien und BĂŒrger den Akteuren in jeder Richtung folgen nach dem Motto „fĂŒr die Zukunft Deutschlands und fĂŒr die Weltklimarettung mĂŒssen wir halt Opfer bringen“

    *) Es liegt mit fern, die engagiert gegen die Energiewende wirkenden Antiwindkraftler zu diskreditieren, indem ich nur noch von Nimbys rede, aber leider haben fast alle neu gegrĂŒndeten BI ihren Frieden mit der Energiewende gemacht.

    Heinrich Duepmann
    Vorsitzender NAEB e.V.
    Sonderausgabe des NAEB-Strom-Newsletters 2014.01.1

    Posted in Energie- und Umweltpolitik | No Comments »

    Politisch gewollte unnötige Erhöhung der EEG-Quote auf 6,3 Cent

    Posted by retep11 on 31st Oktober 2013

    Die Steigerung der EEG-Quote von 5,3 auf 6,3 Cent/kWh ist mit der EEG-Kostenentwicklung nicht begrĂŒndbar! Ende des Monats September wies der Einnahmen-Ausgaben-Saldo EEG ein Minus von ca. 2,2 Mrd. Euro aus. Es kommen jetzt noch die Voltail-Schwachen Monate 10-12. In den vergleichbaren ersten drei Monaten des Jahres hatte sich der Saldo um ebenfalls ca. 2,2 Mrd. Euro verbessert. Ende des Jahres wird der Saldo also voraussichtlich annĂ€hernd bei null sein. Dabei ist noch zu berĂŒcksichtigen, dass in diesem Jahr ein Verlustvortrag von ĂŒber 2 Milliarden aus dem Vorjahr abgebaut worden ist. Bei Gesamtausgaben von rund 20 Milliarden könnte unter VernachlĂ€ssigung des Zubaus (ca. 5 %) und bei vergleichbarer Wettersituation die EEG-Quote um 10 % gesenkt werden. ZusĂ€tzlich ist zu erwarten, dass die niedrigen Großhandelspreise sich nach oben bewegen, sodass der Saldo noch besser aussehen wird.

    Wieso bringen die Medien, die Politik und die Energiewirtschaft nun eine gegenteilige Botschaft.
    Medien: Hier ist es einfach Nicht-Wissen oder Dummheit.

    Politik: Man hat sich den Umbau des EEG vorgenommen, um sich der Schuldzuweisung fĂŒr das Misslingen der Energiewende zu entledigen.
    Energiewirtschaft: Man möchte den Erlöstopf Energiewendestrom unter Kontrolle bekommen und unterstĂŒtzt deshalb die Politik bei der Vorbereitung des Quotenmodells. Wodurch die privaten EEG-Profiteure vom Subventionstopf weggedrĂ€ngt werden und man selbst kassieren kann.

    Allerdings ist das nicht die ganze Wahrheit. Es werden immer mehr Aufwendungen aus dem EEG-Topf bestritten, die nicht direkt den EEG-Profiteuren als Entgelt zuzuordnen sind:

    – NachrĂŒstung der Voltaikanlagen wegen der 50,2-Hz-Thematik
    – Anbindungskosten Offshore (Haftungsumlage, Anbindungskosten)
    Zu erwarten ist, dass demnĂ€chst auch die Vorhaltekosten fĂŒr konventionelle Kraftwerke ĂŒber den EEG-Topf bezahlt werden.

    Auf die Steigerung der gesamten Stromkosten hat diese Entwicklung praktisch keinen dÀmpfenden oder forcierenden Effekt. Die Kostentreiber sind gesetzt und werden den Preis auf 50 Cent in 2019 bringen:
    – Netzausbau
    – Offshoreausbau
    – Verteuerung des konventionellen Stroms wegen schlechterer Auslastung
    – Verteuerung der CO2-Zertifikate-Kosten
    – Erhöhung der Netzkosten durch Entlastung der Eigenverbraucher von den EEG-Kosten (*)

    Die in den Medien und von den Ökofaschisten ebenfalls lautstark behauptete Verteuerung durch verstĂ€rkte EEG-Privilegierung spielt eine untergeordnete Rolle. TatsĂ€chlich haben zwar mehrere Tausend Unternehmen AntrĂ€ge gestellt, die tatsĂ€chliche privilegierte Menge ist jedoch kaum gestiegen, weil a) offensichtlich eine Rezession greift und b) sehr viele AntrĂ€ge abgelehnt wurden. So wurde z. B. sogar der Antrag der sehr stromintensiven Edelstahlwerke (frĂŒher ThyssenKrupp) abgelehnt. Dass nach aktueller Meinungsumfrage allerdings 74 % der BĂŒrger gegen diese Kostenentlastung fĂŒr die arbeitsplatzerhaltenden Industrien sind, zeigt die Indoktrinationswirksamkeit der diesbezĂŒglichen Medienkampagnen, die Michel offensichtlich glauben machen, man braucht die ArbeitsplĂ€tze nicht, weil ja das Manna (Begriff aus der Bibel-Gottes-Speise fĂŒr die Israeliten) vom Himmel fĂ€llt.

    Auch das Argument gesunkene Großhandelspreise ist nur ein Argument linke Tasche rechte Tasche bezogen auf den Gesamtstrompreis: Bezahlt werden will der Energiewendeprofiteur in jedem Fall, egal ob ĂŒber einen höheren Großhandelspreis oder ĂŒber eine höhere EEG-Differenzzahlung.

    Quelle:Aktuelle Information zu EEG-Strom von NAEB e.V. mit WEB-Seite www.naeb.de Ausgabe 2013-09

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    Energiewende – der lange Marsch in die „Große Transformation“

    Posted by retep11 on 6th September 2013

    Oppenheimer Werkstatt fĂŒr Wetterkunde – Dr. Wolfgang ThĂŒne

    Am 7. April 2011 prĂ€sentierte als Beitrag zur Rio+20-Konferenz 2012 der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung „Globale UmweltverĂ€nderungen“ (WBGU) unter Vorsitz von Hans Joachim Schellnhuber, auch Direktor des Potsdam-Institut fĂŒr Klimafolgenforschung, die Empfehlung: „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag fĂŒr eine Große Transformation“. Darin ist klar zu lesen: „Das kohlenstoffbasierte Weltwirtschaftsmodell ist auch ein normativ unhaltbarer Zustand, denn es gefĂ€hrdet die StabilitĂ€t des Klimasystems und damit die Existenzgrundlagen kĂŒnftiger Generationen. Die Transformation zur KlimavertrĂ€glichkeit ist daher moralisch geboten.“ Weiter: „Die Große Transformation ist keineswegs ein Automatismus. Sie ist auf die „Gestaltung des Unplanbaren“ angewiesen. Dies ist historisch einmalig.“ Und weiter: „Um eine Dekarbonisierung weltweit voranzutreiben, sollte der Staat seine Rolle als Gestalter bewusst wahrnehmen.“ Gehen wir wieder absolutistischen Zeiten entgegen?

    Die Transformation funktioniert nicht wie ein Transformator oder Umspanner, mit dem man Wechselspannungen erhöhen oder verringern kann. Transformation bedeutet Umformung und will nichts anderes als einen grundlegenden Wechsel der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ordnung. Das war auch Ziel der 68er Kulturrevolution! Wer das „Unplanbare“ gestalten will, hĂŒllt sich zuallererst in einen unverstĂ€ndlichen Wortnebel. Offenbar hat der, der mit unverstĂ€ndlichen Begriffen „große SprĂŒche klopft“, in der Politik das Sagen. Doch was bedeutet „Transformation zur KlimavertrĂ€glichkeit“? Wie soll das geschehen? Soll die „Energiewende“ die „KlimavertrĂ€glichkeit“ befördern? Muss nicht zuerst die WettervertrĂ€glichkeit erhöht werden? Schaut man genauer hin, verletzen diese politischen Kunstbegriffe alle Regeln der logischen Wortbildung.

    „Energiewende“ zur „postindustriellen Gesellschaft“?

    Der zweite Begriff wurde erstmals von dem französischen Soziologen Alain Touraine im Jahre 1969 geprĂ€gt: „La sociĂ©tĂ© post-industrielle“. Diese Vorstellung orientierte sich offensichtlich an Richard Cautillion, der 1756 eine „Regierung der Natur“ propagierte und eine ökonomische Theorie entwickelte, die glaubte, den Wohlstand der Nationen allein von der Landwirtschaft herleiten zu können. Er wandte sich gegen den Merkantilismus, das vorherrschende Wirtschaftssystem des Zeitalters des Absolutismus. In der grĂŒnen Ökobewegung findet sich dieses Gedankengut wieder, das schon bei Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) mit der Parole „ZurĂŒck zur Natur“ zu finden ist. Rousseau schrieb 1762 seinen „Contrat social“. Er war einer der wichtigsten Wegbereiter der Französischen Revolution 1789.

    Doch was das mit der „Energiewende“ zu tun? Kann man Energie drehen und wenden? Hierzu Ă€ußerste sich bereits 1841 Julius Robert Mayer (1814-1878) dahingehend, „dass Energie weder erschaffen, noch vernichtet, sondern nur umgewandelt werden kann“. Mayer bestimmte das „Mechanische WĂ€rmeĂ€quivalent“ und formulierte den „Ersten Hauptsatz der WĂ€rmelehre“. 1847 folgte der „Energieerhaltungssatz“ von Hermann von Helmholtz (1821-1894). Dies geschah in der FrĂŒhphase der „Industriellen Revolution“, die von England ausgehend sich mit der Erfindung der Dampfmaschine von James Watt 1769 ĂŒber die Welt verbreitete. Im Wort Industrie steckt das lateinische Wort ‚industria‘, das Fleiß und Betriebsamkeit bedeutet.

    Die Energie, die mit der FĂ€higkeit Arbeit zu leisten ursĂ€chlich verbunden ist, ist unverzichtbar fĂŒr das Funktionieren einer Industriegesellschaft. Energie ist nötig, um einen Körper zu beschleunigen oder um ihn entgegen einer Kraft zu bewegen, um Körper zu erwĂ€rmen und um Gase zusammenzudrĂŒcken, um elektrischen Strom fließen zu lassen oder elektromagnetischen Wellen abzustrahlen. Pflanzen, Tier und Menschen benötigen Energie, um leben zu können. Energie braucht man auch zum Betrieb von Computersystemen, zur Telekommunikation und fĂŒr jegliche wirtschaftliche Produktion. Wohin soll uns die „Energiewende“ fĂŒhren? In die „postindustrielle Gesellschaft“, die dennoch nicht auf Energie, insbesondere in Form elektrischen Stroms, verzichten kann? DrĂŒckt sich hier ein intellektueller Wunschtraum nach Ruhe und MĂŒĂŸiggang in einer „saturierten Welt“ aus? Was bezweckt die Große Transformation wirklich, was wird verschwiegen?

    Das Karbonzeitalter und die „De-Karbonisierung“

    Das Karbon, auch „Steinkohlezeitalter“ oder „Zeitalter der Farne“ genannt, umfasste etwa 60 Millionen Jahre, von 360 bis 300 Millionen Jahre vor unserer Zeitrechnung. Das damalige Pflanzenwachstum wurde begĂŒnstigt von einem etwa 800 ppm betragenden CO2-Gehalt der Luft. Dies ist das Doppelte des heutigen Wertes und mit Sicherheit nicht „anthropogen“ bedingt. Auch gab es einen mehrfachen Wechsel vom Warm- und Kaltzeiten mit erheblichen Schwankungen des Meeresspiegels. Auch hierbei war der Mensch nicht beteiligt! UrwĂ€lder wurden also immer wieder von MorĂ€nen-Ablagerungen ĂŒberschĂŒttet, so dass sich dazwischen Steinkohleflöze in mehreren Horizonten bilden konnten. Aus dem Abbau und er Verbrennung der Steinkohle wurde die Energie gewonnen, die zur Entwicklung der Industrien unverzichtbar war. Die bis dahin dominierende Muskelkraft von Mensch und Tieren wurde ins Unermessliche gesteigert. Die das Korn malenden WassermĂŒhlen wie die vom wehenden Wind abhĂ€ngigen WindmĂŒhlen wurden durch kontinuierlich arbeitende Dampfmaschinen ersetzt. Wilhelm Busch (1832-1908) dichtete:
    „Aus der MĂŒhle schaut der MĂŒller, der so gerne mahlen will. Stiller wird der Wind und stiller, und die MĂŒhle stehet still. So geht’s immer, wie ich finde, rief der MĂŒller voller Zorn. Hat man Korn, so fehlt’s am Winde, hat man Wind, so fehlt das Korn.“
    Bereits 1885 machte sich Rudolf Clausius (1822-1888), der Entdecker des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik, Gedanken ĂŒber die Energieversorgung und schrieb eine Abhandlung „Über die EnergievorrĂ€te der Natur und ihre Verwertung zum Nutzen der Menschheit“. Unsere Vorfahren waren keineswegs blind und haben nur auf die „grĂŒne Erleuchtung“ gewartet. Sie haben sich sehr wohl ernsthaft Gedanken ĂŒber die Ressourcenausstattung der Erde gemacht. Dies war auch Thema des ersten großen internationalen Geologen-Kongresses im Jahre 1913. Dabei wurde auch das „Gespenst einer kĂŒnftigen Kohlennot“ erörtert. Man errechnete, dass alle damals bekannten Steinkohlenlager, bis auf 1800 Meter Tiefe abgebaut, theoretisch noch fĂŒr 6000 Jahre reichen. Diese Zahl wurde korrigiert auf die wirklich nutzbare Kohle, womit die Reichweite auf 1500 Jahre reduziert wurde. Dies gilt zwar im globalen Durchschnitt, aber nicht fĂŒr die Kontinente und LĂ€nder. WĂ€hrend in den Vereinigten Staaten die VorrĂ€te auf 2000 Jahre geschĂ€tzt wurden, so werde vermutlich England schon in 200 Jahren keine Kohle mehr haben.
    Man machte sich 1913 vor jetzt genau 100 Jahren ernsthaft Gedanken um eine „Welt ohne Kohle“. Man baute keine „Klimakatastrophe“ auf, versprach keinen „Klimaschutz“, versetzte nicht die Welt in Angst und Schrecken, sondern handelte pragmatisch und zielorientiert. Man fragte sich schlicht und einfach: Welche Möglichkeiten bietet die Natur, um den Energiehunger der Menschheit zu stillen? Ganz pragmatisch mit Ingenieurverstand! Vor allem ignorierte man Svante Arrhenius, der bereits 1896 die irrsinnige Hypothese vom „CO2-Treibhauseffekt“ in die Welt gesetzt hatte.

    „In hundert Jahren – Die kĂŒnftige Energieversorgung der Welt“

    Dies ist der Titel einer Kosmos-BĂ€ndchens, das im Jahre 1931 von Hanns GĂŒnther (W. de Haas) veröffentlicht wurde. Er schreibt: „Versuchen wir einmal, uns auszumalen, was „Welt ohne Kohle“ heißt. Vor allem keine Heizung mehr und keine Möglichkeit, zu kochen! Auch nicht mit Gas, das ja gleichzeitig der Kohle entstammt, und ebenso wenig mit Holz, denn unsere Öfen wĂŒrden alle vorhandenen WĂ€lder in wenigen Jahren fressen. Dann selbstverstĂ€ndlich Unterbindung des Eisenbahn- und Schiffsverkehrs! Aber auch des Verkehrs mit Automobilen und Luftfahrzeugen, denn die Petroleumquellen der Erde sind bis dahin lĂ€ngst erschöpft, und die kĂŒnstlich erzeugten Treibstoffe entstammen durchweg der Kohle. Weiter wĂŒrde „Keine Kohle mehr!“ fĂŒr den grĂ¶ĂŸten Teil der Menscheit bedeuten: Kein kĂŒnstliches Licht, denn da es kein Gas und kein Leuchtöl mehr gĂ€be und die ElektrizitĂ€t in den meisten LĂ€ndern aus Kohle erzeugt wird, kĂ€men wir wieder zu Kienspan und Tranlampe zurĂŒck. Das alles wĂ€re aber immer noch erst der Anfang, denn natĂŒrlich kĂ€men auch alle Industrien zum Erliegen, fĂŒr die man Kohle als WĂ€rmequelle oder Rohstoff braucht. 
 „Keine Kohle mehr“, heißt also letzten Endes „Verschwinden der Zivilisation“.“

    Diese 1931 geschriebene Situationsanalyse hat nicht dazu gefĂŒhrt, dass man in Visionen und Utopien geflĂŒchtet ist, sondern konkret nach Möglichkeiten gesucht hat, „die Kohle aus unserer Energieversorgung auszuschalten“, aber sie „mit grĂ¶ĂŸtmöglicher Beschleunigung durch andere EnergietrĂ€ger zu ersetzen“. Es geht um Suche nach dem Ersatz von „EnergietrĂ€gern“! Noch heute ist erstaunlich, mit welch hohem Maß an ideologiefreier KreativitĂ€t, an schöpferischer Intelligenz und technischer Innovationskraft man an dieses Problem der Knappheit heranging.

    Welche Alternativen boten sich zu damaliger Zeit – vor 100 Jahren?
    Wenn heute Sachverhalte von Politikern als „alternativlos“ dargestellt werden, ist das eher ein Ausdruck fatalistischer Resignation als ein Zeugnis sachorientierter ProblemlösungskapazitĂ€t. Die Akrobatik mit Kunstbegriffen wie „Energiewende“ hilft nicht weiter. Hier können nur kurz die Gedanken umrissen werden, die sich damals kluge Physiker und Ingenieure machten, um das Energieproblem zu lösen. Das BĂŒchlein ist gegliedert in 10 Kapitel:
    Nach „Die Welt ohne Kohle“ folgt „PlĂ€ne ums Mittelmeer“: Darin werden PlĂ€ne von Hermann Soergel (Panropaprojekt Gibraltardamm) und Pierre Gandrillon (Solares Pumpspeicherwerk im Jordantal am Tiberias-See) nĂ€her beschrieben. Als drittes wird die Frage erörtert: „Wird es einst Wellenkraftwerke geben?“ Hier geht es um die Nutzung der KrĂ€fte von Brandungswellen und der Meereswellen. Daran schließ sich das Kapitel „Ebbe und Flut im Dienst“ an. Es wird die Funktion des französischen Gezeitenkraftwerks an der MĂŒndung des Diouris bei l’Aberwrach in der Bretagne dargestellt. Zwecks Gewinnung der Gezeitenenergie fand 1930 in Berlin eine Weltkraft-Konferenz statt. Das nĂ€chste Kapitel heißt „Gefesselte Zyklone“. Mehr Energie als in den Gezeitenströmungen stecke in der WĂ€rmestrahlung der Sonne, „obwohl unser Wohnstern, der Erde, im Ganzen nur 1/250 000 000 der tatsĂ€chlichen Strahlung erhĂ€lt“. Auf einem km2 SaharaflĂ€che lassen sich – die Nutzwirkung nur mit 10 Prozent angenommen – nicht „weniger als 25 000 JahrespferdestĂ€rken gewinnen“. FĂŒr den 1970 geschĂ€tzten Energiebedarf wĂŒrden bei AusnĂŒtzung der SonnenwĂ€rme 40 000 km2 SaharaflĂ€che genĂŒgen. Bernard Dubos erkannte, dass das richtige Mittel zur AusnĂŒtzung der SonnenwĂ€rme der Wind ist und entwickelte ein Windkraftwerk, das zudem die natĂŒrliche Temperaturabnahme mit der Höhe ausnutzte. Das 6. Kapitel befasst sich mit „Die TĂŒrme des Windes“, um auch in kĂ€lteren LĂ€ndern die Windkraft zur Energiegewinnung heranzuziehen, durch Erzeugung senkrechter Luftströme in zylindrischen TĂŒrmen. Grund: „Dass die alte WindmĂŒhle keine brauchbare „Windmaschine“ ist, weiß jeder. Dasselbe gilt fĂŒr ihre Nachfolgerung, die Windturbine, die man gleichfalls nur als Kleinkraftmaschine gelten lassen kann.“
    Das siebte Kapitel widmet sich den „Tropischen Meeren als WĂ€rmequelle“. Die Überlegungen zur Ausnutzung des TemperaturgefĂ€lles zwischen 300-Dampfkessel und 150-Kondensator zwecks Energiegewinnung gehen auf den französischen Physiker Prof. d’Arsonval 1881 zurĂŒck. Sie wurden weiterentwickelt und schließlich 1926 der Pariser Akademie der Wissenschaften als Projekt „Georg Claude“ prĂ€sentiert. An der NordkĂŒste Kubas wurde eine Versuchsanlage errichtet. Auch wenn das Projekt scheiterte, so heißt es 1931: „Der Energievorrat, den wir in Gestalt der warmen und kalten Wassermassen der Ozeane besitzen, ist nach der Sonnenstrahlung und der Gezeitenströmung sicher die weitaus grĂ¶ĂŸte Energiequelle der Erde.“ Dies ist durchaus als Auftrag anzusehen. In dem folgenden Kapitel geht es um die „Kraft aus der arktischen KĂ€lte“. Aufgrund der Überlegung, dass sich aus dem WĂ€rmegefĂ€lle zwischen Wasser unter dem Eis und der Luft ĂŒber dem Eis Ă€hnlich wie zwischen dem Temperatursprung zwischen OberflĂ€chen- und Tiefenwasser in den Tropen Energie gewinnen lasse, entwarf der Physiker Dr. Barjot ein „Eiskraftwerk“. Benötigt wurde ein Stoff, der bei O0 dampfförmig und bei -220 flĂŒssig ist. HierfĂŒr eignet sich „Butan“. Zum Bau eines Barjot-Kraftwerkes ist es nicht gekommen. Das vorletzte Kapitel trĂ€gt die Überschrift „Und die ErdwĂ€rme?“ Sie wird als Mitgift bezeichnet, „die die Erde erhielt, als sie sich vor Jahrmillionen von ihrer Mutter, der Sonne, trennte“. Im Jahr 1912 baute man in der Toskana bei Lardarello ein „Vulkankraftwerk“, das 1916 eine Maschinenleistung von 12 000 Kilowatt erbrachte. Sir Charles Parsons, der Erfinder der Dampfturbine, entwickelte die Idee, wie man die ErdwĂ€rme nach heutiger Technik nutzen kann. Dann kommt „Das letzte Ziel“. Es beginnt: „Die Frage nach der direkten Umwandlung von WĂ€rme in ElektrizitĂ€t beschĂ€ftigt Wissenschaft und Technik schon ĂŒber 100 Jahre, seit Thomas Seebeck (1770-1831) im Jahr 1821 jene Erscheinung entdeckte, die der Physiker kurzweg „ThermoelektrizitĂ€t“ nennt. Es werden das Thermoelement wie das Brennstoff-Element vorgestellt und dann das „grĂ¶ĂŸte Problem, das die technische Physik noch zu lösen hat: die Nutzbarmachung der inneratomaren Energie durch kĂŒnstliche ZertrĂŒmmerung der Atome“.

    Allein dies ist gelungen: Die friedliche Nutzung der Kernenergie! Die LektĂŒre dieses vor gut 80 Jahren geschriebenen und allgemeinverstĂ€ndlichen Kosmos-BĂŒchleins ist ein Genuss, aber heutige Energiepolitiker mĂŒssten sich schĂ€men. WĂ€hrend unsere Zeit auf einer nicht existenten, ja erfundenen „Gegenstrahlung“ eine „ErderwĂ€rmung“ als „EigenerwĂ€rmung“ mit der Gefahr einer globalen „Klimakatastrophe“ konstruiert, haben sich frĂŒhere Generationen ganz konkret gefragt, wie man die gewaltigen SonnenkrĂ€fte in ihren verschiedensten Formen zur Energiegewinnung nutzen könne. Dabei waren sie extrem ideenreich und vielseitig.

    Nichts schildert die positive Einstellung damaliger Zeiten besser als folgende Worte:
    „Das sichtbare Inventar ist schnell aufgenommen. Lassen wir die Kohlen, das Erdöl, die FlĂŒsse und WasserfĂ€lle beiseite, so kommen in Betracht: die unendlichen WĂ€rmemengen, die von der Sonne her ĂŒber die Erde fluten, die ungeheure Glut, die unser Wohnplanet als Mitgift seiner Mutter in seinem Innern birgt, die Strömungen im Luftmeer, die wir Winde nennen, der Wellenschlag der Meere, der sich als donnernde Brandung an ihren KĂŒsten bricht, das ewige Steigen und Fallen der Gezeiten, jene gemeinhin Ebbe und Flut genannte periodische Bewegung des Meeresspiegels, die der Mond mit seiner Massenanziehung zustande bringt.“

    In diesen Worten stecken noch ungeheure physikalische und technische Herausforderungen an die Industriegesellschaft! Oder hat deswegen bisher keine einzige Partei Widerspruch gegen den Plan „Große Transformation“ erhoben, weil alle Parteien das post-industrielle Ökoparadies anstreben? Warum wird dieses revolutionĂ€re Ziel verklausuliert und das Volk im Unklaren gelassen?
    Oppenheim, den 5. September 2013

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    Klimaschutz und Energiewende

    Posted by retep11 on 27th August 2013

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    Energiewende und VDI

    Posted by retep11 on 11th Juni 2013

    Offener Brief an Herr Prof. Dr.-Ing. Wagner

    VDI nachrichten, 31. Mai 2013, Nr. 22
    TECHNIK & GESELLSCHAFT
    Energiewende: „Die Entscheidung ist ehrgeizig, verfolgt aber einen richtigen Weg“
    …“ Hermann-Josef Wagner, Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt, erlĂ€utert im Interview, welche Hausaufgaben eine Bundesregierung nach der Bundestagswahl im September in Angriff nehmen muss.“ …

    Dr. Dietmar Ufer
    04103 Leipzig, 10. Juni 2013
    GrĂŒnewaldstr. 1

    Herrn
    Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner
    Ruhr-UniversitÀt Bochum
    Lehrstuhl fĂŒr Energiesysteme und Energiewirtschaft
    UniversitĂ€tsstraße 150

    44780 Bochum

    Sehr geehrter Herr Professor Wagner,

    als langjĂ€hriges VDI-Mitglied und als Energiewirtschaftler mit mehr als einem halben Jahrhundert Berufserfahrung habe ich sehr aufmerksam Ihr Interview „Energiewen-de: Die Entscheidung ist ehrgeizig, verfolgt aber einen richtigen Weg“ in den VDI nachrichten vom 31. Mai 2013 gelesen. Ich gestehe Ihnen: Ich war maßlos ent-tĂ€uscht von dem, was Sie als Vorsitzender der VDI-Gesellschaft fĂŒr Energie und Umwelt zur Energiewende zu sagen hatten.

    Im Interview weisen Sie mehrfach darauf hin, was getan werden muss, um die „Energiewende“ durchzusetzen: Beispielsweise verweisen Sie auf die Notwendigkeit, Energie einzusparen (die Erhöhung der energetischen Effizienz wird seit mindestens hundert Jahren erfolgreich praktiziert, ist aber nur sinnvoll, wenn sie mit ökonomischer Effizienz verbunden ist), im Verkehrsbereich den Energiebedarf um 40 Prozent zu senken oder etwa 2 Prozent der deutschen GebĂ€ude pro Jahr energetisch zu sanieren. Sie möchten die Genehmigungsdauer fĂŒr 2800 km neue und 1000 km auszubauende Hochspannungstrassen reduzieren, indem Sie unliebsame „Einzelklagen“ besorgter BĂŒrger verhindern wollen.
    Als Ziel betrachten Sie es, „erneuerbare Energien zu bevorzugen“. Als Erfolg auf die-sem Wege sehen Sie, dass „Windenergie und Sonnenenergie … heute in Deutschland ĂŒber das Jahr gesehen 15 % des Stromverbrauchs“ decken und „derzeit schon 32 GW Windanlagen und 34 GW Photovoltaikanlagen installiert“ sind. Ich gestehe, dass ich sehr nachdenklich wurde, als ich in Ihrem Interview lesen musste, dass wir in zwei oder drei Jahren an „einem wind- und sonnenreichen Wochenende mittags … 100 % unseres Stromverbrauchs mit Wind- und Sonnenenergiestrom decken können.“ Meinen Sie wirklich, dass das irgendeine energiewirtschaftliche Relevanz besitzt? Es handelt sich hier um maximal ein bis zwei Stunden unter außerordentlich gĂŒnstigen und relativ seltenen meteorologischen Bedingungen. In dieser Zeit mĂŒssten alle konventionellen Kraftwerke ihre Leistung auf Null zurĂŒckfahren, um eventuell 10 Minuten spĂ€ter, wenn eine Windflaute eintritt oder sich die Sonne hinter Wolken versteckt, wieder am Netz zu sein? Wollen Sie damit etwa ausdrĂŒcken, dass das einige Jahre spĂ€ter auch fĂŒnf, sechs oder gar 24 Stunden und vielleicht noch spĂ€ter nicht nur als Wochenenden, sondern sogar ganzjĂ€hrig, auch in windstillen Winter-nĂ€chten, möglich sein könnte? Sie wissen sehr genau, dass der Gedanke an eine derartige Entwicklung utopisch – besser: unsinnig – ist! Zwar verweisen Sie auf die Absicht der Bundesregierung, die Energiespeicherung zu fördern, wissen aber darĂŒber nicht mehr zu sagen, als dass es sich hier um eine nicht finanzierbare Technik handelt. Ich muss Sie nicht darauf hinweisen, dass die Speicherung ohnehin schon ĂŒberteuerter Energie aus alternativen Quellen die Stromkosten fĂŒr DurchschnittsbĂŒrger und sehr viele Unternehmen praktisch unbezahlbar machen wĂŒrde.
    Recht weltfremd erscheint mir Ihre Vorstellung, man könne auch in Zukunft ĂŒberschĂŒssigen Strom aus deutschen Wind- und Solaranlagen exportieren. Die daraus entspringenden Export-Erlöse, die bekanntlich zeitweise auch negativ sind, lassen Sie vorsichtshalber völlig unberĂŒcksichtigt! Und wenn andere LĂ€nder, von denen Sie annehmen, dass auch die grĂ¶ĂŸere Wind- und PhotovoltaikkapazitĂ€ten aufbauen, ihrerseits ĂŒberschĂŒssigen Strom nach Deutschland liefern wollen? Hat die VDI-Gesellschaft fĂŒr Energie und Umwelt eine Antwort darauf?

    Es ließ sich im Interview wohl nicht vermeiden, auf die Kosten der „Energiewende“ hinzuweisen. Sie konstatierten – sinngemĂ€ĂŸ identisch mit der inzwischen sattsam bekannte Politiker-Phrase „Die Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu haben“: „Die Energiewende kostet Geld“. Auch Sie stellten fest, dass es „politische Forderungen gibt, die Energiekosten zukĂŒnftig nicht mehr ansteigen zu lassen“. Von ebenfalls laut geĂ€ußerten Forderungen, die Energiekosten zu senken, war bei Ihnen nichts zu lesen. Ihr „Lösungsvorschlag“: „Die neue Bundesregierung wird erhebliche Anstrengungen unternehmen mĂŒssen, um die Strompreiserhöhungen in Grenzen zu halten“. Weiß der VDI, welche „Anstrengungen“ das sein sollen? Und wo sind die „Grenzen“ einer – Ihrer Meinung nach nicht zu vemeidenden – Strompreis-Erhöhung?

    Sie bringen zusĂ€tzliche Belastungen der Industrie durch höhere Strompreise (Ab-schaffung der EEG-Kostenbefreiung) ins Spiel, obwohl sehr gut bekannt ist, dass das fĂŒr die Stromrechnung der Bevölkerung kaum Entlastungen bringen dĂŒrfte. Es ist sehr interessant, dass auf der gleichen Seite der VDI nachrichten, auf der Ihr Inter-view erschien, der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Vereinigung der hessischen Unterneh-merverbĂ€nde (VhU), Volker Fasbender, erklĂ€rte: „IndustriearbeitsplĂ€tze zu sichern ist wichtiger als private Stromrechnungen zu schonen.“ – Wie sieht das die VDI-Gesellschaft fĂŒr Energie und Umwelt?

    Sie haben aber auch ein „konkretes“ Rezept zur Finanzierung der „Energiewende“ zu bieten: „Um auch Energieeinsparungen im GebĂ€udesektor voranzubringen, wird man mehr Anreizprogramme schaffen mĂŒssen.“ Sie wissen, wer diese Anreizprogramme finanziert: Der Steuerzahler, der als Energieverbraucher zugleich der Finanzier der „Energiewende“ ist! Oder kennen Sie angesichts der gegenwĂ€rtigen Finanzkrise an-dere Geldquellen?

    Wie Pfeifen im Wald hört sich Ihre Beteuerung an, dass die „Energiewende“ Deutsch-land „viel Nutzen“ bringen wĂŒrde, weil wir die – in Deutschland schon nicht bezahlbare – „Energiewende“-Technik exportieren könnten. Sie setzen dabei voraus, dass andere IndustrielĂ€nder die gleichen energiepolitischen Geisterfahrten unternehmen wie Deutschland.

    Insgesamt enthĂ€lt Ihr Interview eine Menge ungelöster technischer, ökonomischer und politischer Probleme der „Energiewende“ (Umwelt-Probleme haben Sie gar nicht angesprochen). LösungsvorschlĂ€ge, die zu einer wirtschaftlichen, zuverlĂ€ssigen und umweltfreundlichen Energieversorgung fĂŒhren („Strategisches Zieldreieck der Ener-giepolitik“), waren an keiner Stelle Ihrer AusfĂŒhrungen zu erkennen. Das alles hielt Sie aber nicht davon ab, die politische Entscheidung fĂŒr die „Energiewende“ als „richtig“ zu bewerten.

    Sie erklĂ€rten: „Die angestrebten Ziele – Energieeinsparung, langfristig weg von fossilen EnergietrĂ€gern und Kernenergie hin zu erneuerbaren Energien – sind, vor dem Hintergrund der angespannten weltweiten EnergiemĂ€rkte und der Notwendigkeit Klimaschutz zu betreiben, richtig.“ Wenn das BegrĂŒndungen fĂŒr die Notwendigkeit der völligen Umgestaltung der deutschen Energiewirtschaft sein sollen, so halte ich sie fĂŒr extrem dĂŒrftig, sogar fĂŒr falsch!

    Welche „angespannten weltweiten EnergiemĂ€rkte“ haben Sie denn im Auge? Es gibt keinen Energiemangel – nicht heute und auch nicht in 50 oder 100 Jahren, folglich auch keine „angespannten EnergiemĂ€rkte“! Ich muss Sie wohl nicht auf die Tatsache hinweisen, dass sich die USA auf dem Wege vom Energieimporteur zum Energieex-porteur befinden, dass insgesamt Kohle-, Erdöl- und Erdgas-VorrĂ€te fĂŒr mehrere Jahrhunderte verfĂŒgbar sind, dass immense Vorkommen von Uran und Thorium bekannt sind, die fĂŒr Millionen Jahre reichen, und dass die Menschheit an der Erforschung der Kernfusion arbeitet. Welche weiteren Ideen unseren Nachkommen zur Deckung des stĂ€ndig wachsenden (!) Energiebedarfs noch einfallen werden, können weder Sie noch ich absehen. Welchen Energiemangel soll denn die deutsche „Ener-giewende“ beheben? Warum wohl wollen Sie „weg von fossilen EnergietrĂ€gern und Kernenergie“, wenn doch beide nahezu unbegrenzt verfĂŒgbar sind?

    Woraus leiten Sie die „Notwendigkeit Klimaschutz zu betreiben“ ab? Wovor soll denn das Klima eigentlich geschĂŒtzt werden? Wenn Sie unter „Klimaschutz“ verstehen, weniger von dem lebensnotwendigen Spurengas CO2 zu emittieren, um die Temperaturen nicht steigen zu lassen, dann möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass trotz weiter steigender Emissionen die Durchschnittstemperaturen weltweit in den letzen 15 Jahren nicht – wie vorhergesagt – gestiegen, sondern gefallen sind. Diese Tatsache beweist, dass mathematische Modelle keine Klimaprognosen ermöglichen, was ĂŒbrigens schon 2001 vom IPCC festgestellt wurde: „In climate research and modelling we should recognize, that we are dealing with a coupled nonlinear chaotic system, and therefore that the long-term prediction of future climate states is not possible“. (Third Assessment Report, Section 14.2.2.2, S.774). Bekannt sein dĂŒrfte Ihnen auch, dass es bisher nicht einen einzigen wissenschaftlichen, d. h. messtechnisch belegten, Nachweis fĂŒr Temperaturerhöhungen als Folge eines steigenden CO2-Gehalts der AtmosphĂ€re gibt. Wenn der VDI ĂŒber einen solchen Nachweis verfĂŒgen wĂŒrde – der Nobelpreis (und zwar der fĂŒr Physik!) wĂ€re ihm si-cher!

    Und warum wollen der VDI und Sie persönlich auf die Kernenergienutzung verzich-ten? Glauben etwa auch Sie an die Unbeherrschbarkeit, an die unermessliche GefĂ€hrlichkeit dieser Technik? Nicht einmal Forschungen auf diesem Gebiet oder gar den Ersatz heutiger Kernkraftwerke durch modernere (andere LĂ€nder praktizieren das!) wollen Sie zulassen? BrĂŒtertechnologie und Transmutation, ĂŒber die in Deutschland noch nicht einmal gesprochen wird, werden alle Debatten ĂŒber die „Endlagerung“ gegenstandlos machen. Es ist in der modernen Technikgeschichte ein wohl einmaliger Akt, dass durch die Politik die Forschung auf einem technisch höchst wichtigen Gebiet untersagt wird! Und der VDI findet kein Wort der Erwiderung, sondern unterwirft sich demĂŒtig grĂŒn-ideologischen Forderungen!

    Ich hĂ€tte erwartet, dass Sie angesichts der vielen technischen Probleme, fĂŒr die zum großen Teil noch nicht einmal LösungsansĂ€tze erkennbar sind, und der riesigen Kos-ten, die auf uns zukommen werden – sogar Bundesumweltminister Peter Altmaier sprach von einer Billion Euro, einer m. E. sehr geschönten Zahl – die Frage aufwerfen, ob die „Energiewende“ ĂŒberhaupt notwendig ist. Warum fragen Sie nicht, warum wir eine gut funktionierende, wirtschaftliche und umweltfreundliche Energieversorgung durch eine in jeder Beziehung unsicheres unbezahlbares und umweltschĂ€dliches System ersetzen mĂŒssen? Warum wollen wir plötzlich die WettbewerbsfĂ€higkeit unserer Wirtschaft, den Wohlstand der BĂŒrger und die Umwelt in Gefahr bringen? Können Sie und der VDI verantworten, dass durch die Abwanderung großer Teile der Grundstoffindustrie infolge ĂŒberhöhter Energiepreise hunderttausende ArbeitsplĂ€tze in Deutschland vernichtet werden?

    Vom VDI, dem ich seit vielen Jahren angehöre, hĂ€tte ich solche Fragestellungen er-wartet! Die Wiederholung von GlaubenssĂ€tzen und die damit verbundene bedin-gungslose Unterwerfung unter das „Primat der Politik“, wie sie im Interview zu finden sind, hilft möglicherweise bestimmten politischen KrĂ€ften, nicht aber BĂŒrgern, der Wirtschaft, der Technik oder gar der Wissenschaft!

    Eine ehrliche Antwort auf die Frage nach der Notwendigkeit der „Energiewende“ kann nur lauten: Die Entscheidung war falsch! Ich weiß: Diese Antwort ist nicht „politisch korrekt“, aber sie ist technisch, ökonomisch, sozial und – nicht zuletzt! – wissenschaftlich korrekt!

    Wenn nicht einmal der VDI mit seinem großen Fachpotenzial den Mut aufbringt, sachlich ĂŒber Sinn und Unsinn der „Energiewende“ zu sprechen, dann dĂŒrfen Sie sich nicht wundern, wenn immer mehr Fachleute resignieren und den VDI verlassen! Noch schlimmer: Mit Ihrem Verhalten stoßen Sie begabte junge Menschen von der BeschĂ€ftigung mit bedeutenden traditionsreichen Zweigen der Energietechnik ab. Nicht nur Ihr Interview, sondern das gesamte opportunistische Verhalten des VDI (einschließlich VDI nachrichten) fĂŒhrt dazu, offenen Debatten zu energiepolitischen Grundsatzfragen völlig zu unterbinden! Will das der VDI wirklich?

    Ich bin mir völlig darĂŒber im Klaren, dass ich von Ihnen keine Antwort auf diese mich – und viele andere Fachkollegen – bewegenden Fragen erhalten werde. Daher erlaube ich mir, diesen Brief einem weiten Kreis von Fachleuten zur Kenntnis zu geben – mit der Absicht, auf diese Weise eine offene Diskussion zur „Energiewende“ in Deutschland in Gang zu setzen.

    Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

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    Deindustriealisierung in Deutschland

    Posted by retep11 on 19th Mai 2013

    Vorstandsvorsitzender Dr. Bock von BASF hĂ€lt meine Frage zur Deindustriealisierung fĂŒr berechtigt.
    von Herrn Heinrich Duepmann

    Als Klein-AktionĂ€r von BASF habe ich die Chance genutzt, auf der AktionĂ€rsversammlung am 26.4.2013 in der Aussprache zum Vorstandsbericht fĂŒr 2012 folgende Frage an den Vorsitzenden zu stellen:
    Herr Dr. Bock, hat der BASF-Vorstand im GJ 2012, nachdem nun abzusehen war, dass die Politiker und Öko’s getragen von einer breiten Mehrheit der BĂŒrger von 80% nicht von dem volkswirtschaftlichen Unsinn Energiewende abzulassen bereit sind, alle erforderlichen Projekte aufgesetzt die Stromintensiven Deutschen Produktionsstandorte zu verlagern?
    (Verlagern heisst, woanders eine neue Fabrik zu bauen und die alte still zu legen)
    Diese Frage habe ich in Detail-AusfĂŒhrung untermauert: Die Stromkosten (Herstellkosten Deutschland gesamt) sind seit dem Jahr 2000 bis Ende 2012 von ca. 20 Milliarden auf weit ĂŒber 40 Milliarden Euro gestiegen (Konventionell + EEG). Dieser massiven Kostensteigerung, die in anderen großen IndustrielĂ€nder nicht eintritt, kann sich auch bei EEG-Privilegierung kein inlĂ€ndisches Produktionsunternehmen dauerhaft entziehen. Andererseits sinken die Stromkosten in anderen LĂ€ndern, d.h. die Produktionskostenschere öffnet sich immer mehr. Frankreich z.B. hat Kostenkonstanz, in den USA wird fĂŒr die nĂ€chsten Jahre eine drastische Stromkostensenkung Dank Shalegas erwartet. China z.B. plant den Bau von ca. 200 Kernkraftwerken mit sehr niedrigen Produktionskosten, was ungefĂ€hr 60% der gesamten gesamten KK-WeltkapazitĂ€t entspricht. Im absehbaren Zeithorizont werden die Produktionsstandorte von BASF in Deutschland international nicht mehr wettbewerbsfĂ€hig sein.

    VerstÀndlicherweise hat Herr Dr. Bock diese Frage nicht konkret beantwortet sondern nur formuliert:
    „Die Frage von Herr Duepmann ist berechtigt“

    Damit ist alles gesagt! [1]

    Amerkung: Wer sich ein Bild ĂŒber eine Deindustralisierung in der Praxis machen möchte, fĂ€hrt in die Ukraine und besichtig die vielen Industrieruinen. Das Ergerbnis des volkswirtschafltichen Unvermögens von Herrn Michale Garbatschow.

    Quelle:
    [1] NAEB-Strom-Newsletter 13/05 NAEB.info
    NAEB e.V., Berlin, Forststr. 15

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