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Fäulnis

die Zersetzung stickstoffreicher Substanzen, bes. von Eiweiß, bei gehemmtem Zutritt von Sauerstoff und Licht. Anaerobe Bakterien und Pilze rufen Gärungen hervor, danach entwickeln sich zahlreiche bakterienfressende Nematoden, bei Fäule größerer Substanzenmengen folgen oft Dipterenlarven, räuberische Käfer und bei Tierleichen Totengräber, Necrophorus. Die biochemischen Vorgänge werden durch die Tierbesiedlung nicht wesentlich verändert. Wichtige Endprodukte der Fäule sind Ammoniak und Schwefelwasserstoff. Gegensatz: Verwesung
Fäulnis wird auch die Zerstörung des Holzes durch Pilzen bezeichnet. Die gefährlichsten Vertreter für verbautes Holz sind die Zellulose abbauenden Braunfäuleerreger (z. B. Echter Hausschwamm, Weißer Porenschwamm, Kellerschwamm und Blättlinge), für lagernde Laub- und Nadelhölzer die Lignin und Zellulose abbauenden Weißfäuleerreger( z.B. Ausgebreiteter Hausporling) sowie die Moderfäuleerreger.


5/2005

Autor: Peter Rauch

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