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Ausblühungen

entstehen durch schlechte Verarbeitung des Mörtels, mangelhafte Ausführung der Vermauerung oder falsche Dosierung von Zusatzmitteln (Frostschutzmittel, Luftporenbilder u. a.). Der Vormauerziegel oder Klinker enthält normalerweise keine ausblühfähigen Stoffe. Ebenso kann eine falsche Reinigung, bei der das Mauerwerk gar nicht oder nur unzureichend vorgenässt und dann abgesäuert wurde, Ausblühungen nach sich ziehen. Beseitigung: Ausblühungen lassen sich am pelzigen Belag und am salzigen Geschmack erkennen. Sie sind wasserlöslich und verschwinden durch Regen selbst. Die trockenen Salze kann man mit einer trockenen Wurzelbürste abbürsten und dann mit klarem Wasser von unten nach oben nachspülen. Die Beseitigung von Ausblühungen kann auch mittels eines Heißdampfdruckgerätes erfolgen. Ein evtl. verbleibender leichter Schleier kann mit einem geeigneten Steinreiniger entfernt werden. Verdünnte Salz- oder Essigsäure darf zur Beseitigung von Ausblühungen nicht verwendet werden, weil die Säuren nachträglich wieder Kalkbestandteile lösen.

Auslaugungen

treten fast ausschließlich bei nicht- oder schwachsaugenden Klinkern auf und sind auf grobe Verarbeitungsfehler zurückzuführen. Wenn viel Wasser durch extreme Hohlfugigkeit in das Mauerwerk eindringen kann, ist das Fliesswasser in der Lage, Calziumhydroxid frei zuspülen. Die dabei entstandene Kalkmilch sickert an undichten Stellen des Mörtelbettes an die Oberfläche des Mauerwerks, nimmt dabei Kohlendioxid aus der Luft auf und wandelt sich in Kalziumkarbonat um. Zur Vermeidung von Ausblühungen und Auslaugungen ist es deshalb besonders wichtig, dass vollfugig gemauert wird, denn nur fließendes Wasser kann die Ausblühstoffe aus dem Mörtel in den Stein transportieren. Beseitigung: Auslaugungen haben eine weiß-gräuliche Färbung. Sie sind wasserunlöslich und können nur mit scharfen Reinigungsmitteln beseitig werden. Zur Beseitigung von Auslaugungen muss vorerst die Ursache beseitigt werden: Die Fugen oberhalb der Auslaugungserscheinungen werden freigelegt und anschließend mit einem verdichtungsfähigen Fugenmörtel zweilagig unter starkem Druck mit einem Fugenkelle wieder geschlossen. Die weiß-gräulichen Verfärbungen werden vorher mit einem Spachtel abgestoßen und anschließend mit einem Spezialreiniger auf Phosphorsäurebasis beseitigt. Verarbeitungshinweise der Hersteller beachten!
2006-12-27 15:15
Name: Peter_Rauch
E-Mail: ib-rauch@gmx.de
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Created : 2006-12-27 16:15 (-125 days)
Modified: 2006-12-27 16:19 (-125 days)
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