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Heißluftverfahren

Das Heißluftverfahren ist vorwiegend in Nordeuropa angewandtes Verfahren, um mittels auf 100 ºC erhitzter, in die zu sanierenden Räume geleiteter Luft tierische Schädlinge, vor allem den Hausbock, im Holz zu bekämpfen; im gesamten Querschnitt des Holzes muss für mindestens 60 min eine Temperatur von 55 ºC gehalten werden, was bei großen Holzquerschnitten nur unter hohem energetischen Aufwand möglich ist. Das Heißluftverfahren bietet keinen vorbeugenden Schutz des behandelten Holzes, das gefährdete Holzbauteil muss im Anschluss an die Heißluftbehandlung mit einem chemischen Holzschutzmittel vorbeugend geschützt werden.
In Fassung der DIN 68800 vom Februar 2012 wird das Heißluftverfahren auch als Sonderverfahren mit wesentlichen Anwendungsbeschränkungen bei der Hausschwamm-Bekämpfung genannt. Dieses Verfahren findet in Dänemark seit vielen Jahren Anwendung. Starkes und feuchtes Mauerwerk lässt sich nicht ausreichend erwärmen, sodass im Wandquerschnitt nicht in jedem das Myzel abgetötet wird. Es sind daher immer weitere Maßnahmen erforderlich. Das Verfahren ist sinnvoll bei der Erhaltung wertvoller Kulturgüter.
Hinweise auch bei Praxisorientierte Untersuchungen zur Bekämpfung des Echten Hausschwamms (Serpula lacrymans) nach DIN-Vorschrift und alternativen thermischen Verfahren.
2006-12-28 11:19
Name:Peter_Rauch
E-Mail: ib-rauch@gmx.de
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Created : 2006-12-28 12:19 (-124 days)
Modified: 2006-12-28 12:21 (-124 days)
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