Bauratgeber24 Lexikon
Home | Kategorien | Leserbriefe |  Blog | Bookmark | Baulexikon
 

 · Leserbrief an die Frankfurter Allgemeine Zeitung

Leserbrief an die Frankfurter Allgemeine Zeitung

FAZ v. 06.11.2006 1. "Spiel mit der Angst" von Stefan Dietrich; 2. "Klimadiplomaten ringen um neues Abkommen" von nf. (Berlin)
Von Dr. phil. Wolfgang Thüne

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestatten Sie zu obigen Artikeln einen Leserbrief:

"Seit zwanzig Jahren wird die globale "Klimakatastrophe" beschworen, hat die Politik den "Klimaschutz" weltweit zum obersten Staatsziel und kassiert fleißig "Ökosteuern", um den "Klimawandel" zu stoppen. Und nun kommt ein mutiger Journalist wie Stefan Dietrich und stellt lapidar fest: "Klimawandel war immer" und "Klima braucht keinen Schutz". Dies ist wahre Aufklärung, denn zu dieser gehört nach Immanuel Kant unabdingbar der Mut, den eigenen Verstand zu benutzen. Warum? Um nicht mit dem Meinungsstrom abgetrieben zu werden, um aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit hinauszutreten!

Auch die gewählte Überschrift "Spiel mit der Angst" hat es in sich. Die Angst gehört wie der Selbsterhaltungstrieb zur Urausstattung des Menschen. Deswegen war das Spiel mit der Angst schon immer ein probates Mittel der Politik, um über das Schüren kollektiver Ängste Massen zu schockieren, zu disziplinieren und zu manipulieren. Welche Ängste ziehen noch in einer "gottlosen Welt"? Es sind die diffusen "Umweltängste", die sich besonders eignen, um Wahrheiten, Halb- und Unwahrheiten geschickt zu mixen und von Fall zu Fall deren Mixtur geschickt zu verändern. Wie einst das Malariabekämpfungsmittel DDT beschuldigt wurde, den "Stummen Frühling" zu provozieren, so wird heute das Pflanzengrundnahrungsmittel CO2 völlig zu Unrecht beschuldigt, die "Klimakatastrophe" heraufzubeschwören.

Wenn der rechtzeitig vor Nairobi im Auftrag der britischen Blair-Regierung medienwirksam inszenierte "Stern-Bericht" von dem Vorsitzenden des Beirats für nachhaltige Entwicklung; Günther Krings (CDU) als "Fanal" bezeichnet wird, dann ist das ein rotes Signal für eine bedrohliche "selbstverschuldete Unmündigkeit", die besonders in den höchst spezialisierten Wissenschaften zunimmt. Wenn ein Mathematiker und mit der Statistik vertrauter sowie höchst angesehener Volkswirtschaftler nicht zwischen gemessenen und berechneten Werten unterscheiden kann, dann ist das wirklich ein nicht zu übersehendes "Fanal". Auf der wissenschaftlichen wie politischen Entscheidungsebene sollte man zwischen dem Wetter und dem daraus statistisch abgeleiteten "Klima" unterscheiden können.

Für seine Aussage "Der Klimawandel ist das größte Marktversagen, das die Welt je gesehen hat", verdient Sir Nicholas Stern den Nobelpreis für Wirtschaft! Es wurden bereits fünf Wirtschaftsnobelpreise für "spieltheoretische Arbeiten" vergeben. Das eigentliche Versagen ist kein "Marktversagen" und damit ein Versagen der Wirtschaft, es beginnt viel früher, beim "Sündenfall". Als Adam und Eva vom "Baum der Erkenntnis" aßen, haben sie es sträflich vergessen, sich so viele Erkenntnisse über das Wetter anzueignen, um es zu beherrschen, sich nicht nur die Erde, sondern auch das Wetter untertan zu machen. So bestimmen auch heute noch die allmächtigen "Wettergötter", ob wir ruhiges oder stürmisches, kaltes oder heißes Wetter bekommen. Jedes Jahr bietet der Wetterkatalog neue Überraschungen und kein Mensch kann sie vorhersagen. Es ist der stete Wandel des Wetters, der das geglättet nach sich zieht, was wir "Klimawandel" nennen. Jede Maßnahme zum Zwecke "Klimaschutz" müsste logischerweise mit dem Wetterschutz beginnen!

In Nairobi sollte man den "Klimaschutz" ab und "Wetterschutz" auf die Agenda setzen. Bisher hat sich der Mensch dem Wetter und seinen Launen angepaßt. Schluß damit. Zwingen wir das Wetter, sich den Wünschen der Menschen anzupassen! Das wäre nach Sigmar Gabriel die wirkliche "Dritte industrielle Revolution". Doch halt, dieses Vorhaben ist nicht neu. Die Herrschaft über das Wetter hatte bereits Josef Stalin seinen Sowjetmenschen versprochen. Für die 6000 Klimaräte und Experten in Nairobi gilt ab sofort: Packen wir es an!"

Ich wäre für eine Veröffentlichung des Leserbriefes sehr dankbar und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Thüne


2007-01-22 10:13

Name:  Dr. phil. Wolfgang Thüne
Beruf: Diplom Meteorologe
E-Mail:  Wolfgang@thuene.com
Anschrift: 55276 Oppenheim, Bädergasse 67
Dieser Beitrag darf nur Mitzustimmung des Autors verändert werden. 

Created : 2012-09-02 15:38 (-0 days)
Modified: 2007-01-23 17:31 (-693 days)
Size: 4 KB



Home | (Kontakt) | Lizenz