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Wissenschaftliche Publikation

Eine wissenschaftliche Publikation ist eine wissenschaftliche Arbeit die von einem oder mehreren Autoren öffentlich verfügbar gemacht wird. Hierzu zählen wissenschaftliche Fachverlage und Bibliotheken.
Wissenschaftliche Publikationen unterliegen einem sogenannten peer review, in welchem andere Wissenschafter die Korrektheit der zu publizierenden Arbeit prüfen. Diplomarbeiten und Dissertationen, können in der Regel in den jeweiligen Universitätbibliotheken bzw. die Dissertationen in der Deuteschen Bücherei eingesehen werden.
Um falsche oder gefälschte Resultate zu unterbinden wird es den Wissenschaftlern in der Regel nicht gestattet, eine Publikation nachträglich zurückzuziehen - so dass der Ruf, der mit einer nicht korrekt geleisteten Arbeit verbunden ist, kaum zu tilgen ist.

Formen

Unter dem Begriff wissenschaftliche Publikation fallen alle veröffentlichten Buchhandelsmedien. Ebenfalls anerkannte Publikationen sind Patente und Gebrauchsmuster. Auch die sogenannte graue Literatur wird hinzugezogen. Damit sind z.B. Hochschulschriften, Working Papers von Forschungsinstituten sowie öffentliche Forschungs- und Entwicklungsberichte gemeint. Dokumente im WWW, die analog in die oben genannten Bereiche gehören sind ebenfalls gängige Arten von wissenschaftlichen Publikationen. Keine zulässigen Mittel um eine wissenschaftliche Arbeit zu publizieren, ist die Publikation von Dokumenten, die nicht der Öffentlichkeit zugängig sind, auch wenn sie in Bibliotheken hinterlegt wurden. Nicht öffentliche Gutachten, Geschmacksmuster, Warenzeichen, interne Forschungs- und Entwicklungsberichte gehören nicht dazu. Wobei bei letzteren in der Regel erst nach der wirtschaftlichen Verwertung (Patentanmeldung o.a.) oder wenn keine anderen Interessen entgegenstehen eine Veröffentlichung erfolgen kann. Dasselbe gilt für Website, die z.B. ohne Verlag auskommen wie etwa eine private Homepage.
Die Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse oder Lehrmeinungen kann auf mehrere Arten erfolgen. Man unterscheidet zwischen selbständigen Publikationen (Monografie) und unselbstständigen Publikationen (Aufsatz, Artikel, Bericht usw.)
  • Monografie: eine meist umfangreiche Publikation, in der ein Problembereich systematisch und vollständig behandelt wird; z.B. Lehrbuch, Handbuch oder Buchreihen. Es können aber auch Diplomarbeiten und Dissertationen hierzu gehören. Man muss hierbei aber auch wirtschaftliche und vertragliche Interessen seitens des Verlages und des Autors beachten, die diese Publikationsform verhindern.
  • Artikel in Tagungsbänden: Diese Publikationen haben einen ähnlichen Umfang wie Artikel in Zeitschriften, allerdings ist die Qualitätskontrolle weniger umfassend. Diese werden von den Autoren/Referenten eingereicht und meist vom Veranstalter oder vom ihm beauftragten Gremium bewertet. Häufig werden Mängel an akzeptierten Artikeln nur von den Autoren verbessert, ohne dass die Überarbeitung den Review-Prozess erneut durchläuft.
  • Aufsatz in Sammelbänden: Vom Umfang her sind sie vergleichbar mit Artikeln in Fachzeitschriften. Sie haben jedoch meist einen engen thematischen Bezug zu den anderen Aufsätzen des jeweiligen Sammelbandes.
  • Artikel in Fachzeitschriften: Diese Fachbeiträge sind weniger umfangreich und präsentieren. Sie müssen formalen und inhaltlichen Kriterien genügen, um im Peer-Review-Prozess zur Veröffentlichung akzeptiert zu werden. Dabei werden die Arbeiten von Fachgutachtern auf die wissenschaftliche Güte überprüft. Die Verlage veröffentlichen oft themenbezogen, so dass ein eingereichter Artikel unter Umständen erst nach langer Zeit durch die Redaktion berücksichtigt wird. Wenn bereits genügend gleichartige Beiträge vorliegen, entscheidet eine Auswahl. Die Redaktionen der Fachverlage geben dem Autor bestimmte Gestaltungsregeln vor, so dass sich die inhaltlichen Schwerpunkte verschieben können.

Die jeweiligen Fachgebiete bevorzugen bestimmte Veröffentlichungsarten. So treten bei Geisteswissenschaften die Publikationsformen Fachzeitschrift-Artikel, Sammelband-Aufsatz und Monographie nebeneinander auf, dagegen bevorzugen Naturwissenschaften die Veröffentlichungen in Fachzeitschriften.
Allgemein ist die Gewichtung und Anerkennung von elektronischen Publikationen im WWW noch im Fluss.
Auch hier unterscheiden sich die Wissenschaftsdisziplinen. Im Selbstverlag publizierte wissenschaftliche Werke, ob im Internet oder zum Beispiel auch als Book on Demand, genießen allgemein wenig bis keine Anerkennung, zumindest wenn bei dem Werk kein Peer-Review stattgefunden hat oder der Autor wenig bekannt ist.
Ursachen hierfür dürften die allgemein sehr nachlässige Erstellung der Artikel im WWW sein. Mehrheit werden diese ohne Quellenangaben, Verfasser, Datum und andere Gestaltungsregeln sowie zum Teil auch nur „halbfertig“ erstellt. Damit haben diese „keine Glaubwürdigkeit“ bzw. können für ein Zitat nicht verwendet werden. Hinzu kommen die hohe Eigendynamik und die komplizierte Archivierung der Website. Diese Fakten wirken sich ungünstig auf das Image der korrekten elektronischen Publikation aus. Vielfach werden überhaupt nur solche Arbeiten als publiziert gewertet, die sich einer ISBN zuordnen lassen.
Quelle: »Wikipedia, der freien Enzyklopädie, Begriff: wisschaftliche Publikation, vom 9.12.2006


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Verweis


Created : 2006-12-09 20:25 (-143 days)
Modified: 2006-12-10 12:32 (-142 days)
Size: 5 KB

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