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    Archive for Februar, 2016

    Sport im Altbau mit einer Klimmzugstange

    Posted by Rauch on 25th Februar 2016

    Um die täglichen Arbeitsanforderungen zu meistern, ist die Gesundheitserhaltung unseres Körpers sehr wichtig. Neben einer ausreichenden Bewegung ist eine natürliche und gesunde Ernährung erforderlich. Gerade in der heutigen Zeit bewegen wir uns viel zu wenig. Die körperliche Arbeit wurde durch die sitzende Büroarbeit vor dem Computer verdrängt. Durch die einseitige Sitzhaltung kommt es zu Verspannungen und zur einseitigen Belastung der Muskulatur.

    Durch die fehlende Bewegung und einer ungünstigen Ernährung kommt es auch zur unerwünschten Gewichtszunahme. Einen kleinen Ausgleich bringt der Besuch eines Fitnessstudios nach Feierabend. So schön, wie diese Fitnessstudien sind, aber nicht immer hat man Zeit und Lust am Abend nach der Arbeit sich dort hinzubewegen. Besonders schwer fällt es ein, wenn auch noch Hausarbeiten zu erledigen sind. Wenn man sich auch noch um seine Kinder kümmern muss, dann ist das ohne hin schon aus zeitlichen Gründen kompliziert.

    An dieser Stelle sollen die Fitnesszentren nicht schlecht gemacht werden, sie haben eine Vielzahl von Vorteilen, zum Beispiel fachliche Anleitung zur Ausführung der Übungen, ein breites Angebot verschiedener Sport- und Übungsgeräte sowie in vielen Fällen auch eine Sauna zur anschließenden Entspannung. Die Anfahrt und die Benutzung umfassen einen zeitlichen Aufwand von mehr als 3 Stunden. Schon die richtige Benutzung der Sauna beansprucht mindestens 2 Stunden. Da man pro Woche schon mindesten dreimal oder besser noch mehr aktiv sein sollte, ist das schon eine ganz schöne zeitliche Belastung.

    Täglich sportliche Übungen

    Als Alternative aber auch als Ergänzungen sollten täglich sportliche Übungen auch Zuhause ausgeführt werden. Viele Übungen können gleich am Morgen aber auch im Verlauf des Tages ohne Sportgeräte ausgeführt werden. Eine Kombination aus Dehnungs-, Konditions- und muskelaufbauende Übungen lassen sich praktisch fasst an jedem Ort in der Wohnung ausführen.

    Sehr praktisch sind eine kleine Handel, als Ersatz kann auch eine mit Sand gefüllte Plastikflasche verwendet werden, oder das Gummiband. Wichtig hierbei ist, dass keine Überbeanspruchung erfolgt aber durch die entsprechende Wiederholung ein Übungserfolg erreicht wird. Diese kleinen Sportgeräte benötigen nicht viel Platz und lassen sehr leicht in jeder Ecke unterbringen.

    Übung mit einem Gumminband

    Übung mit einer kleinen Handel

    Welche Übungen für ein sehr nützlich sind, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Übernehmen sie einfach die Übungen, welche Sie unter fachlicher Anleitung im Fitnesszentrum oder von dem Physiotherapeuten erhalten. Natürlich können Sie sich anhand spezieller Literatur für Gymnastik Ihre eigene Übungen zusammenstellen.

    Wer mehr sportliche Aktivitäten ausführen möchte und auch den nötigen Platz in der Wohnung hat, kann sich auch einige Sportgeräte aufstellen. Das sind zum Beispiel ein Hometrainer für das Ausdauertraining oder Klimmzugstangen zum Krafttraining. Bei sehr großem Wohnraum lassen sich natürlich noch viele andere Fitnessgeräte aufstellen. Vor der Anschaffung sollte Sie sich aber auch im Klaren sein, ob Sie diese Geräte auch wirklich ständig benutzen oder nur dazu dienen, um die Gäste zu beeindrucken. Auch hier kann erst einmal nur empfohlen werden, testen Sie die Geräte ausgiebig in einem Fitnessklub, bevor Sie diese kaufen und aufstellen. Vielleicht sind andere Geräte für Ihre täglichen sportlichen Übungen sinnvoller.

    Beim Ausdauertraining zu beachten

    An dieser Stelle noch eine Ergänzung zum Ausdauertraining. Laufen oder mit dem Rad fahren durch Parkanlagen oder besser durch den Wald sind für die Gesundheit sehr nützlich. Allerdings verhält es sich etwas anders, wenn man sein Jogging neben einer sehr stark befahrenen Autostraße ausführt. Durch den erhöhten Puls und die erhöhte Atemfrequenz nimmt man auch gleichzeitig viele Schadstoffe von den Autoabgasen auf. Dann ist es doch sinnvoll, lieber in der etwas sauberen Luft Zuhause sein Ausdauertraining durchzuführen.

    Sportliche Übungen im Altbau

    Für das Aufstellen oder die Befestigung von Trainingsgeräten im Altbau sind einige Besonderheiten zu beachten. Der Trittschallschutz einer Holzbalkendecken ist nicht besonders gut. Dem Nachbarn darunter wird es nicht immer gefallen, wenn es an der Decke stärkere Geräusche gibt. Im Rahmen der Altbausanierung erfolgt bei den Decken in vielen Fällen eine schwimmende Verlegung von Holzspanplatten oder Fermacellplatten. Diese Platten liegen auf einer Dämmmatte oder auf einer Schüttung auf. Durch rhythmische Belastungen können diese Platten schwingen. Wie es sich bei Holzbalkendecken mit dem dünnen Betonestrich verhält, kann hier nicht beurteilt werden. Auf jedem Fall sollte das Sportgerät auf eine weiche Unterlage aufgestellt werden. Das Hüpfen oder Springen sollte man ohnehin in einem Mehrfamilienhaus unterlassen.

    Das Anbringen von Klimmzugstangen mit mehreren Befestigungsstellen im Altbau ist nicht sehr einfach. Hier muss einiges beachtet werden, damit die Klimmzugstange auch lange an der Wand bzw. an der Decke hält.
    Grundsätzlich unterliegt ein Gebäude einer Alterung. Die mineralischen Baustoffe, vor allem die Bindemittel verlieren an Festigkeit. Bei älteren Gebäuden, wo im Mörtel sehr sparsam Kalk verwendet wurde, dort sieht man das „Aussanden“ der Mörtelfugen. Bereits mit geringem Aufwand lassen sich die Ziegelsteine aus dem Mauerverband herauslösen. Besonders lose sind die Steine in dem Mauerwerk, welches ständig einer Feuchtigkeit ausgesetzt ist und wo zusätzlich eine hohe Salzbelastung vorliegt.

    Das ist in der Regel im Keller der Fall. Bei älteren Mehrfamilienhäusern bestehen die Zwischenwände in den Wohnungen in der Regel aus einer 12er-Bundwand mit Ziegelsteinen. Es befinden sich in der Wand senkrecht ein oder zwei Holzstiele und dazwischen Ziegelsteine. Eine Befestigung der Klimmzugstange an einer solchen Wand ist nicht sehr sinnvoll. Da es je nach Beanspruchen zu Rissen in der Wand kommt. In einigen Fällen befanden sich in diesen Wänden in der Mitte Durchgangstüren. Rechts und links stehen dann die Holzbalken (Stiele). Der Abstand dieser Stiele beträgt etwa ab 90 cm. Natürlich müsste man erst einmal in der Wand die Holzbalken suchen. Am einfachsten geht dies mit einem ganz dünnen Steinbohrer.

    Natürlich nicht gerade im Sichtbereich, sondern das Anbohren erfolgt unten über der Fußbodenleiste. Die kleinen Löcher lassen sich leicht wieder verschießen. Vielleicht ist auch noch eine alte Bauzeichnung vorhanden und der Standort der Stiele in der Wand kann genau bestimmt werden. Stimmt der Abstand nicht mit dem Abstand der Klimmzugstange überein, so lassen sich über den Putz passende Bretter an die Stiele befestigen. An diesen kann die Klimmzugstange befestigt werden. Sehr sicher ist, wenn sich an der gegenüberliegenden Wandfläche auch ein Brett befindet. Die Klimmzugstange kann dann mit durchgehenden Schraubverbindungen (Gewindestangen) befestigen werden.

    Bei einer tragenden Innenwand lässt sich leichter eine Befestigung herstellen. Wie weit hier sogenannte Kraftdübel ausreichen, hängt von der Festigkeit des Mauerwerkes ab. Anders als bei einer ständig gleichmäßigen Last treten hier recht unterschiedlich hohe Zugkräfte auf. Dies hängt natürlich auch vom Gewicht des Sportlers ab und in welcher Intensität er die Übungen ausführt.

    Auch hier ist man auf der sicheren Seite, wenn eine durch die Wand durchgehende Befestigung mit einer Gewindestange hergestellte wird. Auf der Gegenseite wird am besten ein kleines Blech direkt auf das Mauerwerk eingesetzt, welches wenigsten 2 oder 3 Ziegelsteine überdeckt. Dieses Blech und die Mutter werden mit Putz überzogen, sodass diese optisch auf der Gegenseite der Klimmzugstange nicht zu sehen sind.

    An einer normalen Leichtbauwand (Metallständerwand) ist eine Befestigung der Sportgeräte nicht möglich. Es sei, diese Wände sind extra dafür erstellt worden.

    Sind die Deckenhöhen nicht zu hoch, dann können die Klimmzugstangen auch an der Decke befestigt werden. Der Abstand der Deckenbalken liegt in der Regel bei circa 75 cm. Passt der Abstand nicht, so ist die Klimmzugstange dann längst an einem Deckenbalken zu befestigen. Ist eine andere Richtung vorgesehen, dann ist eine Hilfskonstruktion zu erstellen, an welcher dann die Klimmzugstange befestigt wird. Zu beachten ist auch, dass eine Befestigung an einer abgehängten Decke nicht möglich ist. Die abgehängte Decke dient zur Verbesserung des Schallschutzes. Wird diese unterbrochen, so stellt die Befestigung dann eine Schallbrücke dar.

    Was ist noch zu beachten

    Wie bereits oben beschrieben, stellt das Anbringen einer Klimmzugstange oder vergleichbare andere Geräte einen Eingriff in die vorhandene Bausubstanz. Es erfolgt eine wesentliche höhere Belastung als zum Beispiel bei der Befestigung eines Hängeschrankes in der Küche. Sollte Sie zur Miete wohnen, dann sollten Sie den Eigentümer informieren und um seine Zustimmung bitten. Gerade beim Bohren für Befestigungsmittel muss man auch darauf achten, dass sich in der Wand nicht elektrische oder Wasserführende Leitungen befinden.

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