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Baulexikon


  

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Autor:
Peter Rauch
Peter Rauch
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  • Archive for the 'Baubiologie' Category

    Zur Baubiologie gehört die Vermeidung von Einflüssen, die die Gesundheit der Bewohner gefährdet. Zum Beispiel Schimmelpilz, ffalsche Baustoffe aber auch nahe stehende Windräder.

    Algenbildung auf einer Fassade Video

    Posted by retep11 on 26th Februar 2013

    In diesem Video habe ich die Ursachen der Algenbildung auf einer Fassade beschrieben.

    Posted in Baubiologie, Bauen und Wohnen | 12 Comments »

    Der Garten und die Gesundheit

    Posted by retep11 on 9th Januar 2013

    Der Garten ist eine eingefriedete Fläche zum Anbau von Nutzpflanzen oder Zierpflanzen. Vorwiegend sind diese als Haus oder Kleingärten bekannt. Spezielle Gärten sind botanische Gärten oder Schulgärten. Eine spezielle Richtung ist die Gartenkunst und der Landschaftsbau, welche landwirtschaftliche Räume, Parks Orte und Gärten gestalten. Diese Kunst geht weit in die Geschichte zurück. So legten die Babylonier ausgedehnte Terrassengärten an, „hängende Gärten der Semiramis“. Bei den Assyrern gab es Jagd- und Tierparks mit landschaftlichem Charakter und die Griechen hatten am Wohnhaus einen von Säulengang umgebenen gepflanzten Gartenhof. Im Mittelalter dienten die oft von Gebäuden eingeschlossenen kleinen Gärten der Zucht von Nutz- und Heilpflanzen. [1] Die gestalteten Gärten in der Renaissance, Barock oder die englischen Gärten haben ihren besonderen Reiz.

    Gartengestaltung
    Heinrich Karl Gesell legte auf dem Schreberplatz (nach Dr. Daniel Gottlob Moritz Schreber), welcher als kindgerechter Spiel- und Turnplatz von Leipziger Bürgern 1864 angelegt wurde, Gärtchen für Kinder an, welche das Gärtnern lernen sollten. Die Begeisterung hielt nicht lange an, sodass die Eltern selbst anfassten. Die Familienbeete wurden später parzelliert und umzäunt und nannten sich „Schrebergarten“. Sechs Jahre später, 1870 hatte diese Anlage bereits 100 Gärten. So ist der Kleingarten entstanden. In vielen anderen deutschen Städten wurden anschließend ebenfalls Gartenkolonien gegründet. Gerade in Ballungsgebieten kommen den Kleingärten wichtige Bedeutungen zu. Sie schaffen einen kleinen ökologischen Ausgleich, man lernt die Natur kennen, pflanzt sich Gemüse und Obst an und kann sich erholen.

    Obst hat in der Ernährung des Menschen schon immer eine wichtige Rolle gespielt, dies zeigen prähistorische Funde in Niederlassungen und Pfahlbauten der Stein- und Bronzezeit, wo die Menschen diese Früchte nicht nur sammelten, sonders auch als Wintervorrat trockneten oder dörrten. Die kräftigende und heilende Wirkung waren ihnen bekannt. Erst zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde von namhaften Wissenschaftlern, Ärzten und Ernährungsphysiologen auf der ganzen Erde dem Obst seine zustehende Rolle für die Ernährung eingeräumt. Diese ist auf die Zusammensetzung lebensnotwendiger Inhaltsstoffe, wie Vitamine, Mineralien, Aroma u.a., zurückzuführen. [2]

    Die Versorgung unseres Körpers mit natürlichen Vitaminen gegenüber synthetisch hergestellten Vitaminen ist auf jedem Fall zu bevorzugen.
    Das Obst und Gemüse auf dem Markt wird mit Konservierungsmittel sowohl optisch verbessert und haltbar gemacht. Zu dem hat es immer weniger Vitamine wie früher. Daher ist es sinnvoll wichtige Gemüse- und Obstsorten selbst anzupflanzen und so etwas für die eigene vitaminreiche gesunde Ernährung zu tun. Es ist schön, wenn die Kräuter und wichtige Gemüse gleich am Haus wachsen. Man erntet diese ganz frisch und kann sich so ein vitaminreiches und abwechslungsreiches Frühstück zubereiten.

    Bei kleinen Gärten empfiehlt es sich wenigstens Kräuter anzubauen, damit kann man sich ein schmackhaftes Essen ohne Salz zubereiten. Wer das Essen scharf gewürzt möchte, der kann sich etwas Knoblauch zugeben.

    Nicht jeder Garten ist als Gemüsegarten geeignet. Dies hängt einmal von der Größe, der Umgebung und die Bodenverhältnisse ab und welchen Zweck er erfüllen soll. Wegen des hohen Grundstückpreises werden die Grundstücke für die Einfamilien- oder Reihenhäuser immer kleiner. Mehr als die Einfahrt und etwas Platz für den Zierstrauch oder einen Gartenzweck bieten diese nicht. Ein Garten macht schon etwas Arbeit, wer aber ein solches Minigrundstück kauft, ist sicherlich besser in einer Wohnung mit Tiefgarage und Balkon aufgehoben.

    Ein Garten sollte schon etwas Natur sein, Obstbäume, Sträucher Gemüse und selbstverständlich sollten Blumen nicht fehlen. Viele Anregungen, wie ein Garten aussehen kann oder welche Blumen, Gemüse oder Obstsorten man anbauen kann, erfährt man im Gartenforum.de .

    Großer Obstgarten direkt am Haus mit 6000 qm in den Karpaten bei Mukatschewo
    Zum Beispiel in den ukrainischen Karpaten hängt auch der Verkaufspreis der Wohnhäuser von der Größe des Grundstücks ab. Ab ca. 1000 qm hat man Interesse am Kauf, meistens sind die Grundstücke direkt am Haus. Hier erfolgt ein Teil der Eigenversorgung mit Gemüse, Obst und Heu für die Kanischen. Wichtigstes Anbauprodukt ist die Kartoffel. Wer ein großes Grundstück hat, verkauft seine Produkte direkt an der Straße oder auf dem Basar.

    Im nördlichen Brandenburg kaufen wir jedes Jahr unsere Kürbisse in den Dörfern. Kürbisse hatten wird zwar auch in unserem Garten in Leipzig angebaut, aber im Herbst bestand der halbe Garten nur noch aus Ranken und dicke fette Schnecken. Die eingegrabenen Becher mit Bier war jeden Tag voll. Hier war aber auch das Scheckenkorn nützlich. Zu mindestens konnten wir ein Teil der für die Schnecken äußerst leckeren Blumen schützen. Aber von der Sache fressen die braunen Schnecken alles, was zwischen die Kauplatten kommt. Eine Ursache ist die Umgebung. Wenn die Nachbargrundstücke verwahrlost sind, hat man nur wenig Chancen.
    Damit die Gartenarbeit auch gelingt und man viel Freunde im eigenen Garten hat, kann man sich die gewünschten Gartenartikel auch über einen Garten-Shop auswählen.

    Quelle:
    [1] Vorauslexikon zur Brockhaus Enzyklopädie Teil 2 1986, F.A. Brockhaus Mannheim S. 292
    [2] Wiloch, Elisabeth; Gesund durch Obst, 1983 11. Aufl., Fachbuchverlag Leipzig, S. 13

    Posted in Baubiologie | 29 Comments »

    Biologische Bauschäden an massiven Baukonstruktionen

    Posted by retep11 on 17th November 2012

    1. Die Entstehung chemischer und biologischer Bauschäden erfordern immer eine bestimmte Feuchte und ein ausreichendes Angebot geeigneter Nährstoffe. Diese Feuchtigkeit kann von außen eindringen, wie Niederschlag und Bodenfeuchte, vom Abbindeprozess der Bindemittel stammen, welche nicht ausreichend abgeführt wird, oder es liegt eine hohe Gleichgewichtsfeuchte vor, die der Baustoff mit seiner umgebenden Luftfeuchte eingeht. Das Nährstoffangebot stammt vom Baustoff selbst, welcher aus organischen Verbindungen besteht, durch Verschmutzungen, wie Staubablagerungen, Wässer u. a. oder durch angrenzende bzw. gelagerte organische Materialien.

    Schimmel im Bad

    2. Das Vorkommen bestimmter biologischer Schadensorganismen ist abhängig von der Art des Baustoffs und dessen feuchteabhängigen Zustandes im Baukörper.

    3. Ausreichend starkes massives Mauerwerk speichert genügend Wärme, z. B. durch solare Wärme, sodass es an der Bauteiloberfläche in den Morgenstunden nicht bzw. nur zur geringen Tauwasserbildung kommt. Bei konstruktiv guter Gestaltung können diese ungehindert durch die umgebende Luft abtrocknen. Damit ist eine ständige ausreichende Abtrocknung möglich. Dies ist gerade bei freistehenden unbeheizten Bauteilen wichtig.

    4. Massive Baustoffe haben durch Ihr Volumen gute feuchteregulierende Eigenschaften, die sich durch Adsorption, Diffusion und bei hoher Feuchte durch kapillare Leitfähigkeit auszeichnet. Diese Eigenschaften werden durch die Struktur der Baustoffe bestimmte. Für eine gute Feuchteregulierung sind Baustoffe günstig, die auf ein Mikroporensystem beruhen.

    5. Die gegenwärtigen Untersuchungen der Schimmelpilzbildung beruhen vorwiegend auf der Ursuche hoher Luftfeuchten im Gebäude, die in Wechselwirkung mit den Bauteiloberflächen stehen. Daraus werden die entsprechenden Handlungen bzw. Sanierungskonzepte abgeleitet, wie Reduzierung der Luftfeuchte, fungizidhemmende Beschichtungen oder eine nachträgliche Wärmedämmung.

    6. Gerade biologische Bauschäden treten in Kombination verschiedener Bedingungen auf. Dabei stellt die Heizungsart eine wichtige Rolle für die Vermeidung großer Konzentrationen an Mikroorganismen in den Gebäuden. Bei einer Konvektionsheizung werden die Wandoberflächen nur ungleichmäßig erwärmt, sodass gerade im unteren Wandabschnitt höhere Feuchten an der Wandoberfläche vorliegen. Dagegen bewirkt der Betrieb eine Strahlenheizung eine gleichmäßigere Temperaturverteilung an der Wandoberfläche, die etwas höher als die Temperatur der Raumluft ist. Damit kommt es an frei zugänglichen Wandabschnitten zu keiner Erhöhung der Luftfeuchte.

    7. Leichtbaukonstruktionen erfüllen aufgrund der geringen Wärmespeicherfähigkeit der raumumschließenden Baustoffe und ihrer mittelfristigen Feuchteregulierung diese Eigenschaften weniger gut. Damit können auch nicht die günstigeren wohnhygienischen Eigenschaften des massiven Baukörpers erreicht werden.

    Weitere Informationen zu Schimmelpilze oder Echter Hausschwamm.

    Posted in Baubiologie | 2 Comments »

    Energiewende

    Posted by retep11 on 8th Oktober 2012

    Viele verstehen unter Energiewende eine Ablösung der konventionellen Energieversorgung, wie z. B. Kohle oder Kernenergie, durch Wind- und Solaranlage.
    Es soll die Umwelt und die Landschaft geschont werden. Die Umstellung geht ganz einfach und die Energieversorgung ist gesichert, so die Politik. Bei den Entscheidungen waren nur keine Energieexperten geladen. Wie die Energiewende wirklich aussieht und welche enormen technischen und finanziellen Mittel erforderlich sind, zeigt der Vortrag am 2.10.2012 von Prof. Dr. Helmut Alt mit vielen Fakten und Zahlen
    Energiewende (pdf).

    Nach der Zerstörung der Landschaft durch Windräder kommt die Zerstörung des historischen Stadtbildes durch „Abriss und Neubau“. Die Politik zur Vermeidung des CO2 hat in Deutschland bereits mit seiner ungeheuerlichen Zerstörung der historischen Baukonstruktion begonnen. Unser erreichter Lebensstandard und die damit verbundene höhere Lebenserwartung durch eine bessere Gesundheit benötigen preiswerte Energien, diese steigen immer mehr an und sind bereits für Teile der Bevölkerung ein Luxusgut.
    Meine Beobachtungen bei Gutachten zeigen, dass gerade bei Familien mit normalen oder niedrigen Einkommen vermehrt Schimmelpilze vorhanden sind und somit gesundheitliche Probleme auftreten. Die wesentliche Ursache sind abgestellte Heizungen wegen der hohen Heizkosten. Wenn es bereits im Zimmer kühl ist, dann wird auch weniger kalte Luft hereingelüftet. In einem Artikel wird die Wichtigkeit des
    richtigen Lüftens erklärt.
    Ein Beitrag im Stern verweist darauf hin, dass Geringverdiener in Deutschland früher sterben.. Sicherlich ist neben vielen anderen Gründen auch das oben genannte schlechtere Raumklima verantwortlich, dass die Lebenserwartung zurückgeht.

    Posted in Baubiologie, Energie- und Umweltpolitik | 20 Comments »

    Fassadenbegrünung und Dachbegrünung

    Posted by retep11 on 23rd September 2012

    Dieser Artikel wurde über 15 Jahren im Leipziger Bauführer 1994 Seite 104 veröffentlicht. Er ist auch heute noch aktuell.

    Vor vielen Jahren konnte man in unseren Straßen öfter noch grüne Fassaden sehen. Zwischenzeitlich wurden es aber immer weniger. Heute hat die Begrünung der Fassaden und der Dachflächen eine neue Bedeutung erlangt.

    Wände, mit Ausnahme der Nordwände, werden im jahreszeitlichen Besonnungsrhythmus bestrahlt und erwärmt. Sie bieten eine ideale Bewuchsfläche und wirken sich günstig auf das Klima der Hausumgebung aus. Sie verbessern Eigenschaften wie Wärmedämmung, Wind- und Regenschutz, Kühlung, Luftverbesserung und Schallabsorption. Fassadenbegrünung ist eine Möglichkeit, ohne größeren Flächenbedarf die Vegetation zu vermehren.

    Fassaden können direkt oder über ein Rankengerüst bewachsen werden. Es bildet sich ein Luftpolster zwischen Blattwerk und Hauswand, das den Wärmetransport von der Wand zur Außenluft verringert. Eine Luftschicht von 5cm entspricht z.B. in ihrer Wärmedämmung etwa einer Doppelglasscheibe mit K=2,9W/m2K und führt bei den hier üblichen K-Werten der Hauswände zu einer Verringerung des Heizenergiebedarfes von etwa 1/3.

    Durch verschiedene Anordnungen, wie Unterteilung in Kammern, kann eine bestimmte Schutzwirkung erreicht werden, wie Windschutz oder Schutz vor Schlagregen. R. Doernach führt Beispiele an, wo nachweislich über 70 Jahre der Putz durch Bewuchs nicht geschädigt sondern geschützt wurde. Vor der Begrünung sollte die gewünschte Nutzung, Lage, Orientierung sowie die Wirkung von Wind, Regen und Sonnenstrahlung berücksichtigt werden.

    Ebenso ist die Berankungsart, die Unterkonstruktion, Befestigung und Fassadenoberfläche sorgfältig auszuwählen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Bepflanzung, wie selbständige Wurzelkletterer, Gerüstranker, Spalierbewuchs, Heckenwände und hängender Bewuchs.

    Da die meisten Blattwerfer sind, sollte auf eine dichte Verflechtung der Triebe geachtet werden, um auch im Winter ausreichenden Klimaschutz zu erhalten. Das Holz der Spalierwand sollte mit natürlichen Holzschutzmitteln (Holzteer, Holzöl oder Soda) imprägniert werden. Zu beachten ist noch, daß für jede Wandseite eine bestimmte Bewuchsart auszuwählen ist.

    Südseite:
    Blattwerfender Bewuchs, um die Gebäudeerwärmung durch die Wintersonne zu ermöglichen.
    Westseite:
    Immergrüner, selbstkletternder Bewuchs als dichter Teppich, mit Abstand vor der Fassade zur Durchlüftung, gut verflechtend, um auch im Winterhalbjahr einen dichten Schutz zu erhalten.
    Ostseite:
    Bei geschützter und auch im Winter verschattungsfreier Lage eine ähnliche Nutzbepflanzung wie an der Südwand;
    Nordseite:
    immergrüne, selbstkletternde Arten mit dichter Gerüstberankung sowie tiefe Heckenwände, um ein gutes Wind- und Wärmeschutzpolster zu erhalten.

    Fassadenpflanzen

    Hinter einer begrünten Fassade bleiben die Zimmer im Sommer angenehm kühl Kletterpflanzen halten Regen ab und schützen die Fassade vor Witterungseinflüssen Pflanzen an der Wand verringern im Winter die Abkühlung des Gebäudes

    Es gibt weit über 50 verschiedene Pflanzen, wie Zierpflanzen, Nutzpflanzen und einjährige Kulturen (siehe Literatur ökologisches Bauen).

    Durch begrünte Dächer könnte nahezu flächengleich die verbaute Vegetationsfläche ersetzt werden. Die Vorteile liegen in der Klimaverbesserung, Wasserspeicherung, Luftverbesserung, Schallabsorption, erhöhtem Biotopwert und Erholungswert. Gegenüber einem nackten Dach erhöht sich der Dachschutz, der Wärmeverlust wird bis zu 10% verringert. Es kann das Regenwasser zurückgehalten und so der Wasserhaushalt verbessert sowie die Luftverschmutzung bis zu 20% bei gleichzeitiger Sauerstoffabgabe gesenkt werden.

    Für eine Dachbegrünung eignen sich am besten Flachdächer aber auch geneigte Dächer lassen sich ohne Problem bepflanzen. Anspruchslosere, niedere Vegetationen erfüllen gesamt ökologisch den gleichen Zweck und bedürfen keiner weiteren aufwendigen Baumaßnahmen. Natürlich muß die Dachhaut völlig dicht

    Kletterpflanzen halten Regen ab und schützen die Fassade vor Witterungseinflüssensein und vor eindringenden Wurzeln geschützt sein. Im Rahmen der statischen Möglichkeiten lassen sich durchaus dünne Erdschichten oder Grasboden von ca. 5cm auf bestehende Dächer aufbringen. Dort wo eine Kiesschicht aufgebracht wurde, muß diese lediglich etwas abgetragen und durch eine entsprechende Erdschicht ersetzt werden. Ob nun Natur-, Moos-, Heide-, Steppen-, Wiesen- oder Sumpfdächer gestaltet werden, liegt an den örtlichen Gegebenheiten, den konstruktiven Voraussetzungen und den Wünschen. Neben dem Einfachaufbau und dem Mehrschichtenaufbau gibt es die Begrünung „umgekehrter“ Dächer. Auch die nachträgliche Begrünung ist möglich, bedarf aber einer konstruktiven und statischen Beurteilung, da die Dachlast nur um max. 30% bei Flachdächern nur ca. 10% erhöht wird, können die Dachsparren durch Schäden in i hrer Festigkeit eingeschränkt sein.

    Die Dachbegrünung hat gerade im Gewerbebau eine wichtige Rolle und muß Bestandteil der ganzheitlichen Planungsaufgabe werden. Gerade in geplanten Gewerbegebieten wird sich das spürbar auf das Mikroklima auswirken. Hier sind z.B. die Grundwasserveränderung durch die versiegelten Flächen zu verzeichnen. Die erhöhte Abstrahlung der Wandflächen führt zu einer Temperaturerhöhung der Umgebung u.a.

    Auch lassen sich Bauelemente für die Nutzung alternativer Energien optisch in ein umweltverträgliches Bauobjekt integrieren. Sowohl für den privaten Bauherren aber vor allem für den Unternehmer bedeutet ein umweltverträgliches Bauobjekt eine Wertsteigerung. Es wird immer einen Mittelweg zwischen Nutzung – Energie – Umfeld Wohlbefinden geben.

    Neben den oben genannten natürlichen Bewuchs gibt es aber auch super Kunstpflanzen die man dort aufstellen kann, wo natürliche Pflanzen wegen Sonnenmangel im Innenraum, wie in einigen Büros, nur schlecht wachsen und eine entsprechende Dekoration erwünscht ist oder über eine lange Zeit die Gestaltung der betreffenden Fläche (z.B. auf Gräber Kunstblumen) schön aus sehen sollen.

    Posted in Baubiologie, Bauen und Wohnen | 18 Comments »

    Historische Fenster

    Posted by retep11 on 13th Juli 2012

    Fenster in einem Haus haben vielfältige Funktionen. Sie sorgen für Tageslicht, die Kommunikation mit der äußeren Umwelt, als Gestaltungselement, zum Luft- und Wärmeaustausch. Historisch entstanden prägen sie den Baustil in den jeweiligen Regionen. Der wirtschaftliche Alleingang der Deutschen künftig die erforderliche Energie auf der Basis von Technologien mit geringer Leistungsdichte zu erzeugen, ist ein Schritt zurück in die vorindustrielle Gesellschaft.
    Man geht von der Illusion aus, dass härteste Energiesparmaßnahmen das auftretende Defizit ausgleichen können. Eine der Forderungen ist die Wärmedämmung der Gebäude, koste, was es wolle. Gerade im Altbaubereich werden vielfach wirtschaftlich und physikalisch vollkommen unsinnige Maßnahmen durch die neuen Spargesetze EnEV, EnEG, EEWärmeG, BImSchV und Heizkostenverordnung gefordert.

    Der U-Wert ist nur eine Näherungsberechnung und je kleiner dieser wird, so falscher ist dieser. Verbrauchabhängige oder bedarfsabhängige Berechnungen für gleiche Gebäude weisen erhebliche Differenzen auf.
    In diesem Rahmen müssen die Fenster einem immer besseren Dämmwert erfüllen. Bewährte Kastenfenster mit Rollladen mit bis zu U = 1,3 W/m2K sind nicht ausreichend. Hermetisch dicht schließende Fenster mit einem U-Wert unter 1 werden bereits heute als Vorgaben genannt. Gebäude mit historischen Fenstern werden verunstaltet und der historische Gesamteindruck geht auf immer verloren.

    Gut ausgenutzt bringen ältere Fenster durch die Solareinstrahlung soviel Energiegewinn, dass der Wärmeverlust ausgeglichen wird. Fenster sind künstlich eingebaute Fugen bzw. Lüftungsöffnungen, wo gewollt ein Feuchteaustausch erfolgt. Der Feuchteaustausch erfolgt einmal über die Fugen als geringer Luftstrom und auch als Kondenswasser an der Glasscheibe. Für das Bauwerk selbst ist es schädlich, wenn der Luftstrom durch die Konstruktion, Risse oder Fugen, erfolgt. Irgendwo taut das Wasser aus und er kommt langfristig zur Durchfeuchtung. Hat das Fenster einen kleineren U-Wert als die angrenzende Konstruktion, was gerade sehr viel bei der Altbausanierung auftritt, so taut das Wasser nicht mehr, wie es konstruktiv vorgesehen war, an der Glasfläche aus, sondern an der Wandoberfläche. Meistens im Schlafzimmer über dem Fußboden an der Außenwand.

    Trotz fachlicher Darlegung der unterschätzten Effizienz und Funktionsweise historischer Fenster kapituliert die Denkmalbehörden unter dem Druck der „Effizienz- und Dämm-Lobby“. Die „Mindestanforderungen“ an das historische Fenster, wie sie die zurzeit geschulten „Energieberater für Baudenkmale“ für eine KfW-Förderung stellen, werden den Druck auf die noch verbliebenen historischen Fensterbestände nochmals erhöhen.

    Denkmalgeschützte Sanierungen sind sehr kostenaufwendig. Unabhängig sollte man nur dann ein Haus kaufen oder sanieren, wenn auch genügend eigene finanzielle Mittel vorhanden sind. Mit jeder Fremdfinanzierung begibt man sich in die Abhängigkeit von anderen. Andererseits kostet es dann auch viel mehr. Solange ein Fenster noch seine volle Funktionstüchtigkeit hat, ist ein Austausch ökologisch und in vielen Fällen auch ökonomisch nicht sinnvoll.

    Die Frage, ob der Mieter die Fenster mag oder nicht, wird bereits mit der ersten Wohnungsbesichtigung geklärt. Er muss ja nicht mieten. Historische Fenster haben gegenüber den heutigen Fenstern einen entscheidenden Vorteil. Die Gesundheit der Bewohner wird weniger durch Schimmelpilze und Schadstoffe gefährdet. Ein Punkt, den bisher Viele noch nicht begriffen haben.

    Nachfolgend ein Beitrag zu historischen Fenstern www.die-fensterhandwerker.de

    Wenn Sie ein neues Haus bauen, oder Ihre Fenster sind wirklich kaputt, dann können Sie hier kostenfrei ein Angebote für ein neues Fenster einholen.

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    Posted in Baubiologie, Bauen und Wohnen | 21 Comments »

    Feuchtigkeit als Ursache für biologische Bauschäden

    Posted by retep11 on 4th Februar 2010

    Biologische Schäden an Bauteilen treten nur dann auf, wenn genügend Feuchtigkeit, eine geeignete Nahrung und ein optimaler Temperaturbereich vorliegen. Oft sind sehr schmale Grenzen zwischen Schadenfreiheit und Schädigung zu beobachten. Eine höhere Feuchtigkeit bei niedriger Temperatur muss nicht zwangsweise zu einer Schädigung führen. Dagegen kann bei gleicher oder sogar niedrigerer relativer Feuchte aber bei Zimmertemperatur eine biologische Schädigung auftreten. Dieser Zusammenhang wird i n einem verallgemeinerten Isoplethensystem dargestellt.

    Neben dem oft kritisierten eindimensionalen Glaser-Verfahren, welches Kapillartransporte, Sorptionseigenschaften und Einflüsse realer baulicher und klimatischer Randbedingungen nicht berücksichtigt, gibt es zahlreiche Modellansätze, die mehrdimensionale und instationäre Transportvorgänge in kapillar porösen Baustoffen berechnen. Die thermodynamisch miteinander gekoppelten Wärme- und Feuchtetransportvorgänge finden gleichzeitig statt und beeinflussen sich gegenseitig. Enthalpieströme der Feuchtefelder sowie die Phasenänderung des Wassers beeinflussen die Wärmespeicherfähigkeit sowie die Wärmeleitfähigkeit und somit den Wärmetransport. In der Literatur werden verschieden numerische Berechnungsverfahren beschrieben.[1] [3] [7] So werden bei der Berechnung des Wärmetransportes bei KÜNZEL die „…Wärmeleitung und Enthalpieströme durch Feuchtebewegung mit Phasenveränderung sowie die kurzwellige Sonnenstrahlung berücksichtigt.“[8]

    Im Forschungsbericht zur hygrothermischen Untersuchung an Balkenköpfen … kommt man zu folgender Schlussfolgerung „Grundsätzlich bleibt festzustellen, dass bei der numerischen Simulation gekoppelter Temperatur- und Feuchtefelder in Baustoffen und Bauelementen derzeit die realitätsnahe Kopplung strömungstechnischer Vorgänge mit den Temperaturvorgängen in Materialien außerordentlich große Schwierigkeiten bereitet. Eine praktikable Schnittstelle vorhandener Software für beide Bereiche (z. B. „DELPHIN“, „WUFI“-„Fluent“) existiert nicht.[9]


    [1] Kießl, Kurt; Kapillare und dampfförmiger Feuchtetransport in mehrschichtigen Bauteilen. Rechnerische Erfassung und bauphysikalische Anwendung, Dissertation, Universität Gesamthochschule Essen 1983

    [2] Häupl, Peter; Stopp, Horst; Feuchtetransport in Baustoffen und Bauwerksteilen Dissertation, Technische Universität Dresden 1987

    [3] Philip, J.R.; De Vries, D.A.; Moisture movements in porous materials under temperature gradients, Transaction American Geophysical Union, Heft 2 (1957) S. 222-232

    [4] Pedersen, C.R.; Combined heat and moisture transfer in building construction, Dissertation Technische Universität Dänemark, Lyngby 1998

    [5] Radu, A. Vornicu, T.; Zweidimensionale Berechnung der Wärmeleit- und Wasserdampfdiffusionsvorgänge in Außenbauteilen, Bauphysik, Heft 1 (1988), S. 17-23

    [6] Bednar, T.; Beurteilung des feuchte- und wärmetechnischen Verhaltens von Bauteilen und Gebäuden –Weiterentwicklung der Meß- und Rechenverfahren, Dissertation 2000, Technische Universität Wien

    [7] Anderseeon, A.; Computer programs for tow-dimensional heat, moisture air flow. Division of Building Technology, Lund, Instiute of Technology Report TVBH-3005, Schweden 1981

    [8] Künzel, Hartwig M.; Verfahren zur ein- und zweidimensionalen Berechnung des gekoppelten Wärme- und Feuchtetransport in Bauteilen mit einfachen Kennwerten, Diss 1994 , Universität Stuttgart, Fakultät Bauingenieur- und Vermessungswesen, S. 8, 64

    [ 9] Gnoth, Steffen; Hansel, Frank; Jurk, Kasten; Toepel, Torsten; Strangfeld, Peter; Hygrothermische Untersuchung der Balkenköpfe von Einschubdecken bei innengedämmten Außenwänden unter Einbeziehung der Heizungstechnik, Heizungstechnisch gestützte kapillaraktive Innendämmung bei Holzbalkendecken , 2003, Fraunhofer IRB Verlag, S. 104

    Posted in Baubiologie | 24 Comments »

     
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