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Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Autor: Peter Rauch Ph.D.

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  • Energiewende - der lange Marsch in die Große Transformation

    Erstellt von retep11 am Freitag 6. September 2013

    Oppenheimer Werkstatt fĂŒr Wetterkunde – Dr. Wolfgang ThĂŒne

    Am 7. April 2011 prĂ€sentierte als Beitrag zur Rio+20-Konferenz 2012 der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung „Globale UmweltverĂ€nderungen“ (WBGU) unter Vorsitz von Hans Joachim Schellnhuber, auch Direktor des Potsdam-Institut fĂŒr Klimafolgenforschung, die Empfehlung: „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag fĂŒr eine Große Transformation“. Darin ist klar zu lesen: „Das kohlenstoffbasierte Weltwirtschaftsmodell ist auch ein normativ unhaltbarer Zustand, denn es gefĂ€hrdet die StabilitĂ€t des Klimasystems und damit die Existenzgrundlagen kĂŒnftiger Generationen. Die Transformation zur KlimavertrĂ€glichkeit ist daher moralisch geboten.“ Weiter: „Die Große Transformation ist keineswegs ein Automatismus. Sie ist auf die „Gestaltung des Unplanbaren“ angewiesen. Dies ist historisch einmalig.“ Und weiter: „Um eine Dekarbonisierung weltweit voranzutreiben, sollte der Staat seine Rolle als Gestalter bewusst wahrnehmen.“ Gehen wir wieder absolutistischen Zeiten entgegen?

    Die Transformation funktioniert nicht wie ein Transformator oder Umspanner, mit dem man Wechselspannungen erhöhen oder verringern kann. Transformation bedeutet Umformung und will nichts anderes als einen grundlegenden Wechsel der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ordnung. Das war auch Ziel der 68er Kulturrevolution! Wer das „Unplanbare“ gestalten will, hĂŒllt sich zuallererst in einen unverstĂ€ndlichen Wortnebel. Offenbar hat der, der mit unverstĂ€ndlichen Begriffen „große SprĂŒche klopft“, in der Politik das Sagen. Doch was bedeutet „Transformation zur KlimavertrĂ€glichkeit“? Wie soll das geschehen? Soll die „Energiewende“ die „KlimavertrĂ€glichkeit“ befördern? Muss nicht zuerst die WettervertrĂ€glichkeit erhöht werden? Schaut man genauer hin, verletzen diese politischen Kunstbegriffe alle Regeln der logischen Wortbildung.

    „Energiewende“ zur „postindustriellen Gesellschaft“?

    Der zweite Begriff wurde erstmals von dem französischen Soziologen Alain Touraine im Jahre 1969 geprĂ€gt: „La sociĂ©tĂ© post-industrielle“. Diese Vorstellung orientierte sich offensichtlich an Richard Cautillion, der 1756 eine „Regierung der Natur“ propagierte und eine ökonomische Theorie entwickelte, die glaubte, den Wohlstand der Nationen allein von der Landwirtschaft herleiten zu können. Er wandte sich gegen den Merkantilismus, das vorherrschende Wirtschaftssystem des Zeitalters des Absolutismus. In der grĂŒnen Ökobewegung findet sich dieses Gedankengut wieder, das schon bei Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) mit der Parole „ZurĂŒck zur Natur“ zu finden ist. Rousseau schrieb 1762 seinen „Contrat social“. Er war einer der wichtigsten Wegbereiter der Französischen Revolution 1789.

    Doch was das mit der „Energiewende“ zu tun? Kann man Energie drehen und wenden? Hierzu Ă€ußerste sich bereits 1841 Julius Robert Mayer (1814-1878) dahingehend, „dass Energie weder erschaffen, noch vernichtet, sondern nur umgewandelt werden kann“. Mayer bestimmte das „Mechanische WĂ€rmeĂ€quivalent“ und formulierte den „Ersten Hauptsatz der WĂ€rmelehre“. 1847 folgte der „Energieerhaltungssatz“ von Hermann von Helmholtz (1821-1894). Dies geschah in der FrĂŒhphase der „Industriellen Revolution“, die von England ausgehend sich mit der Erfindung der Dampfmaschine von James Watt 1769 ĂŒber die Welt verbreitete. Im Wort Industrie steckt das lateinische Wort ‚industria‘, das Fleiß und Betriebsamkeit bedeutet.

    Die Energie, die mit der FĂ€higkeit Arbeit zu leisten ursĂ€chlich verbunden ist, ist unverzichtbar fĂŒr das Funktionieren einer Industriegesellschaft. Energie ist nötig, um einen Körper zu beschleunigen oder um ihn entgegen einer Kraft zu bewegen, um Körper zu erwĂ€rmen und um Gase zusammenzudrĂŒcken, um elektrischen Strom fließen zu lassen oder elektromagnetischen Wellen abzustrahlen. Pflanzen, Tier und Menschen benötigen Energie, um leben zu können. Energie braucht man auch zum Betrieb von Computersystemen, zur Telekommunikation und fĂŒr jegliche wirtschaftliche Produktion. Wohin soll uns die „Energiewende“ fĂŒhren? In die „postindustrielle Gesellschaft“, die dennoch nicht auf Energie, insbesondere in Form elektrischen Stroms, verzichten kann? DrĂŒckt sich hier ein intellektueller Wunschtraum nach Ruhe und MĂŒĂŸiggang in einer „saturierten Welt“ aus? Was bezweckt die Große Transformation wirklich, was wird verschwiegen?

    Das Karbonzeitalter und die „De-Karbonisierung“

    Das Karbon, auch „Steinkohlezeitalter“ oder „Zeitalter der Farne“ genannt, umfasste etwa 60 Millionen Jahre, von 360 bis 300 Millionen Jahre vor unserer Zeitrechnung. Das damalige Pflanzenwachstum wurde begĂŒnstigt von einem etwa 800 ppm betragenden CO2-Gehalt der Luft. Dies ist das Doppelte des heutigen Wertes und mit Sicherheit nicht „anthropogen“ bedingt. Auch gab es einen mehrfachen Wechsel vom Warm- und Kaltzeiten mit erheblichen Schwankungen des Meeresspiegels. Auch hierbei war der Mensch nicht beteiligt! UrwĂ€lder wurden also immer wieder von MorĂ€nen-Ablagerungen ĂŒberschĂŒttet, so dass sich dazwischen Steinkohleflöze in mehreren Horizonten bilden konnten. Aus dem Abbau und er Verbrennung der Steinkohle wurde die Energie gewonnen, die zur Entwicklung der Industrien unverzichtbar war. Die bis dahin dominierende Muskelkraft von Mensch und Tieren wurde ins Unermessliche gesteigert. Die das Korn malenden WassermĂŒhlen wie die vom wehenden Wind abhĂ€ngigen WindmĂŒhlen wurden durch kontinuierlich arbeitende Dampfmaschinen ersetzt. Wilhelm Busch (1832-1908) dichtete:
    „Aus der MĂŒhle schaut der MĂŒller, der so gerne mahlen will. Stiller wird der Wind und stiller, und die MĂŒhle stehet still. So geht’s immer, wie ich finde, rief der MĂŒller voller Zorn. Hat man Korn, so fehlt’s am Winde, hat man Wind, so fehlt das Korn.“
    Bereits 1885 machte sich Rudolf Clausius (1822-1888), der Entdecker des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik, Gedanken ĂŒber die Energieversorgung und schrieb eine Abhandlung „Über die EnergievorrĂ€te der Natur und ihre Verwertung zum Nutzen der Menschheit“. Unsere Vorfahren waren keineswegs blind und haben nur auf die „grĂŒne Erleuchtung“ gewartet. Sie haben sich sehr wohl ernsthaft Gedanken ĂŒber die Ressourcenausstattung der Erde gemacht. Dies war auch Thema des ersten großen internationalen Geologen-Kongresses im Jahre 1913. Dabei wurde auch das „Gespenst einer kĂŒnftigen Kohlennot“ erörtert. Man errechnete, dass alle damals bekannten Steinkohlenlager, bis auf 1800 Meter Tiefe abgebaut, theoretisch noch fĂŒr 6000 Jahre reichen. Diese Zahl wurde korrigiert auf die wirklich nutzbare Kohle, womit die Reichweite auf 1500 Jahre reduziert wurde. Dies gilt zwar im globalen Durchschnitt, aber nicht fĂŒr die Kontinente und LĂ€nder. WĂ€hrend in den Vereinigten Staaten die VorrĂ€te auf 2000 Jahre geschĂ€tzt wurden, so werde vermutlich England schon in 200 Jahren keine Kohle mehr haben.
    Man machte sich 1913 vor jetzt genau 100 Jahren ernsthaft Gedanken um eine „Welt ohne Kohle“. Man baute keine „Klimakatastrophe“ auf, versprach keinen „Klimaschutz“, versetzte nicht die Welt in Angst und Schrecken, sondern handelte pragmatisch und zielorientiert. Man fragte sich schlicht und einfach: Welche Möglichkeiten bietet die Natur, um den Energiehunger der Menschheit zu stillen? Ganz pragmatisch mit Ingenieurverstand! Vor allem ignorierte man Svante Arrhenius, der bereits 1896 die irrsinnige Hypothese vom „CO2-Treibhauseffekt“ in die Welt gesetzt hatte.

    „In hundert Jahren – Die kĂŒnftige Energieversorgung der Welt“

    Dies ist der Titel einer Kosmos-BĂ€ndchens, das im Jahre 1931 von Hanns GĂŒnther (W. de Haas) veröffentlicht wurde. Er schreibt: „Versuchen wir einmal, uns auszumalen, was „Welt ohne Kohle“ heißt. Vor allem keine Heizung mehr und keine Möglichkeit, zu kochen! Auch nicht mit Gas, das ja gleichzeitig der Kohle entstammt, und ebenso wenig mit Holz, denn unsere Öfen wĂŒrden alle vorhandenen WĂ€lder in wenigen Jahren fressen. Dann selbstverstĂ€ndlich Unterbindung des Eisenbahn- und Schiffsverkehrs! Aber auch des Verkehrs mit Automobilen und Luftfahrzeugen, denn die Petroleumquellen der Erde sind bis dahin lĂ€ngst erschöpft, und die kĂŒnstlich erzeugten Treibstoffe entstammen durchweg der Kohle. Weiter wĂŒrde „Keine Kohle mehr!“ fĂŒr den grĂ¶ĂŸten Teil der Menscheit bedeuten: Kein kĂŒnstliches Licht, denn da es kein Gas und kein Leuchtöl mehr gĂ€be und die ElektrizitĂ€t in den meisten LĂ€ndern aus Kohle erzeugt wird, kĂ€men wir wieder zu Kienspan und Tranlampe zurĂŒck. Das alles wĂ€re aber immer noch erst der Anfang, denn natĂŒrlich kĂ€men auch alle Industrien zum Erliegen, fĂŒr die man Kohle als WĂ€rmequelle oder Rohstoff braucht. 
 „Keine Kohle mehr“, heißt also letzten Endes „Verschwinden der Zivilisation“.“

    Diese 1931 geschriebene Situationsanalyse hat nicht dazu gefĂŒhrt, dass man in Visionen und Utopien geflĂŒchtet ist, sondern konkret nach Möglichkeiten gesucht hat, „die Kohle aus unserer Energieversorgung auszuschalten“, aber sie „mit grĂ¶ĂŸtmöglicher Beschleunigung durch andere EnergietrĂ€ger zu ersetzen“. Es geht um Suche nach dem Ersatz von „EnergietrĂ€gern“! Noch heute ist erstaunlich, mit welch hohem Maß an ideologiefreier KreativitĂ€t, an schöpferischer Intelligenz und technischer Innovationskraft man an dieses Problem der Knappheit heranging.

    Welche Alternativen boten sich zu damaliger Zeit – vor 100 Jahren?
    Wenn heute Sachverhalte von Politikern als „alternativlos“ dargestellt werden, ist das eher ein Ausdruck fatalistischer Resignation als ein Zeugnis sachorientierter ProblemlösungskapazitĂ€t. Die Akrobatik mit Kunstbegriffen wie „Energiewende“ hilft nicht weiter. Hier können nur kurz die Gedanken umrissen werden, die sich damals kluge Physiker und Ingenieure machten, um das Energieproblem zu lösen. Das BĂŒchlein ist gegliedert in 10 Kapitel:
    Nach „Die Welt ohne Kohle“ folgt „PlĂ€ne ums Mittelmeer“: Darin werden PlĂ€ne von Hermann Soergel (Panropaprojekt Gibraltardamm) und Pierre Gandrillon (Solares Pumpspeicherwerk im Jordantal am Tiberias-See) nĂ€her beschrieben. Als drittes wird die Frage erörtert: „Wird es einst Wellenkraftwerke geben?“ Hier geht es um die Nutzung der KrĂ€fte von Brandungswellen und der Meereswellen. Daran schließ sich das Kapitel „Ebbe und Flut im Dienst“ an. Es wird die Funktion des französischen Gezeitenkraftwerks an der MĂŒndung des Diouris bei l’Aberwrach in der Bretagne dargestellt. Zwecks Gewinnung der Gezeitenenergie fand 1930 in Berlin eine Weltkraft-Konferenz statt. Das nĂ€chste Kapitel heißt „Gefesselte Zyklone“. Mehr Energie als in den Gezeitenströmungen stecke in der WĂ€rmestrahlung der Sonne, „obwohl unser Wohnstern, der Erde, im Ganzen nur 1/250 000 000 der tatsĂ€chlichen Strahlung erhĂ€lt“. Auf einem km2 SaharaflĂ€che lassen sich – die Nutzwirkung nur mit 10 Prozent angenommen – nicht „weniger als 25 000 JahrespferdestĂ€rken gewinnen“. FĂŒr den 1970 geschĂ€tzten Energiebedarf wĂŒrden bei AusnĂŒtzung der SonnenwĂ€rme 40 000 km2 SaharaflĂ€che genĂŒgen. Bernard Dubos erkannte, dass das richtige Mittel zur AusnĂŒtzung der SonnenwĂ€rme der Wind ist und entwickelte ein Windkraftwerk, das zudem die natĂŒrliche Temperaturabnahme mit der Höhe ausnutzte. Das 6. Kapitel befasst sich mit „Die TĂŒrme des Windes“, um auch in kĂ€lteren LĂ€ndern die Windkraft zur Energiegewinnung heranzuziehen, durch Erzeugung senkrechter Luftströme in zylindrischen TĂŒrmen. Grund: „Dass die alte WindmĂŒhle keine brauchbare „Windmaschine“ ist, weiß jeder. Dasselbe gilt fĂŒr ihre Nachfolgerung, die Windturbine, die man gleichfalls nur als Kleinkraftmaschine gelten lassen kann.“
    Das siebte Kapitel widmet sich den „Tropischen Meeren als WĂ€rmequelle“. Die Überlegungen zur Ausnutzung des TemperaturgefĂ€lles zwischen 300-Dampfkessel und 150-Kondensator zwecks Energiegewinnung gehen auf den französischen Physiker Prof. d’Arsonval 1881 zurĂŒck. Sie wurden weiterentwickelt und schließlich 1926 der Pariser Akademie der Wissenschaften als Projekt „Georg Claude“ prĂ€sentiert. An der NordkĂŒste Kubas wurde eine Versuchsanlage errichtet. Auch wenn das Projekt scheiterte, so heißt es 1931: „Der Energievorrat, den wir in Gestalt der warmen und kalten Wassermassen der Ozeane besitzen, ist nach der Sonnenstrahlung und der Gezeitenströmung sicher die weitaus grĂ¶ĂŸte Energiequelle der Erde.“ Dies ist durchaus als Auftrag anzusehen. In dem folgenden Kapitel geht es um die „Kraft aus der arktischen KĂ€lte“. Aufgrund der Überlegung, dass sich aus dem WĂ€rmegefĂ€lle zwischen Wasser unter dem Eis und der Luft ĂŒber dem Eis Ă€hnlich wie zwischen dem Temperatursprung zwischen OberflĂ€chen- und Tiefenwasser in den Tropen Energie gewinnen lasse, entwarf der Physiker Dr. Barjot ein „Eiskraftwerk“. Benötigt wurde ein Stoff, der bei O0 dampfförmig und bei -220 flĂŒssig ist. HierfĂŒr eignet sich „Butan“. Zum Bau eines Barjot-Kraftwerkes ist es nicht gekommen. Das vorletzte Kapitel trĂ€gt die Überschrift „Und die ErdwĂ€rme?“ Sie wird als Mitgift bezeichnet, „die die Erde erhielt, als sie sich vor Jahrmillionen von ihrer Mutter, der Sonne, trennte“. Im Jahr 1912 baute man in der Toskana bei Lardarello ein „Vulkankraftwerk“, das 1916 eine Maschinenleistung von 12 000 Kilowatt erbrachte. Sir Charles Parsons, der Erfinder der Dampfturbine, entwickelte die Idee, wie man die ErdwĂ€rme nach heutiger Technik nutzen kann. Dann kommt „Das letzte Ziel“. Es beginnt: „Die Frage nach der direkten Umwandlung von WĂ€rme in ElektrizitĂ€t beschĂ€ftigt Wissenschaft und Technik schon ĂŒber 100 Jahre, seit Thomas Seebeck (1770-1831) im Jahr 1821 jene Erscheinung entdeckte, die der Physiker kurzweg „ThermoelektrizitĂ€t“ nennt. Es werden das Thermoelement wie das Brennstoff-Element vorgestellt und dann das „grĂ¶ĂŸte Problem, das die technische Physik noch zu lösen hat: die Nutzbarmachung der inneratomaren Energie durch kĂŒnstliche ZertrĂŒmmerung der Atome“.

    Allein dies ist gelungen: Die friedliche Nutzung der Kernenergie! Die LektĂŒre dieses vor gut 80 Jahren geschriebenen und allgemeinverstĂ€ndlichen Kosmos-BĂŒchleins ist ein Genuss, aber heutige Energiepolitiker mĂŒssten sich schĂ€men. WĂ€hrend unsere Zeit auf einer nicht existenten, ja erfundenen „Gegenstrahlung“ eine „ErderwĂ€rmung“ als „EigenerwĂ€rmung“ mit der Gefahr einer globalen „Klimakatastrophe“ konstruiert, haben sich frĂŒhere Generationen ganz konkret gefragt, wie man die gewaltigen SonnenkrĂ€fte in ihren verschiedensten Formen zur Energiegewinnung nutzen könne. Dabei waren sie extrem ideenreich und vielseitig.

    Nichts schildert die positive Einstellung damaliger Zeiten besser als folgende Worte:
    „Das sichtbare Inventar ist schnell aufgenommen. Lassen wir die Kohlen, das Erdöl, die FlĂŒsse und WasserfĂ€lle beiseite, so kommen in Betracht: die unendlichen WĂ€rmemengen, die von der Sonne her ĂŒber die Erde fluten, die ungeheure Glut, die unser Wohnplanet als Mitgift seiner Mutter in seinem Innern birgt, die Strömungen im Luftmeer, die wir Winde nennen, der Wellenschlag der Meere, der sich als donnernde Brandung an ihren KĂŒsten bricht, das ewige Steigen und Fallen der Gezeiten, jene gemeinhin Ebbe und Flut genannte periodische Bewegung des Meeresspiegels, die der Mond mit seiner Massenanziehung zustande bringt.“

    In diesen Worten stecken noch ungeheure physikalische und technische Herausforderungen an die Industriegesellschaft! Oder hat deswegen bisher keine einzige Partei Widerspruch gegen den Plan „Große Transformation“ erhoben, weil alle Parteien das post-industrielle Ökoparadies anstreben? Warum wird dieses revolutionĂ€re Ziel verklausuliert und das Volk im Unklaren gelassen?
    Oppenheim, den 5. September 2013

     


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