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Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Autor: Peter Rauch Ph.D.

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  • Klima-Katastrophe - ein BegriffsungetĂŒm wird entschĂ€rft!

    Erstellt von retep11 am Samstag 28. Juli 2012

    Oppenheimer Werkstatt fĂŒr Wetterkunde - Dr. Wolfgang ThĂŒne

    Gut 25 Jahre geisterte der Begriff "Klimakatastrophe", im Januar 1986 von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. aus der Taufe gehoben, wie ein Gespenst um die Welt und verbreitete Angst, Furcht und Schrecken. Im Jahr 2007 verbreitete der Weltklimarat (IPCC) sogar die absurde These, dass das Global-Klima so verĂ€rgert sei, dass es der Menschheit den „Klimakrieg“ erklĂ€rt habe. Dies fĂŒhrte dazu, dass das Nobelkomitee in Oslo 2007 den Oskar-PreistrĂ€ger Al Gore sowie den IPCC-Chef Pachauri mit dem Friedensnobelpreis auszeichnete in der irrsinnigen Hoffnung, dass diese UnterhĂ€ndler das Klima zur MĂ€ĂŸigung anhalten und so rasch den „Klimakrieg“ beenden könnten. In seiner grĂ¶ĂŸten IrrationalitĂ€t glaubt der Mensch rational handeln zu können. Glaubten im Jahr 2006 noch ĂŒber 60 Prozent der Deutschen an die „Klimakatastrophe“, so fĂŒrchten sich heute nur noch gut 30 Prozent vor globaler ErwĂ€rmung. Wenn das Gespenst Niemand mehr Ă€ngstigt, dann sollte es still, aber nicht mit lautem Getöse begraben werden.

    Doch das Gegenteil trat ein. Wie aus heiterem Himmel und mit indirekter UnterstĂŒtzung eines russischen KĂ€ltehochs machte die BILD-Zeitung dem Gespenst „Klimakatastrophe“ mit lautem Posaunenklang den Garaus. Am 6., 7. und 8. Februar 2012 brachte sie folgende Schlagzeilen: „Die CO2-LĂŒge“ – 1. „Renommiertes Forscher-Team behauptet: Die Klima-Katastrophe ist Panik-Mache der Politik“ – 2. „Seit 12 Jahren ist die Erd-ErwĂ€rmung gestoppt!“ – 3. „Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft!“ Solche Schlagzeilen kann sich nur die BILD leisten. Doch welche Absicht steckt wirklich dahinter? Wird damit die ganze Klimaschutz-Politik abgeschafft, fĂŒr Unsinn deklariert? Wer voreilige diese SchlĂŒsse zieht, der sollte genauer in den Text hineinschauen und mal „zwischen den Zeilen lesen“. Wenn daraus, wie im Peter Boehringer Newsletter, gefolgert wird, „sogar die BILD-Zeitung schwört der CO2-Klimareligion ab“, dann trifft dies keineswegs zu. Es geht ihr gar nicht um die Widerlegung der „CO2-LĂŒge“, sie wird nur verniedlicht, der Einfluss halbiert!

    Zuerst einmal geht es der BILD-Zeitung um eine maximale Aufmerksamkeit erheischende Provokation, um Sensation. BILD ist nicht vom Pfad der politisch vorgegebenen Tugend abgewichen und hat nicht den „Treibhauseffekt“ infrage gestellt, sie hat bloß klimatische Landschaftspflege betrieben und einen spitzen Trieb zurĂŒckgeschnitten, weil von ihm keine „FrĂŒchte der Angst“ mehr zu erwarten waren. Der Begriff „Klima-Katastrophe“ war nach 25jĂ€hrigem Gebrauch so abgenutzt, das nun der Zeitpunkt gĂŒnstig schien, ihn mit dem nötigen publizistischen Aufwand zu entsorgen. Von nutzlosem Ballast befreit kann sich nun die Klimapolitik neu aufstellen, die Bataillone neu formieren. Der RĂŒck- und Umbau der Industrie-Gesellschaft, die De-Karbonisierung kann nun weitergehen, denn, so der Schluss-Satz: „Klar ist: Der Weg weg von Öl/Gas/Kohle hin zu mehr erneuerbarer Energie ist richtig! Aber die maßlosen Hitze-Prognosen des Weltklimarates sind reine Angstmache!“ Wer zu lange vor dem „bösen Wolf“ warnt, wird unglaubwĂŒrdig.

    Dabei braucht vor einem toten AmoklĂ€ufer kein Mensch Angst zuhaben. Von ihm geht keine Gefahr mehr aus. Er, der Killer, kann selbst ‚post mortem‘ nicht mehr gekillt werden. Doch exakt dies werfen die Klimapolitiker uns Menschen vor. Wir seien allesamt „Klima-Killer“ und mĂŒssten daher alle mit CO2-Fußfesseln versehen werden, um den uns staatlicherseits vorgeschriebenen CO2-Fußabdruck besser polizeilich kontrollieren zu können. Sind wir alle Schwerverbrecher? Mag auch im Laufe von 30 Jahren (10.750 Tage) das Wetter manchmal aus menschlicher Sicht Amok laufen und Katastrophen auslösen, das zum Klima statistisch verdichtete „Mittelwert-Wetter“ ist Vergangenheit, ist tot und wird nicht mehr lebendig und damit zu einer Gefahr. Dass die ĂŒberwiegende Mehrheit dennoch die Warnung vor der Klima-Katastrophe ernst nahm, in den Zustand lĂ€hmender Angststarre verfiel und sich gar zum Mörder, zum Klima-Killer, öffentlich brandmarken und an den Pranger stellen ließ, das zeigt, wie leicht sich allwissend dĂŒnkende Menschen immer wieder manipuliert und missbraucht werden können. So wurde bereits ĂŒberlegt, den Wissenschaftlern, die an den Humbug von der Klima-Katastrophe nicht glauben, die wissenschaftliche Qualifikation abzusprechen und sie wegen Renitenz und Querulantentum zu bestrafen. Dass die Medien glauben, sie verhöhnen, verspotten und zu Treibjagten gegen sie aufrufen zu können, ist wahrlich kein Zeichen einer freien verantwortungsbewussten Presse.

    Die Artikelserie hat kein BILD-Redakteur geschrieben, sondern Professor Werner Weber von der Technischen UniversitĂ€t Dortmund und die Autoren selbst. Zugpferd dabei ist Hamburgs Ex-Umweltsenator (SPD) Fritz Vahrenholt. Fritz Vahrenholt ist Chemiker und seit 2008 GeschĂ€ftsfĂŒhrer der RWE Tochterfirma Innogy, die sich speziell dem Ausbau erneuerbarer Energien widmet. Koautor ist der Geologe Sebastian LĂŒning. Er ist seit 2007 als Afrika-Experte beim Öl- und Gasunternehmen RWE Dea beschĂ€ftigt. Beide fordern: „Stoppt die Umverteilungsmaschinerie!“ Diese These beruht auf seiner Erkenntnis, dass die Solarmodule „nur 10 % des Jahres volle Leistung bringen. Dieser Wahnwitz kostet uns 8 Milliarden Euro/Jahr. Zahlen mĂŒssen die kleinen Leute in den Mietwohnungen, die sich ein Solardach nicht leisten können. Und Hausbesitzer oder reiche Investoren können Kasse machen.“ Dies ist ein Argument, das sich alle Politiker zu Herzen nehmen sollten, die von sozial gerechter Politik reden. Daher ist der BILD-Schlagzeile uneingeschrĂ€nkt zuzustimmen: „Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft!“ FĂŒr den, der wie RWE auf Strom aus Wind und Sonne setzt, ist dieses Fazit allerdings vernichtend.

    Die Autoren argumentieren sehr zutreffend, wenn sie sagen: „Dieser Unfug ist nur erklĂ€rbar, weil man dem deutschen Volk Angst eingejagt hat.“ Damit sind wir wieder bei dem 1986 kreierten Un-Wort „Klima-Katastrophe“. Jeder weiß es seit Schulzeiten: „Klima“ ist ein kĂŒnstlicher Begriff, der das „mittlere Wettergeschehen“ an einem Ort ĂŒber eine 30jĂ€hrige Periode irgendwie umschreiben soll. Dies ist noch nie Jemandem auf der Welt gelungen, selbst nicht den „Klimaexperten“. Da sich Wetter nicht ganzheitlich erfassen, sondern nur einzelne Elemente gemessen werden können wie Luftdruck, Temperatur, Wind, kann man auch nur Mittelwerte dieser Elemente berechnen. Eine Mitteltemperatur, und auf diese allein wird das Klima reduziert, sagt nichts aus ĂŒber den Temperaturverlauf ĂŒber 30 Jahre hinweg. Sie sagt nichts aus ĂŒber das Wettergeschehen im Einzelnen noch das Klima an sich. Man kann zwar Mittelwerte verschiedener 30jĂ€hriger Perioden vergleichen, aber man kann keinen zur „Norm“ erklĂ€ren, zum Maßstab oder zur Richtschnur dafĂŒr, wie sich das Wetter kĂŒnftig zu verhalten habe. Auch simple Trends lassen sich nicht ablesen. Doch zurĂŒck zum Un-Wort. WĂ€hrend einer Klimabeobachtungsperiode von 30 Jahren können x-beliebige Extremwetterlagen, ja Wetterkatastrophen, eintreten, doch jeder errechnete Klimawert ist ein absolut toter Wert, ein historischer Wert, der irgendwie die Vergangenheit beschreibt und doch wieder nicht beschreibt. Was soll man mit der Aussage anfangen, in der Periode 1961-1990 hat in Deutschland die Mitteltemperatur 8,7° Celsius betragen. Die „mittlere Temperatur“ erzeugt keine Hitze- oder KĂ€ltewelle, der „mittlere Wind“ keinen Sturm oder Orkan mit katastrophalen Folgen.

    Vor dem vergangenen Wetter, tritt es auch völlig unkenntlich als „Klima“ auf, braucht wahrhaftig kein Mensch Angst zu haben. Es ist Geschichte! Wetter ist ein unumkehrbarer, nicht reversibler Naturvorgang. Es lĂ€sst sich wie die Zeit nicht zurĂŒckdrehen. Es lĂ€sst sich nicht vorhersagen, noch weniger vorherbestimmen. Wenn dennoch die „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“ uns erschrecken und erstarren ließ, wie der Scheinwerfer ein Kaninchen, so ist das rational nicht zu erklĂ€ren, sondern nur emotional. Hier sind Gehirn- und Verhaltensforscher gefragt. Mit der Warnung wurde in uns im Unbewussten eine archaische Instinktreaktion ausgelöst, die dem Verstand vorgeschaltet ist und auf diese Weise unser Überleben sichert. Bevor unser Verstand ĂŒberhaupt bei plötzlichen und womöglich katastrophalen Gefahren reagieren kann, mĂŒssen unsere Sinne handeln. In unserem Innern ist der Begriff „Klima“ mit dem Bild „Neigung“, seiner ursprĂŒnglichen griechischen Wort-Bedeutung, verknĂŒpft. Ein sich plötzlich neigender und auf ein Auto fallender Baum kann eine Katastrophe auslösen. Wenn in einer Ehe plötzlich ein Wort Zuneigung in Abneigung umschlagen lassen kann, dann ist das eine Neigungs- oder Klima-Katastrophe. Wir sind, was unverhoffte Neigungswechsel angeht, sehr Ă€ngstliche Wesen.

    Wer uns rechtzeitig vor einer Klima-Katastrophe warnt und gleichzeitig Rettung vor dieser Gefahr verspricht, der ist doch ein guter Mensch. Und daher fĂŒhlen sich auch all die Klima-Katastrophen-Warner in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Medien oder Gesellschaft als Gefahren vorbeugende „Gutmenschen“. Doch was die Warnung vor den vom Wetter abgeleiteten Klima-Gefahren betrifft, so ist diese Warnung völlig substanzlos, weil es den Naturvorgang „Klima“ nicht gibt. Die Warnung vor einem Orkan oder einer Sturmflut ist sinnvoll, da beide Wetter-PhĂ€nomene real sind, doch Klima-Warnungen sind einzig und allein fiktive Warnungen, Spiele mit unserem Unterbewusstsein, mit unserer Angst. Dieses Spiel ist besonders infam, weil uns Menschen die Schuld an der Klima-Katastrophe gegeben wird. Obgleich jeder Mensch weiß, dass er am Wetter nicht schuld ist, akzeptiert er den unerhörten Vorwurf, an der Klima-Katastrophe schuld zu sein.

    Wer voreilig ohne Überlegung aus Angst vor einer „Gefahr“ auch noch die Schuld an dieser „Gefahr“ anerkennt, der sitzt in der Falle. Kamen frĂŒher alle SĂŒnder ins „Fegefeuer“, so heißt dieses heute „Treibhaus“, wobei unser Verhalten die Temperatur bestimmen soll. Um dieser neuen Zuchtanstalt zu entkommen, ist es dringend und zwingend notwendig, dem Begriff Klima-Katastrophe Angst und Schrecken zu nehmen. DiesbezĂŒglich ist sehr den Autoren Vahrenholt und LĂŒning wie der BILD-Zeitung zu danken. Mit der Schlagzeile „Die Klima-Katastrophe ist Panik-Mache der Politik“ haben sie einen immens wichtigen Beitrag geleistet, damit endlich der Verstand bei dieser Angelegenheit die Hoheit ĂŒber die GefĂŒhle zurĂŒck gewinnt. Doch dieses wird ein langwieriger Prozess werden, da alle direkten und indirekten Nutznießer der Klimapolitik alle Register ziehen werden, um diese PfrĂŒnde nicht zu verlieren. Die Angstindustrie hat inzwischen auf Umwelt-Ebene Dimensionen erreicht, die so manches Großunternehmen in den Schatten stellt.
    Aber man sollte nicht nur der Politik Panik-Mache vorwerfen. Der Vorwurf muss noch mehr der Wissenschaft gemacht werden. Wissenschaftler haben nicht nur die Klima-Katastrophe erfunden, sie haben auch die Erde zum „Treibhaus“ gemacht und den „natĂŒrlichen Treibhaus-Effekt“ erfunden, der ein totales Kunstprodukt ist und allen Naturgesetzen Hohn spricht. So wie heißes Wasser abkĂŒhlt, wenn man die Heizplatte abschaltet, so kĂŒhlt die Erde ab, wenn sie sich aus dem wĂ€rmenden Sonnenlicht herausdreht, es dunkel wird. Es ist ein Naturgesetz, dass alle Körper unentwegt WĂ€rme abgeben, sich daher nicht selbst erwĂ€rmen können, sondern erwĂ€rmt werden mĂŒssen. Aus dieser Tatsache leitete Sir Isaac Newton sein „AbkĂŒhlungsgesetz“ ab. Dieses betrifft auch die Erde als Ganzes, als Planet im Weltall. Von Beginn an kĂŒhlt sie sich ab. Wenn heute Leben auf ihr möglich ist, dann verdanken wir dies einzig und allein der strahlenden „heißen Sonne“.
    Aus welchem Grund die Autoren ihr Buch „Die kalte Sonne“ betitelt haben, ist ein großes RĂ€tsel, doch dieses wird bei der IrrationalitĂ€t der gesamten Klima-Diskussion nicht sonderlich Anstoß erregen. Ein Urwald voller Vorurteile ist nicht so schnell zu lichten. Ich jedenfalls bin dankbar, wenn nach klirrend kalter Nacht morgens am Horizont blutrot die Sonne aufgeht und mit ihren Strahlen die kalte Erde wieder erwĂ€rmt. Nur eine heiße Sonne kann die Energie liefern, die zur Photosynthese, zum Wachsen der Pflanzen not wendig ist. Nur sie hat die Kraft, in großem Stil Wasser zu verdunsten und Wolken an den Himmel zu zaubern. Egal wer etwas schreibt und als „wissenschaftlich“ etikettiert, immer ist Skepsis angebracht und der Gebrauch des eigenen Verstandes gĂ€nzlich unverzichtbar!

    Oppenheim, den 9. Februar 2012

    Dr. phil. Wolfgang ThĂŒne, Diplom-Meteorologe

     


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