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Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Autor: Peter Rauch Ph.D.

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  • Klimaforscher wetteifern mit dem LĂŒgenbaron MĂŒnchhausen

    Erstellt von retep11 am Mittwoch 7. Mai 2014

    Oppenheimer Werkstatt fĂŒr Wetterkunde – Dr. Wolfgang ThĂŒne
    www.DerWettermann.de

    Es hat etliche Jahre gedauert, bis der Weltklimarat zugab, dass die „Globaltemperatur“ seit 1998 nicht mehr angestiegen, sondern sogar leicht gefallen ist, trotz immensen Anstiegs des CO2-Gehaltes der Luft. Nach anfĂ€nglicher Sprachlosigkeit erfand man eine ErklĂ€rung namens „Klimapause“. Nach Jahrzehnten anstrengender ErwĂ€rmungsarbeit mĂŒsse das Klima eine Ruhepause einlegen, bevor es mit der „ErderwĂ€rmung“ beschleunigt weiter geht. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) assistierte am 14. April 2014 nach der PrĂ€sentation des 3. Bandes des 5. Sachstandsbericht des IPCC: „Der Klimawandel findet statt und ist lĂ€ngst nicht mehr eine Fiktion einiger ĂŒbereifriger Klimaforscher.“

    Der GDCh-Klimaexperte Prof. Dr. Reinhard Zellner forderte eine bessere Anpassung an den Klimawandel: „Bereits das heutige Klima hĂ€lt Klimaextreme, also StarkniederschlĂ€ge, Überschwemmungen, DĂŒrren, StĂŒrme, KĂ€lte- und Hitzeperioden bereit, die schon jetzt eine deutlich bessere Anpassung erforderlich machen.“ Was fĂŒr eine wissenschaftlich nachhaltige Aussage, doch sollte man von einem Naturwissenschaftler erwarten können, dass er Wetter von dem statistischen Konstrukt „Klima“ unterscheiden kann.

    Der Mensch als Anpassungs- und ÜberlebenskĂŒnstler

    Verdichtet man das Alter der Erde auf einen 24-Stunden-Tag, dann entsprechen 1 Million Jahre etwa 19 Sekunden. Geht man davon aus, dass der ‚homo sapiens‘ circa 200.000 Jahre alt ist, so entspricht das einer Zeit von 3,8 Sekunden. Der Mensch fand eine Welt vor, deren Wetter ebenso wechselhaft und unbestĂ€ndig war wie heute, fĂŒr viel GesprĂ€chsstoff sorgte und ihn zwang sich ihm anzupassen. Das ist die Glanzleistung unsere Vorfahren, die es sogar geschafft haben, sich ĂŒber die ganze Erde auszubreiten und in allen „Klimazonen“ anzusiedeln. Auch heute muss der Mensch das Wetter so nehmen, wie es kommt. Ändern kann er im Großen und Ganzen daran nichts! Was soll also die hohle Phrase „bessere Anpassung“?

    Wenn Bundesumweltministerin Barbara Hendricks am 31. MĂ€rz 2014 ernsthaft empfiehlt, die RĂ€ume weniger zu beheizen und aus KlimaschutzgrĂŒnden „kĂŒhler zu wohnen“, da der Klimawandel das Risiko fĂŒr Krieg und Hungersnot vergrĂ¶ĂŸere, dann mag Sie sich politisch korrekt verhalten. Sie kann ja eine „klimaschonende Lebensweise“ fĂŒhren, aber ist diese auch wetterschonend? Auf das Wetter braucht der Mensch keine RĂŒcksicht zu nehmen, es braucht keine Schonung, denn es erhĂ€lt tĂ€glich ein Übermaß von Arbeitsenergie von der Sonne. Wie viele Mal in der Menschheitsgeschichte hat es schon grĂ¶ĂŸere und kleinere Klimaschwankungen gegeben, ohne das ein UN-Bericht die ungemein törichte Aussage traf: „Klimawandel gefĂ€hrdet Milliarden Menschen“. Diese Art Politik mit dem „KnĂŒppel der Angst“ ist ĂŒberreizt und verfĂ€ngt nicht mehr!

    Wissenschaftlicher Streit ĂŒber „pausierende ErderwĂ€rmung“

    Doch kaum hatte der Weltklimarat die „Pause der ErderwĂ€rmung“ eingestanden und sich der nicht zu leugnenden RealitĂ€t angepasst, da fragte wohl aus Profilneurose in einem Anflug von Übereifer Michel Jarraud, Chef der Weltorganisation fĂŒr Meteorologie (WMO),: „Welcher Stillstand“? Als „Herr ĂŒber die Wetterdaten“ prĂ€sentierte er eine Graphik, die einen leichten Anstieg der Globaltemperatur in den vergangenen 16 Jahren zeigte. Da kann man nur mit Winston Churchill empfehlen: Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefĂ€lscht hast.
    Aber nun zu Carl Friedrich von MĂŒnchhausen, dem „LĂŒgenbaron“ (1720-1797), der sich am Schopf selbst aus dem Wasser zog. Daran wurde erinnert, wer am 5. Mai 2014 die Presse-Mitteilung des Potsdam-Instituts fĂŒr Klimafolgenforschung „Entkorken der Ost-Antarktis fĂŒhrt zu Anstieg es Meeresspiegel“. Es ist schon erstaunlich, was das PIK schreibt:“ Das Abschmelzen bereits einer kleinen Menge Eis an der ostantarktischen KĂŒste könnte eine große Wirkung haben – nĂ€mlich dass große Eismassen unaufhaltsam jahrtausendelang in den Ozean fließen und damit den Meeresspiegel um 300 bis 4000 Zentimeter ansteigen lassen.“ Sind Sie zu einem Eiszapfen erstarrt bei dieser Meldung, die natĂŒrlich im Konjunktiv erscheint und auf Computersimulationen beruht?

    Dieses sonderbare PhĂ€nomen wird wie folgt erklĂ€rt: „Das Wilkes-Becken der Ost-Antarktis ist wie eine gekippte Flasche; wenn der Korken gezogen wird, dann entleert sie sich“. Ein wahrlich hĂŒbscher Vergleich, doch wer zieht den Korken und wer lĂ€sst das Eis in der Flasche schmilzen? Levermann als Leitautor des Meeresspiegel-Kapitels fĂŒgt hinzu: „Wir haben vermutlich bislang die StabilitĂ€t der Ost-Antarktis ĂŒberschĂ€tzt. Wenn die HĂ€lfte dieses Eisverlustes aus der Korken-Region kĂ€me, wĂŒrde das unaufhaltsame Abfließen der Eismassen beginnen.“ Dem „kĂ€me, wĂŒrde“ fĂŒgen die PIK-Autoren zum Trost hinzu: „In den Simulationen dauert das vollstĂ€ndige Ausströmen aller Eismassen aus der betroffenen Region in der Ost-Antarktis fĂŒnftausend bis zehntausend Jahre.“ Sie brauchen also nicht darauf zu warten, zumal eine kleine Programmieranweisung dieses Gespenst schnellstens wieder beseitigen könnte und kann.

    Zur Beruhigung: Bei den numerischen Computermodellen werden Szenarien nach dem Motto wenn, dann durchgespielt und berechnet. Hier kann der Phantasie gemĂ€ĂŸ den politischen Rahmenbedingungen freier Lauf gelassen werden. Die Berechnungen beruhen nicht auf Messungen in der real existierenden Welt, sondern auf fiktiven Annahmen.

    Mit dem „Paternoster“ durch die Sperre Tropopause in die StratosphĂ€re

    Am 3. April 2014 ließ das Alfred-Wegener-Institut fĂŒr Polarforschung in Bremerhaven (AWI) verlauten: „Wie ein riesiger Fahrstuhl in die StratosphĂ€re“. Stolz verkĂŒndete man, ĂŒber dem tropischen Westpazifik ein „natĂŒrliches, unsichtbares Loch von mehreren tausend Kilometer Ausdehnung“ in der Tropopause, „die den Transport der meisten natĂŒrlichen und menschgemachten Stoffe in die StratosphĂ€re verhindert“ entdeckt zu haben. Wie in einem
    „riesigen Fahrstuhl gelangen viele chemische Verbindungen aus bodennahen Luftschichten ungehindert durch die so genannte „Waschmittelschicht“ oder „OH-Schicht“ der AtmosphĂ€re in die StratosphĂ€re. Sei in BodennĂ€he kein Ozon da, werde die OH-Bildung unterdrĂŒckt und es entstehe ein „OH-Loch“. Weiter zur ErklĂ€rung: Das OH-MolekĂŒl werde als Waschmittel der AtmosphĂ€re bezeichnet. Es baue die chemischen Substanzen ab. Daher könne kein Stoff in die StratosphĂ€re aufsteigen. Habe sich so ein OH-Loch gebildet, dann habe das verheerende Auswirkungen auf das Klima.

    Bei dem nicht nĂ€her umrissenen „tropische Westpazifik“ muss es sich um das Seegebiet zwischen Japan und Papua Neu Guinea handeln. Nach der Erfolgsstory mit dem „Ozon-Loch“ hat man eine neuartige „natĂŒrliche Waschmittelschicht“, die ausgerechnet ĂŒber dem tropischen Westpazifik ein „OH-Loch“ hat, so dass aller bodennaher Dreck mangels Ozon ungewaschen in die StratosphĂ€re aufsteigen kann, um dann sein Unwesen zu treiben, sich insbesondere verheerend auf das Klima auszuwirken. Statt froh zu sein, im Westpazifik ein troposphĂ€risch besonders reines Seegebiet gefunden zu haben, wird hier eine Gefahr fĂŒr das „Globalklima“ konstruiert, die gar nicht existieren kann. Warum soll ausgerechnet hier die Tropopause als dynamische Sperrschicht ein „Loch“ haben?

    Warum soll ausgerechnet ĂŒber dem Westpazifik die Erdanziehungskraft oder Schwerkraft nicht funktionieren, so dass wie in einem riesigen „natĂŒrlichen Fahrstuhl“ die bodennahe Luft gegen die Gravitationskraft gen Himmel aufsteigen kann? Dabei gibt es ĂŒber dem warmen tropischen Westpazifik genĂŒgend Thermik und Konvektion, insbesondere in der innertropischen Konvergenzzone, so dass es solcher abstruser OH-Loch-Konstruktionen gar nicht bedurfte. Doch die Klimaexperten scheinen so von ihrer Arbeit an immer neuen Katastrophenszenarien fasziniert zu sein, dass sie kaum mehr verifizieren, was fĂŒr einen „Schwachsinn“ sie produzieren. Aber sie fĂŒhlen sich im „Weltklimarat“ (IPCC) in bester Gesellschaft, der zudem unter dem Schutzschirm der Vereinten Nationen (UNO) steht. „Schwachsinn“ ist summarisch die Bewertung des 5. IPCC-Berichts durch Leslie Woodcock, der Chemische Thermodynamik in Manchester lehrte.

    WĂ€hrenddessen treibt die Klimaschutz-Manie immer neue BlĂŒten. Aus der Steiermark kam die Meldung, dass „Murau die erste CO2-neutrale Brauerei Europas“ sei. Die Hansestadt Bremen verkĂŒndete voller Stolz, dass eine Firma „klimaneutrale Altkleider-Container“ herstelle. Im Rahmen einer „Welt-Wald-Klima-Initiative“ pflanze man 8,8 BĂ€ume pro BehĂ€lter und kompensiere damit den CO2-‚Fußabdruck‘. Die Tat ist zwar lobenswert, doch was daran „klimaneutral“ sein soll, das bleibt ein RĂ€tsel. In Wiesbaden hat sich eine Umzugsfirma einen „Corporate Carbon Footprint“ erstellen lassen und wirbt nunmehr mit dem Angebot „klimaneutraler UmzĂŒge“.

    Zum 270. Todestag von Anders Celsius

    Anders Celsius wurde am 27. November 1701 in Schweden geboren. Er starb am 25. April 1744 an Tuberkulose. Er ist bekannt geworden durch seine Temperaturskala. Dass Körper sich bei ErwÀrmung ausdehnen, war in der Antike bekannt, aber erstmals machte sich 1592
    Galileo Galilei (1564-1641) daran, die Ausdehnung zu nutzen, um die Temperatur des Körpers zu messen. Dieses Prinzip nutzte Evangelista Torricelli (1608-1647) aus und baute das erste Quecksilber-Barometer zur Luftdruckmessung. Nachdem zuerst Daniel Gabriel Fahrenheit (1686-1736) im Jahre 1714 die noch heute in den USA gĂŒltige Fahrenheit-Skala entwickelt hatte, kam Celsius 1741 auf die Idee, eine T-Skala von null Grad (kochendes Wasser) bis einhundert Grad (gefrierendes Wasser) zu entwickeln. Dabei war er so genial, dabei auch den Luftdruck zu berĂŒcksichtigen. Dieser nimmt mit der Höhe ab und mit ihm auch der Siedepunkt. Wer in 4000 Meter Höhe ganze 10 Minuten ein Ei gekocht hat und dieses köpft, merkt, welch große Rolle der Luftdruck spielt. Das Ei ist keineswegs hart, sondern noch flĂŒssig, weil der Siedepunkt bei 70° und nicht 100° Celsius liegt. Nach dem frĂŒhen Tod von Anders Celsius wurden dann die Fixpunkte getauscht. Es entstand die heutige Celsius-Skala mit O°C als Gefrierpunkt und 100°C als Siedepunkt.

    Nicht nur feste und flĂŒssige Körper dehnen sich bei ErwĂ€rmung aus und ziehen sich bei AbkĂŒhlung zusammen. Dies geschieht auch mit der Luft, die als Gasgemisch die Erde umgibt. Deren Ausdehnung betrĂ€gt 1/273 pro 1 Grad ErwĂ€rmung. Bei ErwĂ€rmung um 273 Grad verdoppelt sich ein Luftvolumen. Wird durch die Sonne der Boden erwĂ€rmt, so ĂŒbertrĂ€gt sich diese ErwĂ€rmung durch molekulare Leitung auf die Luft, die sich ausdehnt, spezifisch leichter wird und damit thermischen Auftrieb erhĂ€lt. Statt Thermik sagt man auch Konvektion. Durch die bei der Ausdehnung zu leistende Arbeit wird der Luft WĂ€rmeenergie entzogen, sie kĂŒhlt sich um 1 Grad pro 100 Meter Aufstieg ab. Ist der Taupunkt der Luft erreicht, dann kondensiert der Wasserdampf in ihr, es bilden sich Wolken ganz unterschiedlicher MĂ€chtigkeit, von kleinen Schönwetterwolken bis zu mĂ€chtigen Gewitterwolken.

    Damit soll nur angedeutet sein: Wer von Klima spricht, kommt am Wetter nicht vorbei. Es ist das Wetter, von dem Klima abgeleitet wird. Das Wetter macht das Klima! Wer dies verinnerlicht, wird ermessen, wie unsinnig der Ausdruck „klimaneutral“ ist.

    Neues SchauermĂ€rchen aus dem Potsdam-Institut fĂŒr Klimafolgenforschung

    Am 6. Mai 2014 kam aus dem PIK die Meldung: „Brennpunkte des Klimawandels in Afrika: Unsicherheiten nutzbar machen“. War Sigmund Freud der WortfĂŒhrer? „Unsicherheiten nutzbar machen?“ Das heißt im Klartext: GeschĂ€fte mit der Angst machen! Und so stand es dann auch in der PM: „Wo mehrere Folgen des Klimawandels zeitgleich spĂŒrbar werden – DĂŒrren oder Überflutungen, Missernten oder SchĂ€den in Ökosystemen – entstehen in gewissen Teilen Afrikas Brennpunkte des Risikos“. Auch hier wieder ein logischer Fehler! Wenn mehrere Folgen zeitgleich spĂŒrbar sein sollen, dann mĂŒssen sie auch zeitgleich eintreten, aber wie ist das möglich? „DĂŒrren oder Überflutungen“? Das „oder“ ist falsch! Aber merken tut das kein Experte, obgleich noch einmal betont wird, dass „gerade das gleichzeitige Eintreten mehrerer Klimafolgen die Verwundbarkeit erhöht“. Doch diese Art Wahrscheinlichkeit ist so unwahrscheinlich wie das Ereignis, dass Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen!

    Oppenheim, den 6. Mai 2014
    Dipl.-Met. Dr. phil. Wolfgang ThĂŒne

     


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