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Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Autor: Peter Rauch Ph.D.
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    Wärmedämmung – Verlust für Mieter und Vermieter

    Erstellt von retep11 am Montag 8. Oktober 2012

    Pressemitteilung Nr. 43, 06.10.2012 naeb.info

    BELäSTIGUNGEN UND HöHERE KOSTEN FüR DIE MIETER. DEM VERMIETER DROHEN VERLUSTE AN DER BAUSUBSTANZ. GRUND IST DIE IDEOLOGISCHE ENERGIEPOLITIK DER BUNDESREGIERUNG.

    Die Bundesregierung will die Rechte der Mieter schwächen.
    Baumaßnahmen zur Wärmedämmung sollen für drei Monate kein Grund zu
    einer Mietreduzierung mehr sein. Auch dann, wenn der Mieter dadurch
    stark belästigt wird. Der Vermieter soll so in die Lage versetzt
    werden, ohne Mietausfall Wärmeisolierungen am Haus durchzuführen. Dies sei für die ideologisch begründeten Energieeinsparungen notwendig. Nach Abschluss der Arbeiten können dann die Kosten für die Wärmeisolierung auf den Mietpreis aufgeschlagen werden.

    Dies ist zunächst ein schlechtes Geschäft für die Mieter. Nach dem Architekten Konrad Fischer von der Verbraucherschutzorganisation NAEB
    (www.naeb.info), der sich auf die Altbausanierung spezialisiert hat, führt die nachträgliche Wärmeisolierung zu teils extremen Mieterhöhungen. Die versprochene Einsparung an Heizkosten findet nicht statt, sondern erhöht sich sogar, wie es mehrere wissenschaftlichen Untersuchungen des Instituts für Bauphysik der Fraunhofer-Gesellschaft sowie weitere Studien wie vom Hamburger Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GEWOS GmbH oder von Professor Jens Fehrenberg, Hildeheim, belegen. Die von der Deutschen Energie Agentur dena vorgelegten Studien, die eine wirtschaftliche Wärmedämmung von Wohnbauten belegen sollen, entpuppen sich bei genauerer Schau als reines Rechenkunststück ohne Berücksichtigung des tatsächlichen Heizenergieverbrauchs. Norbert Deul von der Schutzgemeinschaft Hausgeld-Vergleich e.V. für Wohnungseigentümer und Mieter (www.hausgeld-vergleich.de) kritisiert die verfehlte Energiepolitik
    der Bundesregierung: „Die Mietkosten steigen damit exorbitant, ohne
    dass entsprechende Einsparungen erwartet werden dürfen. Diesen
    Schwindel können sich immer mehr Mieter, aber auch Wohnungseigentümer
    im Gemeinschaftseigentum nicht mehr leisten. Sie werden aus dem Haus
    verdrängt. Leerstehende wärmegedämmte Wohnungen und sozialer Abstieg
    sind die logische Folge“.

    Der Vermieter hat außer dem Risiko, Mieter zu verlieren, auch noch mit einem Substanzverlust seines Gebäudes zu rechnen. Konrad Fischer hat in vielen Veröffentlichungen und auch Fernsehsendungen immer wieder auf die hohen Risiken der Wärmedämmung bis hin zum extremen Brandrisiko hingewiesen. Häufig kommt es auf und im Dämmstoff zur Unterschreitung des Taupunktes und damit zur Anreicherung von Wasser, das zur Schimmelbildung führt und die Bausubstanz zerstört. Das Hannoversche Institut für Bauforschung hat Mehrkosten von über neun Euro je Fassadenquadratmeter im Jahr für die Instandhaltung von Wärmdämmverbundsystemen im Unterschied zur klassischen Putzfassade ermittelt.

    Das Durchpeitschen der unausgegorenen und planwirtschaftlichen Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) – ohne Rücksicht auf die Kosten und ohne Beachtung der Folgen für die Bausubstanz – ist ausschließlich ideologisch begründet. Eine gewisse, nicht unbedingt wirtschaftlich vertretbare Energieeinsparung ist höchstens durch anlagentechnische Modernisierung am Heizsystem oder bei schweren Fassadenmängeln zu erwarten. Damit wird durch nachträgliche Wärmedämmung, die die Wärmezufuhr durch kostenlose Solarenergie blockiert, im wahrsten Sinne Geld verbrannt, das für Investitionen, Anschaffungen, Reisen usw. nicht mehr zur Verfügung steht. Die Kaufkraft nimmt ab.

    Sollen wir so weiter machen? Die Verbraucherschutzorganisation NAEB warnt seit Jahren vor den Folgen der Energiepolitik der Bundesregierung und fast aller Parteien im deutschen Bundestag. Sie macht uns alle ärmer. Sie vernichtet hoch effiziente industrielle Arbeitsplätze in der energieintensiven Grundstoffindustrie, die die Grundlage für die Produktion von Maschinen und Anlagen ist. Sie stellt eine gesetzliche Umverteilung von unten nach oben dar mit nicht absehbaren sozialen Folgen. Die unsozialen planwirtschaftlichen Gesetze und Verordnungen wie die Energie-Einsparverordnung und das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) müssen ersatzlos gestrichen werden.
    Der freie Markt entwickelt bessere Lösungen für unsere zukünftige
    Energieversorgung. Wind-, Solar- und Bioenergie werden dann
    wirtschaftlich eingesetzt ohne jede Subvention. Unterstützen Sie aktiv die Forderungen von NAEB. Wir helfen Ihnen.

    Prof. Dr. Hans-Günter Appel
    Beiratsvorsitzender NAEB e.V.

    Freigegeben zur Veröffentlichung als Leserzuschrift, Lesermeinung,
    Kontakt: hans-guenter.appel@naeb.info

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    Lang lebe der Euro – Rezension

    Erstellt von retep11 am Mittwoch 3. Oktober 2012

    Doz. Dr. agr. habil. Günter Preuße

    Rezension:
    Marc Beise, „Lang lebe der Euro!, Warum wir für unsere Währung auf die Straße gehen sollten“, Süddeutsche Zeitung Edition, München 2012.

    BEISE geht von der Feststellung aus, dass der Euro sowohl bei populistischen Politikern und weltfremden Wissenschaftlern als auch bei vielen verängstigten Bürgern immer mehr Gegner findet. Es gibt aber unter den Kritikern viele nachdenkliche Menschen. Gerade für diese ist seine kleine Streitschrift lesenswert!

    Wenn gegenwärtig über eine Krise des Euro diskutiert wird, werden nicht selten Probleme eines Währungsnominals und Probleme einer Staatsverschuldung vermischt.
    Nach BEISE haben wir es sowohl mit einer Krise des Euro als auch mit einer Krise in der Staatsverschuldung zu tun. (S. 14) Die Krise der Währung sieht er darin, dass der Euro selbst zur Debatte steht. Dabei gibt es in Deutschland auch Stimmen, die den Euro wieder durch die D-Mark ablösen wollen. Mit großem Sachverstand und mit bemerkenswerter Gelassenheit argumentiert BEISE für die Gemeinschaftswährung und verweist aber auch beständig auf Probleme, die mit dieser Währung verbunden sind.

    Die Einführung des Euro war zweifelsohne ein gewagtes Experiment. Der Rezensent der kleinen Streitschrift bekennt, zu den Skeptikern der Einführung dieser Gemeinschaftswährung zum damaligen Zeitpunkt unter den damaligen Rahmenbedingungen gehört zu haben.Das Unbehagen resultierte aus einer historischen Betrachtungsweise mit Sicht auf die Gründung des Deutschen Reiches 1871. Mit der kleindeutschen Lösung der deutschen Frage wurde der größte Teil der deutschsprachigen Gebiete unter Ausschluss Österreichs in einem deutschen Nationalstaat vereint. Erst nach Entstehen des modernen deutschen Nationalstaates im Jahre 1871 wurde 1873 für dessen Territorium die dezimal unterteilte Mark als Währungsnominal für das Deutsche Reich eingeführt. Es vollzog sich erst die wirtschaftliche Einigung der deutschen Länder zu einem einheitlichen Markt. Danach erfolgte auf kleindeutscher Grundlage die politische Einigung zum Deutschen Kaiserreich. Erst dann erfolgte die Einführung einer neuen und einheitlichen Währung für den entstandenen Nationalstaat.

    BEISE nimmt die Zeitgeschichte zum Ausgangspunkt und verweist auf eine Rede, die der Historiker und Altbundeskanzler KOHL 1991 im Bundestag gehalten hatte:
    „Man kann dies nicht oft genug sagen. Die Politische Union ist das unerlässliche Gegenstück zur Wirtschafts- und Währungsunion. Die jüngere Geschichte, und zwar nicht nur die Deutschlands, lehrt uns, dass die Vorstellung, man könne eine Wirtschafts- und Währungsunion ohne Politische Union auf Dauer erhalten, abwegig ist. (S. 18)
    BEISE weist darauf hin, dass die konkreten politischen Rahmenbedingungen die Weichen letztlich anders stellten. Der Euro war keine naive Idee von Politikern ohne ökonomischen Sachverstand, sondern stellte am Ende „das politische Faustpfand der Deutschen für die reibungslose Wiedervereinigung nach der Revolution des DDR-Volkes im November 1989“ dar. (S. 18 und 19) Das ist nach BEISE dann auch der Grund für die Einführung des Euro ohne die Politische Union. (S. 21) Mit Genugtuung registriert der Autor, dass für die Realisierung der Währungsunion ohne Politische Union vernünftige Regeln angesetzt wurden:
    Der Europäische Stabilitätspakt sollte die Staatsverschuldung begrenzen, eine Nobail-out-Klausel sollte verhindern, dass ein Staat für die Schulden der anderen einstehen müsse und eine unabhängige europäische Zentralbank sollte auf die Geldwertstabilität achten. (S. 21)
    Die Umsetzung dieser Regeln ist aber in der praktischen europäischen Politik nicht einfach und vollzieht sich nicht reibungslos.

    Als besonnener Kenner der Materie weiß er um die ökonomischen, politischen, kulturellen und strategischen Probleme, die eine Methode des Durchwurstelns erfordern. (S.68)

    Am Ende seiner kleinen Streitschrift betont er:
    „Schwierige Jahre liegen vor uns. Aber am Ende könnte Europa sich neu erfunden haben.“ (S. 68) Er schließt mit folgenden Worten ab: „Die Einführung des Euro war eine Wette auf die Zukunft. Diese Wette, liebe Euro-Gegner, ist noch nicht verloren, wir können immer noch gewinnen. Wir müssen es aber, alle zusammen, auch wirklich wollen.“ (S. 69)

    Insgesamt hat BEISE eine interessante und lesenswerte kleine Broschür vorgelegt. Sie kann mit helfen, die von vielen Medien geschürten Ängste um unser Geld einzudämmen!

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    Politische Philosophie eines modernen Idealismus

    Erstellt von retep11 am Donnerstag 27. September 2012

    Ideologiekritik, Politikwissenschaft, Staatsdenken

    Autor: Wolfgang Caspart
    Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2012
    ISSN 0930-939X. ISBN 978-3-631-63025-9.
    Umfang: 200 Seiten, gebunden
    Preis: EUR 42,80 (D), EUR 44.- (A), CHF 56.-

    Die Probleme und Krisen der heutigen Zeit verlangen nach einer positiven Antwort. Sie zu liefern, ist die Aufgabe eines modernen Idealismus. Er stützt sich auf den transzendentalen Charakter der wissenschaftlichen Axiomatik wie auf die indeterministischen Ergebnisse der modernen Naturwissenschaften. Die Flucht in die Ideologie, Utopie oder Dogmatik hat nur nötig, wer zur Transzendierung unfähig ist. Die Zusammenfassung und Einordnung der empirischen Theorien, Teilwerte und einzelreligiösen Bekenntnisse erfolgen durch ihre Überhöhung in den höchsten Ideen. Der Mangel an dem hierzu erforderlichen hermeneutischen Verständnis zwingt zu Ersatzvorstellungen in Form beliebig verabsolutierter empirischer Theorien oder Hypothesen, Partialwerte und konfessioneller Dogmen. Diese kommen nicht wissenschaftlich, sittlich oder göttlich geboten zustande, sondern werden willkürlich gesetzt. Der Realismus in der Lebensbewältigung bis hin zur Politik liegt in der gekonnten transzendentalen und ethischen Handhabung beschränkter Modelle.

    Inhalt:
    Einleitung
    1. Teil Ideologiekritik: Naturwissenschaft und Idealismus – Selbstreferenz – Synergetik in der Wirtschaftskrise – Die Wirklichkeit des Geistigen – Gesellschaftliche Innen- und Außensteuerung – Kunst und Schönheit.
    2. Teil Politikwissenschaft: Klaviatur der Möglichkeiten – Statt der ochlokratischen Parteienherrschaft – Öffentlicher Verdienst oder Demagogie – Privatpolitik – Entmündigung – Schein und Sein – Im Kampf um die Macht.
    3. Teil Staatsdenken: Der Auftrag des Staates – Selbstorganisation und Eklektik – Frustration oder Gelassenheit – Eliten entscheiden – Selbstprädestination zur Intervention – Konservatismus – Wege zu Problemlösungen – Richtige Methodik.
    Zusammenfassung – Glossar – Literaturnachweis – Personenverzeichnis.

    Bestellung in jeder Buchhandlung oder beim Verlag über zentrale.frankfurt@peterlang.com

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    Mit der richtigen Heizung einen Tauwasseranfall vermeiden

    Erstellt von retep11 am Dienstag 25. September 2012

    Gerade bei sehr starken Wandkonstruktionen und Natursteinwänden mit einem großen Wärmespeichervermögen besteht eine hohe Tauwassergefährdung. Technisch lässt sich dies nur über eine ausreichende Temperierung der Wandoberflächen mit Hilfe von Strahlungsheizung verhindern. Erfolgte früher die Heizung der Räume mit einem Ofen, welcher überwiegende Strahlungswärme abgibt, so sind jetzt viele Konvektionsheizungen im Einsatz. Im nachfolgenden Schema wird der wesentliche Unterschied dargestellt. Erfolgt die Wärmeübertragung bei einer Konvektionsheizung über eine Luftwalze, so erfolgt diese bei einer Strahlungsheizung über die Wärmestrahlung. Bei gleicher Behaglichkeit liegt die Raumtemperatur bei einer Strahlungsheizung niedriger.

    Konvektions- und Strahlungsheizung

    Es gibt aber noch weitere positive Aspekte bei einer Strahlungsheizung. Auf diese soll hier eingegangen werden. Durch die gleichmäßige Ausbreitung der Wärmestrahlung haben alle Bauteiloberflächen eine annähernd gleiche Oberflächentemperatur, abhängig vom Strahlungswinkel und der Zugänglichkeit, z. B. Möbel verhindern die gleichmäßige Verteilung der Strahlung. Daher ist der Standort der Strahlungsheizung sehr wichtig. Das Gleiche gilt aber auch für eine Konvektionsheizung.
    In einem verwinkelten Zimmer und der falschen Anordnung der Heizkörper werden einige Wandoberflächen nicht ausreichend temperiert und es kommt zu Tauwasseranfall.

    Schimmel in Zimmer wegen falscher Heizkörperanordnung

    Die einfachste Möglichkeit zur Vermeidung von Tauwasseranfall oder einer Durchfeuchtung gerade des unteren Außenmauerwerkes ist die Temperierung mit einer Strahlungsheizung in Form einer Randleistenheizung. Mit dieser Heizung wird die Temperatur der unteren kühleren Luftschicht angehoben und die relative Luftfeuchte sinkt. Durch das Feuchtegleichgewicht zwischen Luft und Mauerwerk kommt es zur Entfeuchtung des Mauerwerkes. Die Schimmelpilzgefährdung sinkt. Ebenso steigt die Temperatur des angrenzenden Wandabschnittes und somit auch am Balkenkopf bei älteren Wohngebäuden. Die Gefahr möglicher Feuchteschäden an der Holzkonstruktion wird reduziert.

    Ein sehr effektives Heizungssystem ist die Fußbodenheizung. Durch die große Strahlungsfläche können auch große Räume energetisch optimal beheizt werden. Bei diesem System treten kaum Temperaturunterschiede an der Konstruktion auf. Eine Tauwasserbildung wird vermieden. Bei älteren Bauerhäusern, wo aufgrund der Wandkonstruktion früher viel Feuchte im unteren Wandabschnitt vorlag, erfolgt eine recht gute Abtrocknung und es kann ein behagliches Raumklima erreicht werden. Neben der elektrischen Fußbodenheizung, es wird eine Heizfolie in den Fußbodenaufbau eingelegt, gibt es die Warmwasserheizungen. Es werden Wasserschläuche in Schlaufenform im Estrichboden verlegt. Es gibt hier auch superflache Fußboden-Heizsysteme mit einer Schichthöhe von gerade 10 mm, die für die Altbausanierung und den Neubau entwickelt wurden und eine kurze Aufheizzeit haben.

    Unabhängig vom Heizsystem ist die richtige Regulierung der gleichmäßigen Raumtemperatur durch die entsprechenden Stellantriebe von Bedeutung. So kann effektiv Wärmeenergie gespart, die gleichmäßige Behaglichkeit und Tauwasserbildung mit einer unangenehmen Schimmelbildung vermieden werden. Bei Räumen, wie Bäder ist es sehr angenehm, wenn zu bestimmten Zeiten die Raumtemperatur automatisch etwas angehoben wird. Aber auch viele der älteren Heizanlagen erfüllen die heutigen Ansprüche bei entsprechender Nachrüstung. So kann man zum Beispiel über http://www.andries24.de ein komplettes Modernisierungspaket für das entsprechende Heizungssystem auswählen und eine Modernisierung der Heizanlage durchführen.



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    Fassadenbegrünung und Dachbegrünung

    Erstellt von retep11 am Sonntag 23. September 2012

    Dieser Artikel wurde über 15 Jahren im Leipziger Bauführer 1994 Seite 104 veröffentlicht. Er ist auch heute noch aktuell.

    Vor vielen Jahren konnte man in unseren Straßen öfter noch grüne Fassaden sehen. Zwischenzeitlich wurden es aber immer weniger. Heute hat die Begrünung der Fassaden und der Dachflächen eine neue Bedeutung erlangt.

    Wände, mit Ausnahme der Nordwände, werden im jahreszeitlichen Besonnungsrhythmus bestrahlt und erwärmt. Sie bieten eine ideale Bewuchsfläche und wirken sich günstig auf das Klima der Hausumgebung aus. Sie verbessern Eigenschaften wie Wärmedämmung, Wind- und Regenschutz, Kühlung, Luftverbesserung und Schallabsorption. Fassadenbegrünung ist eine Möglichkeit, ohne größeren Flächenbedarf die Vegetation zu vermehren.

    Fassaden können direkt oder über ein Rankengerüst bewachsen werden. Es bildet sich ein Luftpolster zwischen Blattwerk und Hauswand, das den Wärmetransport von der Wand zur Außenluft verringert. Eine Luftschicht von 5cm entspricht z.B. in ihrer Wärmedämmung etwa einer Doppelglasscheibe mit K=2,9W/m2K und führt bei den hier üblichen K-Werten der Hauswände zu einer Verringerung des Heizenergiebedarfes von etwa 1/3.

    Durch verschiedene Anordnungen, wie Unterteilung in Kammern, kann eine bestimmte Schutzwirkung erreicht werden, wie Windschutz oder Schutz vor Schlagregen. R. Doernach führt Beispiele an, wo nachweislich über 70 Jahre der Putz durch Bewuchs nicht geschädigt sondern geschützt wurde. Vor der Begrünung sollte die gewünschte Nutzung, Lage, Orientierung sowie die Wirkung von Wind, Regen und Sonnenstrahlung berücksichtigt werden.

    Ebenso ist die Berankungsart, die Unterkonstruktion, Befestigung und Fassadenoberfläche sorgfältig auszuwählen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Bepflanzung, wie selbständige Wurzelkletterer, Gerüstranker, Spalierbewuchs, Heckenwände und hängender Bewuchs.

    Da die meisten Blattwerfer sind, sollte auf eine dichte Verflechtung der Triebe geachtet werden, um auch im Winter ausreichenden Klimaschutz zu erhalten. Das Holz der Spalierwand sollte mit natürlichen Holzschutzmitteln (Holzteer, Holzöl oder Soda) imprägniert werden. Zu beachten ist noch, daß für jede Wandseite eine bestimmte Bewuchsart auszuwählen ist.

    Südseite:
    Blattwerfender Bewuchs, um die Gebäudeerwärmung durch die Wintersonne zu ermöglichen.
    Westseite:
    Immergrüner, selbstkletternder Bewuchs als dichter Teppich, mit Abstand vor der Fassade zur Durchlüftung, gut verflechtend, um auch im Winterhalbjahr einen dichten Schutz zu erhalten.
    Ostseite:
    Bei geschützter und auch im Winter verschattungsfreier Lage eine ähnliche Nutzbepflanzung wie an der Südwand;
    Nordseite:
    immergrüne, selbstkletternde Arten mit dichter Gerüstberankung sowie tiefe Heckenwände, um ein gutes Wind- und Wärmeschutzpolster zu erhalten.

    Fassadenpflanzen

    Hinter einer begrünten Fassade bleiben die Zimmer im Sommer angenehm kühl Kletterpflanzen halten Regen ab und schützen die Fassade vor Witterungseinflüssen Pflanzen an der Wand verringern im Winter die Abkühlung des Gebäudes

    Es gibt weit über 50 verschiedene Pflanzen, wie Zierpflanzen, Nutzpflanzen und einjährige Kulturen (siehe Literatur ökologisches Bauen).

    Durch begrünte Dächer könnte nahezu flächengleich die verbaute Vegetationsfläche ersetzt werden. Die Vorteile liegen in der Klimaverbesserung, Wasserspeicherung, Luftverbesserung, Schallabsorption, erhöhtem Biotopwert und Erholungswert. Gegenüber einem nackten Dach erhöht sich der Dachschutz, der Wärmeverlust wird bis zu 10% verringert. Es kann das Regenwasser zurückgehalten und so der Wasserhaushalt verbessert sowie die Luftverschmutzung bis zu 20% bei gleichzeitiger Sauerstoffabgabe gesenkt werden.

    Für eine Dachbegrünung eignen sich am besten Flachdächer aber auch geneigte Dächer lassen sich ohne Problem bepflanzen. Anspruchslosere, niedere Vegetationen erfüllen gesamt ökologisch den gleichen Zweck und bedürfen keiner weiteren aufwendigen Baumaßnahmen. Natürlich muß die Dachhaut völlig dicht

    Kletterpflanzen halten Regen ab und schützen die Fassade vor Witterungseinflüssensein und vor eindringenden Wurzeln geschützt sein. Im Rahmen der statischen Möglichkeiten lassen sich durchaus dünne Erdschichten oder Grasboden von ca. 5cm auf bestehende Dächer aufbringen. Dort wo eine Kiesschicht aufgebracht wurde, muß diese lediglich etwas abgetragen und durch eine entsprechende Erdschicht ersetzt werden. Ob nun Natur-, Moos-, Heide-, Steppen-, Wiesen- oder Sumpfdächer gestaltet werden, liegt an den örtlichen Gegebenheiten, den konstruktiven Voraussetzungen und den Wünschen. Neben dem Einfachaufbau und dem Mehrschichtenaufbau gibt es die Begrünung „umgekehrter“ Dächer. Auch die nachträgliche Begrünung ist möglich, bedarf aber einer konstruktiven und statischen Beurteilung, da die Dachlast nur um max. 30% bei Flachdächern nur ca. 10% erhöht wird, können die Dachsparren durch Schäden in i hrer Festigkeit eingeschränkt sein.

    Die Dachbegrünung hat gerade im Gewerbebau eine wichtige Rolle und muß Bestandteil der ganzheitlichen Planungsaufgabe werden. Gerade in geplanten Gewerbegebieten wird sich das spürbar auf das Mikroklima auswirken. Hier sind z.B. die Grundwasserveränderung durch die versiegelten Flächen zu verzeichnen. Die erhöhte Abstrahlung der Wandflächen führt zu einer Temperaturerhöhung der Umgebung u.a.

    Auch lassen sich Bauelemente für die Nutzung alternativer Energien optisch in ein umweltverträgliches Bauobjekt integrieren. Sowohl für den privaten Bauherren aber vor allem für den Unternehmer bedeutet ein umweltverträgliches Bauobjekt eine Wertsteigerung. Es wird immer einen Mittelweg zwischen Nutzung – Energie – Umfeld Wohlbefinden geben.

    Neben den oben genannten natürlichen Bewuchs gibt es aber auch super Kunstpflanzen die man dort aufstellen kann, wo natürliche Pflanzen wegen Sonnenmangel im Innenraum, wie in einigen Büros, nur schlecht wachsen und eine entsprechende Dekoration erwünscht ist oder über eine lange Zeit die Gestaltung der betreffenden Fläche (z.B. auf Gräber Kunstblumen) schön aus sehen sollen.

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    Im Klimaschutzwahn isoliert sich Europa von der Welt!

    Erstellt von retep11 am Donnerstag 13. September 2012

    Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde – Dr. Wolfgang Thüne

    Grundlage einer „globalisierten“ und „vernetzten“ Welt wie eines fairen interkontinentalen Handels ist insbesondere die Freizügigkeit, die optimale Beweglichkeit zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Letztere ist von „Europa“, von dem die Kolonisierung der Welt mit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus im Jahre 1492 ihren Anfang nahm, gefährdet.

    Ausgerechnet zum Auftakt der Internationalen Luft- und raumfahrtmesse ILA in Berlin am 11. September 2012 in Berlin setzt die EU-Kommission Europas gesamte Luftfahrtbranche mitsamt den Fluggesellschaften in Aufregung und Empörung mit ihren Plänen, ab Januar 2013 Zertifikate für den Ausstoß von Abgasen erwerben zu müssen. Wer dagegen verstößt, dem drohen heftige Bußen. Damit drohen wiederum Europas Luftfahrtbranche massive internationale Wettbewerbsnachteile. Dieses EU-Projekt zum Klimaschutz entzweit zudem die Europäer und deren internationale Partner wie USA, China, Japan und Russland, die in diesen Maßnahmen eine Beeinträchtigung der Souveränität ihres eigenen Luftraumes wie ihrer Freizügigkeit sehen. Betroffen sind alle Flüge, die von Europa aus starten oder dorthin gehen – für die gesamte Strecke, also bis Alaska, Australien, Südafrika oder Chile! Die EU droht sogar im Extremfall mit Flugverboten.

    Die Europäische Union im Klimarettungswahn

    In der politischen Spitze EU-Europas ist der Glaube dominant, dass die Erde einer globalen Klimakatastrophe entgegen gehe und dass alles getan werden müsse, um dies zu verhindern. Sie ist zudem überzeugt, dass einzig und allein das Kohlenstoff(C)-Dioxid(O2)-Molekül für die drohende Erderwärmung verantwortlich sei und deshalb unbedingt und mit allen Mitteln reduziert werden müsse. Dieser Glaube ist zwar durch nichts belegt, aber er hat sich zu einer unantastbaren wie unerschütterlichen Staatsdoktrin verfestigt.

    Ist das Abendland, das über die vorsokratischen Naturphilosophen der Rationalität wie den Naturwissenschaften zum Siegeszug verhalf, dabei, in Irrationalität wie finsteren Mystizismus zurück zu fallen? Wenn man etwas wie das „Globalklima“ zum Schutzgut erhebt, dann wäre es ein zwingender, auch juristischer, Grundsatz, dieses Gut zu definieren, um rationale Kriterien zu heben, Beeinträchtigungen des Schutzgutes zu sanktionieren. Doch diese Arbeit steht bis heute aus und ist einfach nicht zu leisten, weil das Schutzgut „Globalklima“ nicht existiert. Es ist nur eine Fiktion, nach Immanuel Kant ein eingebildetes „Ding an sich“.

    Dass es möglich ist, alle gemessenen Temperaturen dieser Erde in einen Topf zu werfen, um daraus eine „Globaltemperatur“ zu berechnen, ist unstrittig! Doch was besagt diese Mittel-Temperatur, welche Realität hat sie? Ist sie messbar, ist sie kontrollierbar, ist sie spürbar? Nein, sie existiert nur auf dem Papier. Sie ist ein Scheinwert, der nirgendwo auf der Welt Wert hat. Kann man von so einer fiktiven „Globaltemperatur“ auf eine „Globalklima“ schließen und dieses zum „Schutzgut“ erklären? Dies ist ohnehin unmöglich, weil das Wetter sich aus vielen verschiedenen meteorologischen Elementen zusammensetzt und nicht durch die Temperatur allein charakterisierbar ist. Zum Wetter gehören Luftdruck, Wind und Wolken und vieles mehr! Diese Elemente gehören auch zwingend zum „Klima“, wird dieses doch definiert als das „mittlere Wettergeschehen“ an einem Ort über eine mindestens 30jährige Beobachtungsperiode.
    Jeder Ort, jede Region auf der Erde hat ihr spezielles Wettergeschehen und damit auch ein eigenes Lokal- oder Regionalklima! Diese Kleinklimate verschwinden auch nicht, wenn man zu größeren Dimensionen bei Verkleinerung des Maßstabes übergeht und Wetter wie Klima kontinental oder interkontinental beziehungsweise global betrachtet. Zur Bestätigung braucht man nur einen Schulatlanten aufzuschlagen und sich die Klimakarten der Erde zu betrachten. Die dort abgebildete Klimavielfalt der Erde ist Ausdruck ihrer Wettervielfalt. Klima ist und bleibt abhängig vom Wetter. Während sich die Wetterkarten täglich ändern, haben das Azorenhoch wie das Islandtief sozusagen Ewigkeitswert. Es sind statische weil statistische Scheingebilde. Diese ursächliche Verknüpfung, die allein durch die Definition von Klima, wie sie von der Weltorganisation für Meteorologie WMO in Genf vorgegeben ist, verbietet es, diese Tatsache einfach auf den Kopf zu stellen und die These in die Welt zu setzen, das „Klima“ würde das Wetter bestimmen. Unsere Sünden am Klima würden das Wetter immer extremer machen und um dies zu verhindern, müsse halt das Klima -koste es was es wolle- geschützt werden.

    Internationale Luftfahrtbranche soll und muss Widerstand leisten

    Wer einen Schneeball rollen sieht und die Gefahr wittert, dass er zu einer Lawine anwachsen könnte, die einen Ort zu verschütten droht, sollte und muss sofort handeln und darf nicht tatenlos zusehen. Doch exakt dies hat nicht nur die gesamte Luftfahrtbranche über viele Jahre getan. Sie hat auf die Rationalität gesetzt und gehofft, dass sich eines Tages der Irrglaube wie der quasireligiöse Rausch, das Globalklima schützen, es sich untertan machen und schließlich lenken und steuern zu können, verflüchtigen und als Verwirrung des Zeitgeistes wie bei den Hexenverbrennungen legen könnte. Diese Kalkulation ist nicht aufgegangen, da mit dem Vorwand „Klimaschutz“ völlig andere politische Ziele verbunden sind. Da Bürokratien nicht arbeiten, versuchen sie Geld durch Angst zu generieren!
    Doch wie kann man die EU-Kommission wieder auf den Pfad der Vernunft zurückbringen? Wie kann man sie von dem Wahn abbringen, sie könne ein Nichts wie das „Globalklima“ schützen? Die Zeit drängt, denn der Konflikt mit dem Rest der Welt spitzt sich zu. Russland wie Indien drohen bereits den EU-Airlines mit der Streichung von Überflugrechten. China hat durchblicken lassen, Milliardenaufträge beim europäischen Flugzeugbauer Airbus stornieren zu lassen. Dieser „Kriegsfall“ darf nicht eintreten, zumal die angeblich durch CO2-Emissionen ausgelöste drohende Klimakatastrophe nur eingebildet ist und real nicht existiert.

    Auch der Luft- und Raumfahrtkoordinator der Bunderegierung, der CDU-Abgeordnete Peter Hintze, schlug Alarm: „Wir merken bereits, wie sich die Amerikaner in Stellung bringen, der Konflikt hat es in sich.“ Hintze sollte der Bundeskanzlerin klar und deutlich machen, und als gelernte Physikerin hätte sie sicherlich keine Schwierigkeiten, dies nachzuvollziehen, dass sowohl die Bundesregierung wie die gesamte Europäische Kommission, sich in einer ideologischen Sackgasse befinden, aus der sie nur durch Umkehr hinauskommen können, wenn sie nicht dort verharren wollen, während der Rest der Welt von dem Klimaschutzwahn allmählich wieder abkommt. Mit einer bloßen vorübergehenden Aussetzung des umstrittenen europäischen Emissionshandels im Luftverkehr ist es nicht getan, Herr Hintze.

    Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO muss handeln

    Wenn auch vom Globalklima keinerlei Gefahr ausgeht, so muss bei dem derzeitigen globalen Meinungsklima eine globale Lösung gefunden werden. Man sollte, da bisher alle tatenlos zugesehen und damit geholfen haben, sich den epidemisch ausbreitenden Klimaschutzwahn zu einer wenn auch eingebildeten globalen Krankheit ausweiten zu lassen, sehr behutsam vorgehen. Dieser Aufgabe sollte sich die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO widmen.

    Dies geht nur auf internationaler Ebene unter Einbeziehung der Vereinten Nationen, die ja auch den Weltklimarat IPCC einberufen haben. Diesen Ungeist bekommt man nur in die Flasche zurück, wenn man ihn auflöst. Der Weltklimarat hat den Geburtsfehler, dass er keine wissenschaftliche Kompetenz hat, sondern als Schiedsgericht fungiert und nur die Aufgabe hat, alle Horrormeldungen und wilden Spekulationen über das Klima zu sammeln, daraus Weltuntergangsszenarien zu entwerfen, um der Politik „wissenschaftliche“ Argumente an die Hand zu geben, um CO2-Reduktionsmaßnahmen zu beschließen und ihnen völkerrechtliche Verbindlichkeit zu geben. Nach den vielen Skandalen wäre es ein erster mutiger Schritt, den IPCC einfach aufzulösen und die jährlichen Weltklimakonferenzen abzusagen.

    Doch dieses ist und bleibt ein Wunschtraum, wenn nicht die Bürger dieser Erde endlich das Heft in die Hand nehmen und mit Mut und Zivilcourage gegen den Klimaschutzwahn rebellieren. Wie lange wollen sie noch, da ja sie es sind, die als fliegende Öko-Sünder letzten Endes die CO2-Abgaben zu zahlen haben, tatenlos zusehen, wie sie unter dem Vorwand des Klima- und Umweltschutzes abkassiert werden. Ist die Zeit der Aufklärung so weit zurück und die Herrschaft von Ideologen so mächtig, dass sie glauben per „Ablasshandel“ die Welt retten zu können? Doch so wie man mit Geld sich keinen Platz im Himmel kaufen kann, so auf Erden auch weder gutes Wetter noch ein gutes Klima. Es genügt, wenn das politisch gestörte Wirtschaftsklima wiederhergestellt werden kann.

    Vielleicht ist dieser Streit zwischen der EU-Kommission und den Fluggesellschaften eine Initialzündung, um endlich den Größenwahn vom „Schutz des Globalklimas“ auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen und dort zu entsorgen. Damit werden wir zwar das Wetter nicht los, aber die frei werdenden Energien und Finanzmittel könnte man in bessere Wettervorhersagen investieren.

    Oppenheim, den 12. September 2012
    Dr. Wolfgang Thüne, Dipl.-Meteorologe

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    EEG-Umlage

    Erstellt von retep11 am Freitag 17. August 2012

    In der Leipziger Volkszeitung vom 15. August 2012 heißt es in dem Leitartikel
    „Sächsische Firma klagt gegen Ökosteuer-Umlage“
    Die Textilfirma Vowalon aus Treuen im Vogtland klagt gegen die EEG-Umlage… Neben Vowalon beschreiten auch zwei andere deutsche Firmen – aus Bayern und aus Baden-Württemberg – den Klageweg. Sie wollen mit dem Prozess eine Grundsatzentscheidung über das EEG erstreiten…“ Hierbei geht es um die Verfassungsmäßigkeit der EEG-Umlage, welches eine Abgabe ist, mit der Gemeinwohlaufgaben finanziert werden. Für solche Finanzierungen sind aber Steuern da.
    Was ist die EEG? Vereinfacht ausgedrückt ist das eine zwangsweise Finanzierung der Solaranlage des Nachbarn, der Windparks und Biogasanlagen im benachbarten Dorf. (Produktionskosten für nutzbaren konventionellen Strom und dem EEG-Strom beträgt rund 14 Cent/kWh.)

    Wer keine Ausnahmegenehmigung erhält, in der Regel sind das nur Großkonzerne, darf die hohen Energiekosten bezahlen. Damit der Bürger vorwiegend theoretisch Energie spart, wurden auch noch eine Reihe von Hilfswerkzeugen verabschiedet, das sind die EnEV 2009, EnEG 2009, EEWärmeG, BImSchV 2010 und Heizkostenverordnung. (Weitere Ausführungen Energieeinsparverordnung.) Statt gesundes Wohnen in einem konventionellen Haus vorwiegend aus mineralischen Baustoffen, sind die Häuser in Plastikdämmung einzuhüllen und in schimmlige Energiesparhäuser zu verwandeln, alles im Sinn des grünen Zeitgeistes.

    Die theoretischen und praktischen Energieeinsparungen weichen abhängig vom Gebäudetyp, Größe und Standort zum Teil erheblich ab. Die erhofften Einsparungen werden nur in wenigen fällen erfüllt. Dafür leidet aber unsere Gesundheit…

    Zurück zum EEG. Dr. Ufer aus Leipzig hat an den Journalisten des o. g. Artikels einen Brief geschrieben. Dem Inhalt schliße ich mich an. Nachfolgend der Brief.

    Sehr geehrter Herr Kollenberg,

    bitte entschuldigen Sie meine erneute Mail, aber Beiträge zur Energiewirtschaft und Energiepolitik in der LVZ (und nicht nur dort) sehe ich mir meist gründlich an. Mein Beruf als Energiewirtschaftler bringt das nun mal mit sich!

    Sie habe sich gestern – ausgehend von der Klage der drei Textilunternehmen gegen die Ökostromkosten – mit der Finanzierung der Elektroenergie aus Sonne, Wind etc. beschäftigt. In Ihrem Leitartikel vertreten Sie die Auffassung, dass die Ökostromumlage „geholfen“ hätte. Wem hat sie geholfen? Ausschließlich den EEG-Nutznießern, nämlich den Investoren und Betreibern der Photovoltaik-, Windenergie- oder Biogas-Anlagen! Die können mittels EEG, das eine staatliche Absatzgarantie und ebenfalls staatlich festgelegte Preise verspricht, die ein Vielfaches der Erzeugungskosten konventioneller Kraftwerke betragen, stattliche Renditen einstreichen. Diese Vergünstigungen, fernab jeglicher marktwirtschaftlicher Grundsätze, werden zudem noch vom Staat für zwanzig Jahre garantiert! Bezahlen müssen es die Kunden, ob sie wollen oder nicht – Anlass für die längst überfällige Klage!

    Sie schlagen nun vor, „die teure Subventionierung des ökologischen Stroms“ einzustellen. Was soll das Ihrer Meinung nach bedeuten? Ersatzlose Streichung des EEG unter Verzicht auf jeglichen Bestandschutz für die Investoren? Das wäre konsequent! Das würde aber zugleich das Ende aller Investitionen in die EEG-geförderten Energien bedeuten! Meinen Sie wirklich, dass das unsere Politiker zulassen werden?

    Damit wäre aber noch längst nicht erreicht, dass elektrische Energie wieder zu Preisen abgegeben werden könnte, wie es internationale üblich und zugleich sozialverträglich ist. Die sog. Energiewende besteht ja nicht nur darin, dass die alternativen Energien – auf Kosten der Verbraucher – ausgebaut werden, sondern zugleich darin, dass die kostengünstigsten Kraftwerke, nämlich Kern- und Braunkohlenkraftwerke, entweder verboten oder so in ihrer Einsatzweise behindert werden, dass sie unwirtschaftlich werden (Standby-Betrieb zum Ausgleich der schwankenden Solar- und Windeinspeisung). Hinzu treten noch immense Kosten für den Bau und Betrieb von zusätzlichen Leitungen, die nur deshalb gebaut werden müssen, um den Strom aus Wind- und Photvoltaikanlagen abzuleiten. Diese Ableitung nützt den Verbrauchern allerdings nichts, wenn nicht zugleich auch der Wind mit entsprechender Stärke weht und die Sonne vom wolkenlosen Himmel scheint. Es müssen daher auch zusätzliche Standby-Kraftwerke gebaut oder Energiespeicher (keiner weiß, wie die aussehen sollen!) errichtet werden. Das ist übrigens die Ursache, warum es nicht möglich ist, mit Wind- oder Solaranlagen auch nur einen einzigen Haushalt mit Elektroenergie – im vollen Sinne des Wortes – zu versorgen! Man kann diese Tatsachen auch in andere Worte kleiden: Wind- und Solaranlagen sind energiewirtschaftlich völlig überflüssig!

    Und wenn schon über die „Energiewende“ nachgedacht wird, dann sollte man neben den immensen Kosten zwei weitere Tatsachen nicht aus den Augen verlieren:
    Erstens wird durch den Ausbau von volatilen Erzeugungsanlagen die Versorgungszuverlässigkeit erheblich beeinträchtigt, was schon heute viele Unternehmen dazu zwingt, eigene Reservekapazitäten aufzubauen. Hier geht es nicht nur um Versorgungsunterbrechungen im Minuten- oder gar Stundenbereich, sondern um Störungen im Bereich von Millisekunden, die zu erheblichen Störungen im Produktionsablauf führen können (siehe hierzu der aktuelle SPIEGEL).
    Zweitens sollten die durch das EEG ausgelösten großflächigen Umweltzerstörungen betrachtet werden: Nicht umsonst spricht man von „Verspargelung“, „Verspiegelung“ und „Vermaisung“ unserer Heimat. Dabei sind die zusätzlichen (und im Grunde überflüssigen) Leitungen und Kraftwerke noch gar nicht einbezogen!

    Wenn Sie, sehr geehrter Herr Kollenberg, schon über die „Energiewende“ schreiben, dann sollten Sie nicht nur über mögliche „Korrekturen“ spekulieren, sondern die Frage stellen: Wozu brauchen wir die „Energiewende“ überhaupt? Sie hat – schon bisher! – dazu geführt, dass das strategische Zieldreieck der Energiewirtschaft „Wirtschaftlichkeit – Versorgungszuverlässigkeit – Umweltverträglichkeit“ verletzt und damit eine moderne, zukunftssichere Elektroenergieversorgung auf Dauer verhindert wird!

    Offen bleibt danach die Frage, was unsere Politiker eigentlich dazu bewogen hat, dieses seit langem auch international bewährte Zieldreieck zu verlassen. Die Antwort ist sehr einfach: Die Politik wollte mit der „Energiewende“ ihre selbst erfundenen Ängste vor dem Klimakatastrophe, vorm angeblich nahen Ende der Energieressourcen und vor der friedlichen Nutzung der Kernenergie „bekämpfen“!

    Aber:
    Erstens gibt es nach wie vor keinen einzigen wissenschaftlich gesicherten Beweis dafür, dass das Spurengas CO2 (knapp 0,04 %) irgendeinen nachweisbaren Einfluss auf die Wetter- und damit Klimaentwicklung ausübt. Dieses lebensnotwendige Gas ist kein „Klimakiller“!

    Zweitens reichen die bekannten fossilen Energieträger noch hunderte Jahre, weshalb es keinen Grund für irgendwelche unbezahlbare Hektik gibt. Zudem gibt es außer Kohle, Öl und Gas noch weitere Ressourcen; erinnert sei nur an Uran, Thorium oder die Kernfusion. Und wissen Sie, welche Möglichkeiten unsere Nachkommen noch erschließen werden?

    Drittens denken fast alle anderen Länder der Erde ganz anders als deutsche Politiker über die Kernenergie: Sie betreiben und bauen Kernkraftwerke. Vor allem aber forschen sie an neuen, noch zuverlässigeren und effektiveren Kernkraftwerkskonzepten – was in Deutschland de facto untersagt ist!

    Unsere Politiker können „stolz“ sein, das strategische Zieldreieck „Wirtschaftlichkeit – Versorgungszuverlässigkeit – Umweltverträglichkeit“ durch drei Phobien (Klima-Phobie – Energiemangel-Phobie – Nuklear-Phobie) ersetzt zu haben! Wir und unsere Nachkommen werden es teuer bezahlen müssen! Unsere Kinder und Enkel werden in einem de-industrialisierten Land mit einer zerstörten, lebensfeindlichen Umwelt leben müssen!

    Damit ist auch das Urteil über die „Energiewende“ gefällt: Sie ist ein „totgeborenes Kind“, an dem inzwischen noch nicht einmal die „Eltern“ ihre Freude haben! Sehr viel Geld wird es kosten, den Schaden, den sie angerichtet hat, wieder zu korrigieren!

    Daher meine große Bitte an Sie: Versuchen Sie als Journalist nicht, die „Energiewende“ zu verteidigen oder schönzureden, sondern helfen Sie mit Ihren Möglichkeiten mit, die richtigen Wege zu einer guten Zukunft der Energiewirtschaft in Deutschland zu ebnen!

    Viele wichtige Fakten, mit denen Sie argumentieren können, finden Sie im kürzlich erschienen Buch „Die Energiewende ist schon gescheitert“ von Dr. Günter Keil (Band 1 der Schriftenreihe des Europäischen Instituts für Klima und Energie, TvR Medienverlag, Jena 2012, ISBN 978-3-940431-32-5). Ich kann es Ihnen nur wärmstens empfehlen!

    Bitte verzeihen Sie mir, dass meine Erwiderung bedeutend länger geraten ist als Ihr kompakter Leitartikel. Ich hielt das allerdings angesichts der Bedeutung dieser für unser Land so überaus wichtigen Problematik für zweckmäßig. Das war für mich auch Anlass meine Zeilen einem Kreis von Fachleuten und weiteren Interessierten zukommen zu lassen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Dr. Dietmar Ufer

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    Deutschland auf dem Weg in die selbst gebastelte Treibhausfalle

    Erstellt von retep11 am Samstag 28. Juli 2012

    Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde – Dr. Wolfgang Thüne

    Möchten Sie freiwillig und ohne Schuld ins Gefängnis oder gar ins Zuchthaus, um unter staatlicher Aufsicht nach fremdbestimmten Regeln zu leben? Mit Sicherheit nicht! Aber würden Sie sich nicht doch in diese Obhut begeben, wenn Ihnen damit gedroht wird, dass das Leben draußen immer gefährlicher, ja tödlich werden wird? Dass Hass, Intrigen und Zwietracht, Mord und Totschlag überhand nehmen werden und Schutz vom Staat nicht zu erwarten sei? Da böte doch eine behütete Freiheit von Gleichen unter Gleichen mehr Freiheiten als das Leben im permanenten Dschungelkrieg der Straße, zumal das Zuchthaus die gesamte Erde umfasst und damit grenzenlos ist? Haben erst alle Menschen den gleichen „Fußabdruck“, können sie alle nur die gleichen Sprünge machen. Keiner tanzt aus der Rolle. Kein Neid trübt das friedliche Miteinander.

    Das Leben im Gewächshaus ist doch auch nicht das Schlechteste für die Pflanzen. Sie gehen zwar nicht freiwillig ins Gewächshaus, aber einmal dort ausgesät ihnen geht es doch gut. Sie sind vor den tödlichen Nachtfrösten der „Eisheiligen“ geschützt, leben in künstlich klimatisierten Räumen mit stets angenehmen Temperaturen und genügend Feuchtigkeit. An Frischluft mangelt es ihnen auch nicht. Sie bekommen immer eine Überdosis an CO2-Nahrung und der anfallende Sauerstoff wird sofort entsorgt. Sie müssen zwar in Reih und Glied wachsen, sind einer ständigen Kontrolle ausgesetzt, aber sie tragen viele Früchte und bringen gute Erträge. Wenn das kein schönes nicht nur des Gärtners Herz erfreuendes Dasein ist? Alle Tomaten sind irgendwie gleich rot und keine wird diskriminiert.

    Angela Merkel wirbt für das sichere Leben im Treibhaus mit seinen schützenden Leitplanken

    Im Videopotcast der Kanzlerin vom 14. Juli 2012 verkündete Angela Merkel stolz: „Deutschland hat die Vorreiterrolle im Klimaschutz!“ Was will sie damit zum Ausdruck bringen, wem den Weg weisen? Ja, was bedeutet überhaupt „Vorreiter“? Vorreiter waren früher bei der Kavallerie die Fahnenträger. Diese reiten zwar nicht, aber marschieren bei der Eröffnung der Olympischen Spiele ihren Mannschaften voraus. Fühlt sich im Klimaschutz Deutschland als Vorreiter der Welt, als ihr Anführer, der Ton, Tempo, Marschrichtung und die Kampfesziele angibt? Wenn solch eine wahnwitzige Selbstüberschätzung dem Gedanken an die Vorreiterrolle zugrunde liegen sollte, dann gute Nacht Deutschland. Soll die Welt am deutschen Wesen genesen?

    Dies kann man der Kanzlerin sicher nicht unterstellen, aber einen völligen irrationalen Größenwahn schon. Die Unvernunft liegt nämlich in dem Vorhaben Klimaschutz. Hier hat eine Naturwissenschaftlerin den Rubikon der Physik zur Metaphysik überschritten. Hier betätigt sich eine Physikerin als politische Heilsbringerin, die eingeredete und eingebildete Ängste abmildern und das Gefühlsklima der Menschen wieder beruhigen möchte. Sie betätigt sich als fürsorgliche Treibhaus-Mutter, die verspricht, dass das Leben im Treibhaus unter ihrer Obhut geradezu paradiesisch sein werde.

    Die Bösewichte draußen, diese Klimakiller und Treibhaussünder würden bestraft und zur Kasse gebeten, denn ihr rücksichtsloses und nur an schnellem Gewinn und maximaler Rendite ausgerichtetes Handeln führe in den klimatischen Weltuntergang, zu Mord und Totschlag durch Klimakriege. Was die Kanzlerin nicht sagt und wahrheitswidrig verschweigt, ist ihre Unfähigkeit, das Wetter zu lenken und zu leiten. Ohne diese Fähigkeit ist jedoch der Klimaschutz unsinnig und unmöglich. Diese Unwahrhaftigkeit zeichnet alle Klimapolitiker wie Klimaexperten aus, die „Lug und Trug“ zum „integralen Bestandteil des Forschens“ erhoben haben.

    Hierzu passt eine Meldung aus der Allgemeinen Zeitung Mainz vom 27. Juli 2012. Darin wird über eine Studie von Forschern der Berkeley-Universität von Kalifornien berichtet, die die einfache Frage gestellt hatten: Welche soziale Klasse verhält sich eher unmoralisch – die Oberschicht oder die Unterschicht? Das Ergebnis? Angehörige der Oberschicht lügen und mogeln eher als Mitglieder unterer sozialer Schichten. Sie hätten einfach eine positivere Einstellung zur Gier. Wann rafft sich die Mittelschicht, das klassische Bürgertum, auf, um der Oberschicht die Schranken ihrer Machtgier zu weisen?

    Connie Hedegaard als EU-Klimakommissarin beansprucht auch die Vorreiterrolle

    Die Bemühungen der „Klimagöttin“ Angela Merkel werden auf EU-Ebene zwar begrüßt, doch auch mit Misstrauen verfolgt, stellt sich doch bei allen Tätigkeiten sofort die Frage nach der Hackordnung. Kaum hatte die Kanzlerin auf dem 3. Petersberger Klimadialog mit den Muskeln gespielt, zeigte EU-Klima-Kommissarin Connie Hedegaard ihre Muskeln. Wer ein Amt hat, will herrschen! Sie will den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid drastisch verteuern und zwar von jetzt 6 auf 40 Euro je Tonne im Jahr 2020. Sie werde ein „Ermächtigungsgesetz“ hierfür bei dem EU-Parlament wie bei den 27 Mitgliedstaaten erwirken.

    Bisher habe man die Emissionsrechte praktisch verschenkt, doch damit müsse endlich Schluss sein, denn die Klimapolitik rechne mit den Einnahmen aus den Emissionsrechten und sei ohne diese wirkungslos. Alle CO2-intensiven Industrien müssen, wenn sie die Umwelt verschmutzen und das Klima schädigen, eine empfindliche Buße entrichten. Die ernste Frage, ob die Industrie eine De-Karbonisierung überlebt, ob sie dabei zugrunde geht oder in andere Kontinente flüchtet, stellt sich die Politik nicht. Sie will ein CO2-freies Europa. Mag damit auch die Klimaangst beseitigt sein, ohne Kohlenstoffdioxid stellen sich noch größere Ängste ein. Dann würde echte Überlebensangst einsetzen, würde das Treibhaus tatsächlich zur Hölle.

    Deswegen ist die Europäische Union so erpicht darauf, die Weltklimakonferenzen zu betören und ihren eigenen Weg als den allein selig machenden der internationalen Staatenwelt aufzuschwätzen. Brüssel könnte sich zum „4. Rom“ einer neuen Weltreligion entwickeln, der globalen Klima-Religion. Man erklärt den Ist-Zustand des Klimas mit seiner Globaltemperatur von 15 Grad Celsius als „normal“.

    Jede Abweichung von dieser Norm in welchem Staat der Erde auch immer wird als „anormal“ deklariert, als Folge von Klimasünden der Staaten. Diese werden dann vor ein internationalen Klimaschutz-Tribunal gebracht, an den Pranger gestellt, bestraft und geächtet. Man kann dann unbegrenzt Schauprozesse führen und beliebig fiktive Urteile fällen. Ändern wird sich zwar am Wetter nirgendwo etwas, aber eine mit derartigen Machtbefugnissen und entsprechenden „religiösen Weihen“ ausgestattete Weltregierung könnte wie zu Zeiten der Inquisition nach Belieben schalten und walten.

    Theoretisch ist das globale Treibhaus bezugsfertig, nur die Architekten wollen nicht einziehen

    Lange bevor in Deutschland 1986 die drohende Klimakatastrophe ausgerufen wurde, war von den beiden Supermächten USA und UDSSR insgeheim in den 50er Jahren das „Treibhaus“ konstruktiv entworfen und das „ökologische Gleichgewicht“ zum idealen Naturzustand erhoben worden. Über die Vereinten Nationen und deren Unterorganisationen wurde diese Botschaft in alle Welt hinausgetragen. Bei der ersten Weltklimakonferenz 1979 in Genf, veranstaltet durch die Weltorganisation für Meteorologie, wurde in ihren Grundzügen die neue „Weltherrschaftsreligion“ in die internationale Politik einfließen lassen. Sie war und ist rein kapitalistisch-materialistisch ausgerichtet und ganz Diesseitsbezogen. Man will das „Klimaparadies“ auf Erden.

    Bei dem Modell „Treibhaus“ stand das Gewächshaus (green house) Pate. Es passt theoretisch alles zusammen, der eine Mensch, die eine Welt, das eine Treibhaus. Nur da lasse sich das alte sozialistisch-demokratische Ziel des „größten Glücks für die größte Zahl“ verwirklichen. Mögen auch einige Egoisten unglücklich darüber sein, aber unterm Strich entscheidet die Mehrheit. Diese lässt sich zur Not auch das Glück einreden, wenn nur der Neidtrieb geschickt befriedigt und die Illusion von Gleichheit erzeugt wird.

    Die in Reih und Glied in einem Gewächshaus gezüchteten roten Tomaten oder roten Rosen, sind die etwa unglücklich? Sie sehen alle gleich lukrativ aus und lassen sich gut vermarkten. Auch Ameisenstaaten funktionieren doch bestens unter einer „Königin“. Die Menschen kennen die Idealvorstellung vom „guten Hirten“, der seine Herde zu den besten Weideplätzen führt und die vor dem „bösen Wolf“ beschützt. Auch viele vom Aussterben bedrohte Tiere haben in zoologischen Gärten ein nachhaltiges Leben. Sie werden vor Feinden geschützt, gehegt und gepflegt. Dies war ja auch der Auftrag des Schöpfers an den Menschen, den „Garten Eden“ zu hegen und zu pflegen, wenn auch im Schweiße seines Angesichts.
    Die moderne Welt mit ihren gigantischen Kommunikationsmöglichkeiten hat für manche Hirten und Propheten den Gar-Zustand erreicht, um die Welt und die Völker dieser Erde zu vereinen und in dem gemeinsamen Treibhaus alle Unterschiede von Geschlecht, Rasse, Religion nieder zu reißen, um für „Frieden auf Erden“ zu sorgen. Niemand möge sich mehr ängstigen und was soll daran so schlimm sein, unter einem gemeinsamen Treibhausdach, das einen ähnlichen Charakter wie das gläserne Himmelszelt habe, zu leben? Die minimalen Freiheitseinschränkungen seien kein Verlust angesichts der enormen Zugewinne an Lebensqualität und Sicherheit. Und einen gewissen Preis müsse man schon zahlen für die Abwendung des nahen klimatischen Weltuntergangs. Einen globalen Klimakollaps könnte kein Mensch überleben. Also alle Argumente sprechen für das globale Treibhaus, das Leben in einem „geschlossenen Ökosystem“, unter einem gemeinsamen Klimahimmel, der allen Menschen „globale Klimagerechtigkeit“ garantiert.

    Auch die Religions- oder Weltanschauungskriege hätten ein Ende, wenn alle Menschen der Klimareligion huldigen. Welch schöne, neue Welt! Der Mensch sein eigener Schöpfer, der Mensch als guter Hirte über das globale und damit grenzenlose Treibhaus! Eine auf ein gemeinsames Klimaniveau herab gezoomte Welt kennt keinen Ressourcenverbrauch mehr und hat keine „Schurkenstaaten“. Sie lebt die unendliche Nachhaltigkeit! Hierfür wirbt ja auch der WBGU, der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, der ja unter dem Vorsitz vom dem PIK-Direktor Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber die „Große Transformation“ fordert.

    Im Berliner Tagesspiegel vom 17. Juni zum RIO+20-Gipfel brachte es Jorgen Randers, Professor für Klimastrategie an der norwegischen Schule für Management und Verfasser der Studie „2052“ des Club of Rome, auf den Punkt: „Ein guter Diktator. Das ist der Gipfel!“ Er verweist dabei auf Rom vor 2000 Jahren, als Rom einen äußeren Feind hatte und es für besser hielt, schnelle Entscheidungen ohne lange Diskussionen zu treffen. Dafür wurde ein Diktator gewählt. Wer für solch einen „wohlmeinenden Diktator“ plädiert, spielt nicht nur mit dem Feuer, er muss sich auch daran erinnern, dass auch die Diktatoren den Untergang Roms nicht verhindern konnten. Nachdenklicher stimmt noch: „Interessant ist auch das Beispiel China. Die Kommunistische Partei dort hat eine Vielzahl langfristiger Entscheidungen getroffen, die künftigen Generationen nutzen werden. Sie befindet sich außerhalb demokratischer Kontrolle. Die Kommunistische Partei Chinas ist nach Einschätzung von Randers ein „wohlmeinender Diktator“, der das Richtige tut. Daher sei es nicht schlimm, wenn diese Partei sich die Macht nimmt, wenn sich auch viele Menschen daran stören. Weht daher der frische Wind im globalen Treibhaus, der die Klimakatastrophe abwenden soll?

    Das Klima lässt sich genauso wenig schützen wie das Wetter

    Zu dieser ebenso bahnbrechenden wie selbstverständlichen Erkenntnis kam der EU-Abgeordnete Robert Goebbels von der Sozialistischen Arbeiterpartei Luxemburgs LSAP. Im Tageblatt vom 5. Juli 2012 fasste er seine Eindrücke vom RIO+20-Gipfel zusammen: 1. Schluss mit der Gipfelstürmerei. „Es wäre der Menschheit sehr gedient, wenn die internationale Gemeinschaft dem Wanderzirkus der internationalen „Klima-Gipfel“ ein Ende bereiten würde.“ 2. Der Globus hat keinen Thermostat. „Das offizielle Klimaziel der EU, die CO2-Emissionen weltweit so zu stabilisieren, dass es bloß zu einer 2-Grad-Erwärmung kommen sollte, ist eine totale Illusion“. Weiter: „Als ob das Weltklima sich gewissermaßen per Thermostat-Einstellung regeln lassen würde… Ohnehin ist mit Mittelwerten nicht viel anzufangen auf einem Erdball, wo die Temperatur je nach Jahreszeiten und Breitengraden zwischen -50° bis +50° schwankt.“ Und sein Fazit?: „Die Europäer sind dabei, aus purem Dogmatismus ihre industrielle Basis zu zerstören.“ China wird jubeln!

    Und die EU-Klimakommissarin Hedegaard bestätigt diese Annahme! Mit der Illusion einer „CO2-freien Gesellschaft“ verabschiedet sich die EU aus dem Kreis der Industrienationen und büßt damit für die Schuld, die von der Erfindung der Dampfmaschine in England ausging und zum „Aufheizen“ des Treibhauses führte. Davon unberührt geht das Wetter unbeirrt seinen Weg, wie er durch den Gang der Gestirne und der Jahreszeiten vorgegeben ist. Und wie das Verhalten des Wetters sich der Frage des „warum“ entzieht, so bleibt auch der Gang des Klimas ein Rätsel.

    Dass es mit dem Aufheizen des Treibhauses so nicht stimmt, brachten jetzt Wissenschaftler der Justus-Universität Gießen ans Tageslicht. Zusammen mit einem internationalen Forscherteam haben sie Wachstumsringe von Kiefern aus dem finnischen Lappland bis in die Zeit 138 v. Chr. untersucht. Sie kamen zu der Erkenntnis, dass Römerzeit und Mittelalter wärmer waren als bisher angenommen. Prof. Dr. Jürg Luterbacher in einer Pressemitteilung des „Informationsdienst Wissenschaft“ vom 9. Juli 2012: „Wir konnten zeigen, dass die historischen Temperaturen zur Römerzeit und im Mittelalter als zu kühl eingeschätzt wurden.“
    Wenn es vor 2000 Jahren zur Römerzeit und vor 1000 Jahren im Mittelalter wärmer war als heute, dann kann etwas an der Treibhaushypothese, die längst zum quasireligiösen Glaubensdogma hochstilisiert wurde, nicht stimmen. Und was alle Klima-Geängstigten noch nachdenklicher stimmen sollte: Diese beiden historischen Warmzeiten waren nachgewiesenermaßen für Europa optimale Zeiten.

    Oppenheim, den 27.7.2012

    Dipl.-Meteorologe Dr. phil. Wolfgang Thüne



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    „Klima-Katastrophe“ – ein Begriffsungetüm wird entschärft!

    Erstellt von retep11 am Samstag 28. Juli 2012

    Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde – Dr. Wolfgang Thüne

    Gut 25 Jahre geisterte der Begriff „Klimakatastrophe“, im Januar 1986 von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. aus der Taufe gehoben, wie ein Gespenst um die Welt und verbreitete Angst, Furcht und Schrecken. Im Jahr 2007 verbreitete der Weltklimarat (IPCC) sogar die absurde These, dass das Global-Klima so verärgert sei, dass es der Menschheit den „Klimakrieg“ erklärt habe. Dies führte dazu, dass das Nobelkomitee in Oslo 2007 den Oskar-Preisträger Al Gore sowie den IPCC-Chef Pachauri mit dem Friedensnobelpreis auszeichnete in der irrsinnigen Hoffnung, dass diese Unterhändler das Klima zur Mäßigung anhalten und so rasch den „Klimakrieg“ beenden könnten. In seiner größten Irrationalität glaubt der Mensch rational handeln zu können. Glaubten im Jahr 2006 noch über 60 Prozent der Deutschen an die „Klimakatastrophe“, so fürchten sich heute nur noch gut 30 Prozent vor globaler Erwärmung. Wenn das Gespenst Niemand mehr ängstigt, dann sollte es still, aber nicht mit lautem Getöse begraben werden.

    Doch das Gegenteil trat ein. Wie aus heiterem Himmel und mit indirekter Unterstützung eines russischen Kältehochs machte die BILD-Zeitung dem Gespenst „Klimakatastrophe“ mit lautem Posaunenklang den Garaus. Am 6., 7. und 8. Februar 2012 brachte sie folgende Schlagzeilen: „Die CO2-Lüge“ – 1. „Renommiertes Forscher-Team behauptet: Die Klima-Katastrophe ist Panik-Mache der Politik“ – 2. „Seit 12 Jahren ist die Erd-Erwärmung gestoppt!“ – 3. „Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft!“ Solche Schlagzeilen kann sich nur die BILD leisten. Doch welche Absicht steckt wirklich dahinter? Wird damit die ganze Klimaschutz-Politik abgeschafft, für Unsinn deklariert? Wer voreilige diese Schlüsse zieht, der sollte genauer in den Text hineinschauen und mal „zwischen den Zeilen lesen“. Wenn daraus, wie im Peter Boehringer Newsletter, gefolgert wird, „sogar die BILD-Zeitung schwört der CO2-Klimareligion ab“, dann trifft dies keineswegs zu. Es geht ihr gar nicht um die Widerlegung der „CO2-Lüge“, sie wird nur verniedlicht, der Einfluss halbiert!

    Zuerst einmal geht es der BILD-Zeitung um eine maximale Aufmerksamkeit erheischende Provokation, um Sensation. BILD ist nicht vom Pfad der politisch vorgegebenen Tugend abgewichen und hat nicht den „Treibhauseffekt“ infrage gestellt, sie hat bloß klimatische Landschaftspflege betrieben und einen spitzen Trieb zurückgeschnitten, weil von ihm keine „Früchte der Angst“ mehr zu erwarten waren. Der Begriff „Klima-Katastrophe“ war nach 25jährigem Gebrauch so abgenutzt, das nun der Zeitpunkt günstig schien, ihn mit dem nötigen publizistischen Aufwand zu entsorgen. Von nutzlosem Ballast befreit kann sich nun die Klimapolitik neu aufstellen, die Bataillone neu formieren. Der Rück- und Umbau der Industrie-Gesellschaft, die De-Karbonisierung kann nun weitergehen, denn, so der Schluss-Satz: „Klar ist: Der Weg weg von Öl/Gas/Kohle hin zu mehr erneuerbarer Energie ist richtig! Aber die maßlosen Hitze-Prognosen des Weltklimarates sind reine Angstmache!“ Wer zu lange vor dem „bösen Wolf“ warnt, wird unglaubwürdig.

    Dabei braucht vor einem toten Amokläufer kein Mensch Angst zuhaben. Von ihm geht keine Gefahr mehr aus. Er, der Killer, kann selbst ‚post mortem‘ nicht mehr gekillt werden. Doch exakt dies werfen die Klimapolitiker uns Menschen vor. Wir seien allesamt „Klima-Killer“ und müssten daher alle mit CO2-Fußfesseln versehen werden, um den uns staatlicherseits vorgeschriebenen CO2-Fußabdruck besser polizeilich kontrollieren zu können. Sind wir alle Schwerverbrecher? Mag auch im Laufe von 30 Jahren (10.750 Tage) das Wetter manchmal aus menschlicher Sicht Amok laufen und Katastrophen auslösen, das zum Klima statistisch verdichtete „Mittelwert-Wetter“ ist Vergangenheit, ist tot und wird nicht mehr lebendig und damit zu einer Gefahr. Dass die überwiegende Mehrheit dennoch die Warnung vor der Klima-Katastrophe ernst nahm, in den Zustand lähmender Angststarre verfiel und sich gar zum Mörder, zum Klima-Killer, öffentlich brandmarken und an den Pranger stellen ließ, das zeigt, wie leicht sich allwissend dünkende Menschen immer wieder manipuliert und missbraucht werden können. So wurde bereits überlegt, den Wissenschaftlern, die an den Humbug von der Klima-Katastrophe nicht glauben, die wissenschaftliche Qualifikation abzusprechen und sie wegen Renitenz und Querulantentum zu bestrafen. Dass die Medien glauben, sie verhöhnen, verspotten und zu Treibjagten gegen sie aufrufen zu können, ist wahrlich kein Zeichen einer freien verantwortungsbewussten Presse.

    Die Artikelserie hat kein BILD-Redakteur geschrieben, sondern Professor Werner Weber von der Technischen Universität Dortmund und die Autoren selbst. Zugpferd dabei ist Hamburgs Ex-Umweltsenator (SPD) Fritz Vahrenholt. Fritz Vahrenholt ist Chemiker und seit 2008 Geschäftsführer der RWE Tochterfirma Innogy, die sich speziell dem Ausbau erneuerbarer Energien widmet. Koautor ist der Geologe Sebastian Lüning. Er ist seit 2007 als Afrika-Experte beim Öl- und Gasunternehmen RWE Dea beschäftigt. Beide fordern: „Stoppt die Umverteilungsmaschinerie!“ Diese These beruht auf seiner Erkenntnis, dass die Solarmodule „nur 10 % des Jahres volle Leistung bringen. Dieser Wahnwitz kostet uns 8 Milliarden Euro/Jahr. Zahlen müssen die kleinen Leute in den Mietwohnungen, die sich ein Solardach nicht leisten können. Und Hausbesitzer oder reiche Investoren können Kasse machen.“ Dies ist ein Argument, das sich alle Politiker zu Herzen nehmen sollten, die von sozial gerechter Politik reden. Daher ist der BILD-Schlagzeile uneingeschränkt zuzustimmen: „Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft!“ Für den, der wie RWE auf Strom aus Wind und Sonne setzt, ist dieses Fazit allerdings vernichtend.

    Die Autoren argumentieren sehr zutreffend, wenn sie sagen: „Dieser Unfug ist nur erklärbar, weil man dem deutschen Volk Angst eingejagt hat.“ Damit sind wir wieder bei dem 1986 kreierten Un-Wort „Klima-Katastrophe“. Jeder weiß es seit Schulzeiten: „Klima“ ist ein künstlicher Begriff, der das „mittlere Wettergeschehen“ an einem Ort über eine 30jährige Periode irgendwie umschreiben soll. Dies ist noch nie Jemandem auf der Welt gelungen, selbst nicht den „Klimaexperten“. Da sich Wetter nicht ganzheitlich erfassen, sondern nur einzelne Elemente gemessen werden können wie Luftdruck, Temperatur, Wind, kann man auch nur Mittelwerte dieser Elemente berechnen. Eine Mitteltemperatur, und auf diese allein wird das Klima reduziert, sagt nichts aus über den Temperaturverlauf über 30 Jahre hinweg. Sie sagt nichts aus über das Wettergeschehen im Einzelnen noch das Klima an sich. Man kann zwar Mittelwerte verschiedener 30jähriger Perioden vergleichen, aber man kann keinen zur „Norm“ erklären, zum Maßstab oder zur Richtschnur dafür, wie sich das Wetter künftig zu verhalten habe. Auch simple Trends lassen sich nicht ablesen. Doch zurück zum Un-Wort. Während einer Klimabeobachtungsperiode von 30 Jahren können x-beliebige Extremwetterlagen, ja Wetterkatastrophen, eintreten, doch jeder errechnete Klimawert ist ein absolut toter Wert, ein historischer Wert, der irgendwie die Vergangenheit beschreibt und doch wieder nicht beschreibt. Was soll man mit der Aussage anfangen, in der Periode 1961-1990 hat in Deutschland die Mitteltemperatur 8,7° Celsius betragen. Die „mittlere Temperatur“ erzeugt keine Hitze- oder Kältewelle, der „mittlere Wind“ keinen Sturm oder Orkan mit katastrophalen Folgen.

    Vor dem vergangenen Wetter, tritt es auch völlig unkenntlich als „Klima“ auf, braucht wahrhaftig kein Mensch Angst zu haben. Es ist Geschichte! Wetter ist ein unumkehrbarer, nicht reversibler Naturvorgang. Es lässt sich wie die Zeit nicht zurückdrehen. Es lässt sich nicht vorhersagen, noch weniger vorherbestimmen. Wenn dennoch die „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“ uns erschrecken und erstarren ließ, wie der Scheinwerfer ein Kaninchen, so ist das rational nicht zu erklären, sondern nur emotional. Hier sind Gehirn- und Verhaltensforscher gefragt. Mit der Warnung wurde in uns im Unbewussten eine archaische Instinktreaktion ausgelöst, die dem Verstand vorgeschaltet ist und auf diese Weise unser Überleben sichert. Bevor unser Verstand überhaupt bei plötzlichen und womöglich katastrophalen Gefahren reagieren kann, müssen unsere Sinne handeln. In unserem Innern ist der Begriff „Klima“ mit dem Bild „Neigung“, seiner ursprünglichen griechischen Wort-Bedeutung, verknüpft. Ein sich plötzlich neigender und auf ein Auto fallender Baum kann eine Katastrophe auslösen. Wenn in einer Ehe plötzlich ein Wort Zuneigung in Abneigung umschlagen lassen kann, dann ist das eine Neigungs- oder Klima-Katastrophe. Wir sind, was unverhoffte Neigungswechsel angeht, sehr ängstliche Wesen.

    Wer uns rechtzeitig vor einer Klima-Katastrophe warnt und gleichzeitig Rettung vor dieser Gefahr verspricht, der ist doch ein guter Mensch. Und daher fühlen sich auch all die Klima-Katastrophen-Warner in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Medien oder Gesellschaft als Gefahren vorbeugende „Gutmenschen“. Doch was die Warnung vor den vom Wetter abgeleiteten Klima-Gefahren betrifft, so ist diese Warnung völlig substanzlos, weil es den Naturvorgang „Klima“ nicht gibt. Die Warnung vor einem Orkan oder einer Sturmflut ist sinnvoll, da beide Wetter-Phänomene real sind, doch Klima-Warnungen sind einzig und allein fiktive Warnungen, Spiele mit unserem Unterbewusstsein, mit unserer Angst. Dieses Spiel ist besonders infam, weil uns Menschen die Schuld an der Klima-Katastrophe gegeben wird. Obgleich jeder Mensch weiß, dass er am Wetter nicht schuld ist, akzeptiert er den unerhörten Vorwurf, an der Klima-Katastrophe schuld zu sein.

    Wer voreilig ohne Überlegung aus Angst vor einer „Gefahr“ auch noch die Schuld an dieser „Gefahr“ anerkennt, der sitzt in der Falle. Kamen früher alle Sünder ins „Fegefeuer“, so heißt dieses heute „Treibhaus“, wobei unser Verhalten die Temperatur bestimmen soll. Um dieser neuen Zuchtanstalt zu entkommen, ist es dringend und zwingend notwendig, dem Begriff Klima-Katastrophe Angst und Schrecken zu nehmen. Diesbezüglich ist sehr den Autoren Vahrenholt und Lüning wie der BILD-Zeitung zu danken. Mit der Schlagzeile „Die Klima-Katastrophe ist Panik-Mache der Politik“ haben sie einen immens wichtigen Beitrag geleistet, damit endlich der Verstand bei dieser Angelegenheit die Hoheit über die Gefühle zurück gewinnt. Doch dieses wird ein langwieriger Prozess werden, da alle direkten und indirekten Nutznießer der Klimapolitik alle Register ziehen werden, um diese Pfründe nicht zu verlieren. Die Angstindustrie hat inzwischen auf Umwelt-Ebene Dimensionen erreicht, die so manches Großunternehmen in den Schatten stellt.
    Aber man sollte nicht nur der Politik Panik-Mache vorwerfen. Der Vorwurf muss noch mehr der Wissenschaft gemacht werden. Wissenschaftler haben nicht nur die Klima-Katastrophe erfunden, sie haben auch die Erde zum „Treibhaus“ gemacht und den „natürlichen Treibhaus-Effekt“ erfunden, der ein totales Kunstprodukt ist und allen Naturgesetzen Hohn spricht. So wie heißes Wasser abkühlt, wenn man die Heizplatte abschaltet, so kühlt die Erde ab, wenn sie sich aus dem wärmenden Sonnenlicht herausdreht, es dunkel wird. Es ist ein Naturgesetz, dass alle Körper unentwegt Wärme abgeben, sich daher nicht selbst erwärmen können, sondern erwärmt werden müssen. Aus dieser Tatsache leitete Sir Isaac Newton sein „Abkühlungsgesetz“ ab. Dieses betrifft auch die Erde als Ganzes, als Planet im Weltall. Von Beginn an kühlt sie sich ab. Wenn heute Leben auf ihr möglich ist, dann verdanken wir dies einzig und allein der strahlenden „heißen Sonne“.
    Aus welchem Grund die Autoren ihr Buch „Die kalte Sonne“ betitelt haben, ist ein großes Rätsel, doch dieses wird bei der Irrationalität der gesamten Klima-Diskussion nicht sonderlich Anstoß erregen. Ein Urwald voller Vorurteile ist nicht so schnell zu lichten. Ich jedenfalls bin dankbar, wenn nach klirrend kalter Nacht morgens am Horizont blutrot die Sonne aufgeht und mit ihren Strahlen die kalte Erde wieder erwärmt. Nur eine heiße Sonne kann die Energie liefern, die zur Photosynthese, zum Wachsen der Pflanzen not wendig ist. Nur sie hat die Kraft, in großem Stil Wasser zu verdunsten und Wolken an den Himmel zu zaubern. Egal wer etwas schreibt und als „wissenschaftlich“ etikettiert, immer ist Skepsis angebracht und der Gebrauch des eigenen Verstandes gänzlich unverzichtbar!

    Oppenheim, den 9. Februar 2012

    Dr. phil. Wolfgang Thüne, Diplom-Meteorologe

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    Bundeskanzlerin Angela Merkel – Der Generalangriff auf den Klimathron

    Erstellt von retep11 am Donnerstag 19. Juli 2012

    Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde – Dr. Wolfgang Thüne

    Es war im Jahr 2007, als in Oslo dem ehemaligen amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore und dem indischen Vorsitzenden des Weltklimarats (IPCC) Rajendra Pachauri der Klima-Friedensnobelpreis zugesprochen wurde. Absicht war, dass beide die Welt vor dem Klimakollaps retten, indem sie mäßigend und bändigend auf das Globalklima einwirken, damit dieses, durch Treibhausgase bis aufs Äußerste gereizt, den geplanten Klimakrieg einstellt und die gefährlichen Wetterextreme als Waffe nicht einsetzt. Diese Mission ist offensichtlich gescheitert, wie am 16. Juli 2012 bei dem 3. Petersberger Klimadialog die Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Vertretern von 31 Staaten aus aller Welt andeutete. Sie warb angesichts einer Erderwärmung um bis zu vier Grad Celsius mit Nachdruck für ein Kyoto-Nachfolgeabkommen. Sollte sich die Internationale Gemeinschaft nicht auf strengere und für alle verbindliche Klimaschutzzusagen einigen, drohten verheerende Folgen.

    Zur anthroposophischen Grundlage der Klimapolitik

    Grundlage der gesamten Klimapolitik ist die Modellannahme, dass die Menschheit in gemeinsamer Anstrengung das Klima im „Treibhaus Erde“ so regulieren könne, wie der Gärtner es in seinem Gewächshaus mit Hilfe eines Thermostaten tun kann. Auf dieser gigantischen Illusion beruht der Glaube an den Schutz des Klimas, der sich wie ein Steppenbrand über den Globus ausgebreitet hat. Die Löscharbeiten der beiden Friedensnobelpreisträger sind bisher völlig erfolglos geblieben, so dass die Kanzlerin die Chance witterte, nun selbst das Kommando über das Unternehmen „Schutz des Globalklimas“ und „Schaffung von Klimagerechtigkeit“ in die Hand zunehmen und Tempo zu machen, bevor die Welt im Klima-Chaos versinkt.

    Angela Merkel will sozusagen ihr Kind retten, denn sie hat als Bundesumweltministerin 1995 in Berlin bei der ersten Rio-Nachfolgekonferenz deren Scheitern dadurch abgewendet, dass sie als Kompromiss den Kyoto-Prozess in Gang setzte und daraus ein gigantisches klimatouristisches Reise-Unternehmen machte. Bei der jüngsten Großveranstaltung „20-Jahre-Rio“ versammelten sich schätzungsweise 45.000 Klimaexperten aus aller Welt, um Rio de Janeiro zu genießen, aber nichts zu beschließen. Die beiden Friedensnobelpreisträger zeichneten sich durch Schweigen aus. Diese große Chance griff die Kanzlerin beim Schopfe, um sich als alleinige Regentin auf den Klimathron zu schwingen. Der „Petersberger Klimadialog“ bot eine wunderbare Plattform, um sich in Szene zu setzen. Sie knüpfte damit an ihren Erfolg beim „G8-Gipfel“ 2008 im Ostseebad Heiligendamm an, wo sie das 2-Grad-Ziel politisch absegnen ließ und der ihr in den Medien den Titel „Klimagöttin“ einbrachte.

    Merkel warnt vor Erderwärmung um vier Grad

    Wer Aufmerksamkeit erregen und die Medienöffentlichkeit in seinen Bann ziehen will, muss übertreiben. Da ohnehin Niemand weiß, wie die Welt in 100 Jahren aussieht, bietet es sich an, die Messlatte höher zu legen und aus zwei gleich vier Grad zu machen. Auch Schreckensszenarien bedürfen der ständigen kosmetischen Pflege. Merkel will Kyoto, denn „ein verbindliches Regelwerk klingt wie Musik in meinen Ohren“. Sie liebt die Dramatik und die Show, sowie die Macht. Das dramaturgische Drehbuch schreiben derweil die bestens bezahlten und in quasistaatlichen Forschungsinstituten wie dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung angestellten Klima-Experten.

    Solch international vernetzte Experten wollen, so Spiegel Online am 16. Juli 2012, als neuesten Gag herausgefunden haben, dass die Waldrodungen ab dem Jahre 850 seit Jahrhunderten das Klima erwärmen und noch heute zu knapp 10 Prozent an der Erderwärmung schuld seien. Dies wäre eigentlich Stoff für Kabarettisten, Komiker und Satiriker, wenn dieses Forschungsergebnis nicht im Fachmagazin „Environmental Research Letters“ publiziert worden wäre. Solche Meldungen werden von den Medien unkritisch übernommen und verbreitet, als wäre sie sakrosankt. So ist man als Bürger praktisch gezwungen, solche Ergüsse blind zu glauben, tragen sie doch den Mantel der Wissenschaftlichkeit. Das vorgestellte Modell wird als relevant für politische Diskussionen angesehen, um die Verteilung der Lasten des Klimawandels stärker von den Industrieländern auf die Entwicklungs- und Schwellenländer zu verlagern und dem Neokolonialismus neue Nahrung zu geben.

    Fragen, die Wissenschaftsjournalisten sich nicht zu stellen wagen

    Wenn Forscher behaupten, „Waldrodung erwärmt Klima seit Jahrhunderten“, und den Zeitraum von 850 bis 1850 betrachten, dann müsste ein Journalist neugierig fragen: Wenn durch eine „Bevölkerungsexplosion“ um 850 bei der Suche nach landwirtschaftlichen Nutzflächen in großem Stil Wälder gerodet wurden, dann wäre die Hypothese durchaus verstehbar. Als die Wikinger 860 Island entdeckt hatten, war die Insel weitgehend vereist und für Siedlungen ungeeignet. Als sie dann 960 Grönland anfuhren, fanden sie eine gastliche Graslandschaft vor. Sie siedelten sich an, betrieben Ackerbau und Viehzucht. Von dort erkundeten sie Neufundland und nannten es „Weinland“. So weit, so gut. Diese Epoche nannte man später das „Klimaoptimum des Hochmittelalters“. Der Höhepunkt war im 12. Jahrhundert, der Zeit der Minnesänger.

    Doch was passierte dann? Angesichts der exorbitanten Klima-Erwärmung muss in Neufundland, Grönland, Island wie Skandinavien in großem Stil aufgeforstet worden sein, um durch die Anlage von Wäldern das Kohlenstoffdioxid wieder zu binden und das „Treibhaus Erde“ abzukühlen. Das klappte auch gut, denn zu Beginn des 14. Jahrhunderts setzte eine markante Abkühlung ein, die zur „Kleinen Eiszeit“ von 1350 bis 1850 führte. Doch diese Aufforstungen gab es nicht, denn die überall gestiegene Populationsdichte erlaubte keine Wiederbewaldung von Agrarflächen. So führte die „Kleine Eiszeit“ zu Seuchen, Hungersnöten durch Missernten und Kriegen. Ganze Völkerscharen machten sich auf nach Amerika, wo großflächig Wälder gerodet und Prärien zu fruchtbarem Ackerland umgewandelt wurden. Leiteten die englischen Pilgerväter (Pilgrim Fathers) ab 1620 die Wende zum „Klimaoptimum der Neuzeit“ ein? Noch klingt die Waldrodungs-Hypothese logisch oder ist es nur purer Zufall?

    Ein Blick zurück in die nahe Klimageschichte, den Wechsel zwischen Eis- und Warmzeiten

    Wenn die Hypothese den Charakter einer Naturgesetzlichkeit beanspruchen will, dann darf sie auf keiner konstruierten Zufalls-Korrelation beruhen. Dann muss sie sich in der Naturgeschichte abbilden. Da stellt sich die Frage, wer im Höhepunkt der Letzten Eiszeit vor 20.000 Jahren, als große Teile Nordamerikas wie Nordeuropas unter einem dicken Eispanzer lagen und menschenleer waren, auf dem Eis Wälder gepflanzt hat, damit diese durch CO2-Bindung vor etwa 10.000 die Eiszeit abrupt beenden und mit einer Erwärmung um etwa 10 Grad gleich ins „Klimaoptimum des Holozäns“ überleiten konnten. Es müssen schon „Außerirdische“ gewesen sein, die glaubten, auf einer Eisfläche Bäume pflanzen zu können. Nein, als Skandinavien eisfrei war, gab es dort keine Menschen. Es war einzig und allein die Natur, die das Eis schmelzen ließ, Samen dorthin trug und Wälder wieder wachsen ließ. Erst als der „Garten Eden“ bestellt und eine nachhaltige Fauna und Flora existierte, wanderte der Mensch ein und besiedelte Mittel- und Nordeuropa.

    Doch die Waldrodungs-Hypothese wird noch abstruser und wirklichkeitsferner, wenn man nicht nur die Weichsel- oder Würm-Eiszeit betrachtet, sondern auch die vorhergehende Riss- oder Saale-Eiszeit, die Mindel- oder Elster-Eiszeit oder die Günz- oder Elbe-Eiszeit in den vergangenen 500.000 Jahren, wo Menschen absolute Mangelware waren und als „nackte Affen“ noch den aufrechten Gang übten. Die Glazial- und Interglazialzeiten sind alle gekommen und gegangen ohne jedweden menschlichen Einfluss. Die Rodungs-Hypothese kann nicht stimmen, wenngleich sie wunderbar in das politisch-wissenschaftliche Klischeebild passt.

    Das Kommen und Gehen der Kalt- und Warmzeiten hat sich ganz ohne menschlichen Einfluss vollzogen und ist bis heute wissenschaftlich nicht erklärt. Dies betrifft auch die Asymmetrie. Die Dauer der kalten Perioden dauerte in etwa 80.000, die der warmen Epochen dagegen nur 20.000 Jahre. Theoretisch müsste in 8.000 Jahren die nächste Eiszeit beginnen, wenn sich, und das weiß kein Mensch, der Rhythmus der letzten 500.000 Jahre fortsetzen sollte. Man könnte es vermuten, aber es muss nicht sein, denn vor dieser Zeit gab es diesen Wechsel ja auch nicht. War dies nur eine „Laune der Natur“? Wenn die Klima-Experten die Ehrlichkeit von Sokrates (469-399 v. Chr.) hätten, müssten sie bekennen: „Wir wissen, dass wir nicht wissen.“

    Vorbei sind die Zeiten von Immanuel Kant (1724-1804), wo jeder Student der Naturwissenschaften an der Königsberger Universität, der „Albertina“, als Pflichtfach Philosophie belegen musste. Die Konstruktion wissenschaftlicher Hypothesen ist nämlich keineswegs mit der Wahrheitssuche identisch. Dies drückte auch Karl Jaspers (1883-1969) aus, indem er sagte: „Sokrates vor Augen zu haben, ist eine der unerlässlichen Voraussetzungen unseres Philosophierens.“ Die Rekonstruktion dessen, was wir Klima nennen, zeigt zwar ein stetes und recht unregelmäßiges Auf und Ab der Temperaturen, aber die Rekonstruktion, und mag sie auch noch so exakt sein, beantwortet nicht die Frage des „warum“. Daher Sokrates: „Ich weiß, dass ich nicht weiß.“

    All diese Weisheiten ignorieren die Klima-Experten, indem sie wilde Spekulationen in die Welt setzen und Kausalbeziehungen behaupten, die nicht existieren. Eine dieser Falschbehauptungen ist, dass die CO2-Gehalt der Luft ursächlich die „Globaltemperatur“ steuert. Doch exakte Detailuntersuchungen an Eisbohrkernen haben eindeutig ergeben, dass immer zuerst die Temperaturen angestiegen sind und erst mit 4 bis 800 Jahren Verzögerung die CO2-Werte. Erst müssen die Eiszeiten enden, dann bilden sich im Rahmen der natürlichen Sukzession zuerst Tundren und dann Mischwälder. Zum Schluss kommt der Mensch und setzt sich an den fertigen „Naturtisch“.

    Peter Altmaier – Schneller zum Klima-Ziel

    Zum Abschluss der 3. Petersberger Klimadialogs forderte der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier eine erhöhte Bereitschaft bei Industrie- und Schwellenländern, die Erderwärmung durch verstärkte nationale Maßnahmen zu bekämpfen: „Wir brauchen mehr Ehrgeiz schon vor 2020“. Er hofft, dass der nächste UN-Klimagipfel Ende 2012 in Doha/Katar zu einem Meilenstein werde. Es scheint eher ein Mühlstein zu werden, denn der Gehalt der Luft an CO2, mag er 0,04 oder 0,08 Volumprozent betragen, hat überhaupt nichts mit dem Klima, geschweige denn mit dem Wetter zu tun. Letzteres macht, was es will und lässt sich vom Menschen nicht disziplinieren.

    Wenn dann mit dramatisch erhobener Stimme Minister Altmaier kraftvoll ausruft – „Das Klima kann nicht länger warten. Wir dürfen nicht weiter Zeit verlieren.“ -, dann kann er sich der medialen Aufmerksamkeit sicher sein. Er wird als Schlagzeilenheld und Macher gefeiert. Der Spruch ist jedoch an Sinnlosigkeit nicht zu überbieten. Der Klimawandel ist einerseits so alt wie die Erde, andererseits wiederum vom Wetter abhängig. Dieses zu wissen gehört zum elementarsten Wissensbestand einer Bildungsgesellschaft. Das Wetter (französisch ‚le temps‘) bedeutet „Zeit“ und ändert sich auch mit der Zeit. Zeit kann man nicht „verlieren“, sie schreitet voran, ob wir es wollen oder nicht. Und wenn sich mit der Zeit das Wetter verändert, dann auch das von ihm abgeleitete Klima. Es hinkt als gleitendes Mittel dem chaotischen Wettergeschehen hinterher, wobei es völlig unstatthaft ist, das Klima auf die Temperatur zu reduzieren und mit ihr gleich zu setzen.

    Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Bundesumweltminister Altmaier mögen die Finessen politischer Macht- und Meinungsspiele perfekt beherrschen, alle ihre Bemühungen um den Klimaschutz sind nutz- und wertlos, denn einem Zugriff auf das Klima steht unweigerlich und unüberwindlich das Wetter im Wege. Anstatt weiter dem politischen Machbarkeitswahn zu frönen, sollten sie lieber der Aussage des Chefs des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, folgen. Er stellte fest, dass die „Mission“ der Klimawissenschaftler erfüllt sei. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, alle Klimaforschungsinstitute können aufgelöst und damit viel Geld eingespart werden.

    Der konsequente nächste Schritt wäre, dass auch die „Mission“ der Klimapolitik für beendet angesehen werden muss. Der nächste Weltklimagipfel in Katar ist überflüssig und nach William Skakespeare (1564-1616) „Viel Lärm um Nichts“ oder „Much Ado about Nothing“! Dies weiß die Göttin auf dem Klimathron, sie weiß aber auch dass die neue globale Klimareligion auf UN-Ebene seine jährlichen „Konzile“ braucht. Möchten Sie mehr erfahren, dann lesen Sie bitte „Propheten im Kampf um den Klimathron“.

    Oppenheim, den 18. Juli 2012 Dipl-Meteorologe Dr. phil. Wolfgang Thüne

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