bauratgeber24.de
Blog: Home  |  Bauratgeber24  |  Sanierungskosten  |  Baulexikon  |  Bauideen  |  Download  |  Impressum  |  Datenschutzerklärung


Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Autor: Peter Rauch Ph.D.
  • Meta


  • Baulexikon



      

    - The Science of Doom
    - Dein Fenster
    - Hypersmash.com

    WĂ€rmedĂ€mmung – Verlust fĂŒr Mieter und Vermieter

    Erstellt von retep11 am Montag 8. Oktober 2012

    Pressemitteilung Nr. 43, 06.10.2012 naeb.info

    BELĂ€STIGUNGEN UND HöHERE KOSTEN FĂŒR DIE MIETER. DEM VERMIETER DROHEN VERLUSTE AN DER BAUSUBSTANZ. GRUND IST DIE IDEOLOGISCHE ENERGIEPOLITIK DER BUNDESREGIERUNG.

    Die Bundesregierung will die Rechte der Mieter schwÀchen.
    Baumaßnahmen zur WĂ€rmedĂ€mmung sollen fĂŒr drei Monate kein Grund zu
    einer Mietreduzierung mehr sein. Auch dann, wenn der Mieter dadurch
    stark belÀstigt wird. Der Vermieter soll so in die Lage versetzt
    werden, ohne Mietausfall WĂ€rmeisolierungen am Haus durchzufĂŒhren. Dies sei fĂŒr die ideologisch begrĂŒndeten Energieeinsparungen notwendig. Nach Abschluss der Arbeiten können dann die Kosten fĂŒr die WĂ€rmeisolierung auf den Mietpreis aufgeschlagen werden.

    Dies ist zunĂ€chst ein schlechtes GeschĂ€ft fĂŒr die Mieter. Nach dem Architekten Konrad Fischer von der Verbraucherschutzorganisation NAEB
    (www.naeb.info), der sich auf die Altbausanierung spezialisiert hat, fĂŒhrt die nachtrĂ€gliche WĂ€rmeisolierung zu teils extremen Mieterhöhungen. Die versprochene Einsparung an Heizkosten findet nicht statt, sondern erhöht sich sogar, wie es mehrere wissenschaftlichen Untersuchungen des Instituts fĂŒr Bauphysik der Fraunhofer-Gesellschaft sowie weitere Studien wie vom Hamburger Institut fĂŒr Stadt-, Regional- und Wohnforschung GEWOS GmbH oder von Professor Jens Fehrenberg, Hildeheim, belegen. Die von der Deutschen Energie Agentur dena vorgelegten Studien, die eine wirtschaftliche WĂ€rmedĂ€mmung von Wohnbauten belegen sollen, entpuppen sich bei genauerer Schau als reines RechenkunststĂŒck ohne BerĂŒcksichtigung des tatsĂ€chlichen Heizenergieverbrauchs. Norbert Deul von der Schutzgemeinschaft Hausgeld-Vergleich e.V. fĂŒr WohnungseigentĂŒmer und Mieter (www.hausgeld-vergleich.de) kritisiert die verfehlte Energiepolitik
    der Bundesregierung: „Die Mietkosten steigen damit exorbitant, ohne
    dass entsprechende Einsparungen erwartet werden dĂŒrfen. Diesen
    Schwindel können sich immer mehr Mieter, aber auch WohnungseigentĂŒmer
    im Gemeinschaftseigentum nicht mehr leisten. Sie werden aus dem Haus
    verdrÀngt. Leerstehende wÀrmegedÀmmte Wohnungen und sozialer Abstieg
    sind die logische Folge“.

    Der Vermieter hat außer dem Risiko, Mieter zu verlieren, auch noch mit einem Substanzverlust seines GebĂ€udes zu rechnen. Konrad Fischer hat in vielen Veröffentlichungen und auch Fernsehsendungen immer wieder auf die hohen Risiken der WĂ€rmedĂ€mmung bis hin zum extremen Brandrisiko hingewiesen. HĂ€ufig kommt es auf und im DĂ€mmstoff zur Unterschreitung des Taupunktes und damit zur Anreicherung von Wasser, das zur Schimmelbildung fĂŒhrt und die Bausubstanz zerstört. Das Hannoversche Institut fĂŒr Bauforschung hat Mehrkosten von ĂŒber neun Euro je Fassadenquadratmeter im Jahr fĂŒr die Instandhaltung von WĂ€rmdĂ€mmverbundsystemen im Unterschied zur klassischen Putzfassade ermittelt.

    Das Durchpeitschen der unausgegorenen und planwirtschaftlichen Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) – ohne RĂŒcksicht auf die Kosten und ohne Beachtung der Folgen fĂŒr die Bausubstanz – ist ausschließlich ideologisch begrĂŒndet. Eine gewisse, nicht unbedingt wirtschaftlich vertretbare Energieeinsparung ist höchstens durch anlagentechnische Modernisierung am Heizsystem oder bei schweren FassadenmĂ€ngeln zu erwarten. Damit wird durch nachtrĂ€gliche WĂ€rmedĂ€mmung, die die WĂ€rmezufuhr durch kostenlose Solarenergie blockiert, im wahrsten Sinne Geld verbrannt, das fĂŒr Investitionen, Anschaffungen, Reisen usw. nicht mehr zur VerfĂŒgung steht. Die Kaufkraft nimmt ab.

    Sollen wir so weiter machen? Die Verbraucherschutzorganisation NAEB warnt seit Jahren vor den Folgen der Energiepolitik der Bundesregierung und fast aller Parteien im deutschen Bundestag. Sie macht uns alle Ă€rmer. Sie vernichtet hoch effiziente industrielle ArbeitsplĂ€tze in der energieintensiven Grundstoffindustrie, die die Grundlage fĂŒr die Produktion von Maschinen und Anlagen ist. Sie stellt eine gesetzliche Umverteilung von unten nach oben dar mit nicht absehbaren sozialen Folgen. Die unsozialen planwirtschaftlichen Gesetze und Verordnungen wie die Energie-Einsparverordnung und das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) mĂŒssen ersatzlos gestrichen werden.
    Der freie Markt entwickelt bessere Lösungen fĂŒr unsere zukĂŒnftige
    Energieversorgung. Wind-, Solar- und Bioenergie werden dann
    wirtschaftlich eingesetzt ohne jede Subvention. UnterstĂŒtzen Sie aktiv die Forderungen von NAEB. Wir helfen Ihnen.

    Prof. Dr. Hans-GĂŒnter Appel
    Beiratsvorsitzender NAEB e.V.

    Freigegeben zur Veröffentlichung als Leserzuschrift, Lesermeinung,
    Kontakt: hans-guenter.appel@naeb.info

    Abgelegt unter Bauen und Wohnen, Energie- und Umweltpolitik | Keine Kommentare »

    Lang lebe der Euro – Rezension

    Erstellt von retep11 am Mittwoch 3. Oktober 2012

    Doz. Dr. agr. habil. GĂŒnter Preuße

    Rezension:
    Marc Beise, „Lang lebe der Euro!, Warum wir fĂŒr unsere WĂ€hrung auf die Straße gehen sollten“, SĂŒddeutsche Zeitung Edition, MĂŒnchen 2012.

    BEISE geht von der Feststellung aus, dass der Euro sowohl bei populistischen Politikern und weltfremden Wissenschaftlern als auch bei vielen verĂ€ngstigten BĂŒrgern immer mehr Gegner findet. Es gibt aber unter den Kritikern viele nachdenkliche Menschen. Gerade fĂŒr diese ist seine kleine Streitschrift lesenswert!

    Wenn gegenwĂ€rtig ĂŒber eine Krise des Euro diskutiert wird, werden nicht selten Probleme eines WĂ€hrungsnominals und Probleme einer Staatsverschuldung vermischt.
    Nach BEISE haben wir es sowohl mit einer Krise des Euro als auch mit einer Krise in der Staatsverschuldung zu tun. (S. 14) Die Krise der WĂ€hrung sieht er darin, dass der Euro selbst zur Debatte steht. Dabei gibt es in Deutschland auch Stimmen, die den Euro wieder durch die D-Mark ablösen wollen. Mit großem Sachverstand und mit bemerkenswerter Gelassenheit argumentiert BEISE fĂŒr die GemeinschaftswĂ€hrung und verweist aber auch bestĂ€ndig auf Probleme, die mit dieser WĂ€hrung verbunden sind.

    Die EinfĂŒhrung des Euro war zweifelsohne ein gewagtes Experiment. Der Rezensent der kleinen Streitschrift bekennt, zu den Skeptikern der EinfĂŒhrung dieser GemeinschaftswĂ€hrung zum damaligen Zeitpunkt unter den damaligen Rahmenbedingungen gehört zu haben.Das Unbehagen resultierte aus einer historischen Betrachtungsweise mit Sicht auf die GrĂŒndung des Deutschen Reiches 1871. Mit der kleindeutschen Lösung der deutschen Frage wurde der grĂ¶ĂŸte Teil der deutschsprachigen Gebiete unter Ausschluss Österreichs in einem deutschen Nationalstaat vereint. Erst nach Entstehen des modernen deutschen Nationalstaates im Jahre 1871 wurde 1873 fĂŒr dessen Territorium die dezimal unterteilte Mark als WĂ€hrungsnominal fĂŒr das Deutsche Reich eingefĂŒhrt. Es vollzog sich erst die wirtschaftliche Einigung der deutschen LĂ€nder zu einem einheitlichen Markt. Danach erfolgte auf kleindeutscher Grundlage die politische Einigung zum Deutschen Kaiserreich. Erst dann erfolgte die EinfĂŒhrung einer neuen und einheitlichen WĂ€hrung fĂŒr den entstandenen Nationalstaat.

    BEISE nimmt die Zeitgeschichte zum Ausgangspunkt und verweist auf eine Rede, die der Historiker und Altbundeskanzler KOHL 1991 im Bundestag gehalten hatte:
    „Man kann dies nicht oft genug sagen. Die Politische Union ist das unerlĂ€ssliche GegenstĂŒck zur Wirtschafts- und WĂ€hrungsunion. Die jĂŒngere Geschichte, und zwar nicht nur die Deutschlands, lehrt uns, dass die Vorstellung, man könne eine Wirtschafts- und WĂ€hrungsunion ohne Politische Union auf Dauer erhalten, abwegig ist. (S. 18)
    BEISE weist darauf hin, dass die konkreten politischen Rahmenbedingungen die Weichen letztlich anders stellten. Der Euro war keine naive Idee von Politikern ohne ökonomischen Sachverstand, sondern stellte am Ende „das politische Faustpfand der Deutschen fĂŒr die reibungslose Wiedervereinigung nach der Revolution des DDR-Volkes im November 1989“ dar. (S. 18 und 19) Das ist nach BEISE dann auch der Grund fĂŒr die EinfĂŒhrung des Euro ohne die Politische Union. (S. 21) Mit Genugtuung registriert der Autor, dass fĂŒr die Realisierung der WĂ€hrungsunion ohne Politische Union vernĂŒnftige Regeln angesetzt wurden:
    Der EuropĂ€ische StabilitĂ€tspakt sollte die Staatsverschuldung begrenzen, eine Nobail-out-Klausel sollte verhindern, dass ein Staat fĂŒr die Schulden der anderen einstehen mĂŒsse und eine unabhĂ€ngige europĂ€ische Zentralbank sollte auf die GeldwertstabilitĂ€t achten. (S. 21)
    Die Umsetzung dieser Regeln ist aber in der praktischen europÀischen Politik nicht einfach und vollzieht sich nicht reibungslos.

    Als besonnener Kenner der Materie weiß er um die ökonomischen, politischen, kulturellen und strategischen Probleme, die eine Methode des Durchwurstelns erfordern. (S.68)

    Am Ende seiner kleinen Streitschrift betont er:
    „Schwierige Jahre liegen vor uns. Aber am Ende könnte Europa sich neu erfunden haben.“ (S. 68) Er schließt mit folgenden Worten ab: „Die EinfĂŒhrung des Euro war eine Wette auf die Zukunft. Diese Wette, liebe Euro-Gegner, ist noch nicht verloren, wir können immer noch gewinnen. Wir mĂŒssen es aber, alle zusammen, auch wirklich wollen.“ (S. 69)

    Insgesamt hat BEISE eine interessante und lesenswerte kleine BroschĂŒr vorgelegt. Sie kann mit helfen, die von vielen Medien geschĂŒrten Ängste um unser Geld einzudĂ€mmen!

    Abgelegt unter Wirtschaftspolitik | Keine Kommentare »

    Politische Philosophie eines modernen Idealismus

    Erstellt von retep11 am Donnerstag 27. September 2012

    Ideologiekritik, Politikwissenschaft, Staatsdenken

    Autor: Wolfgang Caspart
    Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2012
    ISSN 0930-939X. ISBN 978-3-631-63025-9.
    Umfang: 200 Seiten, gebunden
    Preis: EUR 42,80 (D), EUR 44.- (A), CHF 56.-

    Die Probleme und Krisen der heutigen Zeit verlangen nach einer positiven Antwort. Sie zu liefern, ist die Aufgabe eines modernen Idealismus. Er stĂŒtzt sich auf den transzendentalen Charakter der wissenschaftlichen Axiomatik wie auf die indeterministischen Ergebnisse der modernen Naturwissenschaften. Die Flucht in die Ideologie, Utopie oder Dogmatik hat nur nötig, wer zur Transzendierung unfĂ€hig ist. Die Zusammenfassung und Einordnung der empirischen Theorien, Teilwerte und einzelreligiösen Bekenntnisse erfolgen durch ihre Überhöhung in den höchsten Ideen. Der Mangel an dem hierzu erforderlichen hermeneutischen VerstĂ€ndnis zwingt zu Ersatzvorstellungen in Form beliebig verabsolutierter empirischer Theorien oder Hypothesen, Partialwerte und konfessioneller Dogmen. Diese kommen nicht wissenschaftlich, sittlich oder göttlich geboten zustande, sondern werden willkĂŒrlich gesetzt. Der Realismus in der LebensbewĂ€ltigung bis hin zur Politik liegt in der gekonnten transzendentalen und ethischen Handhabung beschrĂ€nkter Modelle.

    Inhalt:
    Einleitung
    1. Teil Ideologiekritik: Naturwissenschaft und Idealismus – Selbstreferenz – Synergetik in der Wirtschaftskrise – Die Wirklichkeit des Geistigen – Gesellschaftliche Innen- und Außensteuerung – Kunst und Schönheit.
    2. Teil Politikwissenschaft: Klaviatur der Möglichkeiten – Statt der ochlokratischen Parteienherrschaft – Öffentlicher Verdienst oder Demagogie – Privatpolitik – EntmĂŒndigung – Schein und Sein – Im Kampf um die Macht.
    3. Teil Staatsdenken: Der Auftrag des Staates – Selbstorganisation und Eklektik – Frustration oder Gelassenheit – Eliten entscheiden – SelbstprĂ€destination zur Intervention – Konservatismus – Wege zu Problemlösungen – Richtige Methodik.
    Zusammenfassung – Glossar – Literaturnachweis – Personenverzeichnis.

    Bestellung in jeder Buchhandlung oder beim Verlag ĂŒber zentrale.frankfurt@peterlang.com

    Abgelegt unter Wirtschaftspolitik | Keine Kommentare »

    Mit der richtigen Heizung einen Tauwasseranfall vermeiden

    Erstellt von retep11 am Dienstag 25. September 2012

    Gerade bei sehr starken Wandkonstruktionen und NatursteinwĂ€nden mit einem großen WĂ€rmespeichervermögen besteht eine hohe TauwassergefĂ€hrdung. Technisch lĂ€sst sich dies nur ĂŒber eine ausreichende Temperierung der WandoberflĂ€chen mit Hilfe von Strahlungsheizung verhindern. Erfolgte frĂŒher die Heizung der RĂ€ume mit einem Ofen, welcher ĂŒberwiegende StrahlungswĂ€rme abgibt, so sind jetzt viele Konvektionsheizungen im Einsatz. Im nachfolgenden Schema wird der wesentliche Unterschied dargestellt. Erfolgt die WĂ€rmeĂŒbertragung bei einer Konvektionsheizung ĂŒber eine Luftwalze, so erfolgt diese bei einer Strahlungsheizung ĂŒber die WĂ€rmestrahlung. Bei gleicher Behaglichkeit liegt die Raumtemperatur bei einer Strahlungsheizung niedriger.

    Konvektions- und Strahlungsheizung

    Es gibt aber noch weitere positive Aspekte bei einer Strahlungsheizung. Auf diese soll hier eingegangen werden. Durch die gleichmĂ€ĂŸige Ausbreitung der WĂ€rmestrahlung haben alle BauteiloberflĂ€chen eine annĂ€hernd gleiche OberflĂ€chentemperatur, abhĂ€ngig vom Strahlungswinkel und der ZugĂ€nglichkeit, z. B. Möbel verhindern die gleichmĂ€ĂŸige Verteilung der Strahlung. Daher ist der Standort der Strahlungsheizung sehr wichtig. Das Gleiche gilt aber auch fĂŒr eine Konvektionsheizung.
    In einem verwinkelten Zimmer und der falschen Anordnung der Heizkörper werden einige WandoberflÀchen nicht ausreichend temperiert und es kommt zu Tauwasseranfall.

    Schimmel in Zimmer wegen falscher Heizkörperanordnung

    Die einfachste Möglichkeit zur Vermeidung von Tauwasseranfall oder einer Durchfeuchtung gerade des unteren Außenmauerwerkes ist die Temperierung mit einer Strahlungsheizung in Form einer Randleistenheizung. Mit dieser Heizung wird die Temperatur der unteren kĂŒhleren Luftschicht angehoben und die relative Luftfeuchte sinkt. Durch das Feuchtegleichgewicht zwischen Luft und Mauerwerk kommt es zur Entfeuchtung des Mauerwerkes. Die SchimmelpilzgefĂ€hrdung sinkt. Ebenso steigt die Temperatur des angrenzenden Wandabschnittes und somit auch am Balkenkopf bei Ă€lteren WohngebĂ€uden. Die Gefahr möglicher FeuchteschĂ€den an der Holzkonstruktion wird reduziert.

    Ein sehr effektives Heizungssystem ist die Fußbodenheizung. Durch die große StrahlungsflĂ€che können auch große RĂ€ume energetisch optimal beheizt werden. Bei diesem System treten kaum Temperaturunterschiede an der Konstruktion auf. Eine Tauwasserbildung wird vermieden. Bei Ă€lteren BauerhĂ€usern, wo aufgrund der Wandkonstruktion frĂŒher viel Feuchte im unteren Wandabschnitt vorlag, erfolgt eine recht gute Abtrocknung und es kann ein behagliches Raumklima erreicht werden. Neben der elektrischen Fußbodenheizung, es wird eine Heizfolie in den Fußbodenaufbau eingelegt, gibt es die Warmwasserheizungen. Es werden WasserschlĂ€uche in Schlaufenform im Estrichboden verlegt. Es gibt hier auch superflache Fußboden-Heizsysteme mit einer Schichthöhe von gerade 10 mm, die fĂŒr die Altbausanierung und den Neubau entwickelt wurden und eine kurze Aufheizzeit haben.

    UnabhĂ€ngig vom Heizsystem ist die richtige Regulierung der gleichmĂ€ĂŸigen Raumtemperatur durch die entsprechenden Stellantriebe von Bedeutung. So kann effektiv WĂ€rmeenergie gespart, die gleichmĂ€ĂŸige Behaglichkeit und Tauwasserbildung mit einer unangenehmen Schimmelbildung vermieden werden. Bei RĂ€umen, wie BĂ€der ist es sehr angenehm, wenn zu bestimmten Zeiten die Raumtemperatur automatisch etwas angehoben wird. Aber auch viele der Ă€lteren Heizanlagen erfĂŒllen die heutigen AnsprĂŒche bei entsprechender NachrĂŒstung. So kann man zum Beispiel ĂŒber http://www.andries24.de ein komplettes Modernisierungspaket fĂŒr das entsprechende Heizungssystem auswĂ€hlen und eine Modernisierung der Heizanlage durchfĂŒhren.



    Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

    FassadenbegrĂŒnung und DachbegrĂŒnung

    Erstellt von retep11 am Sonntag 23. September 2012

    Dieser Artikel wurde ĂŒber 15 Jahren im Leipziger BaufĂŒhrer 1994 Seite 104 veröffentlicht. Er ist auch heute noch aktuell.

    Vor vielen Jahren konnte man in unseren Straßen öfter noch grĂŒne Fassaden sehen. Zwischenzeitlich wurden es aber immer weniger. Heute hat die BegrĂŒnung der Fassaden und der DachflĂ€chen eine neue Bedeutung erlangt.

    WĂ€nde, mit Ausnahme der NordwĂ€nde, werden im jahreszeitlichen Besonnungsrhythmus bestrahlt und erwĂ€rmt. Sie bieten eine ideale BewuchsflĂ€che und wirken sich gĂŒnstig auf das Klima der Hausumgebung aus. Sie verbessern Eigenschaften wie WĂ€rmedĂ€mmung, Wind- und Regenschutz, KĂŒhlung, Luftverbesserung und Schallabsorption. FassadenbegrĂŒnung ist eine Möglichkeit, ohne grĂ¶ĂŸeren FlĂ€chenbedarf die Vegetation zu vermehren.

    Fassaden können direkt oder ĂŒber ein RankengerĂŒst bewachsen werden. Es bildet sich ein Luftpolster zwischen Blattwerk und Hauswand, das den WĂ€rmetransport von der Wand zur Außenluft verringert. Eine Luftschicht von 5cm entspricht z.B. in ihrer WĂ€rmedĂ€mmung etwa einer Doppelglasscheibe mit K=2,9W/m2K und fĂŒhrt bei den hier ĂŒblichen K-Werten der HauswĂ€nde zu einer Verringerung des Heizenergiebedarfes von etwa 1/3.

    Durch verschiedene Anordnungen, wie Unterteilung in Kammern, kann eine bestimmte Schutzwirkung erreicht werden, wie Windschutz oder Schutz vor Schlagregen. R. Doernach fĂŒhrt Beispiele an, wo nachweislich ĂŒber 70 Jahre der Putz durch Bewuchs nicht geschĂ€digt sondern geschĂŒtzt wurde. Vor der BegrĂŒnung sollte die gewĂŒnschte Nutzung, Lage, Orientierung sowie die Wirkung von Wind, Regen und Sonnenstrahlung berĂŒcksichtigt werden.

    Ebenso ist die Berankungsart, die Unterkonstruktion, Befestigung und FassadenoberflĂ€che sorgfĂ€ltig auszuwĂ€hlen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Bepflanzung, wie selbstĂ€ndige Wurzelkletterer, GerĂŒstranker, Spalierbewuchs, HeckenwĂ€nde und hĂ€ngender Bewuchs.

    Da die meisten Blattwerfer sind, sollte auf eine dichte Verflechtung der Triebe geachtet werden, um auch im Winter ausreichenden Klimaschutz zu erhalten. Das Holz der Spalierwand sollte mit natĂŒrlichen Holzschutzmitteln (Holzteer, Holzöl oder Soda) imprĂ€gniert werden. Zu beachten ist noch, daß fĂŒr jede Wandseite eine bestimmte Bewuchsart auszuwĂ€hlen ist.

    SĂŒdseite:
    Blattwerfender Bewuchs, um die GebÀudeerwÀrmung durch die Wintersonne zu ermöglichen.
    Westseite:
    ImmergrĂŒner, selbstkletternder Bewuchs als dichter Teppich, mit Abstand vor der Fassade zur DurchlĂŒftung, gut verflechtend, um auch im Winterhalbjahr einen dichten Schutz zu erhalten.
    Ostseite:
    Bei geschĂŒtzter und auch im Winter verschattungsfreier Lage eine Ă€hnliche Nutzbepflanzung wie an der SĂŒdwand;
    Nordseite:
    immergrĂŒne, selbstkletternde Arten mit dichter GerĂŒstberankung sowie tiefe HeckenwĂ€nde, um ein gutes Wind- und WĂ€rmeschutzpolster zu erhalten.

    Fassadenpflanzen

    Hinter einer begrĂŒnten Fassade bleiben die Zimmer im Sommer angenehm kĂŒhl Kletterpflanzen halten Regen ab und schĂŒtzen die Fassade vor WitterungseinflĂŒssen Pflanzen an der Wand verringern im Winter die AbkĂŒhlung des GebĂ€udes

    Es gibt weit ĂŒber 50 verschiedene Pflanzen, wie Zierpflanzen, Nutzpflanzen und einjĂ€hrige Kulturen (siehe Literatur ökologisches Bauen).

    Durch begrĂŒnte DĂ€cher könnte nahezu flĂ€chengleich die verbaute VegetationsflĂ€che ersetzt werden. Die Vorteile liegen in der Klimaverbesserung, Wasserspeicherung, Luftverbesserung, Schallabsorption, erhöhtem Biotopwert und Erholungswert. GegenĂŒber einem nackten Dach erhöht sich der Dachschutz, der WĂ€rmeverlust wird bis zu 10% verringert. Es kann das Regenwasser zurĂŒckgehalten und so der Wasserhaushalt verbessert sowie die Luftverschmutzung bis zu 20% bei gleichzeitiger Sauerstoffabgabe gesenkt werden.

    FĂŒr eine DachbegrĂŒnung eignen sich am besten FlachdĂ€cher aber auch geneigte DĂ€cher lassen sich ohne Problem bepflanzen. Anspruchslosere, niedere Vegetationen erfĂŒllen gesamt ökologisch den gleichen Zweck und bedĂŒrfen keiner weiteren aufwendigen Baumaßnahmen. NatĂŒrlich muß die Dachhaut völlig dicht

    Kletterpflanzen halten Regen ab und schĂŒtzen die Fassade vor WitterungseinflĂŒssensein und vor eindringenden Wurzeln geschĂŒtzt sein. Im Rahmen der statischen Möglichkeiten lassen sich durchaus dĂŒnne Erdschichten oder Grasboden von ca. 5cm auf bestehende DĂ€cher aufbringen. Dort wo eine Kiesschicht aufgebracht wurde, muß diese lediglich etwas abgetragen und durch eine entsprechende Erdschicht ersetzt werden. Ob nun Natur-, Moos-, Heide-, Steppen-, Wiesen- oder SumpfdĂ€cher gestaltet werden, liegt an den örtlichen Gegebenheiten, den konstruktiven Voraussetzungen und den WĂŒnschen. Neben dem Einfachaufbau und dem Mehrschichtenaufbau gibt es die BegrĂŒnung „umgekehrter“ DĂ€cher. Auch die nachtrĂ€gliche BegrĂŒnung ist möglich, bedarf aber einer konstruktiven und statischen Beurteilung, da die Dachlast nur um max. 30% bei FlachdĂ€chern nur ca. 10% erhöht wird, können die Dachsparren durch SchĂ€den in i hrer Festigkeit eingeschrĂ€nkt sein.

    Die DachbegrĂŒnung hat gerade im Gewerbebau eine wichtige Rolle und muß Bestandteil der ganzheitlichen Planungsaufgabe werden. Gerade in geplanten Gewerbegebieten wird sich das spĂŒrbar auf das Mikroklima auswirken. Hier sind z.B. die GrundwasserverĂ€nderung durch die versiegelten FlĂ€chen zu verzeichnen. Die erhöhte Abstrahlung der WandflĂ€chen fĂŒhrt zu einer Temperaturerhöhung der Umgebung u.a.

    Auch lassen sich Bauelemente fĂŒr die Nutzung alternativer Energien optisch in ein umweltvertrĂ€gliches Bauobjekt integrieren. Sowohl fĂŒr den privaten Bauherren aber vor allem fĂŒr den Unternehmer bedeutet ein umweltvertrĂ€gliches Bauobjekt eine Wertsteigerung. Es wird immer einen Mittelweg zwischen Nutzung – Energie – Umfeld Wohlbefinden geben.

    Neben den oben genannten natĂŒrlichen Bewuchs gibt es aber auch super Kunstpflanzen die man dort aufstellen kann, wo natĂŒrliche Pflanzen wegen Sonnenmangel im Innenraum, wie in einigen BĂŒros, nur schlecht wachsen und eine entsprechende Dekoration erwĂŒnscht ist oder ĂŒber eine lange Zeit die Gestaltung der betreffenden FlĂ€che (z.B. auf GrĂ€ber Kunstblumen) schön aus sehen sollen.

    Abgelegt unter Baubiologie, Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

    Im Klimaschutzwahn isoliert sich Europa von der Welt!

    Erstellt von retep11 am Donnerstag 13. September 2012

    Oppenheimer Werkstatt fĂŒr Wetterkunde – Dr. Wolfgang ThĂŒne

    Grundlage einer „globalisierten“ und „vernetzten“ Welt wie eines fairen interkontinentalen Handels ist insbesondere die FreizĂŒgigkeit, die optimale Beweglichkeit zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Letztere ist von „Europa“, von dem die Kolonisierung der Welt mit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus im Jahre 1492 ihren Anfang nahm, gefĂ€hrdet.

    Ausgerechnet zum Auftakt der Internationalen Luft- und raumfahrtmesse ILA in Berlin am 11. September 2012 in Berlin setzt die EU-Kommission Europas gesamte Luftfahrtbranche mitsamt den Fluggesellschaften in Aufregung und Empörung mit ihren PlĂ€nen, ab Januar 2013 Zertifikate fĂŒr den Ausstoß von Abgasen erwerben zu mĂŒssen. Wer dagegen verstĂ¶ĂŸt, dem drohen heftige Bußen. Damit drohen wiederum Europas Luftfahrtbranche massive internationale Wettbewerbsnachteile. Dieses EU-Projekt zum Klimaschutz entzweit zudem die EuropĂ€er und deren internationale Partner wie USA, China, Japan und Russland, die in diesen Maßnahmen eine BeeintrĂ€chtigung der SouverĂ€nitĂ€t ihres eigenen Luftraumes wie ihrer FreizĂŒgigkeit sehen. Betroffen sind alle FlĂŒge, die von Europa aus starten oder dorthin gehen – fĂŒr die gesamte Strecke, also bis Alaska, Australien, SĂŒdafrika oder Chile! Die EU droht sogar im Extremfall mit Flugverboten.

    Die EuropÀische Union im Klimarettungswahn

    In der politischen Spitze EU-Europas ist der Glaube dominant, dass die Erde einer globalen Klimakatastrophe entgegen gehe und dass alles getan werden mĂŒsse, um dies zu verhindern. Sie ist zudem ĂŒberzeugt, dass einzig und allein das Kohlenstoff(C)-Dioxid(O2)-MolekĂŒl fĂŒr die drohende ErderwĂ€rmung verantwortlich sei und deshalb unbedingt und mit allen Mitteln reduziert werden mĂŒsse. Dieser Glaube ist zwar durch nichts belegt, aber er hat sich zu einer unantastbaren wie unerschĂŒtterlichen Staatsdoktrin verfestigt.

    Ist das Abendland, das ĂŒber die vorsokratischen Naturphilosophen der RationalitĂ€t wie den Naturwissenschaften zum Siegeszug verhalf, dabei, in IrrationalitĂ€t wie finsteren Mystizismus zurĂŒck zu fallen? Wenn man etwas wie das „Globalklima“ zum Schutzgut erhebt, dann wĂ€re es ein zwingender, auch juristischer, Grundsatz, dieses Gut zu definieren, um rationale Kriterien zu heben, BeeintrĂ€chtigungen des Schutzgutes zu sanktionieren. Doch diese Arbeit steht bis heute aus und ist einfach nicht zu leisten, weil das Schutzgut „Globalklima“ nicht existiert. Es ist nur eine Fiktion, nach Immanuel Kant ein eingebildetes „Ding an sich“.

    Dass es möglich ist, alle gemessenen Temperaturen dieser Erde in einen Topf zu werfen, um daraus eine „Globaltemperatur“ zu berechnen, ist unstrittig! Doch was besagt diese Mittel-Temperatur, welche RealitĂ€t hat sie? Ist sie messbar, ist sie kontrollierbar, ist sie spĂŒrbar? Nein, sie existiert nur auf dem Papier. Sie ist ein Scheinwert, der nirgendwo auf der Welt Wert hat. Kann man von so einer fiktiven „Globaltemperatur“ auf eine „Globalklima“ schließen und dieses zum „Schutzgut“ erklĂ€ren? Dies ist ohnehin unmöglich, weil das Wetter sich aus vielen verschiedenen meteorologischen Elementen zusammensetzt und nicht durch die Temperatur allein charakterisierbar ist. Zum Wetter gehören Luftdruck, Wind und Wolken und vieles mehr! Diese Elemente gehören auch zwingend zum „Klima“, wird dieses doch definiert als das „mittlere Wettergeschehen“ an einem Ort ĂŒber eine mindestens 30jĂ€hrige Beobachtungsperiode.
    Jeder Ort, jede Region auf der Erde hat ihr spezielles Wettergeschehen und damit auch ein eigenes Lokal- oder Regionalklima! Diese Kleinklimate verschwinden auch nicht, wenn man zu grĂ¶ĂŸeren Dimensionen bei Verkleinerung des Maßstabes ĂŒbergeht und Wetter wie Klima kontinental oder interkontinental beziehungsweise global betrachtet. Zur BestĂ€tigung braucht man nur einen Schulatlanten aufzuschlagen und sich die Klimakarten der Erde zu betrachten. Die dort abgebildete Klimavielfalt der Erde ist Ausdruck ihrer Wettervielfalt. Klima ist und bleibt abhĂ€ngig vom Wetter. WĂ€hrend sich die Wetterkarten tĂ€glich Ă€ndern, haben das Azorenhoch wie das Islandtief sozusagen Ewigkeitswert. Es sind statische weil statistische Scheingebilde. Diese ursĂ€chliche VerknĂŒpfung, die allein durch die Definition von Klima, wie sie von der Weltorganisation fĂŒr Meteorologie WMO in Genf vorgegeben ist, verbietet es, diese Tatsache einfach auf den Kopf zu stellen und die These in die Welt zu setzen, das „Klima“ wĂŒrde das Wetter bestimmen. Unsere SĂŒnden am Klima wĂŒrden das Wetter immer extremer machen und um dies zu verhindern, mĂŒsse halt das Klima -koste es was es wolle- geschĂŒtzt werden.

    Internationale Luftfahrtbranche soll und muss Widerstand leisten

    Wer einen Schneeball rollen sieht und die Gefahr wittert, dass er zu einer Lawine anwachsen könnte, die einen Ort zu verschĂŒtten droht, sollte und muss sofort handeln und darf nicht tatenlos zusehen. Doch exakt dies hat nicht nur die gesamte Luftfahrtbranche ĂŒber viele Jahre getan. Sie hat auf die RationalitĂ€t gesetzt und gehofft, dass sich eines Tages der Irrglaube wie der quasireligiöse Rausch, das Globalklima schĂŒtzen, es sich untertan machen und schließlich lenken und steuern zu können, verflĂŒchtigen und als Verwirrung des Zeitgeistes wie bei den Hexenverbrennungen legen könnte. Diese Kalkulation ist nicht aufgegangen, da mit dem Vorwand „Klimaschutz“ völlig andere politische Ziele verbunden sind. Da BĂŒrokratien nicht arbeiten, versuchen sie Geld durch Angst zu generieren!
    Doch wie kann man die EU-Kommission wieder auf den Pfad der Vernunft zurĂŒckbringen? Wie kann man sie von dem Wahn abbringen, sie könne ein Nichts wie das „Globalklima“ schĂŒtzen? Die Zeit drĂ€ngt, denn der Konflikt mit dem Rest der Welt spitzt sich zu. Russland wie Indien drohen bereits den EU-Airlines mit der Streichung von Überflugrechten. China hat durchblicken lassen, MilliardenauftrĂ€ge beim europĂ€ischen Flugzeugbauer Airbus stornieren zu lassen. Dieser „Kriegsfall“ darf nicht eintreten, zumal die angeblich durch CO2-Emissionen ausgelöste drohende Klimakatastrophe nur eingebildet ist und real nicht existiert.

    Auch der Luft- und Raumfahrtkoordinator der Bunderegierung, der CDU-Abgeordnete Peter Hintze, schlug Alarm: „Wir merken bereits, wie sich die Amerikaner in Stellung bringen, der Konflikt hat es in sich.“ Hintze sollte der Bundeskanzlerin klar und deutlich machen, und als gelernte Physikerin hĂ€tte sie sicherlich keine Schwierigkeiten, dies nachzuvollziehen, dass sowohl die Bundesregierung wie die gesamte EuropĂ€ische Kommission, sich in einer ideologischen Sackgasse befinden, aus der sie nur durch Umkehr hinauskommen können, wenn sie nicht dort verharren wollen, wĂ€hrend der Rest der Welt von dem Klimaschutzwahn allmĂ€hlich wieder abkommt. Mit einer bloßen vorĂŒbergehenden Aussetzung des umstrittenen europĂ€ischen Emissionshandels im Luftverkehr ist es nicht getan, Herr Hintze.

    Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO muss handeln

    Wenn auch vom Globalklima keinerlei Gefahr ausgeht, so muss bei dem derzeitigen globalen Meinungsklima eine globale Lösung gefunden werden. Man sollte, da bisher alle tatenlos zugesehen und damit geholfen haben, sich den epidemisch ausbreitenden Klimaschutzwahn zu einer wenn auch eingebildeten globalen Krankheit ausweiten zu lassen, sehr behutsam vorgehen. Dieser Aufgabe sollte sich die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO widmen.

    Dies geht nur auf internationaler Ebene unter Einbeziehung der Vereinten Nationen, die ja auch den Weltklimarat IPCC einberufen haben. Diesen Ungeist bekommt man nur in die Flasche zurĂŒck, wenn man ihn auflöst. Der Weltklimarat hat den Geburtsfehler, dass er keine wissenschaftliche Kompetenz hat, sondern als Schiedsgericht fungiert und nur die Aufgabe hat, alle Horrormeldungen und wilden Spekulationen ĂŒber das Klima zu sammeln, daraus Weltuntergangsszenarien zu entwerfen, um der Politik „wissenschaftliche“ Argumente an die Hand zu geben, um CO2-Reduktionsmaßnahmen zu beschließen und ihnen völkerrechtliche Verbindlichkeit zu geben. Nach den vielen Skandalen wĂ€re es ein erster mutiger Schritt, den IPCC einfach aufzulösen und die jĂ€hrlichen Weltklimakonferenzen abzusagen.

    Doch dieses ist und bleibt ein Wunschtraum, wenn nicht die BĂŒrger dieser Erde endlich das Heft in die Hand nehmen und mit Mut und Zivilcourage gegen den Klimaschutzwahn rebellieren. Wie lange wollen sie noch, da ja sie es sind, die als fliegende Öko-SĂŒnder letzten Endes die CO2-Abgaben zu zahlen haben, tatenlos zusehen, wie sie unter dem Vorwand des Klima- und Umweltschutzes abkassiert werden. Ist die Zeit der AufklĂ€rung so weit zurĂŒck und die Herrschaft von Ideologen so mĂ€chtig, dass sie glauben per „Ablasshandel“ die Welt retten zu können? Doch so wie man mit Geld sich keinen Platz im Himmel kaufen kann, so auf Erden auch weder gutes Wetter noch ein gutes Klima. Es genĂŒgt, wenn das politisch gestörte Wirtschaftsklima wiederhergestellt werden kann.

    Vielleicht ist dieser Streit zwischen der EU-Kommission und den Fluggesellschaften eine InitialzĂŒndung, um endlich den GrĂ¶ĂŸenwahn vom „Schutz des Globalklimas“ auf den MĂŒllhaufen der Geschichte zu werfen und dort zu entsorgen. Damit werden wir zwar das Wetter nicht los, aber die frei werdenden Energien und Finanzmittel könnte man in bessere Wettervorhersagen investieren.

    Oppenheim, den 12. September 2012
    Dr. Wolfgang ThĂŒne, Dipl.-Meteorologe

    Abgelegt unter Energie- und Umweltpolitik | Keine Kommentare »

    EEG-Umlage

    Erstellt von retep11 am Freitag 17. August 2012

    In der Leipziger Volkszeitung vom 15. August 2012 heißt es in dem Leitartikel
    „SĂ€chsische Firma klagt gegen Ökosteuer-Umlage“
    Die Textilfirma Vowalon aus Treuen im Vogtland klagt gegen die EEG-Umlage… Neben Vowalon beschreiten auch zwei andere deutsche Firmen – aus Bayern und aus Baden-WĂŒrttemberg – den Klageweg. Sie wollen mit dem Prozess eine Grundsatzentscheidung ĂŒber das EEG erstreiten…“ Hierbei geht es um die VerfassungsmĂ€ĂŸigkeit der EEG-Umlage, welches eine Abgabe ist, mit der Gemeinwohlaufgaben finanziert werden. FĂŒr solche Finanzierungen sind aber Steuern da.
    Was ist die EEG? Vereinfacht ausgedrĂŒckt ist das eine zwangsweise Finanzierung der Solaranlage des Nachbarn, der Windparks und Biogasanlagen im benachbarten Dorf. (Produktionskosten fĂŒr nutzbaren konventionellen Strom und dem EEG-Strom betrĂ€gt rund 14 Cent/kWh.)

    Wer keine Ausnahmegenehmigung erhĂ€lt, in der Regel sind das nur Großkonzerne, darf die hohen Energiekosten bezahlen. Damit der BĂŒrger vorwiegend theoretisch Energie spart, wurden auch noch eine Reihe von Hilfswerkzeugen verabschiedet, das sind die EnEV 2009, EnEG 2009, EEWĂ€rmeG, BImSchV 2010 und Heizkostenverordnung. (Weitere AusfĂŒhrungen Energieeinsparverordnung.) Statt gesundes Wohnen in einem konventionellen Haus vorwiegend aus mineralischen Baustoffen, sind die HĂ€user in PlastikdĂ€mmung einzuhĂŒllen und in schimmlige EnergiesparhĂ€user zu verwandeln, alles im Sinn des grĂŒnen Zeitgeistes.

    Die theoretischen und praktischen Energieeinsparungen weichen abhĂ€ngig vom GebĂ€udetyp, GrĂ¶ĂŸe und Standort zum Teil erheblich ab. Die erhofften Einsparungen werden nur in wenigen fĂ€llen erfĂŒllt. DafĂŒr leidet aber unsere Gesundheit


    ZurĂŒck zum EEG. Dr. Ufer aus Leipzig hat an den Journalisten des o. g. Artikels einen Brief geschrieben. Dem Inhalt schliße ich mich an. Nachfolgend der Brief.

    Sehr geehrter Herr Kollenberg,

    bitte entschuldigen Sie meine erneute Mail, aber BeitrĂ€ge zur Energiewirtschaft und Energiepolitik in der LVZ (und nicht nur dort) sehe ich mir meist grĂŒndlich an. Mein Beruf als Energiewirtschaftler bringt das nun mal mit sich!

    Sie habe sich gestern – ausgehend von der Klage der drei Textilunternehmen gegen die Ökostromkosten – mit der Finanzierung der Elektroenergie aus Sonne, Wind etc. beschĂ€ftigt. In Ihrem Leitartikel vertreten Sie die Auffassung, dass die Ökostromumlage „geholfen“ hĂ€tte. Wem hat sie geholfen? Ausschließlich den EEG-Nutznießern, nĂ€mlich den Investoren und Betreibern der Photovoltaik-, Windenergie- oder Biogas-Anlagen! Die können mittels EEG, das eine staatliche Absatzgarantie und ebenfalls staatlich festgelegte Preise verspricht, die ein Vielfaches der Erzeugungskosten konventioneller Kraftwerke betragen, stattliche Renditen einstreichen. Diese VergĂŒnstigungen, fernab jeglicher marktwirtschaftlicher GrundsĂ€tze, werden zudem noch vom Staat fĂŒr zwanzig Jahre garantiert! Bezahlen mĂŒssen es die Kunden, ob sie wollen oder nicht – Anlass fĂŒr die lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llige Klage!

    Sie schlagen nun vor, „die teure Subventionierung des ökologischen Stroms“ einzustellen. Was soll das Ihrer Meinung nach bedeuten? Ersatzlose Streichung des EEG unter Verzicht auf jeglichen Bestandschutz fĂŒr die Investoren? Das wĂ€re konsequent! Das wĂŒrde aber zugleich das Ende aller Investitionen in die EEG-geförderten Energien bedeuten! Meinen Sie wirklich, dass das unsere Politiker zulassen werden?

    Damit wĂ€re aber noch lĂ€ngst nicht erreicht, dass elektrische Energie wieder zu Preisen abgegeben werden könnte, wie es internationale ĂŒblich und zugleich sozialvertrĂ€glich ist. Die sog. Energiewende besteht ja nicht nur darin, dass die alternativen Energien – auf Kosten der Verbraucher – ausgebaut werden, sondern zugleich darin, dass die kostengĂŒnstigsten Kraftwerke, nĂ€mlich Kern- und Braunkohlenkraftwerke, entweder verboten oder so in ihrer Einsatzweise behindert werden, dass sie unwirtschaftlich werden (Standby-Betrieb zum Ausgleich der schwankenden Solar- und Windeinspeisung). Hinzu treten noch immense Kosten fĂŒr den Bau und Betrieb von zusĂ€tzlichen Leitungen, die nur deshalb gebaut werden mĂŒssen, um den Strom aus Wind- und Photvoltaikanlagen abzuleiten. Diese Ableitung nĂŒtzt den Verbrauchern allerdings nichts, wenn nicht zugleich auch der Wind mit entsprechender StĂ€rke weht und die Sonne vom wolkenlosen Himmel scheint. Es mĂŒssen daher auch zusĂ€tzliche Standby-Kraftwerke gebaut oder Energiespeicher (keiner weiß, wie die aussehen sollen!) errichtet werden. Das ist ĂŒbrigens die Ursache, warum es nicht möglich ist, mit Wind- oder Solaranlagen auch nur einen einzigen Haushalt mit Elektroenergie – im vollen Sinne des Wortes – zu versorgen! Man kann diese Tatsachen auch in andere Worte kleiden: Wind- und Solaranlagen sind energiewirtschaftlich völlig ĂŒberflĂŒssig!

    Und wenn schon ĂŒber die „Energiewende“ nachgedacht wird, dann sollte man neben den immensen Kosten zwei weitere Tatsachen nicht aus den Augen verlieren:
    Erstens wird durch den Ausbau von volatilen Erzeugungsanlagen die VersorgungszuverlĂ€ssigkeit erheblich beeintrĂ€chtigt, was schon heute viele Unternehmen dazu zwingt, eigene ReservekapazitĂ€ten aufzubauen. Hier geht es nicht nur um Versorgungsunterbrechungen im Minuten- oder gar Stundenbereich, sondern um Störungen im Bereich von Millisekunden, die zu erheblichen Störungen im Produktionsablauf fĂŒhren können (siehe hierzu der aktuelle SPIEGEL).
    Zweitens sollten die durch das EEG ausgelösten großflĂ€chigen Umweltzerstörungen betrachtet werden: Nicht umsonst spricht man von „Verspargelung“, „Verspiegelung“ und „Vermaisung“ unserer Heimat. Dabei sind die zusĂ€tzlichen (und im Grunde ĂŒberflĂŒssigen) Leitungen und Kraftwerke noch gar nicht einbezogen!

    Wenn Sie, sehr geehrter Herr Kollenberg, schon ĂŒber die „Energiewende“ schreiben, dann sollten Sie nicht nur ĂŒber mögliche „Korrekturen“ spekulieren, sondern die Frage stellen: Wozu brauchen wir die „Energiewende“ ĂŒberhaupt? Sie hat – schon bisher! – dazu gefĂŒhrt, dass das strategische Zieldreieck der Energiewirtschaft „Wirtschaftlichkeit – VersorgungszuverlĂ€ssigkeit – UmweltvertrĂ€glichkeit“ verletzt und damit eine moderne, zukunftssichere Elektroenergieversorgung auf Dauer verhindert wird!

    Offen bleibt danach die Frage, was unsere Politiker eigentlich dazu bewogen hat, dieses seit langem auch international bewĂ€hrte Zieldreieck zu verlassen. Die Antwort ist sehr einfach: Die Politik wollte mit der „Energiewende“ ihre selbst erfundenen Ängste vor dem Klimakatastrophe, vorm angeblich nahen Ende der Energieressourcen und vor der friedlichen Nutzung der Kernenergie „bekĂ€mpfen“!

    Aber:
    Erstens gibt es nach wie vor keinen einzigen wissenschaftlich gesicherten Beweis dafĂŒr, dass das Spurengas CO2 (knapp 0,04 %) irgendeinen nachweisbaren Einfluss auf die Wetter- und damit Klimaentwicklung ausĂŒbt. Dieses lebensnotwendige Gas ist kein „Klimakiller“!

    Zweitens reichen die bekannten fossilen EnergietrĂ€ger noch hunderte Jahre, weshalb es keinen Grund fĂŒr irgendwelche unbezahlbare Hektik gibt. Zudem gibt es außer Kohle, Öl und Gas noch weitere Ressourcen; erinnert sei nur an Uran, Thorium oder die Kernfusion. Und wissen Sie, welche Möglichkeiten unsere Nachkommen noch erschließen werden?

    Drittens denken fast alle anderen LĂ€nder der Erde ganz anders als deutsche Politiker ĂŒber die Kernenergie: Sie betreiben und bauen Kernkraftwerke. Vor allem aber forschen sie an neuen, noch zuverlĂ€ssigeren und effektiveren Kernkraftwerkskonzepten – was in Deutschland de facto untersagt ist!

    Unsere Politiker können „stolz“ sein, das strategische Zieldreieck „Wirtschaftlichkeit – VersorgungszuverlĂ€ssigkeit – UmweltvertrĂ€glichkeit“ durch drei Phobien (Klima-Phobie – Energiemangel-Phobie – Nuklear-Phobie) ersetzt zu haben! Wir und unsere Nachkommen werden es teuer bezahlen mĂŒssen! Unsere Kinder und Enkel werden in einem de-industrialisierten Land mit einer zerstörten, lebensfeindlichen Umwelt leben mĂŒssen!

    Damit ist auch das Urteil ĂŒber die „Energiewende“ gefĂ€llt: Sie ist ein „totgeborenes Kind“, an dem inzwischen noch nicht einmal die „Eltern“ ihre Freude haben! Sehr viel Geld wird es kosten, den Schaden, den sie angerichtet hat, wieder zu korrigieren!

    Daher meine große Bitte an Sie: Versuchen Sie als Journalist nicht, die „Energiewende“ zu verteidigen oder schönzureden, sondern helfen Sie mit Ihren Möglichkeiten mit, die richtigen Wege zu einer guten Zukunft der Energiewirtschaft in Deutschland zu ebnen!

    Viele wichtige Fakten, mit denen Sie argumentieren können, finden Sie im kĂŒrzlich erschienen Buch „Die Energiewende ist schon gescheitert“ von Dr. GĂŒnter Keil (Band 1 der Schriftenreihe des EuropĂ€ischen Instituts fĂŒr Klima und Energie, TvR Medienverlag, Jena 2012, ISBN 978-3-940431-32-5). Ich kann es Ihnen nur wĂ€rmstens empfehlen!

    Bitte verzeihen Sie mir, dass meine Erwiderung bedeutend lĂ€nger geraten ist als Ihr kompakter Leitartikel. Ich hielt das allerdings angesichts der Bedeutung dieser fĂŒr unser Land so ĂŒberaus wichtigen Problematik fĂŒr zweckmĂ€ĂŸig. Das war fĂŒr mich auch Anlass meine Zeilen einem Kreis von Fachleuten und weiteren Interessierten zukommen zu lassen.

    Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

    Ihr Dr. Dietmar Ufer

    Abgelegt unter Energie- und Umweltpolitik | Keine Kommentare »

    Deutschland auf dem Weg in die selbst gebastelte Treibhausfalle

    Erstellt von retep11 am Samstag 28. Juli 2012

    Oppenheimer Werkstatt fĂŒr Wetterkunde – Dr. Wolfgang ThĂŒne

    Möchten Sie freiwillig und ohne Schuld ins GefĂ€ngnis oder gar ins Zuchthaus, um unter staatlicher Aufsicht nach fremdbestimmten Regeln zu leben? Mit Sicherheit nicht! Aber wĂŒrden Sie sich nicht doch in diese Obhut begeben, wenn Ihnen damit gedroht wird, dass das Leben draußen immer gefĂ€hrlicher, ja tödlich werden wird? Dass Hass, Intrigen und Zwietracht, Mord und Totschlag ĂŒberhand nehmen werden und Schutz vom Staat nicht zu erwarten sei? Da böte doch eine behĂŒtete Freiheit von Gleichen unter Gleichen mehr Freiheiten als das Leben im permanenten Dschungelkrieg der Straße, zumal das Zuchthaus die gesamte Erde umfasst und damit grenzenlos ist? Haben erst alle Menschen den gleichen „Fußabdruck“, können sie alle nur die gleichen SprĂŒnge machen. Keiner tanzt aus der Rolle. Kein Neid trĂŒbt das friedliche Miteinander.

    Das Leben im GewĂ€chshaus ist doch auch nicht das Schlechteste fĂŒr die Pflanzen. Sie gehen zwar nicht freiwillig ins GewĂ€chshaus, aber einmal dort ausgesĂ€t ihnen geht es doch gut. Sie sind vor den tödlichen Nachtfrösten der „Eisheiligen“ geschĂŒtzt, leben in kĂŒnstlich klimatisierten RĂ€umen mit stets angenehmen Temperaturen und genĂŒgend Feuchtigkeit. An Frischluft mangelt es ihnen auch nicht. Sie bekommen immer eine Überdosis an CO2-Nahrung und der anfallende Sauerstoff wird sofort entsorgt. Sie mĂŒssen zwar in Reih und Glied wachsen, sind einer stĂ€ndigen Kontrolle ausgesetzt, aber sie tragen viele FrĂŒchte und bringen gute ErtrĂ€ge. Wenn das kein schönes nicht nur des GĂ€rtners Herz erfreuendes Dasein ist? Alle Tomaten sind irgendwie gleich rot und keine wird diskriminiert.

    Angela Merkel wirbt fĂŒr das sichere Leben im Treibhaus mit seinen schĂŒtzenden Leitplanken

    Im Videopotcast der Kanzlerin vom 14. Juli 2012 verkĂŒndete Angela Merkel stolz: „Deutschland hat die Vorreiterrolle im Klimaschutz!“ Was will sie damit zum Ausdruck bringen, wem den Weg weisen? Ja, was bedeutet ĂŒberhaupt „Vorreiter“? Vorreiter waren frĂŒher bei der Kavallerie die FahnentrĂ€ger. Diese reiten zwar nicht, aber marschieren bei der Eröffnung der Olympischen Spiele ihren Mannschaften voraus. FĂŒhlt sich im Klimaschutz Deutschland als Vorreiter der Welt, als ihr AnfĂŒhrer, der Ton, Tempo, Marschrichtung und die Kampfesziele angibt? Wenn solch eine wahnwitzige SelbstĂŒberschĂ€tzung dem Gedanken an die Vorreiterrolle zugrunde liegen sollte, dann gute Nacht Deutschland. Soll die Welt am deutschen Wesen genesen?

    Dies kann man der Kanzlerin sicher nicht unterstellen, aber einen völligen irrationalen GrĂ¶ĂŸenwahn schon. Die Unvernunft liegt nĂ€mlich in dem Vorhaben Klimaschutz. Hier hat eine Naturwissenschaftlerin den Rubikon der Physik zur Metaphysik ĂŒberschritten. Hier betĂ€tigt sich eine Physikerin als politische Heilsbringerin, die eingeredete und eingebildete Ängste abmildern und das GefĂŒhlsklima der Menschen wieder beruhigen möchte. Sie betĂ€tigt sich als fĂŒrsorgliche Treibhaus-Mutter, die verspricht, dass das Leben im Treibhaus unter ihrer Obhut geradezu paradiesisch sein werde.

    Die Bösewichte draußen, diese Klimakiller und TreibhaussĂŒnder wĂŒrden bestraft und zur Kasse gebeten, denn ihr rĂŒcksichtsloses und nur an schnellem Gewinn und maximaler Rendite ausgerichtetes Handeln fĂŒhre in den klimatischen Weltuntergang, zu Mord und Totschlag durch Klimakriege. Was die Kanzlerin nicht sagt und wahrheitswidrig verschweigt, ist ihre UnfĂ€higkeit, das Wetter zu lenken und zu leiten. Ohne diese FĂ€higkeit ist jedoch der Klimaschutz unsinnig und unmöglich. Diese Unwahrhaftigkeit zeichnet alle Klimapolitiker wie Klimaexperten aus, die „Lug und Trug“ zum „integralen Bestandteil des Forschens“ erhoben haben.

    Hierzu passt eine Meldung aus der Allgemeinen Zeitung Mainz vom 27. Juli 2012. Darin wird ĂŒber eine Studie von Forschern der Berkeley-UniversitĂ€t von Kalifornien berichtet, die die einfache Frage gestellt hatten: Welche soziale Klasse verhĂ€lt sich eher unmoralisch – die Oberschicht oder die Unterschicht? Das Ergebnis? Angehörige der Oberschicht lĂŒgen und mogeln eher als Mitglieder unterer sozialer Schichten. Sie hĂ€tten einfach eine positivere Einstellung zur Gier. Wann rafft sich die Mittelschicht, das klassische BĂŒrgertum, auf, um der Oberschicht die Schranken ihrer Machtgier zu weisen?

    Connie Hedegaard als EU-Klimakommissarin beansprucht auch die Vorreiterrolle

    Die BemĂŒhungen der „Klimagöttin“ Angela Merkel werden auf EU-Ebene zwar begrĂŒĂŸt, doch auch mit Misstrauen verfolgt, stellt sich doch bei allen TĂ€tigkeiten sofort die Frage nach der Hackordnung. Kaum hatte die Kanzlerin auf dem 3. Petersberger Klimadialog mit den Muskeln gespielt, zeigte EU-Klima-Kommissarin Connie Hedegaard ihre Muskeln. Wer ein Amt hat, will herrschen! Sie will den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid drastisch verteuern und zwar von jetzt 6 auf 40 Euro je Tonne im Jahr 2020. Sie werde ein „ErmĂ€chtigungsgesetz“ hierfĂŒr bei dem EU-Parlament wie bei den 27 Mitgliedstaaten erwirken.

    Bisher habe man die Emissionsrechte praktisch verschenkt, doch damit mĂŒsse endlich Schluss sein, denn die Klimapolitik rechne mit den Einnahmen aus den Emissionsrechten und sei ohne diese wirkungslos. Alle CO2-intensiven Industrien mĂŒssen, wenn sie die Umwelt verschmutzen und das Klima schĂ€digen, eine empfindliche Buße entrichten. Die ernste Frage, ob die Industrie eine De-Karbonisierung ĂŒberlebt, ob sie dabei zugrunde geht oder in andere Kontinente flĂŒchtet, stellt sich die Politik nicht. Sie will ein CO2-freies Europa. Mag damit auch die Klimaangst beseitigt sein, ohne Kohlenstoffdioxid stellen sich noch grĂ¶ĂŸere Ängste ein. Dann wĂŒrde echte Überlebensangst einsetzen, wĂŒrde das Treibhaus tatsĂ€chlich zur Hölle.

    Deswegen ist die EuropĂ€ische Union so erpicht darauf, die Weltklimakonferenzen zu betören und ihren eigenen Weg als den allein selig machenden der internationalen Staatenwelt aufzuschwĂ€tzen. BrĂŒssel könnte sich zum „4. Rom“ einer neuen Weltreligion entwickeln, der globalen Klima-Religion. Man erklĂ€rt den Ist-Zustand des Klimas mit seiner Globaltemperatur von 15 Grad Celsius als „normal“.

    Jede Abweichung von dieser Norm in welchem Staat der Erde auch immer wird als „anormal“ deklariert, als Folge von KlimasĂŒnden der Staaten. Diese werden dann vor ein internationalen Klimaschutz-Tribunal gebracht, an den Pranger gestellt, bestraft und geĂ€chtet. Man kann dann unbegrenzt Schauprozesse fĂŒhren und beliebig fiktive Urteile fĂ€llen. Ändern wird sich zwar am Wetter nirgendwo etwas, aber eine mit derartigen Machtbefugnissen und entsprechenden „religiösen Weihen“ ausgestattete Weltregierung könnte wie zu Zeiten der Inquisition nach Belieben schalten und walten.

    Theoretisch ist das globale Treibhaus bezugsfertig, nur die Architekten wollen nicht einziehen

    Lange bevor in Deutschland 1986 die drohende Klimakatastrophe ausgerufen wurde, war von den beiden SupermĂ€chten USA und UDSSR insgeheim in den 50er Jahren das „Treibhaus“ konstruktiv entworfen und das „ökologische Gleichgewicht“ zum idealen Naturzustand erhoben worden. Über die Vereinten Nationen und deren Unterorganisationen wurde diese Botschaft in alle Welt hinausgetragen. Bei der ersten Weltklimakonferenz 1979 in Genf, veranstaltet durch die Weltorganisation fĂŒr Meteorologie, wurde in ihren GrundzĂŒgen die neue „Weltherrschaftsreligion“ in die internationale Politik einfließen lassen. Sie war und ist rein kapitalistisch-materialistisch ausgerichtet und ganz Diesseitsbezogen. Man will das „Klimaparadies“ auf Erden.

    Bei dem Modell „Treibhaus“ stand das GewĂ€chshaus (green house) Pate. Es passt theoretisch alles zusammen, der eine Mensch, die eine Welt, das eine Treibhaus. Nur da lasse sich das alte sozialistisch-demokratische Ziel des „grĂ¶ĂŸten GlĂŒcks fĂŒr die grĂ¶ĂŸte Zahl“ verwirklichen. Mögen auch einige Egoisten unglĂŒcklich darĂŒber sein, aber unterm Strich entscheidet die Mehrheit. Diese lĂ€sst sich zur Not auch das GlĂŒck einreden, wenn nur der Neidtrieb geschickt befriedigt und die Illusion von Gleichheit erzeugt wird.

    Die in Reih und Glied in einem GewĂ€chshaus gezĂŒchteten roten Tomaten oder roten Rosen, sind die etwa unglĂŒcklich? Sie sehen alle gleich lukrativ aus und lassen sich gut vermarkten. Auch Ameisenstaaten funktionieren doch bestens unter einer „Königin“. Die Menschen kennen die Idealvorstellung vom „guten Hirten“, der seine Herde zu den besten WeideplĂ€tzen fĂŒhrt und die vor dem „bösen Wolf“ beschĂŒtzt. Auch viele vom Aussterben bedrohte Tiere haben in zoologischen GĂ€rten ein nachhaltiges Leben. Sie werden vor Feinden geschĂŒtzt, gehegt und gepflegt. Dies war ja auch der Auftrag des Schöpfers an den Menschen, den „Garten Eden“ zu hegen und zu pflegen, wenn auch im Schweiße seines Angesichts.
    Die moderne Welt mit ihren gigantischen Kommunikationsmöglichkeiten hat fĂŒr manche Hirten und Propheten den Gar-Zustand erreicht, um die Welt und die Völker dieser Erde zu vereinen und in dem gemeinsamen Treibhaus alle Unterschiede von Geschlecht, Rasse, Religion nieder zu reißen, um fĂŒr „Frieden auf Erden“ zu sorgen. Niemand möge sich mehr Ă€ngstigen und was soll daran so schlimm sein, unter einem gemeinsamen Treibhausdach, das einen Ă€hnlichen Charakter wie das glĂ€serne Himmelszelt habe, zu leben? Die minimalen FreiheitseinschrĂ€nkungen seien kein Verlust angesichts der enormen Zugewinne an LebensqualitĂ€t und Sicherheit. Und einen gewissen Preis mĂŒsse man schon zahlen fĂŒr die Abwendung des nahen klimatischen Weltuntergangs. Einen globalen Klimakollaps könnte kein Mensch ĂŒberleben. Also alle Argumente sprechen fĂŒr das globale Treibhaus, das Leben in einem „geschlossenen Ökosystem“, unter einem gemeinsamen Klimahimmel, der allen Menschen „globale Klimagerechtigkeit“ garantiert.

    Auch die Religions- oder Weltanschauungskriege hĂ€tten ein Ende, wenn alle Menschen der Klimareligion huldigen. Welch schöne, neue Welt! Der Mensch sein eigener Schöpfer, der Mensch als guter Hirte ĂŒber das globale und damit grenzenlose Treibhaus! Eine auf ein gemeinsames Klimaniveau herab gezoomte Welt kennt keinen Ressourcenverbrauch mehr und hat keine „Schurkenstaaten“. Sie lebt die unendliche Nachhaltigkeit! HierfĂŒr wirbt ja auch der WBGU, der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale UmweltverĂ€nderungen, der ja unter dem Vorsitz vom dem PIK-Direktor Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber die „Große Transformation“ fordert.

    Im Berliner Tagesspiegel vom 17. Juni zum RIO+20-Gipfel brachte es Jorgen Randers, Professor fĂŒr Klimastrategie an der norwegischen Schule fĂŒr Management und Verfasser der Studie „2052“ des Club of Rome, auf den Punkt: „Ein guter Diktator. Das ist der Gipfel!“ Er verweist dabei auf Rom vor 2000 Jahren, als Rom einen Ă€ußeren Feind hatte und es fĂŒr besser hielt, schnelle Entscheidungen ohne lange Diskussionen zu treffen. DafĂŒr wurde ein Diktator gewĂ€hlt. Wer fĂŒr solch einen „wohlmeinenden Diktator“ plĂ€diert, spielt nicht nur mit dem Feuer, er muss sich auch daran erinnern, dass auch die Diktatoren den Untergang Roms nicht verhindern konnten. Nachdenklicher stimmt noch: „Interessant ist auch das Beispiel China. Die Kommunistische Partei dort hat eine Vielzahl langfristiger Entscheidungen getroffen, die kĂŒnftigen Generationen nutzen werden. Sie befindet sich außerhalb demokratischer Kontrolle. Die Kommunistische Partei Chinas ist nach EinschĂ€tzung von Randers ein „wohlmeinender Diktator“, der das Richtige tut. Daher sei es nicht schlimm, wenn diese Partei sich die Macht nimmt, wenn sich auch viele Menschen daran stören. Weht daher der frische Wind im globalen Treibhaus, der die Klimakatastrophe abwenden soll?

    Das Klima lĂ€sst sich genauso wenig schĂŒtzen wie das Wetter

    Zu dieser ebenso bahnbrechenden wie selbstverstĂ€ndlichen Erkenntnis kam der EU-Abgeordnete Robert Goebbels von der Sozialistischen Arbeiterpartei Luxemburgs LSAP. Im Tageblatt vom 5. Juli 2012 fasste er seine EindrĂŒcke vom RIO+20-Gipfel zusammen: 1. Schluss mit der GipfelstĂŒrmerei. „Es wĂ€re der Menschheit sehr gedient, wenn die internationale Gemeinschaft dem Wanderzirkus der internationalen „Klima-Gipfel“ ein Ende bereiten wĂŒrde.“ 2. Der Globus hat keinen Thermostat. „Das offizielle Klimaziel der EU, die CO2-Emissionen weltweit so zu stabilisieren, dass es bloß zu einer 2-Grad-ErwĂ€rmung kommen sollte, ist eine totale Illusion“. Weiter: „Als ob das Weltklima sich gewissermaßen per Thermostat-Einstellung regeln lassen wĂŒrde
 Ohnehin ist mit Mittelwerten nicht viel anzufangen auf einem Erdball, wo die Temperatur je nach Jahreszeiten und Breitengraden zwischen -50° bis +50° schwankt.“ Und sein Fazit?: „Die EuropĂ€er sind dabei, aus purem Dogmatismus ihre industrielle Basis zu zerstören.“ China wird jubeln!

    Und die EU-Klimakommissarin Hedegaard bestĂ€tigt diese Annahme! Mit der Illusion einer „CO2-freien Gesellschaft“ verabschiedet sich die EU aus dem Kreis der Industrienationen und bĂŒĂŸt damit fĂŒr die Schuld, die von der Erfindung der Dampfmaschine in England ausging und zum „Aufheizen“ des Treibhauses fĂŒhrte. Davon unberĂŒhrt geht das Wetter unbeirrt seinen Weg, wie er durch den Gang der Gestirne und der Jahreszeiten vorgegeben ist. Und wie das Verhalten des Wetters sich der Frage des „warum“ entzieht, so bleibt auch der Gang des Klimas ein RĂ€tsel.

    Dass es mit dem Aufheizen des Treibhauses so nicht stimmt, brachten jetzt Wissenschaftler der Justus-UniversitĂ€t Gießen ans Tageslicht. Zusammen mit einem internationalen Forscherteam haben sie Wachstumsringe von Kiefern aus dem finnischen Lappland bis in die Zeit 138 v. Chr. untersucht. Sie kamen zu der Erkenntnis, dass Römerzeit und Mittelalter wĂ€rmer waren als bisher angenommen. Prof. Dr. JĂŒrg Luterbacher in einer Pressemitteilung des „Informationsdienst Wissenschaft“ vom 9. Juli 2012: „Wir konnten zeigen, dass die historischen Temperaturen zur Römerzeit und im Mittelalter als zu kĂŒhl eingeschĂ€tzt wurden.“
    Wenn es vor 2000 Jahren zur Römerzeit und vor 1000 Jahren im Mittelalter wĂ€rmer war als heute, dann kann etwas an der Treibhaushypothese, die lĂ€ngst zum quasireligiösen Glaubensdogma hochstilisiert wurde, nicht stimmen. Und was alle Klima-GeĂ€ngstigten noch nachdenklicher stimmen sollte: Diese beiden historischen Warmzeiten waren nachgewiesenermaßen fĂŒr Europa optimale Zeiten.

    Oppenheim, den 27.7.2012

    Dipl.-Meteorologe Dr. phil. Wolfgang ThĂŒne



    Abgelegt unter Energie- und Umweltpolitik | Keine Kommentare »

    „Klima-Katastrophe“ – ein BegriffsungetĂŒm wird entschĂ€rft!

    Erstellt von retep11 am Samstag 28. Juli 2012

    Oppenheimer Werkstatt fĂŒr Wetterkunde – Dr. Wolfgang ThĂŒne

    Gut 25 Jahre geisterte der Begriff „Klimakatastrophe“, im Januar 1986 von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. aus der Taufe gehoben, wie ein Gespenst um die Welt und verbreitete Angst, Furcht und Schrecken. Im Jahr 2007 verbreitete der Weltklimarat (IPCC) sogar die absurde These, dass das Global-Klima so verĂ€rgert sei, dass es der Menschheit den „Klimakrieg“ erklĂ€rt habe. Dies fĂŒhrte dazu, dass das Nobelkomitee in Oslo 2007 den Oskar-PreistrĂ€ger Al Gore sowie den IPCC-Chef Pachauri mit dem Friedensnobelpreis auszeichnete in der irrsinnigen Hoffnung, dass diese UnterhĂ€ndler das Klima zur MĂ€ĂŸigung anhalten und so rasch den „Klimakrieg“ beenden könnten. In seiner grĂ¶ĂŸten IrrationalitĂ€t glaubt der Mensch rational handeln zu können. Glaubten im Jahr 2006 noch ĂŒber 60 Prozent der Deutschen an die „Klimakatastrophe“, so fĂŒrchten sich heute nur noch gut 30 Prozent vor globaler ErwĂ€rmung. Wenn das Gespenst Niemand mehr Ă€ngstigt, dann sollte es still, aber nicht mit lautem Getöse begraben werden.

    Doch das Gegenteil trat ein. Wie aus heiterem Himmel und mit indirekter UnterstĂŒtzung eines russischen KĂ€ltehochs machte die BILD-Zeitung dem Gespenst „Klimakatastrophe“ mit lautem Posaunenklang den Garaus. Am 6., 7. und 8. Februar 2012 brachte sie folgende Schlagzeilen: „Die CO2-LĂŒge“ – 1. „Renommiertes Forscher-Team behauptet: Die Klima-Katastrophe ist Panik-Mache der Politik“ – 2. „Seit 12 Jahren ist die Erd-ErwĂ€rmung gestoppt!“ – 3. „Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft!“ Solche Schlagzeilen kann sich nur die BILD leisten. Doch welche Absicht steckt wirklich dahinter? Wird damit die ganze Klimaschutz-Politik abgeschafft, fĂŒr Unsinn deklariert? Wer voreilige diese SchlĂŒsse zieht, der sollte genauer in den Text hineinschauen und mal „zwischen den Zeilen lesen“. Wenn daraus, wie im Peter Boehringer Newsletter, gefolgert wird, „sogar die BILD-Zeitung schwört der CO2-Klimareligion ab“, dann trifft dies keineswegs zu. Es geht ihr gar nicht um die Widerlegung der „CO2-LĂŒge“, sie wird nur verniedlicht, der Einfluss halbiert!

    Zuerst einmal geht es der BILD-Zeitung um eine maximale Aufmerksamkeit erheischende Provokation, um Sensation. BILD ist nicht vom Pfad der politisch vorgegebenen Tugend abgewichen und hat nicht den „Treibhauseffekt“ infrage gestellt, sie hat bloß klimatische Landschaftspflege betrieben und einen spitzen Trieb zurĂŒckgeschnitten, weil von ihm keine „FrĂŒchte der Angst“ mehr zu erwarten waren. Der Begriff „Klima-Katastrophe“ war nach 25jĂ€hrigem Gebrauch so abgenutzt, das nun der Zeitpunkt gĂŒnstig schien, ihn mit dem nötigen publizistischen Aufwand zu entsorgen. Von nutzlosem Ballast befreit kann sich nun die Klimapolitik neu aufstellen, die Bataillone neu formieren. Der RĂŒck- und Umbau der Industrie-Gesellschaft, die De-Karbonisierung kann nun weitergehen, denn, so der Schluss-Satz: „Klar ist: Der Weg weg von Öl/Gas/Kohle hin zu mehr erneuerbarer Energie ist richtig! Aber die maßlosen Hitze-Prognosen des Weltklimarates sind reine Angstmache!“ Wer zu lange vor dem „bösen Wolf“ warnt, wird unglaubwĂŒrdig.

    Dabei braucht vor einem toten AmoklĂ€ufer kein Mensch Angst zuhaben. Von ihm geht keine Gefahr mehr aus. Er, der Killer, kann selbst ‚post mortem‘ nicht mehr gekillt werden. Doch exakt dies werfen die Klimapolitiker uns Menschen vor. Wir seien allesamt „Klima-Killer“ und mĂŒssten daher alle mit CO2-Fußfesseln versehen werden, um den uns staatlicherseits vorgeschriebenen CO2-Fußabdruck besser polizeilich kontrollieren zu können. Sind wir alle Schwerverbrecher? Mag auch im Laufe von 30 Jahren (10.750 Tage) das Wetter manchmal aus menschlicher Sicht Amok laufen und Katastrophen auslösen, das zum Klima statistisch verdichtete „Mittelwert-Wetter“ ist Vergangenheit, ist tot und wird nicht mehr lebendig und damit zu einer Gefahr. Dass die ĂŒberwiegende Mehrheit dennoch die Warnung vor der Klima-Katastrophe ernst nahm, in den Zustand lĂ€hmender Angststarre verfiel und sich gar zum Mörder, zum Klima-Killer, öffentlich brandmarken und an den Pranger stellen ließ, das zeigt, wie leicht sich allwissend dĂŒnkende Menschen immer wieder manipuliert und missbraucht werden können. So wurde bereits ĂŒberlegt, den Wissenschaftlern, die an den Humbug von der Klima-Katastrophe nicht glauben, die wissenschaftliche Qualifikation abzusprechen und sie wegen Renitenz und Querulantentum zu bestrafen. Dass die Medien glauben, sie verhöhnen, verspotten und zu Treibjagten gegen sie aufrufen zu können, ist wahrlich kein Zeichen einer freien verantwortungsbewussten Presse.

    Die Artikelserie hat kein BILD-Redakteur geschrieben, sondern Professor Werner Weber von der Technischen UniversitĂ€t Dortmund und die Autoren selbst. Zugpferd dabei ist Hamburgs Ex-Umweltsenator (SPD) Fritz Vahrenholt. Fritz Vahrenholt ist Chemiker und seit 2008 GeschĂ€ftsfĂŒhrer der RWE Tochterfirma Innogy, die sich speziell dem Ausbau erneuerbarer Energien widmet. Koautor ist der Geologe Sebastian LĂŒning. Er ist seit 2007 als Afrika-Experte beim Öl- und Gasunternehmen RWE Dea beschĂ€ftigt. Beide fordern: „Stoppt die Umverteilungsmaschinerie!“ Diese These beruht auf seiner Erkenntnis, dass die Solarmodule „nur 10 % des Jahres volle Leistung bringen. Dieser Wahnwitz kostet uns 8 Milliarden Euro/Jahr. Zahlen mĂŒssen die kleinen Leute in den Mietwohnungen, die sich ein Solardach nicht leisten können. Und Hausbesitzer oder reiche Investoren können Kasse machen.“ Dies ist ein Argument, das sich alle Politiker zu Herzen nehmen sollten, die von sozial gerechter Politik reden. Daher ist der BILD-Schlagzeile uneingeschrĂ€nkt zuzustimmen: „Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft!“ FĂŒr den, der wie RWE auf Strom aus Wind und Sonne setzt, ist dieses Fazit allerdings vernichtend.

    Die Autoren argumentieren sehr zutreffend, wenn sie sagen: „Dieser Unfug ist nur erklĂ€rbar, weil man dem deutschen Volk Angst eingejagt hat.“ Damit sind wir wieder bei dem 1986 kreierten Un-Wort „Klima-Katastrophe“. Jeder weiß es seit Schulzeiten: „Klima“ ist ein kĂŒnstlicher Begriff, der das „mittlere Wettergeschehen“ an einem Ort ĂŒber eine 30jĂ€hrige Periode irgendwie umschreiben soll. Dies ist noch nie Jemandem auf der Welt gelungen, selbst nicht den „Klimaexperten“. Da sich Wetter nicht ganzheitlich erfassen, sondern nur einzelne Elemente gemessen werden können wie Luftdruck, Temperatur, Wind, kann man auch nur Mittelwerte dieser Elemente berechnen. Eine Mitteltemperatur, und auf diese allein wird das Klima reduziert, sagt nichts aus ĂŒber den Temperaturverlauf ĂŒber 30 Jahre hinweg. Sie sagt nichts aus ĂŒber das Wettergeschehen im Einzelnen noch das Klima an sich. Man kann zwar Mittelwerte verschiedener 30jĂ€hriger Perioden vergleichen, aber man kann keinen zur „Norm“ erklĂ€ren, zum Maßstab oder zur Richtschnur dafĂŒr, wie sich das Wetter kĂŒnftig zu verhalten habe. Auch simple Trends lassen sich nicht ablesen. Doch zurĂŒck zum Un-Wort. WĂ€hrend einer Klimabeobachtungsperiode von 30 Jahren können x-beliebige Extremwetterlagen, ja Wetterkatastrophen, eintreten, doch jeder errechnete Klimawert ist ein absolut toter Wert, ein historischer Wert, der irgendwie die Vergangenheit beschreibt und doch wieder nicht beschreibt. Was soll man mit der Aussage anfangen, in der Periode 1961-1990 hat in Deutschland die Mitteltemperatur 8,7° Celsius betragen. Die „mittlere Temperatur“ erzeugt keine Hitze- oder KĂ€ltewelle, der „mittlere Wind“ keinen Sturm oder Orkan mit katastrophalen Folgen.

    Vor dem vergangenen Wetter, tritt es auch völlig unkenntlich als „Klima“ auf, braucht wahrhaftig kein Mensch Angst zu haben. Es ist Geschichte! Wetter ist ein unumkehrbarer, nicht reversibler Naturvorgang. Es lĂ€sst sich wie die Zeit nicht zurĂŒckdrehen. Es lĂ€sst sich nicht vorhersagen, noch weniger vorherbestimmen. Wenn dennoch die „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“ uns erschrecken und erstarren ließ, wie der Scheinwerfer ein Kaninchen, so ist das rational nicht zu erklĂ€ren, sondern nur emotional. Hier sind Gehirn- und Verhaltensforscher gefragt. Mit der Warnung wurde in uns im Unbewussten eine archaische Instinktreaktion ausgelöst, die dem Verstand vorgeschaltet ist und auf diese Weise unser Überleben sichert. Bevor unser Verstand ĂŒberhaupt bei plötzlichen und womöglich katastrophalen Gefahren reagieren kann, mĂŒssen unsere Sinne handeln. In unserem Innern ist der Begriff „Klima“ mit dem Bild „Neigung“, seiner ursprĂŒnglichen griechischen Wort-Bedeutung, verknĂŒpft. Ein sich plötzlich neigender und auf ein Auto fallender Baum kann eine Katastrophe auslösen. Wenn in einer Ehe plötzlich ein Wort Zuneigung in Abneigung umschlagen lassen kann, dann ist das eine Neigungs- oder Klima-Katastrophe. Wir sind, was unverhoffte Neigungswechsel angeht, sehr Ă€ngstliche Wesen.

    Wer uns rechtzeitig vor einer Klima-Katastrophe warnt und gleichzeitig Rettung vor dieser Gefahr verspricht, der ist doch ein guter Mensch. Und daher fĂŒhlen sich auch all die Klima-Katastrophen-Warner in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Medien oder Gesellschaft als Gefahren vorbeugende „Gutmenschen“. Doch was die Warnung vor den vom Wetter abgeleiteten Klima-Gefahren betrifft, so ist diese Warnung völlig substanzlos, weil es den Naturvorgang „Klima“ nicht gibt. Die Warnung vor einem Orkan oder einer Sturmflut ist sinnvoll, da beide Wetter-PhĂ€nomene real sind, doch Klima-Warnungen sind einzig und allein fiktive Warnungen, Spiele mit unserem Unterbewusstsein, mit unserer Angst. Dieses Spiel ist besonders infam, weil uns Menschen die Schuld an der Klima-Katastrophe gegeben wird. Obgleich jeder Mensch weiß, dass er am Wetter nicht schuld ist, akzeptiert er den unerhörten Vorwurf, an der Klima-Katastrophe schuld zu sein.

    Wer voreilig ohne Überlegung aus Angst vor einer „Gefahr“ auch noch die Schuld an dieser „Gefahr“ anerkennt, der sitzt in der Falle. Kamen frĂŒher alle SĂŒnder ins „Fegefeuer“, so heißt dieses heute „Treibhaus“, wobei unser Verhalten die Temperatur bestimmen soll. Um dieser neuen Zuchtanstalt zu entkommen, ist es dringend und zwingend notwendig, dem Begriff Klima-Katastrophe Angst und Schrecken zu nehmen. DiesbezĂŒglich ist sehr den Autoren Vahrenholt und LĂŒning wie der BILD-Zeitung zu danken. Mit der Schlagzeile „Die Klima-Katastrophe ist Panik-Mache der Politik“ haben sie einen immens wichtigen Beitrag geleistet, damit endlich der Verstand bei dieser Angelegenheit die Hoheit ĂŒber die GefĂŒhle zurĂŒck gewinnt. Doch dieses wird ein langwieriger Prozess werden, da alle direkten und indirekten Nutznießer der Klimapolitik alle Register ziehen werden, um diese PfrĂŒnde nicht zu verlieren. Die Angstindustrie hat inzwischen auf Umwelt-Ebene Dimensionen erreicht, die so manches Großunternehmen in den Schatten stellt.
    Aber man sollte nicht nur der Politik Panik-Mache vorwerfen. Der Vorwurf muss noch mehr der Wissenschaft gemacht werden. Wissenschaftler haben nicht nur die Klima-Katastrophe erfunden, sie haben auch die Erde zum „Treibhaus“ gemacht und den „natĂŒrlichen Treibhaus-Effekt“ erfunden, der ein totales Kunstprodukt ist und allen Naturgesetzen Hohn spricht. So wie heißes Wasser abkĂŒhlt, wenn man die Heizplatte abschaltet, so kĂŒhlt die Erde ab, wenn sie sich aus dem wĂ€rmenden Sonnenlicht herausdreht, es dunkel wird. Es ist ein Naturgesetz, dass alle Körper unentwegt WĂ€rme abgeben, sich daher nicht selbst erwĂ€rmen können, sondern erwĂ€rmt werden mĂŒssen. Aus dieser Tatsache leitete Sir Isaac Newton sein „AbkĂŒhlungsgesetz“ ab. Dieses betrifft auch die Erde als Ganzes, als Planet im Weltall. Von Beginn an kĂŒhlt sie sich ab. Wenn heute Leben auf ihr möglich ist, dann verdanken wir dies einzig und allein der strahlenden „heißen Sonne“.
    Aus welchem Grund die Autoren ihr Buch „Die kalte Sonne“ betitelt haben, ist ein großes RĂ€tsel, doch dieses wird bei der IrrationalitĂ€t der gesamten Klima-Diskussion nicht sonderlich Anstoß erregen. Ein Urwald voller Vorurteile ist nicht so schnell zu lichten. Ich jedenfalls bin dankbar, wenn nach klirrend kalter Nacht morgens am Horizont blutrot die Sonne aufgeht und mit ihren Strahlen die kalte Erde wieder erwĂ€rmt. Nur eine heiße Sonne kann die Energie liefern, die zur Photosynthese, zum Wachsen der Pflanzen not wendig ist. Nur sie hat die Kraft, in großem Stil Wasser zu verdunsten und Wolken an den Himmel zu zaubern. Egal wer etwas schreibt und als „wissenschaftlich“ etikettiert, immer ist Skepsis angebracht und der Gebrauch des eigenen Verstandes gĂ€nzlich unverzichtbar!

    Oppenheim, den 9. Februar 2012

    Dr. phil. Wolfgang ThĂŒne, Diplom-Meteorologe

    Abgelegt unter Energie- und Umweltpolitik | Keine Kommentare »

    Bundeskanzlerin Angela Merkel – Der Generalangriff auf den Klimathron

    Erstellt von retep11 am Donnerstag 19. Juli 2012

    Oppenheimer Werkstatt fĂŒr Wetterkunde – Dr. Wolfgang ThĂŒne

    Es war im Jahr 2007, als in Oslo dem ehemaligen amerikanischen VizeprĂ€sidenten Al Gore und dem indischen Vorsitzenden des Weltklimarats (IPCC) Rajendra Pachauri der Klima-Friedensnobelpreis zugesprochen wurde. Absicht war, dass beide die Welt vor dem Klimakollaps retten, indem sie mĂ€ĂŸigend und bĂ€ndigend auf das Globalklima einwirken, damit dieses, durch Treibhausgase bis aufs Äußerste gereizt, den geplanten Klimakrieg einstellt und die gefĂ€hrlichen Wetterextreme als Waffe nicht einsetzt. Diese Mission ist offensichtlich gescheitert, wie am 16. Juli 2012 bei dem 3. Petersberger Klimadialog die Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Vertretern von 31 Staaten aus aller Welt andeutete. Sie warb angesichts einer ErderwĂ€rmung um bis zu vier Grad Celsius mit Nachdruck fĂŒr ein Kyoto-Nachfolgeabkommen. Sollte sich die Internationale Gemeinschaft nicht auf strengere und fĂŒr alle verbindliche Klimaschutzzusagen einigen, drohten verheerende Folgen.

    Zur anthroposophischen Grundlage der Klimapolitik

    Grundlage der gesamten Klimapolitik ist die Modellannahme, dass die Menschheit in gemeinsamer Anstrengung das Klima im „Treibhaus Erde“ so regulieren könne, wie der GĂ€rtner es in seinem GewĂ€chshaus mit Hilfe eines Thermostaten tun kann. Auf dieser gigantischen Illusion beruht der Glaube an den Schutz des Klimas, der sich wie ein Steppenbrand ĂŒber den Globus ausgebreitet hat. Die Löscharbeiten der beiden FriedensnobelpreistrĂ€ger sind bisher völlig erfolglos geblieben, so dass die Kanzlerin die Chance witterte, nun selbst das Kommando ĂŒber das Unternehmen „Schutz des Globalklimas“ und „Schaffung von Klimagerechtigkeit“ in die Hand zunehmen und Tempo zu machen, bevor die Welt im Klima-Chaos versinkt.

    Angela Merkel will sozusagen ihr Kind retten, denn sie hat als Bundesumweltministerin 1995 in Berlin bei der ersten Rio-Nachfolgekonferenz deren Scheitern dadurch abgewendet, dass sie als Kompromiss den Kyoto-Prozess in Gang setzte und daraus ein gigantisches klimatouristisches Reise-Unternehmen machte. Bei der jĂŒngsten Großveranstaltung „20-Jahre-Rio“ versammelten sich schĂ€tzungsweise 45.000 Klimaexperten aus aller Welt, um Rio de Janeiro zu genießen, aber nichts zu beschließen. Die beiden FriedensnobelpreistrĂ€ger zeichneten sich durch Schweigen aus. Diese große Chance griff die Kanzlerin beim Schopfe, um sich als alleinige Regentin auf den Klimathron zu schwingen. Der „Petersberger Klimadialog“ bot eine wunderbare Plattform, um sich in Szene zu setzen. Sie knĂŒpfte damit an ihren Erfolg beim „G8-Gipfel“ 2008 im Ostseebad Heiligendamm an, wo sie das 2-Grad-Ziel politisch absegnen ließ und der ihr in den Medien den Titel „Klimagöttin“ einbrachte.

    Merkel warnt vor ErderwÀrmung um vier Grad

    Wer Aufmerksamkeit erregen und die Medienöffentlichkeit in seinen Bann ziehen will, muss ĂŒbertreiben. Da ohnehin Niemand weiß, wie die Welt in 100 Jahren aussieht, bietet es sich an, die Messlatte höher zu legen und aus zwei gleich vier Grad zu machen. Auch Schreckensszenarien bedĂŒrfen der stĂ€ndigen kosmetischen Pflege. Merkel will Kyoto, denn „ein verbindliches Regelwerk klingt wie Musik in meinen Ohren“. Sie liebt die Dramatik und die Show, sowie die Macht. Das dramaturgische Drehbuch schreiben derweil die bestens bezahlten und in quasistaatlichen Forschungsinstituten wie dem Potsdam-Institut fĂŒr Klimafolgenforschung angestellten Klima-Experten.

    Solch international vernetzte Experten wollen, so Spiegel Online am 16. Juli 2012, als neuesten Gag herausgefunden haben, dass die Waldrodungen ab dem Jahre 850 seit Jahrhunderten das Klima erwĂ€rmen und noch heute zu knapp 10 Prozent an der ErderwĂ€rmung schuld seien. Dies wĂ€re eigentlich Stoff fĂŒr Kabarettisten, Komiker und Satiriker, wenn dieses Forschungsergebnis nicht im Fachmagazin „Environmental Research Letters“ publiziert worden wĂ€re. Solche Meldungen werden von den Medien unkritisch ĂŒbernommen und verbreitet, als wĂ€re sie sakrosankt. So ist man als BĂŒrger praktisch gezwungen, solche ErgĂŒsse blind zu glauben, tragen sie doch den Mantel der Wissenschaftlichkeit. Das vorgestellte Modell wird als relevant fĂŒr politische Diskussionen angesehen, um die Verteilung der Lasten des Klimawandels stĂ€rker von den IndustrielĂ€ndern auf die Entwicklungs- und SchwellenlĂ€nder zu verlagern und dem Neokolonialismus neue Nahrung zu geben.

    Fragen, die Wissenschaftsjournalisten sich nicht zu stellen wagen

    Wenn Forscher behaupten, „Waldrodung erwĂ€rmt Klima seit Jahrhunderten“, und den Zeitraum von 850 bis 1850 betrachten, dann mĂŒsste ein Journalist neugierig fragen: Wenn durch eine „Bevölkerungsexplosion“ um 850 bei der Suche nach landwirtschaftlichen NutzflĂ€chen in großem Stil WĂ€lder gerodet wurden, dann wĂ€re die Hypothese durchaus verstehbar. Als die Wikinger 860 Island entdeckt hatten, war die Insel weitgehend vereist und fĂŒr Siedlungen ungeeignet. Als sie dann 960 Grönland anfuhren, fanden sie eine gastliche Graslandschaft vor. Sie siedelten sich an, betrieben Ackerbau und Viehzucht. Von dort erkundeten sie Neufundland und nannten es „Weinland“. So weit, so gut. Diese Epoche nannte man spĂ€ter das „Klimaoptimum des Hochmittelalters“. Der Höhepunkt war im 12. Jahrhundert, der Zeit der MinnesĂ€nger.

    Doch was passierte dann? Angesichts der exorbitanten Klima-ErwĂ€rmung muss in Neufundland, Grönland, Island wie Skandinavien in großem Stil aufgeforstet worden sein, um durch die Anlage von WĂ€ldern das Kohlenstoffdioxid wieder zu binden und das „Treibhaus Erde“ abzukĂŒhlen. Das klappte auch gut, denn zu Beginn des 14. Jahrhunderts setzte eine markante AbkĂŒhlung ein, die zur „Kleinen Eiszeit“ von 1350 bis 1850 fĂŒhrte. Doch diese Aufforstungen gab es nicht, denn die ĂŒberall gestiegene Populationsdichte erlaubte keine Wiederbewaldung von AgrarflĂ€chen. So fĂŒhrte die „Kleine Eiszeit“ zu Seuchen, Hungersnöten durch Missernten und Kriegen. Ganze Völkerscharen machten sich auf nach Amerika, wo großflĂ€chig WĂ€lder gerodet und PrĂ€rien zu fruchtbarem Ackerland umgewandelt wurden. Leiteten die englischen PilgervĂ€ter (Pilgrim Fathers) ab 1620 die Wende zum „Klimaoptimum der Neuzeit“ ein? Noch klingt die Waldrodungs-Hypothese logisch oder ist es nur purer Zufall?

    Ein Blick zurĂŒck in die nahe Klimageschichte, den Wechsel zwischen Eis- und Warmzeiten

    Wenn die Hypothese den Charakter einer Naturgesetzlichkeit beanspruchen will, dann darf sie auf keiner konstruierten Zufalls-Korrelation beruhen. Dann muss sie sich in der Naturgeschichte abbilden. Da stellt sich die Frage, wer im Höhepunkt der Letzten Eiszeit vor 20.000 Jahren, als große Teile Nordamerikas wie Nordeuropas unter einem dicken Eispanzer lagen und menschenleer waren, auf dem Eis WĂ€lder gepflanzt hat, damit diese durch CO2-Bindung vor etwa 10.000 die Eiszeit abrupt beenden und mit einer ErwĂ€rmung um etwa 10 Grad gleich ins „Klimaoptimum des HolozĂ€ns“ ĂŒberleiten konnten. Es mĂŒssen schon „Außerirdische“ gewesen sein, die glaubten, auf einer EisflĂ€che BĂ€ume pflanzen zu können. Nein, als Skandinavien eisfrei war, gab es dort keine Menschen. Es war einzig und allein die Natur, die das Eis schmelzen ließ, Samen dorthin trug und WĂ€lder wieder wachsen ließ. Erst als der „Garten Eden“ bestellt und eine nachhaltige Fauna und Flora existierte, wanderte der Mensch ein und besiedelte Mittel- und Nordeuropa.

    Doch die Waldrodungs-Hypothese wird noch abstruser und wirklichkeitsferner, wenn man nicht nur die Weichsel- oder WĂŒrm-Eiszeit betrachtet, sondern auch die vorhergehende Riss- oder Saale-Eiszeit, die Mindel- oder Elster-Eiszeit oder die GĂŒnz- oder Elbe-Eiszeit in den vergangenen 500.000 Jahren, wo Menschen absolute Mangelware waren und als „nackte Affen“ noch den aufrechten Gang ĂŒbten. Die Glazial- und Interglazialzeiten sind alle gekommen und gegangen ohne jedweden menschlichen Einfluss. Die Rodungs-Hypothese kann nicht stimmen, wenngleich sie wunderbar in das politisch-wissenschaftliche Klischeebild passt.

    Das Kommen und Gehen der Kalt- und Warmzeiten hat sich ganz ohne menschlichen Einfluss vollzogen und ist bis heute wissenschaftlich nicht erklĂ€rt. Dies betrifft auch die Asymmetrie. Die Dauer der kalten Perioden dauerte in etwa 80.000, die der warmen Epochen dagegen nur 20.000 Jahre. Theoretisch mĂŒsste in 8.000 Jahren die nĂ€chste Eiszeit beginnen, wenn sich, und das weiß kein Mensch, der Rhythmus der letzten 500.000 Jahre fortsetzen sollte. Man könnte es vermuten, aber es muss nicht sein, denn vor dieser Zeit gab es diesen Wechsel ja auch nicht. War dies nur eine „Laune der Natur“? Wenn die Klima-Experten die Ehrlichkeit von Sokrates (469-399 v. Chr.) hĂ€tten, mĂŒssten sie bekennen: „Wir wissen, dass wir nicht wissen.“

    Vorbei sind die Zeiten von Immanuel Kant (1724-1804), wo jeder Student der Naturwissenschaften an der Königsberger UniversitĂ€t, der „Albertina“, als Pflichtfach Philosophie belegen musste. Die Konstruktion wissenschaftlicher Hypothesen ist nĂ€mlich keineswegs mit der Wahrheitssuche identisch. Dies drĂŒckte auch Karl Jaspers (1883-1969) aus, indem er sagte: „Sokrates vor Augen zu haben, ist eine der unerlĂ€sslichen Voraussetzungen unseres Philosophierens.“ Die Rekonstruktion dessen, was wir Klima nennen, zeigt zwar ein stetes und recht unregelmĂ€ĂŸiges Auf und Ab der Temperaturen, aber die Rekonstruktion, und mag sie auch noch so exakt sein, beantwortet nicht die Frage des „warum“. Daher Sokrates: „Ich weiß, dass ich nicht weiß.“

    All diese Weisheiten ignorieren die Klima-Experten, indem sie wilde Spekulationen in die Welt setzen und Kausalbeziehungen behaupten, die nicht existieren. Eine dieser Falschbehauptungen ist, dass die CO2-Gehalt der Luft ursĂ€chlich die „Globaltemperatur“ steuert. Doch exakte Detailuntersuchungen an Eisbohrkernen haben eindeutig ergeben, dass immer zuerst die Temperaturen angestiegen sind und erst mit 4 bis 800 Jahren Verzögerung die CO2-Werte. Erst mĂŒssen die Eiszeiten enden, dann bilden sich im Rahmen der natĂŒrlichen Sukzession zuerst Tundren und dann MischwĂ€lder. Zum Schluss kommt der Mensch und setzt sich an den fertigen „Naturtisch“.

    Peter Altmaier – Schneller zum Klima-Ziel

    Zum Abschluss der 3. Petersberger Klimadialogs forderte der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier eine erhöhte Bereitschaft bei Industrie- und SchwellenlĂ€ndern, die ErderwĂ€rmung durch verstĂ€rkte nationale Maßnahmen zu bekĂ€mpfen: „Wir brauchen mehr Ehrgeiz schon vor 2020“. Er hofft, dass der nĂ€chste UN-Klimagipfel Ende 2012 in Doha/Katar zu einem Meilenstein werde. Es scheint eher ein MĂŒhlstein zu werden, denn der Gehalt der Luft an CO2, mag er 0,04 oder 0,08 Volumprozent betragen, hat ĂŒberhaupt nichts mit dem Klima, geschweige denn mit dem Wetter zu tun. Letzteres macht, was es will und lĂ€sst sich vom Menschen nicht disziplinieren.

    Wenn dann mit dramatisch erhobener Stimme Minister Altmaier kraftvoll ausruft – „Das Klima kann nicht lĂ€nger warten. Wir dĂŒrfen nicht weiter Zeit verlieren.“ -, dann kann er sich der medialen Aufmerksamkeit sicher sein. Er wird als Schlagzeilenheld und Macher gefeiert. Der Spruch ist jedoch an Sinnlosigkeit nicht zu ĂŒberbieten. Der Klimawandel ist einerseits so alt wie die Erde, andererseits wiederum vom Wetter abhĂ€ngig. Dieses zu wissen gehört zum elementarsten Wissensbestand einer Bildungsgesellschaft. Das Wetter (französisch ‚le temps‘) bedeutet „Zeit“ und Ă€ndert sich auch mit der Zeit. Zeit kann man nicht „verlieren“, sie schreitet voran, ob wir es wollen oder nicht. Und wenn sich mit der Zeit das Wetter verĂ€ndert, dann auch das von ihm abgeleitete Klima. Es hinkt als gleitendes Mittel dem chaotischen Wettergeschehen hinterher, wobei es völlig unstatthaft ist, das Klima auf die Temperatur zu reduzieren und mit ihr gleich zu setzen.

    Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Bundesumweltminister Altmaier mögen die Finessen politischer Macht- und Meinungsspiele perfekt beherrschen, alle ihre BemĂŒhungen um den Klimaschutz sind nutz- und wertlos, denn einem Zugriff auf das Klima steht unweigerlich und unĂŒberwindlich das Wetter im Wege. Anstatt weiter dem politischen Machbarkeitswahn zu frönen, sollten sie lieber der Aussage des Chefs des Potsdam-Institutes fĂŒr Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, folgen. Er stellte fest, dass die „Mission“ der Klimawissenschaftler erfĂŒllt sei. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, alle Klimaforschungsinstitute können aufgelöst und damit viel Geld eingespart werden.

    Der konsequente nĂ€chste Schritt wĂ€re, dass auch die „Mission“ der Klimapolitik fĂŒr beendet angesehen werden muss. Der nĂ€chste Weltklimagipfel in Katar ist ĂŒberflĂŒssig und nach William Skakespeare (1564-1616) „Viel LĂ€rm um Nichts“ oder „Much Ado about Nothing“! Dies weiß die Göttin auf dem Klimathron, sie weiß aber auch dass die neue globale Klimareligion auf UN-Ebene seine jĂ€hrlichen „Konzile“ braucht. Möchten Sie mehr erfahren, dann lesen Sie bitte „Propheten im Kampf um den Klimathron“.

    Oppenheim, den 18. Juli 2012 Dipl-Meteorologe Dr. phil. Wolfgang ThĂŒne

    Abgelegt unter Energie- und Umweltpolitik | Keine Kommentare »

     


    Blog Altbausanierung und Energiepolitik | Altbausanierung | Sanierungskosten | Impressum | Design von Andreas Viklund