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Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Autor: Peter Rauch Ph.D.

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  • Stromkosten steigen schnell weiter

    Erstellt von retep11 am Dienstag 17. September 2013

    Pressemitteilung 67 NAEB vom 17.09.2013

    Alle im Bundestag vertretenden Parteien votieren f├╝r die sogenannte âÇ×EnergiewendeâÇť. Der geplante oder gew├╝nschte Ausbau der Windstrom-, Solarstrom- und Biostromanlagen wird prozentgenau f├╝r die n├Ąchsten Jahrzehnte angegeben. Merkw├╝rdig still wird es dagegen, wenn man nach den Kosten der âÇ×EnergiewendeâÇť fragt. Es gibt nur abwiegelnde und unpr├Ązise Antworten:
    âÇ×Strom muss bezahlbar bleibenâÇť. âÇ×Die Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu habenâÇť. Oder gar der Gr├╝nen Politiker Trittin: âÇ×Die Umstellung auf ├ľko-Strom kostet f├╝r einen Haushalt nicht mehr als eine Kugel EisâÇť. Die Stromverbraucherschutz-Bewegung NAEB e.V. (www.naeb.info) hat die Parteivorst├Ąnde um Auskunft gebeten, welche Strompreise bei Weiterf├╝hrung ihrer Energiepolitik auf den Verbraucher zukommen.

    NAEB hat f├╝nf grunds├Ątzliche Fragen gestellt. Von den Bundestagsparteien haben leider nur die FDP und die GR├ťNEN geantwortet. Die anderen Parteien haben entweder keine ausreichenden Kenntnisse ├╝ber die Folgen ihrer Energiepolitik oder sie wollen sich ├╝ber dieses Thema ausschweigen, das uns nach Angaben von Bundesumweltminister Peter Altmaier in den n├Ąchsten 20 Jahren 1.000 Milliarden Euro kosten wird. Wir haben f├╝r diese Parteien die Wahlprogramme zur Beantwortung unserer Fragen heran gezogen.

    1. Alle im Bundestag vertretenden Parteien, also auch Ihre Partei, haben f├╝r die sogenannte Energiewende gestimmt, einen Umbau der kompletten Stromversorgung durch regenerative Energien, vorwiegend mit Windgeneratoren, Fotovoltaik-Zellen und Biomasse. Kosten und Folgen f├╝r dieses ideologisch begr├╝ndete Gro├čprojekt waren und sind offensichtlich nebens├Ąchlich. Die angeblich kaum ins Gewicht fallenden Kosten (Politiker: Pro Haushalt und Monat nicht mehr als der Preis einer Eiskugel) liegen inzwischen bei mehr als 20 Milliarden Euro im Jahr und steigen schnell weiter. Sie wurden mit dem planwirtschaftlichen und unsozialen Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) auf die Stromkunden abgew├Ąlzt. Die Strompreise in Deutschland sind dreimal h├Âher als in den USA und fast doppelt so hoch wie in Frankreich. Der Strompreis von Deutschland nimmt weltweit einen Spitzenplatz ein.
    Frage: Welche Strompreise werden wir im Jahr 2020 haben, wenn die Pl├Ąne der Bundesregierung weiter laufen? Die Experten von NAEB haben errechnet, dass der Strompreis dann ├╝ber 50 Cent pro Kilowattstunde liegt. K├Ânnen Sie das best├Ątigen?

    Die beiden eingegangenen Antworten wie auch die Parteiprogramme zeigen, dass die sogenannte Energiewende ohne jede wirtschaftliche Analyse vorangetrieben wird. Es werden noch nicht einmal ansatzweise die Stromkosten errechnet, die nach den Ausbaupl├Ąnen der regenerativen Stromanlagen und den festgesetzten EEG-Einspeiseverg├╝tungen leicht zu ermitteln sind.

    2. Offshore Windparks sollen das R├╝ckgrat der zuk├╝nftigen Energieversorgung werden. Strom aus diesen Anlagen kostet einschlie├člich des Transportes an Land etwa 20 Cent pro Kilowattstunde und ist damit achtmal teurer als Strom aus Braunkohlekraftwerken. Die Leistung schwankt zwischen Null (bei Windstille oder Sturm) und 100 Prozent bei Starkwind. Daher kann Offshore Windstrom kein einziges Kraftwerk ersetzen, sondern nur erg├Ąnzen und die Erzeugerkosten in die H├Âhe treiben.
    Frage: Wie wollen Sie mit dem teuren und unzuverl├Ąssigen Offshore Strom eine sichere und bezahlbare Stromversorgung erreichen? Wie kann unsere Industrie konkurrenzf├Ąhig bleiben mit den Kosten von Offshore Strom, wenn z.B. in den USA verl├Ąsslicher Industriestrom 6 Cent pro Kilowattstunde zu haben ist?

    Alle Parteien st├╝tzen und f├Ârdern die extrem teure Offshore Stromerzeugung. Es wurden keine Aussagen gemacht oder gefunden, wie man mit diesen Anlagen zu einer sicheren und bezahlbaren Stromversorgung kommen kann.

    3. Gegen den Bau von Windparks in den W├Ąldern der deutschen Mittelgebirge, in Naturschutzparks und neben Wohnsiedlungen haben sich inzwischen weit ├╝ber 200 B├╝rgerinitiativen gebildet, die gegen den Bau weiterer Windparks protestieren. Sie fordern: Keine Windgeneratoren in W├Ąlder und Naturschutzgebiete! Mindestabstand zur Wohnbebauung das Zehnfache der Fl├╝gelspitzenh├Âhe.
    Frage: Schlie├čen Sie sich der Forderung der B├╝rgerinitiativen an?

    Die Gr├╝nen antworten mit einem klaren âÇ×NeinâÇť. âÇ×F├╝r die Energiewende m├╝ssen diese Opfer gebracht werden.âÇť Die FDP verweist auf das Baurecht und schiebt die Verantwortung den Kommunen zu. In den Parteiprogrammen werden die Forderungen der B├╝rgerinitiativen nicht unterst├╝tzt, sondern sogar abgelehnt.

    4. Der Ausbau der regenerativen Energien hat mehr als 100.000 Arbeitspl├Ątze gebracht, die allerdings ├╝ber hohe Einspeiseverg├╝tungen von den Stromverbrauchern stark subventioniert sind. Andererseits haben die hohen Strompreise viele Betriebe zur Schlie├čung oder Verlagerung in das kosteng├╝nstige Ausland gezwungen.
    Frage: Wie viel bisher wirtschaftliche Arbeitspl├Ątze sind durch die steigenden Strompreise und die Energiepolitik in Deutschland verloren gegangen?

    Diese Frage blieb unbeantwortet. Die GR├ťNEN weisen zwar darauf hin, dass mehr als 300.000 Arbeitspl├Ątze durch den Bau und Betrieb der regenerativen Stromanlagen entstanden sind. Der Verlust von Arbeitspl├Ątzen durch Schlie├čung der Kernkraftwerke und Verringerung der Produktion in den Gas- und Kohlekraftwerken wurde offensichtlich nicht registriert. Weiter f├╝hren die hohen Strompreise zurzeit zu einem Kaufkraftverlust von etwa 20 Milliarden Euro pro Jahr mit schnell weiter steigender Tendenz. Rechnet man einen Umsatz von 100.000 Euro im Jahr f├╝r einen Arbeitsplatz, ist dies ein Verlust von 200.000 Arbeitspl├Ątzen. Hinzu kommen die Arbeitspl├Ątze, die wegen der hohen Energiepreise hier nicht mehr wirtschaftlich sind. Dies ist die energieintensive Industrie mit 2 Millionen Arbeitspl├Ątzen, die schon seit einigen Jahren abwandert. Dies alles wird von keiner Partei registriert.

    5. Das EEG ist ein planwirtschaftliches und unsoziales Gesetz. Es bewirkt eine gesetzliche Umverteilung von unten nach oben, von der Masse unserer B├╝rger mit geringerem Einkommen zu den wenigen Reichen. Die Profiteure des EEG kassieren pro Jahr im Durchschnitt mehr als 20.000,- Euro von ihren ├Ąrmeren Mitb├╝rgern.
    Frage: Halten Sie diesen Zustand f├╝r angemessen? Wenn nicht: Wie wollen Sie dieses unsoziale Gesetz ├Ąndern?

    Alle Bundestagsparteien halten an der planwirtschaftlichen und unsozialen St├╝tzung der ├ľkostromerzeugung fest. Die FDP will allerdings das EEG durch ein Quotenmodell ersetzen, das ├ľkostromanteile im Strommix festlegt. Der ├ľkostrom soll aber weiter bezuschusst werden. Der Verbraucher wird auch durch dieses Modell weiter und immer h├Âher belastet. Die Umverteilung von unten nach oben soll also bleiben. Der soziale Sprengstoff, der in dieser Politik liegt, wird nicht gesehen.

    Die Energiepolitik und die Europolitik aller im Bundestag vertretenden Parteien sind weitgehend vergleichbar und in ihren Belastungen f├╝r den deutschen B├╝rger etwa gleich hoch. Die Verpflichtungen Deutschlands aus der Europolitik k├Ânnen bis auf 1.000 Milliarden Euro steigen. Das Gleiche gilt f├╝r die âÇ×alternativlose EnergiewendeâÇť. Dies best├Ątigt auch ein ausf├╝hrlicher Spiegel-Bericht der letzten Woche. Auch in der Familienpolitik, Lohnpolitik und in vielen anderen Bereichen marschieren die Parteien in einem wachsenden sozialistischen Gleichschritt. Sarkastisch k├Ânnte man die vereinten Bundestagsparteien als NSED (Neue Sozialistische Einheitspartei Deutschland) bezeichnen. Die etablierten Parteien geben uns kaum noch eine Wahlm├Âglichkeit.

    Nur die neu gegr├╝ndete Partei âÇ×Alternative f├╝r DeutschlandâÇť AfD zeigt Wege aus dieser drohenden Verschuldung. Der Euro soll zur├╝ckgef├╝hrt werden auf eine europ├Ąische Verrechnungseinheit. Und die Energiepolitik soll wieder marktwirtschaftlich und sachlich ohne ideologische Scheuklappen ausgerichtet werden, wie es der Vorsitzende der AfD, Bernd Lucke, in einem Exklusiv-Interview mit NAEB dargelegt hat. Nur so wird es gelingen, auch f├╝r die regenerativen Energien wirtschaftliche Marktl├╝cken zu erschlie├čen. Wir haben am 22. September die Wahl. W├Ąhlen Sie und w├Ąhlen Sie richtig.

    Hans-G├╝nter Appel
    Beiratsvorsitzender NAEB e.V.

     


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