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Faching., Dipl.-Ing.oec., Ing.oec., Ing. Peter Rauch PhD
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    Wie sind Fliesen zu verlegen?

    Posted by Rauch on Mai 17th, 2022

    In diesem Artikel geht es einmal um die Optik und die raumklimatischen Eigenschaften der Räume, welche bei der Verlegung von Fliesen zu beachten sind.

    Mit den Bodenfliesen aber auch den Wandfliesen kann optisch die Raumgröße verändert werden. Bei schmalen und langen Räumen sollten lang Fliesen nicht längst verlegt werden, da so der Raumlänge optischer verlängert wird. In diesem Fall ist einer Querverlegung günstiger. Das gilt auch für die Wände. Eine horizontale Verlegung senkt optisch die Raumhöhe. Dies empfiehlt sich bei hohen Räumen. Bei Räumen mit niedrigen Decken ist eine vertikale Verlegung besser. Analog gilt dies auch bei der Montage von Paneele und bei der Farbauswahl.

    Freistehende Badewanne
    Bild: © https://pixabay.com/de/bad-badezimmer-badewanne-1597027/

    Bei Bädern in älteren Gebäuden sind die Zimmerwände nicht immer genau parallel. Hier sollten die Bodenfliesen quer verlegt werden, damit fällt es optisch nicht auf, dass der Raum unterschiedlich breit ist. Auch empfiehlt es sich für den Fußboden, ob Bad oder Küche, keine hellen Fliesen zu verwenden. Bei hellen aber auch schwarzen Fliesen sieht man sofort jeden Krümel und Staubkorn auf dem Fußboden.

    Bei der Raumgestaltung mit Fliesen die raumklimatischen Eigenschaften beachten

    In Küchen und im Bad fällt besonders viel Wasserdampf beim Kochen oder Duschen an. Ein Teil dieser hohen Luftfeuchtigkeit wird durch das Lüften reduziert und ein anderer Teil wird durch sorptionsfähige Bauteiloberflächen analog wie ein kleiner Schwamm aufgenommen. Sinkt die absolute Luftfeuchtigkeit wieder, so wird diese Feuchtigkeit wieder an die Raumluft abgegeben. Das ist eine wichtige feuchtigkeitsregulierende Eigenschaft um Kondenswasserbildung und eine Schimmelbildung zu verhindern. Eine Kondenswasserbildung sehen Sie an der Fliesenoberfläche oder am Spiegel nach dem Duschen. Es bildet sich ein Feuchtigkeitsfilm.

    In den Bädern und Küchen sollte daher nur so wenig wie möglich geflieste werden, nur dort, wo Spritzwasser hinkommt. Die anderen Wandflächen sind mit einer diffusionsoffenen Farbe zu beschichten. Hier bietet sich eine Silikatfarbe an. Leimfarben sind ebenso diffusionsoffen, ab bei hoher Feuchtigkeit werden diese kurzzeitig fleckig und bei längerer höherer Luftfeuchte biete der Leim eine gute Nahrungsgrundlage für Mikroorganismen.

    Weitere Beiträge zur Badgestaltung:

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    Der Immobilienpreis steigt immer weiter an

    Posted by Rauch on Mai 11th, 2022

    In den letzten 5 Jahren ist der Immobilienpreis um circa 75 % angestiegen. In der Regel sind fast alle Immobilien weit überteuert. Die Immobilienblase hat sich weiter ausgedehnt. Es gibt mehrere Gründe, dazu gehören die über viele Jahre niedrigen Zinsen für ein Baudarlehn, die Verunsicherungen, was mit dem Euro passiert, Spekulationen und weitere Gründe. Hinzu kommt die erhöhte Nachfrage nach Wohnraum für die, die in den letzten Jahren zugezogen sind.

    Der Markt funktioniert auf der Grundlage des Angebotes und der Nachfrage. Ist die Nachfrage, hier in diesem Fall nach Wohnraum, sehr hoch und es kann kein entsprechendes Angebot an Wohnraum bereitgestellt werden, so steigt zwangsläufig der Preis (Miete). Wie groß die Differenz zwischen dem Angebot und der Nachfrage ist, hängt vom Standort und überwiegend von den Existenzmöglichkeiten ab. Z. B. in Hamburg, München, Stuttgart usw. gibt es wesentlich mehr Arbeitsmöglichkeiten als in der Stadt Gera. In Gera bekommt man noch relativ günstig eine Wohnung aber kaum Arbeit./p>
    Industriegebäude zu Wohngebäude ungebaut in Leipzig

    Welche Bedeutung hat eine Verknappung an Immobilien und des daraus resultierenden Preisanstieges?

    Eine Verknappung an Wohnraum bzw. Häuser muss nicht unbedingt vorliegen, diese kann durch verschiedene Maßnahmen künstlich geschaffen werden. Das sind Medien, Statistiken, Banken, Hausbaufirmen, Makler, die Vermieter selbst, um nur einige zu nennen.

    Um dies mit einem einfachen Beispiel zu erläutern. Einer jungen Familie stehen 180.000 Euro zur Verfügung und könnte eine Immobilie zum realen Herstellungspreis kaufen. Durch den künstlichen Preisanstieg muss sie 360.000 Euro bezahlen. Sie muss einen hohen Kredit aufnehmen. Es verdient die Bank. Der Makler verdient für seien Vermittlung das Doppelte, der Notar verdient mehr und die Grunderwerbssteuer steigt. Die Höhe der Grundsteuer hängt vom Wert der Immobilie und vom Hebesatz ab. Es gibt also viele Personen und Einrichtungen, welche einen hohen Immobilienpreis begrüßen, da sie viel mehr den Immobilienbesitzer aus der Tasche ziehen können. Sie haben auch kein Interesse daran, dass die Immobilienblase vorzeitig patzt und Immobilienpreise sinken.

    Zusätzlich erhöht ein großer Kredit die Abhängigkeit von der Bank und dem herrschenden System. Man muss deren Forderungen bedingungslos und bereitwillig nachkommen, umso leichter ist man erpressbar. Genau dieser Punkt der finanziellen Abhängigkeit ist sehr wichtig, da dies die eigne Existenz und die der Familie bedrohen kann. Durch längere Krankheit oder Arbeitsplatzverlust kann z. B. die Kreditrate nicht bezahlt werden.Zwangsvollstreckung, sozialer Abstieg usw.

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    Immobilienmakler mit Herz oder doch lieber nur Geld verdienen

    Posted by Rauch on April 25th, 2022

    Der Immobilienmakler kennt die regionale Marktlage und von seiner Fachkompetenz hängt der Erfolg bei der Vermittlertätigkeit ab. Nur haben bis auf wenige Ausnahmen ihre eigentlichen Aufgaben vergessen. Sie vergessen, dass sie Geld für die erbrachte Dienstleistung bekommen. Im Zeitalter des Mangels an Immobilien gegenüber einer größeren Anzahl an Nachfragern wird genau dieser Service vernachlässigt.

    Eine Hauptbeschäftigung sind Besichtigungstermine analog, wie ein Rundgang im Museum. Er ist Profi, sonst braucht man ihn ja nicht beauftragen. Er muss den optimalen Verkaufspreis unabhängig vom Verkehrswert finden, wobei ein unabhängiges Verkehrswertgutachten für beide Seiten, dem Verkäufer und dem Käufer, von Vorteil ist. Interessant sind die teilweisen Anforderungen einer Selbstauskunft über das private Vermögen seitens des Maklerbüros, das geht in grundsätzlich nichts an. Er ist Vermittler einer Immobilie und dafür bekommt es seine Courtage.

    Die Interessenten sollten in der Anzeige darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie selbst im Vorfeld ihre finanziellen Möglichkeiten prüfen sollten. (Eigentlich wäre das unnötig, aber die Praxis zeigt ein anderes Bild. Erst Häuser ansehen und dann Geld zählen. Beim Autokauf verhalten sich die Leute richtig und gehen nicht zu einem Lexus Autohändler, wenn sie sich nur mit Mühe einen preiswerten Kleinwagen leisten können.)

    Modernes Mehrfamilienhaus

    Man kann die Anzeigen aber auch mit aktuellen Daten, wie Mindesteigenkapital, Selbstbehalt usw. als Serviceleistung z. B. mit einem Link auf die eigene Homepage ergänzen. Gerade über den Selbstbehalt wird kaum nachgedacht.

    Die Beschreibungen der meisten Objekte sind überwiegend mangelhaft, ein schöner Text aber ohne Aussagen. Es gibt nur sehr wenige Objekte, welche den realen IST-Zustand ausreichend beschreiben. Eine junge Familie träumt von einem eigenen Haus, kann aber nicht überschauen, was alles noch mit einer eigenen Immobilie verbunden ist. Für den Makler ist vieles selbstverständlich, er kann dies jedoch nicht von einem Käufer verlangen, welcher in der Regel nur einmal in seinem Leben eine Immobilie kauft. Er muss beratend den Kaufinteressenten und den Verkäufer über alles aufklären. Das wäre genau seine Aufgabe als Dienstleister. Interessant ist die Verbindung Immobilienmakler und die gleichzeitige Vermittlung der passenden Hausfinanzierung.

    Logisch, dass bei dem Doppelverdienst der Kaufpreis auch möglichst hoch sein sollte. Viele Makler verhalten sich analog, wie bei einem Fußballspiel mit nur einem Tor. Der Kaufinteressent muss sehr viel Geld für den Makler bezahlen, welcher aber die Interessen des Verkäufers vertritt. Der Kaufinteressent bezahlt also eine Hausbesichtigung und mehr nicht. Den Notartermin kann man auch selbst vereinbaren, dazu wird kein Makler benötigt.

    Mangelhafte Informationen über die zu verkaufende Immobilie

    Mangelhafte Vorinformationen verursachen nur Ärger und viel Arbeit sowohl für alle drei Parteien, den Verkäufer, Vermittler und Kaufinteressenten.

    Es ist kein Wunder, warum die Leute zu einer Hausbesichtigung kommen, durch das Haus und über das Grundstück stolpern und wieder verschwinden.
    Ohne Adresse macht es etwas Arbeit mit Hilfe von Google-Maps das Objekt zu finden. Mit der Ansicht per Satellit kann man sich auch ohne Termin eine Vorstellung von der Lage des Grundstücks und des Hauses machen. Die Wege zur Arbeit, zu Einrichtungen täglichen Bedarf, Schule oder zur Naherholung im Vorfeld abchecken.

    Was bedeutet die Beschreibung „Grundstück in ruhiger Lage“ wenn es sich aber 1 km neben einer Autobahn, neben einer Eisenbahnstrecke oder einer stark befahrenen Straße befindet. Solaranlagen, Windkraftmaschinen oder Funkmasten in der Nähe schaden nicht nur der Gesundheit, es ist auch anzuzweifeln, ob sich die Immobilie künftige wieder für den zu bezahlenden Preis verkaufen lässt. Der Verkäufer neben Windkraftmaschinen wird kaum über seine ständigen Kopfschmerzen und sein Unwohlsein berichten.

    Bei der Angabe der Adresse kann man im Vorfeld eines Besichtigungstermins mit den Beschreibungen in der Anzeige vergleichen. Das spart Zeit für den Immobilieninteressenten, den Makler und den Verkäufer, wenn kein unnötiger Besichtigungstermin vereinbart werden muss.

    Vor- und Nachteile bei Sanierungsobjekten

    Von Vorteil bei sanierungsbedürftigen Objekten sind auch die Angaben mit grob geschätzten Sanierungskosten. Begriffe „für Handwerker“ und für „kreative Möglichkeiten“ usw. verschleiern eher den wirklichen zusätzlichen finanziellen Aufwand. Die Muskelhypothek ist auf wenige Prozent des Gesamtaufwandes begrenzt, was man bei den Angeboten für Ausbauhäuser gut erkennen kann. Nur bei den Neubauten sind die noch zu erbringenden Leistungen relativ gut kalkulierbar. Bei Sanierungsarbeiten kommen immer wieder Überraschungen zum Vorschein, welche der Bauherr im Vorfeld nicht erkennen kann, z. B. die Sanierung eines verdeckten Hausschwammbefalls ist mit erheblichem Mehraufwand verbunden.

    Wenn für den Käufer zum Kaufpreis plus Kaufnebenkosten noch einmal 100.000 oder 150.000 Euro für Sanierung anfallen, um überhaupt dort wohnen zu können, dann verschieben sich seine Finanzierungsmöglichkeiten. Sicherlich ein wichtiger Grund, warum viele halb sanierte Wohnhäuser zum Kauf oder zur Zwangsversteigerung 1) angeboten werden. Die Verkäufer haben einfach nicht gewusst, welche zusätzlichen Kosten und Aufwände auf sie zu kommen.

    Ein verantwortungsvoller Makler kennt die Situation und aus seiner Berufserfahrung. Er kann eine unverbindliche grobe Einschätzung zu den Folgekosten abgeben bzw. auf einen Bausachverständigen / Architekten verweisen, welcher ein genaueres Bild der Situation eines Sanierungsobjektes beschreiben kann. Auch wenn diese Beratung / Untersuchungsbericht 2000 oder 3000 Euro kosten sollte, ist diese Summe wesentlich geringer als der Verlust bei einer Versteigerung wegen einer finanziellen Fehlkalkulation. Gerade in der jetzigen Zeit, wo die steigenden Bau- und Materialpreise 2022 vollkommen aus dem Ruder laufen, sind solche Informationen vor dem Kauf einer Immobilie sehr wichtig.

    1) Im Zusammenhang mit den Anträgen 6 und 7 kann NIEMAND in der so genannten Bundesrepublik Deutschland und Berlin ENTEIGNET werden.
    6. Eine Zwangsversteigerung stellt somit im Zusammenhang der Anträge 6 , 7 und 8 eine illegale Zwangsmaßnahme dar.
    7. Die Betroffenen wurden, mangels der gesetzlich erforderlichen Zulassung der Militärregierung (SHAEF-Gesetz Nr. 52, und Nr. 53, [BK/O] (47) 50, von den Verwaltungsbehörden der so genannten Bundesrepublik Deutschland getäuscht.

    (Anfrage vom 14. März 2010 an The MITRE Corporation WSEO / US EUCOM,  Auszug aus der Wiedergabe des Textes, The MITRE Corporation ESEO / US EUCOM, Patch Barracks Support Office, 70569 Stuttgart, Betr.: Ihre Anfrage vom 14. März 2010

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    Der Kaufrausch von Immobilien in Deutschland

    Posted by Rauch on April 22nd, 2022

    Im Ausland wundert man sich darüber, dass die Deutschen Immobilie kaufen, egal ob sie diese brauchen oder nicht.

    Dabei kann seit einigen Jahren die Immobilienblase jederzeit platzen. Trotzdem steigen die Immobilienpreise unaufhörlich.

    Unverständlich, wie für eine Immobilie eine Rendite bei diesen unsicheren Zeiten langfristig eine Rendite erwirtschaftet werden soll. Niedrige Zinsen sind vielleicht ein Argument, aber vielmehr wird seit einigen Jahren mit einer Eurokrise gedroht und die hart ersparten Euros sind dann weg, wenn diese nicht in Sachanlagen oder Aktien investiert werden. Wenn sechsstellige Beträge auf einem Konto deponiert wurden, ist dieses Argument sicherlich berechtigt. Aber nicht, wenn man mit Not und Mühe die minimale Eigenanteilsquote mit Unterstützung der Familien und Freunde zusammenkratzt. Eine Ausnahme sollte hier gelten, wenn man für sich und seine Familie ein Wohnung/Haus benötigt, um ein Dach auf dem Kopf zu haben.

    An dieser Stelle sollte noch einmal darauf hingewiesen werden, dass Deutsche immer noch nicht Eigentum erwerben dürfen, siehe hierzu die S.H.A.E.F.-Gesetze 1). Dies ist auch auf den Kfz-Papieren zu erkennen, wonach kein Eigentum nachgewiesen wird.

    Der Immobilienwert und die aktuelle Lage in Europa

    An dieser Stelle soll eine aktuelle Situation betrachtet werden, welche eine ortsgebundene Sachanlage ausgesetzt sein kann. Es soll nicht darüber diskutiert werden, warum und weshalb die Auseinandersetzungen in der Ukraine stattfinden. Es geht hier um die Immobilien, welche auch sehr schnell in Mittel- und Westeuropa einer Schädigung oder gar teilweisen Zerstörung ausgesetzt sein können.

    Irlin 2022
    Immobilienversicherung schließen militärische Einflüsse aus! Hier ein aktuelles Beispiel aus Irpin (Ukraine).

    freigespülte Leitung, bei Hocfhwasser in NRW 2021
    Zerstörungen im Ahrtal in NRW 2021

    Wichtig ist zu wissen, dass in der Ukraine analog wie in Rumänien (über 90 %) ein sehr hoher Anteil an Immobilieneigentum vorliegt. Diese beiden Bilder zeigen eine vollständige Zerstörung des Immobilieneigentums. Diese Leute haben, hoffen wir, dass sie noch am Leben sind, alles verloren. Gegenüber den Westeuropäern wurden die Immobilien mehrheitlich in bar bezahlt, seit einigen Jahren wurden auch hier Bankkredite für die Finanzierung benötigt. In Deutschland liegen die total überzogenen Immobilienpreise zwischen 300.000 bis 500.000 Euro für ein Einfamilienhaus oder Eigentumswohnungen in guter Lage. Kommt es zur Zerstörung der Immobilie, (es gibt nun unterschiedliche Ereignisse, siehe z. B. Ahrtal), so ist die Sachanlage weg, aber die Bank möchte noch ihre 200.000 oder 300.000 Euro Kredit zurück. Bei dem gegenwärtigen wirtschaftlichen Niedergang in Deutschland dürfte es wohl ein Problem für den Immobilieneigentümer werden. Kein eigenes Dach über dem Kopf und Geld für den Hauskredit sammeln und viele Jahre zahlen, was man nicht mehr nutzen kann. Man braucht, z. B. nur an die vielen Versteigerungen denken, welche auf den Immobilienportalen angeboten werden. Bis auf wenig Fälle ist es eine große Tragödie für Betroffenen.

    Sie sollten einfach einmal darüber nachdenken, ob Sie der Panikmache der Kreditvergeber unterliegen und sich auf ein finanzielles Abenteuer einlassen. Seit über 2 Jahre wird aus sicheren Quellen verkündet, in den nächsten Tagen kommt die D-Mark und der Euro kommt weg usw. Andere sagen, Edelmetalle werden wertlose oder übermorgen erfolgt der Übergang zum NESARA / GESARA… All diese Unklarheiten verursachen Unsicherheit und helfen den normalen Bürger nicht weiter.

    Wir brauchen nur gegenwärtig an die deutsche Autoindustrie und ihre umfangreiche Zulieferindustrie denken und die steigenden hohen Energiekosten lassen wegen Wettbewerbsnachteile die wert-schöpfenden Bereiche dahin schmelzen. Zusätzlich wird die gegenwärtige Situation für Spekulationszwecke zusätzlich ausgenutzt. Das sind Ereignisse, welche nicht nur eine Volkswirtschaft, sondern auch den gesamten Euroraum betreffen. Der Einzelne kann dann ohnehin nichts ändern. Es betrifft alle Bewohner in diesen Ländern gleichermaßen.

    1)Aufgrund der Rechtsgrundlage der Interalliierten Kommandantur von Berlin vom 21. Februar 1947 [ B K /O ] (47) 50, kann niemand in der Bundesrepublik Deutschland und in Berlin EIGENTÜMER von Grund und Boden sein und nur über so genannte Notarverträge infolge von Grundbuchämtern ALLENFALLS BESITZER und nicht EIGENTÜMER sein. (Anfrage vom 14. März 2010 an The MITRE Corporation WSEO / US EUCOM,  Auszug aus der Wiedergabe des Textes, The MITRE Corporation ESEO / US EUCOM, Patch Barracks Support Office, 70569 Stuttgart, Betr.: Ihre Anfrage vom 14. März 2010

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    Die Rolle der Feuchtigkeit in der Außenwand in Bezug auf den Wärmehaushalt eines Gebäudes

    Posted by Rauch on April 5th, 2022

    „Unter vergleichbaren Bedingungen benötigen gegenwärtig ältere Bauten, die um die Jahrhundertwende erstellt wurden, zwei bis dreimal weniger Raumwärmeenergie als solche, die in den letzen Jahren nach U-Wert-mäßigen Gesichtspunkten erstellt wurden. Obwohl hinsichtlich der Baukonstruktion diverse Unterschiede bestehen (Wärmebrücken, Kühlrippen, usw.) lassen sich die erhöhten Energieverbrauchswerte mit herkömmlichen Berechnungen nicht erklären. Sowohl die U-Wert-Theorie, als auch die Theorie über instationäres Wärmeverhalten von Gebäuden sind nicht in der Lage, die bis zu 300% betragenden Energie-Verbrauchserhöhungen nur annähernd zu rechtfertigen.“

    1953 wurden von der Eidgenössischen-Material-Prüfanstalt (EMPA) 5 Jahre lang an Versuchshäuschen instationäre k-Werte ermittelt. Es erfolgten äußerst korrekte Temperatur- und Energiemessung sowie die Erfassung der Feuchtigkeitsveränderungen.

    Messkurve

    Dabei wurde festgestellt, dass im Mauerwerk die Feuchtigkeit im Sommer zu- und im Winter abnimmt. Mit der Austrocknung verschlechterte sich der Wärmedämmwert um 30%. ([1) 1982) Weder die instationäre Berechnung als auch die gesetzlich vorgeschriebene U- Wert – Theorie sind experimentell ausreichend nachgewiesen.
    Die unterschiedlichen Feuchtegehalte im Mauerwerk mit ihren jeweiligen Energieströmen, die Wärmespeicherfähigkeit sowie die »Temperaturleitzahl werden in den Berechnungen nicht berücksichtigt. In einer Versuchsdurchführung 1954/55 wurde festgestellt, dass im Winter das Außenmauerwerk abtrocknet und im Sommer die Feuchtigkeit zunimmt. (1)

    Es wird davon ausgegangen, dass eine Feuchtigkeitserhöhung in der Mauerwerkskonstruktion die Wärmeleitzahl etwa um 5 bis 6% (max. 10%) verschlechtern können. Je nach Volumengröße, wo sich im Wandaufbau Wasser oder Luft-Wasserdampf-Gemische befinden, könnten diese Werte weit größer sein. Siehe hierzu die Stoffwerte in der Tabelle 1.

    In der Regel sind die Wärme- und Feuchtetransportprozesse in Gebäuden stark gekoppelt. Dies zeigt sich besonders deutlich beim Feuchteeinfluß auf die Wärmedämmung von Bauteilen. In einer Grafik wird der Anstieg der Wärmeleitfähigkeit von drei verschiedenen Baustoffen in Abhängigkeit vom Wassergehalt aufgezeigt. (Bild 1) (2)

    Feuchteverlauf

    Während die Wärmeleitung mineralischer Wandbildner, wie bei dem hier dargestellten Porenbeton, linear mit dem Wassergehalt ansteigt, ist der Anstieg bei Polystyrol – Hartschaum leicht progressiv. Überraschend ist der starke Anstieg der Wärmeleitfähigkeit von Mineralwolle schon bei sehr kleinem Wassergehalt.(2)
    Auch bei Eichler/Arndt wird der Einfluß der Feuchtigkeit auf die Wärmedämmung beschrieben, wobei hier Einflüsse in Küstennähe, Wetterseiten und Schlagregen u.a. genannt werden. Konkrete Zahlen, wie sich dies auswirkt, werden nicht genannt.(3)

    In einer Wandkonstruktion kommen die Aggregatzustände, Dampf, Wasser und Eis (Winter) vor. Die Phasenverschiebung wird durch die Temperatur, Materialstruktur (Poren, »Kapillare, Salze) und Druck bestimmt. Im Mauerwerk liegen keine gleich bleibenden Zustände vor. Sie verändern sich ständig qualitativ und quantitativ. Es liegen Energieströme vor, wo der Wandbaustoff zusätzlich durch die Wärmeleitfähigkeit der Luft, Luft-Wasserdampf-Gemisch, Wasser und im Winter durch Eis beeinflußt wird.

    Tabelle 1: ausgewählte Stoffwerte

     

    Stoff Dichte ρ (kg / m3) Spez. Wärme-kapazität c (kJ / kgK) Wärmeleit-fähigkeit λ (W / mK) Temperatur-leitzahl a (m2 / s)
    Wasser (20C) 998,4 4,182 0,604
    Eis 917 1,93 2,2 1,2
    Luft 1,0
    Sand trocken 1500 0,8 0,33 2,74
    Sand nass 1650 2,1 1,1 0,49
    Ziegel 1800 0,92 0,81 0,49

    Es lässt sich erkennen, dass sich bei feuchtem Sand und so auch bei Mauerwerk die spezifische Wärmekapazität erhöht. Je mehr Wärme ein Stoff speichern kann, umso träger reagiert er bei der Aufheizung und Abkühlung. Der Feuchte Sand hat so annähernd die gleiche Wärmekapazität wie von Holz. Alllerdings verändert sich auch die Wärmeleitfähigkeit, welche bei feuchtem Sand und so bei Mauerwerk zunimmt. Ein weitere Wert, die »Temperaturleitzahl oder Temperaturleitfähigkeit a (m2 / s) sollte hier Beachtung finden. Sie ist das Maß für die Fortpflanzungsgeschwindigkeit einer Temperaturänderung in einem Körper. Eine Temperaturänderung pflanzt sich umso rascher fort, je größer das Wärmeleitvermögen ist und je kleiner die spezifische Wärmekapazität und die Dichte sind. Nasser Sand zeigt hier deutlich günstigere Werte.
    Wie bereits oben genannt, liegen in einem Wandquerschnitt unterschiedliche Feuchten vor, wie Kernfeuchte, Kondenswasser, Spritzwasser u.a., die sich auch in ihrer Ausdehnung ändern oder zeitweise nicht vorhanden sind. (6) Damit ändert sich auch die physikalischen Zustände im Baustoff. Es gibt somit innerhalb des Wandquerschnitts Abschnitte, wo eine höhere Wärmespeicherung und Wärmeleitfähigkeit vorliegt, bei anderen liegen die Werte niedriger. Wandert im Winter der Frostpunkt in das Innere des Mauerwerkes, so verringert sich die Wärmespeicherung und die Wärmeleitfähigkeit erhöht sich. Dies wirkt sich nachteilig auf die Wärmedämmung der Außenwand aus.

    Ein Energiestrom erfolgt immer von der höheren Temperatur zur niedrigeren. Erhöht sich die Lufttemperatur an der äußeren Oberfläche der Außenwand, so liegen zwei Energieströme vor, einer von innen und einer von außen. Damit kommen die bekannten Amplituden (Temperaturkurven) zustande, die sich irgendwo im Wandquerschnitt überlagern und aufheben. Bei einer Temperaturänderung, ändert sich auch in bestimmten Umfang der Druck in den Poren, Hohlräumen und Kapillaren. Je nach Taupunkt, taut Flüssigkeit aus oder geht in ein Luft-Wasserdampf-Gemisch über. Wird jetzt noch die Verdampfungswärme des Wassers (0C, 2500 kJ / kg) oder die Schmelzwärme des Eises (333,4 kJ/kg) berücksichtigt, so kommt es lokal zusätzlich zur Wärmeaufnahme bzw. Wärmeabgabe, je nach dem welcher Aggregatzustand sich einstellt. Ändert sich die Temperatur im Wandquerschnitt wieder, so ändern sich unter Umständen auch die Aggregatzustände. Winterliche Direkteinstrahlung und auch die indirekte Einstrahlung (nur eben wesentlich geringer) bewirken eine Absorbierung der Wärmeenergie, die über viele Stunden gespeichert wird und langsam wieder nach außen entweicht. Dies wurde auch in der Versuchsdurchführung 2001 in Leipzig nachgewiesen, wo hier eine Kurve für einen Tagesabschnitt dargestellt wird.

    Erläuterung: Punkt 1 = 7.00 Uhr bis 23.00 Uhr, von 9.10 bis 15.30 Uhr Sonnenschein; Reihe 1 = Raumtemperatur; Reihe 2 = Temperatur an der Innenseite der Außenwand; Reihe 3 = Temp. in der Wand (10 cm von außen); Reihe 4 = Temperatur an der Außenoberfläche der Wand; Reihe 5 = Lufttemperatur außen (geschützt)

    …Es konnte festgestellt werden, dass auch an Tagen, wenn keine Sonne scheint, eine geringe Temperaturerhöhung an der äußeren Wandoberfläche erfolgt. Dabei ist diese Temperatur höher als die im Wandinneren. In dieser Zeit lag zusätzlich ein Wärmestrom von außen nach innen vor. Es kam bei 12 Tagen durchschnittlich zu einer Temperaturerhöhung von 5 K. Zeitverzögert erfolgte eine Abkühlung, die sich über einen Zeitabschnitt von 10 bis 18 Std. erstreckte, bis das ursprüngliche Niveau erreicht war. ..„(5)

    Unter dem Gesichtspunkt der höheren Wärmespeicherfähigkeit eines feuchten Wandbaustoffs und der geringeren Temperaturleitfähigkeit könnte so zusätzliche Wärme z.B. in einer Außenwand gespeichert werden, wobei auch eine verzögerte Wärmeabgabe erfolgt. Jeder Feuchtigkeit ist bei einer bestimmten Temperatur eine Enthalpiezugeordnet. Weiterhin spielen hier auch die Teildrücke eine Rolle (Vergleiche hierzu das Mollier (h,s)-Diagramm.) Bei einer vollständigen trockenen Wand, z.B. Stahlplatte, kann die Feuchtigkeit unter normalen klimatischen Bedingungen vernachlässigt werden, wenn die Temperatur der Wandfläche und die der Oberfläche keiner Schwankungen ausgesetzt währe und so nur geringe Menge an Kondensat an der Oberfläche austaut. Wärmetauscher funktionieren auf dieser Basis. Die Feuchtigkeit wird allerdings vom Werkstoff nicht aufgenommen. Bei mehrschichtigen Wandkonstruktionen ist die Variationsmöglichkeit noch größer.

    Neben der Phasenverschiebung sollten auch die einzelnen Feuchtezustände in praktischen Versuchensreihen ermittelt werden, da es bei bestimmten Feuchteanteilen kritische und auch optimale Bereiche geben wird, die auch für die Entwicklung von Baustoffsystemen und -konstruktionen von Interesse sein dürfte.

    Die gegenwärtige gesetzlichen U-Wert-Berechnungen stellen einen Idealzustand (Labor) unter Ausschluß klimatischer Bedingungen dar. Für grobe Einschätzungen, wofür diese Berechnungsmethode auch entwickelt wurde und im Bereich höher u-Wert sicherlich ausreichend.

    Literatur
    (1) Energieverbrauchsanalysen von Hochbauten (Bossert/Nagel Januar 1980) aus Deutsche Bauzeitung 9/1982 S. 58-62
    (2) IBP – Software – WUFI – Grundlagen (2001) Fraunhofer Institut
    (3) Eichler/Arndt; Bautechnischer Wärme- und Feuchteschutz, 1989
    (4) Günter Meyer, Erich Schiffner; Technische Thermodynamik, Fachbuchverlag Leipzig, 1983
    (5) Eingespeicherte Solarenergie bei einer Außenwand – praktische Versuchsdurchführung 2001 »Wäremspeicher
    (6) Trocknung von feuchten Bauwerksteilen 2002 »Feuchtigkeit

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    Biozide

    Posted by Rauch on März 31st, 2022

    Substanz, die Organismen abzutöten vermag; die Biozid-Richtlinie definiert in Art. 2 Abs. 1 Buchst. a) Biozid-Produkte als Wirkstoffe und Zubereitungen, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, in der Form, in welcher sie zum Verwender gelangen, und die dazu bestimmt sind, auf chemischem oder biologischem Wege Schadorganismen zu zerstören, abzuschrecken, unschädlich zu machen, Schädigungen durch sie zu verhindern oder sie in anderer Weise zu bekämpfen; dazu zählen u. a. Holzschutzmittel.

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    Diffusion

    Posted by Rauch on März 31st, 2022

    In Gasen und Flüssigkeiten sind die Moleküle bzw. Ionen in ständiger, statistisch ungerichteter Wärmebewegung. Besteht in einem Gasgemisch oder in einer Lösung für eine Substanz ein Konzentrationsgefälle, so wird es durch diese Bewegung ausgeglichen die dabei zu einer statistisch gerichteten Bewegung, zur Diffusion wird. Ein gelöster Stoff diffundiert entlang seinem eigenen Gefälle.

    Gasaustausch durch Bauteile findet in der Regel nur durch Diffusion statt. „Diffusion“ nennt man die allmähliche Durchmischung verschiedener Gase (aber auch Flüssigkeiten und sogar Festkörper) ohne äußere Einwirkung, allein durch Molekularbewegung, bis die Verteilung der verschiedenen Moleküle überall gleich ist.

    Die Diffusion ist ein Ausgleichsprozeß, des unter Entropiezunahme zu einem weniger geordneten, also wahrscheinlicheren Zustand führt; sie findet demnach nach dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik zwangsläufig statt.
    Der Widerstand, den ein Material der Diffusion von Wasserdampf oder anderen Gasen entgegensetzt, hängt hauptsächlich von seiner Porigkeit ab; je mehr offene Poren, desto geringer der Widerstand. Der Porendurchmesser spielt für Wasserdampfmoleküle so gut wie keine Rolle, sie sind kleiner und leichter als fast alle anderen Luftmoleküle; Sauerstoffmoleküle haben z.B. 60% mehr Masse und Kohlendioxidmoleküle fast dreimal soviel. Die Diffusionsgeschwindigkeit einer Substanz ist etwa umgekehrt proportional der Wurzel aus ihrer Molmasse M (Diffusionskoeffizient D~1/√W); größere Moleküle diffundieren also langsamer.

    Daher ist die Diffusionsgeschwindigkeit von Kohlendioxidmoleküle auch bereits in der Luft viel geringer als die von Wasserdampf, und so gibt es Bauteilschichten, die zwar die Diffusion von Kohlendioxid fast völlig absperren, der Wasserdampfdiffusion aber keinen allzu großen Widerstand entgegensetzen. Die im Vergleich mit Wasserdampf, Sauerstoff oder Kohlendioxid meist riesigen Moleküle von  Wohngiften können durch Diffusion erst recht nicht aus der Raumluft entfernt werden, wie das in einigen baubiologischen Schriften immer wieder mal zu lesen ist. Für sie bildet auch die diffusionsfähigste Wand ein praktisch unüberwindliches Hindernis.

    Diffusionswiderstandswerte sind die Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahlen und die daraus errechneten „diffusionsäquivalenten Luftschichtdicken“ sd-Wert. In Analogie zu diesen Werten, die nur die Diffusion von Wasserdampf durch ein Material bzw. ein Bauteil betreffen, geben manche Baustoffkataloge vor allem bei Anstrichen und anderen Beschichtungen auch Widerstandswerte zur Kohlendioxiddiffusion an.

    Ergänzung: Die durch Diffusion zurückgelegte Wegstrecke ist proportional zur Wurzel der Zeit; Verdopplung der Wegstrecke bedeutet bereits vierfachen Zeitbedarf.

    Quelle:
    Kur, Friedrich; Wohngifte, Handbuch für gesundes Bauen und Einrichtungen, 3. Aufl. Verlag Eichborn, 1993, S. 536
    Libbert, Eike; Allgemeine Biologie , VEB Gustav Fischer Verlag Jena 1986, S. 153

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    Chemische Schadstoffe

    Posted by Rauch on März 31st, 2022

    Chemische Schadstoffe kommen in der Raumluft, im Baumaterial sowie im Hausstaub vor. Diese wirken zum Teil recht unterschiedlich und führen so zu einer gesundheitlichen Belastung. Ausschlaggebend ist die Kondition, Disposition und Konstitution des Betroffenen. Die Faktoren, die die Wirkung eines Schadstoffes (Gift) beeinflussen sind:
    Dosis Verhältnis Resorption, Ausscheidung / Entgiftung, Konzentration, Gewöhnung (z.B. Rauchen), Form der Wirkungsverstärkung durch andere Einflüsse, Ort der Einwirkung, Überempfindlichkeit (Haut, Magen, Lunge), Körperspezifika, Geschlecht, Alter, Körperbau und Zeitdauer.

    Die Aufnahme chemischer Schadstoffe kann durch Einatmen (ca. 10%), durch Nahrungsaufnahme (ca. 90%) oder über die Haut (Durchdringung) erfolgen. Täglich werden 6 m3 Luft benötigt, wozu ca. 20.000 Atemzüge erforderlich sind und so können sich auch geringe Schadstoffkonzentrationen in den Atmungsorganen anreichern. Dabei können die chemischen Schadstoffe in Gasen, Dämpfen, Nebel, Rauch, toxischen Stäuben, Flüssigkeiten und festen Stoffen vorhanden sein.

    Reaktionen können sich unter anderem in Allergien z.B. Latexallergie, Körperkontaktallergie und Chemikalienüberempfindlichkeit mcs (MCS -Multiple Chemical Sensitivity) zeigen.

    Treten sehr hohe Expositionen bestimmter Stoffe auf, so können diese zu Lähmungen oder zum Tode führen. In der Praxis sind Tunnelbrände sehr gefährlich. Ca. 80 % der Brandopfer in Gebäuden werden durch Rauchgasvergiftung getötet.

    Eine gesundheitliche Reaktion kann aber auch in Form von Schadstoffgemischen oder in Anwensenheit höherer Konzentrationen an »Schimmelpilzsporen oder www.ib-rauch.de/agestalt/wohn/radon.html|Radon]] auftreten. Wirksamste Methode zur Reduzierung der Schadstoffe in der Wohnung ist das regelmäßige und ausreichende »Lüften. Das wird jedoch durch die verschärften Anforderungen der Energiesparverordnung unterbunden.

    Viele technische Produkte müssen zu ihrer Herstellung, Verarbeitung oder zur Erzielung gewünschter Eigenschaften mit Lösungsmittel, Weichmacher, Fungizide, Insektizide, usw. versehen werden. Ebenso wird das chemische Gleichgewicht zu Gunsten des Endproduktes verschoben. Über einen bestimmten Zeitabschnitt stellt sich dann wieder der energieärmere Zustand, zum Teil über Zwischenprodukte, ein. Lösungsmittel oder Weichmacher entweichen und kommen so in der Raumluft vor. So führen z.B. die beim Pentachlorphenol (PCP) enthaltenen unerwünschten Nebenprodukte Chlordibenzodiozine und Chlordibenzofurane zu den Erkrankungen. Benzol wird im Körper zu einem reaktionsfreudigen Zwischenprodukt Epoxid umgesetzt, was als wasserlösliches Phenol ausgeschieden oder mit körpereigenen Eiweiß reagiert und so zur Keimzelle für Krebs (Leukämie) wird. Es sind also nicht immer die einzelnen Stoffe bzw. -gemische, sondern auch ihre Zwischenprodukte, die äußeren Einflüsse, die Wechselwirkungen oder das Zusammenwirken mit anderen Stoffen oder Stoffgemische für die gesundheitliche Schädigung verantwortlich.

    Schadstoffe in den Wohnungen

    In unserer Klimazone hält sich der Mensch zu 80% in Innenräumen auf, die in der Regel höher mit Schadstoffen belastet sind als die der Außenluft.

    Wohnraumgifte, wie »Formaldehyde oder Wirkstoffe von Holzschutzmittel, werden in aller Regel überbewertet. In einer Studie der Innungskasse Nordrhein-Westfalen wurden 2080 Kassenmitglieder, die unter Umweltschäden zu leiden glaubten, von Ärzten nach entsprechenden Umweltchecks untersucht. Bei 2% aller Anfragen konnte ein Zusammenhang zwischen Innenraumschadstoffen und Gesundheitsbeschwerden nachgewiesen werden.

    Unter diesem Gesichtspunkt sollten auch die Wohnraumgifte kritisch betrachtet werden, was jedoch nicht ihrer Verharmlosung bedeuten soll.

    So können in den Innenräumen gegenüber der Außenluft niedermolekulare Halogen-Kohlenwasserstoffe das 10 bis 50 -fache betragen. Auch wenn bestimmte Schadstoffe nur einen Bruchteil des MAK-Wertes erreichen, kann es über längere Zeit, zum Teil über Jahre, zu entsprechende Folgen kommen. Es ist daher wichtig Baustoffe, vor allem aber Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände zu verwenden, die möglichst wenig Fremdstoffe in die Innenraumluft frei setzen. Eine weitere einfache und wirkungsvolle Methode ist eine ausreichend hygienische Lüftung, die bei einem Luftaustausch von mindestens 0,8 pro Stunde liegen sollte.

    »Formaldehyde können ausgasen, wenn z.B. in Ortschäume die vor allem unter Dach eingesetzt werden und der Feuchte der Raumluft ausgesetzt werden. Ebenso treten Ausgasungen bei »Isocyanaten und mehrwertige Alkohole auf, die Ersatzweise in PUR-Schäume und Spanplatten verwendet werden, wenn im Überschuss gearbeitet wurde. Von polychlorierte Biphenyle (PCB) gehen Gefährdungen aus. Sie fanden bis vor Jahren als Weichmacher in Fenster- oder Fugendichtungsmassen Anwendung. Pentachlorphenol (PCP) und Lindan sind Wirkstoffe in älteren Holzschutzmitteln, die über sehr viele Jahre langsam ausgasen. So kann sich der Wirkstoff z.B. im Wäscheboden besonders im Staub und auch in der zum Trocknen aufgehängten Wäsche anlagern (Feuchtigkeit begünstigt diese). Generell hat aus heutiger Sicht Holzschutzmittel im Innenraum nichts zu suchen! Auch früher war der Einsatz im Wohnbereich nur auf ganz bestimmte Holzschutzmittel beschränkt und auf eine geringe Fläche zulässig. Vollständiger Unsinn sind die biologischen Holzschutzmittel. Entweder schützt man das Holz mit Fungizide und/oder Insektizide und das sind nun einmal Gifte. Andere Mittel bringen keinen wirkungsvollen Schutz und sind daher nicht als Holzschutzmittel zu bezeichnen. Auf Insektenwachstumsregulatoren, wie z.B. das Farox, soll hier nur so weit eingegangen werden, daß diese neue Holzschutzmittelgeneration mit geringsten Konzentrationen auskommt. Sind Holzschutzmittel entsprechend der DIN 68800 erforderlich, so sind bei Holzschutzmittel mit dem amtlichen Prüfprädikat DIBt bei ordnungsgemäßer Anwendung aus heutigem Erkenntnisstand die geringsten gesundheitlichen Schäden auf den Menschen bei erfolgversprechender Wirkung ihres Einsatzzweckes zu erwarten.

    Wasserlösliche Farben werden als umweltverträglich auf dem Markt angeboten. Anteile von Ester oder »Äther und auch die in natürlichen Farbstoffen enthaltenen Terpene können zu Befindlichkeitsstörungen führen. Bei Fußbodenbelägen entstehen vorrangig in Verbindung mit den lösungsmittelhaltigen Klebern, wie z.B. das Lösungsmittel Toluol, eine Belastung. Beim Erwerb eines Wollteppichs oder andere Naturbeläge aus Kokos oder Sisal muss darauf geachtet werden, dass sie unbehandelt sind. Es besteht dann jedoch kein absoluter Schutz gegen Motten. Auch die mit Umweltsiegeln dekorierten Wollteppiche enthalten häufig das Mottenschutzmittel Permethrin.

    Die Vielfalt der möglichen Schadstoffquellen und ihrer Kombinationswirkung vorallem mit ausgasenden Lösungsmitteln führt zu einer unüberschaubaren Belastung der Innenraumluft. Eine Bewertung derartiger Gemische ist unmöglich. Belastete Räume oder Gebäude werden durch gezielte Analysen der Raumluft, der Baumaterialien und der Stäube untersucht. Dabei sind die Kosten für die Schadstoffanalyse nicht selten höher als der zu erwartende Sanierungsaufwand.

    Selbst entnommene Proben (um Kosten zu sparen) und die durch ein Labor auf Schadstoffe untersucht werden, nützen dem Betroffenen kaum etwas, wenn nicht die Ursachenquelle eindeutig erkannt und die notwendigen Maßnahmen benannt werden. Wie kompliziert diese Problematik ist soll an einem Beispiel dargestellt werden, wo die Bewohner an den Symptomen leiden, wie sie unter MCS zusammengefasst werden. In einem wunderschön in Eigenleistung ausgebauten Siedlungshaus, wurde von 4 unterschiedlichen Experten Schadstoffuntersuchungen durchgeführt. (Deren fachliche Kompetenz hier auf keinem Fall angezweifelt werden soll.) Jedes Prüfprotokoll ergab andere Schadstoffe. Bis auf die Empfehlung der Entsorgung der 20jährigen Schrankwand, was keinerlei Veränderung bewirkte, wurden keine konstruktiven Lösungsansätze aufgezeigt. Das Problem bestand hier, dass jeder Untersuchende einen oder auch mehrere Schadstoffe in einer Gebäudeecke gefunden hat. Allerdings wurde das gesamte Gebäude mit äußeren und inneren Wirkfaktoren sowie spezieller konstruktiver Merkmale nicht berücksichtigt. In der 2 stündlichen Bauaufnahme wurden 12 verschiedene mögliche Einflußfaktoren bzw. Quellen festgestellt, wobei mehrere äußere Faktoren nicht abgestellt werden können.

    Die Maximale »Arbeitsplatz-Konzentration (MAK) an gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe wird durch die Kommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn-Bad Godesberg herausgegeben. Die Werte beziehen sich als Mittelwert auf 8 Stunden und gelten nicht für Gemische, die die gesundheitsschädliche Wirkung erheblich verstärken. Die Einhaltung der MAK-Werte gibt keine Sicherheit gegen das Auftreten von allergischen Krankheiten bei Personen, die dazu neigen. Wobei die unterschiedliche Empfindlichkeit des arbeitsfähigen Menschen nach Möglichkeit berücksichtigt ist.
    »MAK-Liste unter Umwelt-online.de

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    Die 8 energierelevanten Faktoren der Aussenwand

    Posted by Rauch on März 30th, 2022

    Die 8 energierelevanten Faktoren der Aussenwand

    – Aufgelistet in absteigender Folge nach ihrer Wichtigkeit – nach Bossert –


    Plant ein Architekt eine Aussenwand, so sollte er 24 unterschiedliche Dinge wie Ästhetik, Preis etc. beachten, 8 davon sind energierelevant!

    1. Die Wanddicke

    Die Wanddicke führt über die Zeitkonstante (Tau) τ x 0,5 log n zur Halbwertszeit. Die Halbwertszeit ist ein qualitativer Wert. Sie gibt an, in welcher Zeit der Wärmeinhalt einer Wand bei „freier“ Auskühlung abnimmt.
    Weil die Wanddicke im Quadrat über der Temperaturleitzahl in die Formel eingeht, bildet sie einer der wichtigsten Energie-Faktoren einer Aussenwand!
    (Dr. habil. Georg Hofbauer, Gesundheitsingenieur, 29. März 1941)

    Wanddicke d cm
    Wärmeleitung λ W/mK
    Raumgewicht ς kg/m3
    Wärmespeicherzahl c Wh/m3K

    Konstante für Halbwertszeit „k“ bei 0°C    k = 0,5 x log. n = 0,347

    Die Temperaturleitzahl a = λ / ς x c m2/h
    Die Zeitkonstante τ = d2/a h
    Die Halbwertszeit τ‘ = k x d2 / a h

    Beispiel:
    Zwei Wände mit gleichem Flächengewicht und gleichem U-Wert:
    a = λ / ς x c = 0,1 W/mK / 0,03 Wh/kgK x 1500 kg/m3 = 0,002 m2/h (Diese Konstruktionen könnte man sogar „hinbasteln“)

    Wand W1: d = 25 cm; d2 = 0,0625 m2

     

    Zeitkonstante W1:  τ = 0,0625 m2 / 0,002 m2/h = 31,25 h
    Halbwertszeit W1:   τ’= 0,347 x 31.25 h = 10,8 h

    Wand W2: d = 50 cm; d2 = 0,25 m2

     

    Zeitkonstante W2: τ = 0,25 m2 / 0,002 m2/h = 125.00 h
    Halbwertszeit W2:τ‘ = 0,347 x 125 h = 43,4 h

    Fazit: Bei doppelter Wanddicke ist die Halbwertszeit 4 mal höher!!!

    2. Die Wärmespeicherfähigkeit

    Anhand von Energie-Verbrauchs-Analysen (EVA) ist beobachtbar, dass ein Flächengewicht von 700 (39 cm Vollziegel verputzt) bis 1’000 kg/m2 (54 cm Vollziegel verputzt) energetisch von Vorteil ist.

    Gebäude mit derartigen Wänden haben einen Netto-Energieverbrauch von Qh = 20 kWh/m3a (siehe Gesundheits-Ingenieur 1925 bis 1927).

    3. Strahlungsaufnahmefähigkeit / Farbe

    Strahlungsabsorptionsmessungen sind zur Zeit nur für den sichtbaren Teil des Lichts erhältlich. Wie die Infrarotstrahlung in einem Bauteil ankommt und wie sie ausgenützt werden kann, weiss niemand. Es ist anzunehmen, dass in der gemessenen Globalstrahlung – bestehend aus direkter und diffuser Strahlung – das IR möglicherweise enthalten ist.
    Es ist m.E. aber unzulässig, Strahlungsprozente aus gemessenen Anteilen des sichtbaren Lichtes mit der gemessenen Globalstrahlung zu multiplizieren und so eine Strahlungsabsorptionsmenge zu bestimmen.

    Zusammenhänge:
    Verputze auf Aussendämmungen müssen – damit sie nicht reissen – einen hellen Farbton aufweisen und meistens handelt es sich um einen sogenannten Kunststoffputz mit einer:

    Strahlungsabsorptionszahl µ = 0,30 bis 0,40 und einer
    Reflektionszahl von µ = 0,60 bis 0,70

    Auf massiven Wänden hingegen können durchgefärbte Kalkputze mit dunkler Einfärbung appliziert werden:

    Strahlungsabsorptionszahl µ = 0.65 bis 0,80 und einer
    Reflektionszahl von µ = 0,35 bis 0,20

    4. Die Oberflächenstruktur

    Je nach Oberflächenstruktur kann eine Fassadenfläche mehr oder weniger Strahlung aufnehmen. Lisenen, Gewände und Gesimse bilden zwar so genannte geometrische Wärmebrücken. Sie nehmen jedoch auch auf allen Seiten Strahlung auf. Gleiches gilt für Putze. Rohe Putze haben eine grössere Oberfläche als feine Putze und können deshalb mehr Sonnenstrahlung aufnehmen. Bis heute gibt es nur mathematisch ermittelte Wärmebrückenkataloge, beruhend auf stationären Theorien von innen nach aussen. Experimentelle Messungen und instationäre Wärmebrücken-Theorien existieren zur Zeit nicht.

    5. Feuchtigkeit / Sorptionsfähigkeit

    Die „offizielle“ Bauphysik nimmt an, dass im Winter die Raumfeuchtigkeit im innern der Wände kondensiert (Kondensationsperiode) und diese dann im nächsten Sommer wieder austrocknet (Austrocknungsperiode). Aus den experimentellen Untersuchungen von ETH-Prof. und EMPA-Chef Paul Haller aus den Jahren 1953 bis 1958, geht aber eindeutig hervor, dass Aussenwände im Sommer generell nass sind und in den Wintermonaten austrocknen. Die Angaben im Berechnungsprogramm WUFI sind deshalb falsch. Experimente zu WUFI existieren nicht!

    Es kann auch aus den Untersuchungen der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt EMPA entnommen werden, dass sich die von Aussenwänden aufgenommene Feuchtigkeit im Herbst und Frühjahr positiv auf den Energiehaushalt auswirkt, weil die eingedrungene Feuchtigkeit die Wärmespeicherfähigkeit im Aussenbereich von Wänden erhöht und somit die solare Zustrahlung bereits auf niederstem Niveau energiewirksam wird.

    Eine Aussenwand kann somit aussen kalt und feucht und bei normaler innerer Beheizung auf 20 °C, innen warm und trocken sein!

    Hypothese: Die um die Feuchtigkeit erhöhte Wärmespeicherfähigkeit übertrifft in ihrer Wirkung den negativen Aspekt des angeblich grösseren Wärmeverlustes der Wand infolge besserer Wärmeleitung.

    Aus den Experimenten von Haller sind keine quantitativen Energieeinsparungen errechenbar.

    6. Wärmeleitung > U-Wert (alt k-Wert)

    Der U-Wert bildet bei nicht bestrahlten Bauteilen wie: Kellerdecke, Dachdecke und Rohrdämmungen etc. zweifelsfrei die relevante Energiespargrösse, wobei in zweiter Linie wiederum die Materialdicke und anschliessend die Wärmespeicherfähigkeit zum tragen kommt. Bei Aussenwänden aber, fehlt jedoch bis heute jegliche Korrelation in Bezug zum messbaren Energieverbrauch.

    Das stellte auch ETH-Professor Max Hottinger in den 40-er Jahren fest. Die nach ihm benannte Hottinger-Formel lautete:

    Q = Wirkungsgrad x Fläche x Temperaturdifferenz x k-Wert x Gleichzeitigkeitsfaktor plus zusätzlich noch ein paar weitere unwichtige Faktoren.

    Der Gleichzeitigkeitsfaktor betrug für Bauten mit Wandstärken mit Vollziegeln von 40 bis 50 cm = 0,5 !

    Q = µ x F x T x k x 0,5 µ = 0,45 x m2 x K x W/m2K x 0,5

    7. Wärmebrücken

    Generell gilt die Argumentation von Faktor: 4. „Die Oberflächenstruktur.“ Im Wesentlichen sind energetisch negative Wärmebrückenwirkungen bei Aussenecken, Wandanschlüssen zu Fassaden, bei Deckenauflagern und auskragenden Bauteilen zu beachten. Das trifft aber nur auf aussengedämmte Konstruktionen mit geringer Innenwandstärke und mit niedrigem Flächengewicht zu. Meistens kommt es bei diesen Schwachstellen zu Kondensatausfall mit Schimmelpilz. Vermutlich spielt auch hier die Wanddicke gemäss Faktor: 1. „Die Wanddicke“ die entscheidende Rolle. Unterschreitet die Wanddicke eine bestimmte Grösse, wird die exponentielle Auskühlung beschleunigt.
    Bei dicken massiven Wänden von 40 bis 50 cm sind diese Nachteile nicht beobachtbar. Würde man aber bei einem Jugendstil-Haus die Entwärmung nach der aktuellen Wärmebrückentheorie berechnen, so entsteht alleine aus Lisenen, Gewänden und Gesimsen ein derart hoher Energiebedarf, dass mit den Fenster-, Wand-, Boden- und Dachflächen ein um das vielfache höherer Energieverbrauch entsteht, als er in der Wirklichkeit beobachtbar ist. Offizielle, reale Messungen bestehen hierzu nicht.

    8. Die Wärmeeindring-Geschwindigkeit

    Die Wärmeeindring-Geschwindigkeit leitet sich von der „Eindringzahl“ b ab. Wattstunden pro Quadratmeter mal °Celsius mal Wurzel aus der Zeit. Normale Baustoffe haben b-Werte von 700 bis 2000 J/m2 K (Wurzel aus) s

    Generell hängt die Wärmeeindring-Geschwindigkeit vom Flächengewicht, der Wanddicke und der Aussenstruktur des Wandbaustoffes ab. Hat die Wand infolge zu hoher Porosität, einem allzu niedrigen Flächengewicht oder zu weit auseinanderliegenden Verbund-Stegen mit geringer Dicke (Schlitzlochsteine) einen zu grossen Wärmeeindring-Widerstand, so lässt sich beispielsweise die eingestrahlte Sonnenenergie nur in geringem Umfang nutzen. Es herrscht eine Wärmedepression! Erstmals wurden diese Zusammenhänge im Februar 1982 bei Messungen am Justus Knecht Gymnasium in Bruchsal beobachtet. Die Ergebnisse wurden in der Folge als „Bruchsaler-Messung“ publiziert und baugeschichtlich festgehalten. Grundlagenforschungen dazu bestehen nicht.

     

    Falsch verstandener Reduktionismus führt zum „Schichtendenken“! Die“Trag-, Dämm- und Wetter-Schichten“ sind letztendlich wieder ganzheitlich zu betrachten. Vermutlich bildet die einschalige Wand – infolge der besten Temperaturverwaltung – die idealste Wandkonstruktion!

    CH-8955 Oetwil a.d. Limmat, 18.06.2003
    Arch. & Ing. Paul Bossert
    www.universe-architecture.com
    e-mail: paul.bossert@greenmail.ch

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    Wärmedurchgangskoeffizient U

    Posted by Rauch on März 30th, 2022

    Wärmedurchgangskoeffizient Formel

    Der U-Wert kennzeichnet die Wärmemenge, die in einer Stunde durch jeden Quadratmeter eines Bauteils bekannter Dicke im Dauerzustand der Beheizung hindurchgeht, wenn der Temperaturunterschied zwischen der Luft auf beiden Seiten dieser Wand 1 K beträgt. Gegenüber der Wärmedurchlasskoeffizient λ werden die beiden Wärmeübergangskoeffizienten an der Außenseite »https://www.ib-rauch.de/bauphysik/formel/warmkoef3.html (1/αa) und an der Innenseite »https://www.ib-rauch.de/bauphysik/formel/warmkoef2.html(1/αi) berücksichtigt.

    Der u(k)-Wert wurde 1929 eingeführt und diente dem Heizungsfachmann zur Auslegung der Heizungsanlage. Zur Bestimmung des Wärmeflusses wurde auf Prüfständen trockenes Mauerwerk gemessen. Jedoch ist der Wandquerschnitt nie ganz trocken. Ungünstig wirken dabei diffusionsdichte Wandaufbauten, besonders im äußeren Bereich.
    „der k-Wert eines Bauteils beschreibt dessen Wärmeverlust unter stationären, d.h. zeitlich unveränderlichen Randbedingungen. Die Wärmespeicherfähigkeit und somit die Masse des Bauteils geht nicht in den k-Wert ein (Siehe »Auskühlzeit). Außerdem beschreibt der k-Wert nur die Wärmeverluste infolge einer Temperaturdifferenz zwischen der Raum- und der Außenluft. Die auch während der Heizperiode auf Außenbauteile auftreffende Sonneneinstrahlung bleibt unberücksichtigt.“ (1)
    Einfach Versuchsdurchführung zur Messung des »solaren Einflusses auf eine massive Außenwand.

    »ueff.-Wert-Berechnung einzelner Bauteile.

    Von offizieller Seite wird die Wand energetisch ausschließlich durch den u(k)-Wert repräsentiert. Dies ist eine irrige und falsche Annahme. Ein sehr interessantes Ergebnis zur Energieverbrauchsanalyse von Massivbauten steuert Prof. Fehrenbach aus Hildesheim bei. Die Abbildung 1 zeigt das Ergebnis.

    Abb. 1: Energetisch nutzlose WDV-Systeme und der „Erfolgsnachweis“

    Die Heizkosten dreier gleichartiger und großer Wohngebäude wurden miteinander verglichen, wobei das Gebäude 6 im Jahre 1988 ein WDV-System erhielt (4 cm + 1 cm Verblender). Die Heizkosten der drei Gebäude verliefen trotz energetischer „Ertüchtigung“ weiterhin synchron. Die energetische Sanierung mit Dämmstoff war also zwecklos.(2)

    Ergänzend sollen hier eine Tabelle genannt werden, wo an der Innenseite die Oberflächentemperatur gemessen wurde. »Schimmelpilz-Beispiele

    Quelle:
    (1)Hauser, G.; Der k-Wert im Kreuzfeuer – Ist der Wärmedurchgangskoeffizient ein Maß für Transmissionswärmeverluste?, Bauphysik 1981, H. 1, S. 3
    (2) Maier, Claus; Vortrag vor Bayerische Wohnungswirtschaft Energieeinsparung im Bestand – Grenzen und Möglichkeiten am 19.10.2000 in Reit im Winkl, S.1

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    Kosmisches Gesetz

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